Der Bwabwata National Park und die Campsite auf der Namushasha River Lodge

Unterwegs in einem wenig besuchten Teil des Landes

Tag 8 – Zurück nach Namibia oder "Ein unbekanntes Juwel"

Nach zwei Tagen in Kasane ging es wieder zurück nach Namibia, um genau zu sein in den Bwabwata Nationalpark. Ein Schutzgebiet von dem ich vorher noch nicht so viel gehört hatte wie vom Chobe oder Etosha. Es liegt im Caprivi Streifen im Nordosten von Namibia. Und es stellte sich heraus, dass dieser Nationalpark genauso schön wie die anderen war.

 

Der Naturraum unterscheidet sich durch seine Lage deutlich von dem des Etosha Nationalparks. Der Bwabwata Nationalpark wird von der Savanne geprägt. Es gibt dichte Baumbestände ebenso wie weite Graslandschaften. Im Westen fließt der Cubango und im Osten der Kwando River, der Park ist ein wichtiges Überschwemmungsgebiet der zwei großen Flüsse, weswegen das Gebiet ein üppiges Grün und unvergleichbare Sumpflandschaften hervor bringen kann.

 

Unseren Campingplatz war auf dem Gelände der Namushasha River Lodge, einem Hotel der Gondwana Collection in Namibia. Die Anlage war einfach traumhaft schön. Sie liegt direkt am Kwando River und gibt den Blick in Richtung Nationalpark frei. Hier kann man mit einem kühlen Getränk in der Hand auf der großen Terrasse sitzen und hinaus in den Nationalpark schauen, wo sich Nilpferde und Elefantenherden tummeln.

 

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Blick von der Bar Richtung Bwabwata Nationalpark in der Abendsonne

Der Campingplatz direkt am Fluss ist sehr gut erschlossen, mit eigenen Wasseranschlüssen, Strom und sanitären Anlagen auf jedem Stellplatz, aber dennoch blieb er für uns abenteuerlich. Man schläft mit den Geräuschen der Nilpferde ein und fragt sich das ein oder andere Mal, ob es vor dem Zelt steht oder doch noch ganz weit weg ist. Nachts auf Toilette gehen ist so eher was für Abenteurer mit starken Nerven.

 

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Blick aus dem Zelt in den Bwabwata Nationalpark


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Tag 9 – Bwabwata Nationalpark oder " Wunderschöne Tierbegnungen"

Am nächsten Morgen startete unsere Pirschfahrt via Boot auf dem Kwando River. Wir sahen den Nilpferden beim Planschen zu und staunten über die Pflanzenvielfalt am Fluss. Ein Boot brachte uns in den Park zu einem Jeep, mit dem wir die Pirschfahrt machten. Und los gings….

Im Park gibt es große Herden von Kafernbüffeln und auch unsere geliebten Elefanten kreuzten hier wieder unseren Weg. Ein Highlight in diesem Teil Namibias sind die Afrikanischen Wildhunde. Im Reiseführer hatte ich davon gelesen, welches unheimliche Glück man hätte, wenn man mal einen zu sehen bekommt. Sie sind selten und auch eher nachtaktive Jäger.

 

Nachdem wir durch die Landschaft gefahren waren und wir neben den Antilopenarten Lechwe, Riedbock und Sitatunga, auch an einer Herde von Kaffernbüffeln und einer großen Gruppe Elefanten, mit mehr als 50 Tieren vorbeikamen, waren wir schon mehr als eine Stunde unterwegs gewesen. Bei einem kleinen Stopp an einer Flussbiegung im Park durften wir dann raus aus den Autos und uns die Beine vertreten. Dieser Ort war malerisch schön. 

 

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Elefantenherde im Nationalpark

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Ein kurzer Streit um die Beute


Am Fluss machten sich gerade eine Schar Geier über eine Antilope her, doch ihr Glück sollte sich schnell wenden. Auf einmal kam ein Krokodil aus dem Fluss geschossen und schnappte sich die Antilope. Die Geier mussten wohl oder übel das Feld räumen. Und während das Krokodil mit der Antilope langsam im Wasser verschwand kam an dem anderen Ende der Flussbiegung die Elefantenherde, die wir vorher bereits getroffen hatten, nach und nach aus dem Dickicht heraus, um ihren Durst zu stillen. Langsam traten die Tiere aus dem Busch und gingen zum Wasser, wieder ein sehr erhabener Moment an dem wir hier teilhaben konnten. Doch dies war noch nicht alles, denn um unser Glück zu vervollständigen, kam dann auch noch ein kleines Rudel Afrikanischer Wildhunde zum Fluss und beäugten die Elefanten und überprüften ob noch was von der toten Antilope zu holen ist, die aber schon im Fluss verschwunden war. Ein unglaublich schöner Moment mitten in der Natur mit all diesen wundervollen Tieren.

 

Mehr zum Bwabwata Nationalpark kannst du in einem extra Artikel nachlesen.

 

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Pirschfahrt im Bwabwata Nationalpark


Tag 10 – Rundu oder "Kleiner Fahrtag denn Namibia ist groß!"

Heute war ein Transittag, nach dem Frühstück ging es los, wir fuhren weitere 420 km bis zur Stadt Rundu. Das ist die zweitgrößte Stadt Namibias. Sie liegt auf der Südseite des Okavango, der hier als Grenzfluss zwischen Namibia und Angola liegt. Rundu ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschafts- und Handelsknoten in der Region geworden, weswegen die Stadt immer noch weiter wächst. Der Tourismus nimmt ebenfalls an Bedeutung zu ist aber im Vergleich zu anderen Regionen noch am Anfang.

 

Es eignet sich vor allem als Zwischenstopp um die lange Fahrstrecke zwischen dem Caprivi Streifen und dem Etosha Nationalpark zu überwinden. Was für uns in Deutschland mal schnell auf der Autobahn weg zufahren ist, braucht in Namibia etwas länger. Für 400 km braucht man dort meist zwischen 6 -7 Stunden Fahrzeit. Für uns diente Rundu somit als Stop Over für die Weiterfahrt in den Etosha Nationalpark. Wir bezogen also für eine Nacht ein gemütliches Zimmer in der Kaisosi River Lodge und erholten uns auf der Anlage von unseren Zeltnächten. 

 

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Graulärmvogel auf der Lodge in Rundu 


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