Namibia - Klima, Reisezeit und andere Reisetipps

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Deathvlei im Sossusvlei / Namib Wüste


Inhaltsverzeichnis:

 

1. Lage

2. Sprache

3. Währung

4. Visum

5. Wie Hinkommen

6. Unterkünfte

7. Fortbewegung

8. Klima

9. Geologie

10. Warum nach Namibia


Lage:

Karte Welt Namibia

Namibia liegt im Südwesten Afrikas. Es grenzt im Westen an den Atlantik, im Norden an Angola, im Osten an Botswana und im Süden an Südafrika. Der Name des Landes leitet sich von der Wüste Namib ab und wurde 1990 bei seiner Unabhängigkeit für das gesamte Land gewählt.

 

Namibia hat etwa 2,3 Millionen Einwohner und ist, wenn man die Größe des Landes betrachtet nur sehr dünn besiedelt. Das heißt es kommen gerade mal 3 Einwohner auf einen km2. Die meisten Einwohner leben in den wenigen Städten und im Norden des Landes, das ein wenig fruchtbarer ist als der Süden.


Sprache:

Amtssprache in Namibia ist English. Damit kommt man eigentlich auch überall gut zurecht. Daneben gibt es natürlich noch unzählige Sprachen der afrikanischen Völker Namibias.  Da Namibia lange Zeit Kolonie Deutschlands war, finden sich auch immer wieder Orte, an denen man auf die Deutsche Sprache trifft. So gibt in Swakopmund zum Beispiel ein deutsches Café, in dem man auch auf Deutsch bestellen kann. Aber auch im Rest des Landes trifft man immer wieder auf die deutschen Spuren, so haben viele Straßennamen und auch manche Orte deutsche Namen.


Währung:

Gezahlt wird mit dem Namibian Dollar. Auch der südafrikanische Rand wird akzeptiert und nicht selten bekommt man diesen auch als Wechselgeld zurück.

1 Euro = 20,1169 Namibische Dollar (NAD) (Stand 5/2020)

1 Euro = 20,1259 Südafrikanische Rand (ZAR) (Stand 5/2020)


Visum:

Das Visum gibt es ganz einfach bei der Einreise in das Land. Als Visa on Arrival am Flughafen mit einem Stempel in den Reisepass. Raus geht's wieder genauso, da gibt's dann auch einen Stempel. Der Reisepass muss wie in den meisten Ländern bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und Platz für die Stempel haben.

 

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Gnus im Etosha Nationalpark


Wie Hinkommen:

Es gibt Direktflüge nach Windhoek, wo man beispielsweise ab Frankfurt am Main mit Air Namibia 10,5 Stunden unterwegs ist. Ansonsten geht es auch über Zwischenstopps in Johannesburg oder Qatar. Dann ist man insgesamt etwa 15-20 Stunden unterwegs.


Unterkünfte:

Das südliche Afrika gehört zu den eher teuren Regionen und so ist es auch in Namibia nicht wirklich günstig. Es gibt im Vergleich zu anderen Destinationen dieser Erde eher wenig Lodges und diese sind dann eben im Verhältnis etwas teurer. Das Land lebt aber auch vom Tourismus.

Die Lodges sind teilweise traumhaft gelegen und lassen einen schon vom Bett die Natur und ihre Tierwelt betrachten. Dafür zahlt man pro Nacht im Doppelzimmer auch meist um die 100 Dollar oder auch mehr.

Will man etwas preiswerter unterwegs sein gibt es die Möglichkeit einen der zahlreichen Campingplätze im Land zu nutzen. Viele gehören direkt zu einer Lodgeanlage, was den Vorteil hat, dass man für den preiswerten Campingpreis (ab 10 Dollar/Nacht) die Annehmlichkeiten der Lodge, wie etwa Pool oder Bar mitbenutzen kann. In der Regel bieten alle Lodges auch Ausflüge und Touren wie Pirschfahrten, Picknicks im Busch und Ähnliches an, die vor Ort gebucht werden können.

Daneben gibt es auch reine Campingplätze, wo außer einem Toilettenhäuschen und vielleicht einem kleinen Platz für das Kochen manchmal auch nichts ist oder in einigen Fällen vielleicht auch einfach nur ein Stellplatz, aber das ist ja manchmal auch der Reiz. Diese sind ebenfalls nicht teuer und man ist dort oft einsam und allein in der großen weiten Landschaft, aber manchmal ist weniger ja bekanntlich mehr und es ist ja  genau dieses Abenteuer, das man beim Camping sucht.

Reservieren muss man die Campingplätze eigentlich nicht. Wenn man in der Hauptsaison unterwegs ist, ist es vielleicht eine Überlegung wert an volleren Plätzen wie dem Etosha oder der Namib, wenn man im Park campen will vorher zu buchen. Viele Reisende, die eine Campingtour gemacht haben, schreiben aber, dass es nicht nötig sei und man außer in den Nationalparks immer ein Plätzchen ohne Reservierung findet.

 

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Sesriem Campingplatz im Namib Naukluft NationalpaNk


Fortbewegung:

Man kann mit dem Bus über Land fahren, aber man muss schon sagen das wäre dann wohl Abenteuer extrem. Namibia ist sehr groß und ein ausgebautes Nah- bzw. Fernverkehrsnetz, wie wir es aus Europa kennen, gibt es im Grunde nicht.

Wer mit dem Bus unterwegs ist, ist das dann meist im Rahmen einer geführten Busreise, so wie wir das auch gemacht haben. Viele Straßen sind nicht geteert und ein Vorankommen dauert oft deutlich länger, als wenn man die gleiche Strecke bei uns zurücklegen würde. Dazu sind die Strecken lang und teils sehr anstrengend durch das Geruckel. Wer also nicht gerne selbst Auto fährt, sollte sich wohl nach einer organisierten Reise umschauen.

Wer Bock auf Abenteuer und Freiheit hat, der mietet sich ein Auto und fährt selbst durch Namibia. Entweder ein kleines Auto mit Zelt zum Aufbauen oder ein Auto mit Dachzelt. Klarer Favorit. Meist werden Toyotas mit Allrad und Dachzelt vermietet. Damit kommt man nicht nur überall hin, da es teilweise auch sandige Pisten gibt und 4x4 ein Muss ist, sondern man hat sein Bett auch immer gleich mit oben drauf dabei. Aufbauen geht sehr einfach.

Dazu noch eine kleine Camping – Küchen – Ausstattung und fertig ist das perfekte Abenteuer in den Weiten Namibias.


Klima:

Das Klima in Namibia ist vor allem heiß und trocken. Aufgrund der Vegetationszonen in Namibia gibt es aber einige Unterschiede im Land.

Im Westen liegt die Namib Wüste. Hier gibt es kaum bis gar keine Niederschläge, es wird richtig heiß und nachts geht’s auch mal Richtung 0° Celsius Marke.

Im Binnenhochland Namibias kann es wegen der Höhe auch zu Frost kommen und ganz selten auch zu Schneefällen im Winter. Tagsüber ist es hier nicht ganz so heiß wie in der Wüste.

Im Osten liegt die Kalahari. Hier verhält es sich ähnlich wie in der Namib. Tagsüber wird es richtig heiß und nachts kann es ganz schön abkühlen. Niederschläge können hier eher mal auftreten.

Und an der Atlantikküste, wie in Swakopmund oder Walvis Bay kann es sehr kühl werden. Vor der Küste gibt es den kalten Benguelas Strom, der zwar großen Fischreichtum für Namibia bringt aber auch die Luft abkühlt. Da braucht es dann auch mal einen Pulli im Gepäck. Zum Baden ist der Atlantik hier nix, denn er erreicht selten mehr als 15° Celsius.

Im Caprivi – Streifen im Nordwesten des Landes fallen regelmäßig Niederschläge in der Regenzeit und führen zu einer üppigen Vegetation. Hier gibt es ausgedehnte Flusssysteme und einen subtropischen Savannenwald. Die Luftfeuchtigkeit ist hier höher als in anderen Teilen Namibias.

Im zentralen Hochland von Namibia, Flächenmassig der größte Teil herrscht Sommerregen vor. Es gibt zwischen November und April unregelmäßige, teils heftige Regenfälle. Im Süden fällt dagegen nur im Juni oder Juli mal Regen. Trotzdem sind längere Trockenperioden auch in den zentralen Gebieten nicht auszuschließen.

 

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Geologie:

Das Gebiet des heutigen Namibia gilt als einer der ältesten Teile der Erde. Schon lange vor der Entstehung des Superkontinentes Gondwana vor 550 Millionen Jahre, der die heutigen Kontinente Afrika, Südamerika, Australien, Indien und Antarktis in sich vereinte, bildeten sich im Gebiet des heutigen Afrika zwei Schelfe (sogenannte Festlandsockel): der Kongo-Kraton und der Kalahari-Kraton. Letzterer umfasste große Teile des heutigen Namibia, dass war bereits vor mehr als zwei Milliarden Jahren.

Vor 150 Millionen Jahren began Gondwana dann allmählich in die heute bekannten Kontinente zu zerbrechen und auseinanderzudriften. Das heutige Aussehen der Erde entstand langsam.

Durch das Zerbrechen des Großkontinentes vor 150 Millionen Jahren wurden die Ränder Afrikas angehoben, was dazu führte, dass weite Teile Namibias auf über 1000 Meter über Null liegen. 

Über die Jahrmillionen herrschten etwa konstante andauernde klimatische Verhältnisse in Südwestafrika, wodurch viele geologische Strukturen aus den frühen Erdzeiten in Namibia erhalten geblieben sind. Dazu gehört unter anderem  auch die Namib, die somit die älteste Wüste der Welt ist.

 

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Abseits der Straßen auf dem Weg von Walvis Bay nach Solitaire


Warum nach Namibia?

Namibwüste – die älteste Wüste der Welt, berühmt für ihre roten Dünen.

 

Sossusvlei – eine ausgetrocknete Lehmsenke mitten in der Wüste mit ihren alten verdorrten Akazienbäumen.

 

Kalahari – Halbwüste und Heimat vieler afrikanischer Tiere.

 

Etosha Nationalpark – die bekannte Salz-Ton-Pfanne, die als Nationalpark einer riesigen Menge Tiere eine Heimat bietet. Wer die Tiere Afrikas sehen will, muss dort hin.

 

Caprivi Streifen – der grüne Streifen Namibias und ebenso Heimat vieler Tiere in den dort gegründeten Nationalparks.

 

Erongo Berge und Spitzkoppe – die Granitfelsen, die hier herumliegen, sehen aus als hätten Riesen mit Murmeln gespielt. Ein faszinierender Ort.

 

Fish River Canyon – einer der größten Canyons unserer Erde und ein Must See in Namibia.

 

Der Atlantik - Wer mag schon keinen Ozean?

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Etosha Nationalpark

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Erongo - Berge



Das waren nur ein paar Highlights, die einen Besuch in Namibia zum Muss-Reiseziel machen. Eigentlich gibt es zwei wichtige Dinge, die schon für sich allein für einen Besuch in diesem Land sprechen: die endlos weiten Landschaften und die herrlichen Tiere Afrikas. Mehr braucht es doch eigentlich nicht.

 

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Swakopmund an der Atlantikküste

ENDE


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