Surfen lernen mit fast 40

Kann man mit 40 noch Surfen lernen? - Auf jeden Fall kannst Du das!

 

Solltest Du Dich mit fast 40 noch aufmachen und Surfen lernen? Ich sage: Ja, das solltest Du auf jeden Fall!

 

Das Surfen bringt Dich dazu Dich auf das hier und jetzt einzulassen. Was bleibt bist DU, das Board, das Meer, eine Handvoll Menschen um Dich herum und die Natur. Alles andere was sonst so wichtig ist, verschwindet.

 

Im Wasser zu sein und die Natur um sich herum zu spüren ist wundervoll und wenn Du dann noch am Abend einen Sonnenuntergang vom Wasser aus miterleben darfst, weißt Du das es sich auf jeden Fall gelohnt hat! Es ist eine großartige Erfahrung und es macht wirklich Spaß.

 

Ich berichte hier von meiner Erfahrung mit dem Wellenreiten mit fast 40 und gebe Euch ein paar Tipps, wie Ihr an das Thema heran gehen könnt, wenn ihr auch „noch“ Surfen lernen wollt!

 

Aloha Surf Academy Fuerteventura

Surfen lernen bei Aloha mit Maui


Inhalt:



Surfen, also Wellenreiten, war für mich ein Kindheitstraum. Sich auf ein Surfboard stellen, gehörte zu dem, was ich unbedingt machen wollte, irgendwann. Naja und dann kam das Leben und eine Menge Zeit verging und dieser Traum verschwand. Ich lebte weit weg vom Meer und so blieb es eben nur ein Traum aus fernen Tagen.

 

Bis ich diesen Traum 2020 kurz vor der Vierzig wiederfand. Vielleicht war es die Midlife Crisis die anklopfte. Für mich wurde es aber wieder der Beweis, das es keine Krise ist, sondern eigentlich eine Chance, sozusagen eine Midlife Chance.

 

Ich setzte mir also in den Kopf: Ich lerne 2020 Wellenreiten! Und Sagen wir es mal so, es hat fast geklappt. Weißwasser surfen ging schon ganz gut!

 

Aber viel wichtiger ist, Ich war am und im Meer und ich hatte viel Spaß mit dem Surfboard.

 

Es ist kein Hexenwerk und man kann das auf jeden Fall machen, hinbekommen und lernen. Auch noch mit 40 Jahren oder mehr. It’s never to late! The Rest is Time and Practice. Das passt wie so oft auch hier.

Ich gebe zu dass es wahrscheinlich einfacher ist, wenn man jünger ist, ein gewisse Grundfitness mitbringt, wenn man nicht 100 Kilo wiegt und nicht 2 Meter groß ist.

 

In der kurzen Zeit, in der ich das 2020 gemacht habe, habe ich ein paar wundervolle Menschen kennengelernt, die noch teilweise älter waren als ich und dieses Surfding noch besser hinbekommen haben.

Es geht auf jeden Fall … Lass Dir nicht einreden es ist eine dumme Idee!

 

Für mich war es am Ende gar nicht so entscheidend, dass ich eine Welle gestanden habe. Viel schöner und prägender war es im Wasser zu sein, die Kraft des Meeres zu spüren, den Sonnenuntergang vom Board aus zu sehen und mit tollen Menschen eine gute Zeit zu verbringen.

 

Surfen lernen mit 40

Wo sind denn die Wellen ?


Willst Du noch mehr von Fuerteventura sehen? Hier sind noch ein paar Ideen:



Surfen Lernen – Aber wo?

2020 wollten wir eigentlich nach Südostasien, das wurde ziemlich schwierig, wie Du Dir denken kannst, deshalb entschieden wir uns in Europa zu bleiben.

 

Neben dem Meer, Sonne und einem angenehmen Klima war es für uns wichtig, dass die Möglichkeit Surfen zu lernen vor Ort besteht und es eine gewisse Infrastruktur gibt.

 

Was das Surfen angeht bietet sich die Atlantikküste und die europäischen Atlantikinseln hierfür gut an. Verbunden mit dem Surfen ist man in Europa schnell bei Frankreich, Portugal und Spanien. Aber man kann zum Beispiel auch in England, Dänemark, den Niederlanden, in den skandinavischen Ländern und sogar in Island surfen. Man muss also nicht unbedingt nach Südostasien oder Kalifornien.

 

Wenn man mit dem Surfen anfängt, empfiehlt es sich an einen echten Surfspot zu gehen und nicht an einen geheimen Strand mit ein Insiderwelle. Für mich kamen deshalb Portugal, der Mittelmeerraum und die europäischen Atlantikinseln in Form der Kanaren, der Azoren und Madeira in Frage. Mittelmeer und Portugal haben wir recht schnell ausgeschlossen, da es dort im Dezember schon relativ kalt ist. Am Ende entschied das Surfen die Wahl zwischen den Inseln.

 

Das geht am ehesten auf den Kanarischen Inseln. Es wurde für mich dann also Fuerteventura, das auch das Hawaii Europas genannt wird. Aber auch Lanzarote wäre eine gute Möglichkeit gewesen.

 

Surfen lernen mit 40

Flag Beach mit Los Lobos im Hintergrund


Surfen lernen … aber nicht allein - Wie ich einen guten Surflehrer fand

 

Erwachsen wie ich bin, habe ich schnell entschieden, dass ich das Thema mit professioneller Unterstützung angehen will und nur mit Surflehrer in das Wasser gehe. Was bei meiner Frau auch sehr gut ankam.

 

Im Nachhinein würde ich das auch jedem empfehlen. Eine gute Surfschule ist am Anfang Gold wert. Man bekommt das Equipment gestellt und vor allem auch das, was zu einem passt. Der Surfspot wird anhand der Fähigkeiten ausgewählt und man bekommt eine Anleitung. Es ist jemand dabei der sich vor Ort auskennt und im Notfall auch helfen kann. Eine guter Surflehrer ist eine gute Sache am Anfang. Aber es ist wichtig zu beachten:

 

Die Betonung liegt hier aber auf den Worten GUTER SURFLEHRER!

 

Aller Anfang ist schwer - man fällt und manchmal reicht es nur bis auf die Knie

 

Ich habe einige Surfschulen an den Stränden auf den Kanarischen Inseln beobachten können und ich hatte oft den Eindruck, dass es nach einigen Übungen am Strand schnell ins Wasser ging und die Schüler dann in den meisten Fällen allein gelassen im Weißwasser surften.  Am eindrucksvollsten, war das einmal am Famara Beach auf Lanzarote zu sehen, da trieben die Schüler soweit ab, dass die Surflehrer an einem ganz anderen Strandabschnitt ein paar Hundert Meter entfernt waren. Einmal habe ich auch eine Surfschule beobachten können, wo der Surflehrer die 10 Leute ins Weißwasser schickte und dann selber ins Wasser surfen ging aber an einer anderen Stelle.

 

Lange Rede kurzer Sinn, wenn Du Surfen lernen willst, suche Dir eine gute Surfschule.

 

Ich fing mit Google an und endete natürlich bei einer unüberschaubaren Menge von Ergebnissen an Surfschulen für Fuerteventura. Es sind tatsächlich 98000 Ergebnisse für Surfschule Fuerteventura. Es gibt unzählige und natürlich behauptet jede richtig gut oder gar die beste Surfschule zu sein.

 

Geholfen hat mir am Ende die Recherche auf den deutschen Surfblogs und das Hören von ein paar Podcasts zum Surfen. Fündig wurde ich letztlich bei surfnomade.de, wo ich einen Artikel über empfehlenswerte Surfschulen auf Fuerteventura fand.

 

Für mich wurde es dann die Aloha Surf Academy Fuerteventura, die von Alex und Sophie Hulsberg geführt wird und ich hab es nicht bereut!

 

Surfen lernen mit 40

Corralejo


Woran erkenne ich eine gute Surfschule

 

Es ist in der Fülle an Surfschulen gar nicht so einfach zu klären welche gut und welche schlecht sind. Als eine Orientierungshilfe kann man aber die folgenden Punkte mit heranziehen.

Die Surf - Coaches

Der Surflehrer ist natürlich entscheidend, wenn Du surfen lernen willst mit 40. Versuche herauszufinden, wer die Surfcoaches an der Schule sind. Wie lange unterrichten sie schon? Sind die Lehrer angestellt, nur vorübergehend in dem Job oder machen sie es schon mehrere Jahre? Meine Erfahrung ist auch, dass es ein Qualitätszeichen sein kann, wenn der Inhaber selbst den Unterricht gibt. Hilfreich ist es auch zu klären, ob die Surf - Coaches über eine Ausbildung verfügen, was gerade in Europa gar nicht selten ist. 

Die Surfschule

Das nächste ist die Surfschule selbst. Gibt es Auszeichnungen oder Empfehlungen von Verbänden, von Surfern oder eben Kursteilnehmern. Was wird von Teilnehmer und Blogs über den Ablauf, die Aufmerksamkeit und das Erlebnis bei der einzelnen Surfschule berichtet.

Wie Viele Schüler gibt es pro Surfcoach

Was für den Lernerfolg wichtig ist, ist die Anzahl der Schüler pro Surflehrer. Die Gruppe sollte nicht zu groß sein. Ich persönlich glaube, dass mehr als sechs Schüler pro Surflehrer nicht empfehlenswert ist. Auf einigen Blogs wird die Zahl aber auch noch niedriger angesetzt.

Welche Zielgruppe hat die Surfschule

Du solltest für Dich selber darauf achten, dass die Zielgruppe der Schule für dich passt. Eine Surfschule die bewusst Menschen um die 20 anspricht, passt vielleicht nicht zum Enddreißiger oder Mitvierziger.

Gibt es auch einen theoretischen Anteil der vermittelt wird

Neben den Surfstunden solltest Du darauf achten, dass es auch einen theoretischen Input gibt. Surfregeln, Umgang mit den Gefahren beim Surfen, welche Bretter für welchen Surfer, wie funktionieren eigentlich Wellen und Strömungen, was mache ich, wenn jemand im Wasser Hilfe braucht und was bedeuten diese ganzen „Fachbegriffe“ (Bottom Turn, Line Up, Duck Dive, Leash und so weiter). Damit Du auch alles verstehst solltest Du auch auf die Unterrichtssprache achten, die angeboten wird.

Gibt es zusätzliche Themen und Benefits

Ein Warm Up bevor es ins Wasser geht und ein abschließendes Stretching sollte immer angeboten werden. Darüber hinaus gibt es Schulen die auch ein Training mit Surfskates anbieten, das sind Skateboards die spezielle Achsen haben, wodurch ein Verhalten wie beim Wellenreiten entsteht. Die Technik des Surfens wird durch Surfskating gut geschult.

 

Gerade bei längeren Kursen und Surfcamps können auch Yogastunden mit inbegriffen sein.

 

In einigen Surfschulen ist neben dem einfachen Surfen, auch die Analyse mittels Fotos und Videoaufnahmen mit inbegriffen. Das kann sehr hilfreich sein, da man sich selbst auf dem Surfboard im Wasser sieht. Dadurch gibt es die Möglichkeit abzugleichen ob man Technik und Haltung im Meer wirklich umsetzen kann.

Der Preis ist kein Qualitätsmerkmal

Am Ende noch ein Hinweis. Der Preis ist kein Qualitätsmerkmal, sondern nur ein Marketinginstrument. Die Preispolitik ist nie ein Zeichen von guter Qualität, besonders nicht dort, wo hohe Nachfrage herrscht. Das gilt aber ja nicht nur für das Surfen lernen.

 

Surfen lernen mit 40

Paddeln ist gar nicht so einfach wie man denkt



Wie lernt man Surfen – Meine Erfahrung und Learnings

 

Kurz gesagt ich hatte eine großartige Zeit mit dem Surfen. Es war eine sehr beeindruckende Erfahrung und ich möchte es auf jeden Fall wieder machen. Das steht schon mal fest.

 

Aber es war körperlich auch fordernd. Für mein Alter brachte ich eine relativ gute körperliche Fitness mit, aber es ist trotzdem recht anstrengend gewesen. Besonders die Bauch- und Rückenmuskulatur haben beim Surfen zu tun und es empfiehlt sich diese schon im Vorfeld aufzubauen. Dafür hatte ich von der Surfschule ein Trainingsprogramm bei der Buchung erhalten. Man findet aber auch im Internet gut spezifische Workouts für das Wellenreiten.

Im Weißwasser Surfen lernen

Surfen lernt man erstmal im Weißwasser, weil das einen Vorteil beim Lernen des Take Off, also dem Aufstehen, beim Wellenreiten hat. Das Weißwasser entsteht nachdem die Welle gebrochen ist, der Name kommt vom weißen Schaum, der dann vor der gebrochenen Welle ist. An guten Stränden entstehen so teils lange und manchmal noch recht kraftvolle Wellen, die gleichmäßig laufen. Der Vorteil ist, das man im Weißwasser von der gebrochenen Welle geschoben wird und im Grunde nicht auf ihr surfen muss. Mein Eindruck war auch dass das Timing hier nicht so eine große Rolle spielt, man hat auf so einer Weißwasserwelle deutlich mehr Zeit aufzustehen als später im blauen Wasser, wenn die Wellen noch nicht gebrochen sind.

Ein Gutes Aufwärmen ist wichtig

Am Strand macht man in der Regel ein kurzes Aufwärmen. Ich selbst habe schon ein paar kleine Baustellen an meinem Körper und merkte das dann nach dem Surfen auch. Ich weiß, das gutes Aufwärmen für mich essentiell ist. Deshalb würde ich Dir empfehlen, das Aufwärmen im Zweifel für Dich selbst noch ein wenig zu verlängern. Das Meer hat Kraft und es wirken schon starke Kräfte auf einen ein.

Spar Dir auch noch Kraft für das Wasser!

Nach dem Aufwärmen wurde am Strand der Take Off und die Position auf dem Brett geübt. Hier vielleicht der Verweis auf einen klugen Satz eines 100 Kilogramm schweren Walisers, den ich kennengelernt habe beim Surfen. „Save yourself a little energy for the water.“. Am Anfang geht das Aufspringen besonders auf die Arme und ein bisschen Kraft braucht man später noch im Wasser.

 

Im Wasser selber ist es schon anstrengend überhaupt hinein zu kommen. Ideal ist am Anfang ein Anfänger Strand, möglichst ohne Riff und Steine, denn mit den Wellen hat man erstmal schon genug zu tun.

Gib Dir Zeit und Erzwinge nichts

Im Wasser sollte man sich Zeit geben, nicht zu weit rein gehen und nicht zu große Wellen nehmen. Sich auf das Wasser einlassen, die Position auf dem Brett finden und ein Gefühl dafür bekommen wo man Hände und Füße hat. Mein Surflehrer sagte immer wieder, wenn Die Welle dann da ist, gibt es diesen „Oh Shit“ Moment in dem man dann alles vergisst. Diese Koordinierung des eigenen Körpers ist aber für den Take Off entscheidend. Deshalb einfach daran denken: Gib Dir Zeit, es ist wie mit allem im Leben: „Time and Practice“.

Mach die Pausen, die Du brauchst

Nach den ersten Surfstunden habe ich festgestellt, dass es sich empfiehlt auch immer wieder Pausen einzulegen. Geübte Surfer machen das sitzend im Wasser, da ich dabei aber immer wieder mit dem Brett umkippte, sobald eine größere Welle vorbeikam, ging ich dann lieber wieder an den Strand dafür. 

Mein Fazit zum Surfen lernen mit (fast) 40

Ich hatte nach den Sessions immer ganz gut Muskelkater und Ich hab immer gut geschlafen nach dem Surfen. Ein Stretching als Cool Down empfiehlt sich auf jeden Fall.

 

Insgesamt war ich zehn Tage Surfen und im Weißwasser funktionierte es am Ende ganz gut. Für das Blauwasser fehlte mir aber noch das Timing und ein Gefühl für die Wellen.

 

Die Kraft des Meeres ist beeindruckend und Surfen ist definitiv eine Herausforderung und eine Grenze, die man für sich und seinen Körper austestet. Unabhängig von diesen harten Fakten, habe ich aber 10 Tage im Wasser und am Strand gehabt. Ich habe ein paar grandiose Sonnenuntergänge vom Wasser aus gesehen und war dabei immer von tollen Menschen umgeben.

 

Das Wasser so direkt zu spüren. Das immer währende Kommen und Gehen der Wellen zu erleben war wunderbar. Ich war hier im Moment, im Hier und Jetzt und das war wunderbar. Allein deswegen sollte man unbedingt mal Surfen gehen.

Aloha Surf Academy Fuerteventura

Am Land sieht das noch ganz souverän aus




Die Aloha Surf Academy Fuerteventura

Warum diese Surfschule eine gute Wahl ist

 

Ich habe meine Gehversuche im Surfen komplett bei der Aloha Surf Academy Fuerteventura gemacht und war insgesamt zehnmal mit dem Besitzer Alex Hulsberg surfen. Wer es kurz haben will, dem sage ich, Alex ist als Surfcoach absolut zu empfehlen, mit ihm macht man nichts falsch, wenn man surfen lernen will! Bei Alex und seiner Frau Sophie, die sich vor allem um die Organisation kümmert, ist man in guten Händen und hat nebenbei noch eine Menge Spaß. Ihre Surfschule ist definitiv empfehlenswert.

 

Über diesen Link kommst Du auf die Internetseite der Aloha Surf Academy Fuerteventura

 

Die Kurse erfolgen in mehren Sprachen, ich selbst habe Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch erlebt, je nachdem, was die Teilnehmer sprechen, was auch kein Problem ist, wenn es mehrere Sprachen braucht. Ich selbst war mit 3 unterschiedlichen Gruppen bei Aloha unterwegs und es lief immer alles sehr entspannt ab und jeder hatte eine gute Zeit.

 

Das Altersspektrum der Teilnehmer ist relativ breit und ist im Mittel sicherlich so um die 30. Ich selber habe auch Teilnehmer getroffen, die Ende 40 waren und Surfen lernen wollten. 

 

Aloha Surf Academy Fuerteventura

 Gemeinsames Aufwärmen am Strand

Der Surfkurs bei der Aloha Surf Academy Fuerteventura

Bei Aloha gibt es am Tag nur einen Kurs, der so wie ich es erlebt habe mit Transport zwischen 4 und 5 Stunden lang  ist. Neben dem Surfen ist theoretischer Input und das Heranführen an das Surfskate fester Bestandteil der Tageskurse. Einmal pro Woche kommt noch eine gemeinsame Fotoanalyse dazu, die sehr aufschlussreich oder aber auch sehr witzig sein kann, wenn man dann mal sieht wie man sich auf dem Board so anstellt.

 

Je nach Gezeiten beginnt der Kurs morgens gegen 10:00 oder nachmittags gegen 14:30. Alex holt die Teilnehmer an einem Treffpunkt oder an der Unterkunft im Norden der Insel ab. Dann geht es gemeinsam zu einer Theorieeinheit. Aber keine Angst, dass hat dann kein Seminarfeeling, man sollte es eher ein gemütliches Kennenlernen bei einem Espresso nennen. Wobei Alex es dann trotzdem hinbekommt einem etwas über Strömungen, das Meer, Gefahren am Strand, Surf Etikette oder Boardshapes zu vermitteln und dazwischen gibt es dann noch allerhand Surfgeschichten.

 

Besonders liegt ihm aber das Thema Sicherheit beim Surfen am Herzen. Was kein Wunder ist als Rettungsschwimmer.

 

Direkt danach geht es über zum Surfskaten. Ein Skateboard hatte ich mit 13 das letzte mal benutzt und ich kam mir anfangs schon ein wenig verloren auf dem Platz vor. Nach einer harten ersten Stunde funktionierte aber das geradeaus und um die „weite“ Kurve fahren schon ganz gut. Und beim zweiten Mal wurde aus der Frage „Was mache ich hier eigentlich?“ schnell „Das macht richtig Spaß“.

 

Das Surfskate ist im Grunde ein Skateboard mit speziellen Achsen, wodurch es sich wie ein Surfboard verhalten kann. Unabhängig davon, das man die Manöver auf dem Surfboard so üben kann, vermittelt es einem auch ein anderes Körpergefühl, das vor allem aus der Körpermitte kommt.

 

Die Session mit dem Surfskate ist ungefähr eine dreiviertel Stunde lang und dann geht’s zum Surfen.

Nach vier Stunden auf dem Surfskate habe ich mir übrigens ein Eigenes zugelegt, weil es echt Spaß macht.

 

 

Surfen lernen mit 40

2020 ... immer mit Munschutz


Mit ein wenig Anleitung geht das mit dem Surfen lernen

 

Zum Surfen sucht Alex einen passenden Spot für alle Teilnehmer aus, so das jeder auf seinem Level abgeholt wird und Fortschritte machen kann. Surfboard und Neopren stellt die Aloha Surf Academy Fuerteventura.

 

Nach einer kurzen Einweisung und einem gemeinsamen Warm Up und einigen Übungen auf dem Trockenem geht es dann relativ schnell mit den Boards ins Wasser. Alex koordiniert die Gruppe dann die komplette Session über vom Strand aus durch Handzeichen und hat auch jeden immer Blick. Feedback bekommt man in den Pausen oder direkt durch zu rufen, so das man schnell lernen kann und ein Gefühl für das Surfen bekommen kann.

 

Zwischendrin gibt es ab und an Pausen und noch ein, zwei Runden mit Übungen am Strand. Als Abschluss der Session bleibt dann noch das Free Surfen, bei dem Alex selbst mit seinem Board dazukommt. Wobei er auch gerade dann noch für jeden da ist, Tipps gibt und bei dem Verbessern der Technik hilft. Was mir persönlich am meisten geholfen hat.

 

Als Abschluss kommt dann noch ein Stretching als Cool Down am Strand.

 

Die Sessions im Wasser bei denen ich dabei war, waren alle mindestens 2 Stunden lang und fühlten sich nie zu kurz an. Das Preis Leistungsverhältnis passt hier auf jeden Fall.

 

Nach der Surfsession  muss aber nicht Schluss sein und so gibt es an einigen Tagen auch durchaus noch Treffen nach dem Kurs für die Surfanalyse mittels Fotoauswertung oder evtl. auch einfach nur auf ein Bier oder das beste Eis in Corralejo.

 

Irgendwann klappt es dann

Der besondere Mehrwert bei der Aloha Surf Academy Fuerteventura

Der Kurs bei der Aloha Surf Academy Fuerteventura ist schon aufgrund seines Umfang und der Dauer außergewöhnlich. Die 5 Stunden schlägt nach meiner Recherche kaum jemand. Hinzu kommt, dass die Aufmerksamkeit von Alex Hulsberg als Surfcoach die ganze Zeit bei seinen Teilnehmern ist. Alex ist sein Leben lang begeisterter Surfer, dass merkt man ihm in jedem Augenblick an und er möchte seine eigene Begeisterung für das Surfen unbedingt übertragen.

 

Aloha Surf Academy Fuerteventura

Die Zeit im Kurs fühlt sich nur an zwei Punkten an wie ein Geschäft, dann wenn man bezahlt und wenn man die obligatorische Verzichtserklärung unterschreibt. Ansonsten ist man einfach nur mit einem begeisterten Surfer unterwegs, der einem seine Lieblingsbeschäftigung beibringen will. Es gibt nie Zeitdruck, nie Hektik, keinen Stress. Ich hatte tatsächlich immer das Gefühl unter Freunden zu sein und nicht in einem gebuchten Kurs!

 

Neben vielen wissenswerten Fakten und Anekdoten zum Surfen, bekommt man für die Region rund um Corralejo und Lajares super Tipps von Alex und Sophie und darüber hinaus auch viele weitergehende Informationen. Und einige Spots, sind sogar irgendwie feste Bestandteile des Kursaufbaus, wie zum Beispiel der beste Espresso von Lajares.

 

Die Gespräche zwischen den Einheiten und auch am Abend waren immer spannend und abwechslungsreich. Neben dem Surfen haben wir auch viel über Fuerteventura, die kanarischen Inseln, Musik, das Meer, angewandten Naturschutz, Landwirtschaft, Permakultur, Ketodiät, Bier, Atemübungen, Eisbäder und noch vieles mehr gesprochen. Und das ganze macht er dann auch noch in gefühlt 10 Sprachen, der Mann hat wirklich ein Talent für Sprachen.

 

Ein ganz besonderes Erlebnis war es am Abend zum Sonnenuntergang im Wasser zu sein. Dieses Erlebnis hat mich 2020 am meisten gefangen genommen. Ein Hochgefühl das mich auf eine weitere Reise geschickt hat, die ich hoffentlich bald wieder aufnehmen kann.

 

Am Meer, im Meer und auf dem Meer zu sein.


Blogs und Podcasts zum informieren

 

Als ich begonnen habe, mich über das Surfen zu informieren, haben mir vor allem die Surfblogs und ein paar Podcasts geholfen, mich zu orientieren. Und außerdem sind sie eine gute Motivation, um an dem Thema dran zu bleiben. Weswegen ich am Ende hier noch einige erwähnen möchte.

Blogs über das Surfen

Podcasts über das Surfen

Surfen lernen mit 40

Die Abendstimmung am Flag Beach bei Corralejo


ENDE

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