Die Cuevas de Ajuy auf Fuerteventura

Eine Wanderung zu den Höhlen von Ajuy

 

Es gab eine Zeit in der waren auf Fuerteventura Piraten unterwegs. Bei Ajuy findet man ihr altes Versteck: Die Höhlen von Ajuy. Die Piraten sind inzwischen fort, die bis zu 600 Meter tiefen Höhlen sind aber geblieben. Heute kann man sie über eine leichte Wanderung erreichen und zu Ihnen heruntersteigen. Ein Ausflug den man sich auf Fuerteventura nicht entgehen lassen sollte.

 

Höhlen von Ajuy

Blick in die Höhlen von Ajuy


Inhalt:



1. Ajuy auf Fuerteventura

Ajuy ist ein kleines Fischerdorf an der schroffen Westküste auf der Insel Fuerteventura. Es hat kaum 100 Einwohner und ist heute vor allem die Piratenhöhlen von Ajuy bei Touristen bekannt. Neben dem Strand und den Höhlen findet man hier einige kleine Restaurants.

 

Ajuy liegt direkt am Atlantik und mit der Playa de los Muertos, dem “Strand der Toten” einen schönen schwarzen Strand. Wie der Name schon sagt, hat der Strand eine dunkle Geschichte. Hier landeten die Piraten an, um von dort aus Angriffe auf Betancuria zu starten und verschifften dann Gefangene als Sklaven.

 

Heute ist der Strand aber ein friedlicher Ort und ähnlich wie die Cuevas de Ajuy ein beliebter Ausflugsort für Touristen auf Fuerteventura. Allerdings sollte man wie fast überall an der Westküste beim Baden sehr vorsichtig sein, da es hier auch sehr starke Strömungen gibt. 

 

höhlen von Ajuy

Der kleine Ort Ajuy


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2. Die Piraten in Fuerteventura

Anfang des 15ten Jahrhunderts fanden auf Fuerteventura mehrere Piratenüberfälle statt. Aufgrund der Lage zwischen Amerika, Europa und Asien waren die Kanaren damals ein lohnendes Ziel. Sie überfielen die Dörfer, plünderten, brandschatzten und taten vermutlich noch schlimmere Dinge. Sie versteckten in den großen Höhlen von Ajuy ihre Beute und segelten weiter zu anderen Inseln, um diese zu überfallen. 

 

Mitte des 16ten Jahrhunderts fand eine der größten Versklavungen durch Piraten von den Kanarischen Inseln aus statt. Ein nordafrikanischer Berberstamm aus 1000 Mann wurde damals versklavt.

 

Auch die ehemalige Hauptstadt Betancuria wurde durch Piratenangriffe mehrmals zerstört. Zu dieser Zeit flüchteten viele Ureinwohner Fuerteventuras von der Insel. Zeichen aus dieser Zeit finden sich auch in Caleta de Fuste und in El Cotillo in Form der Wehrtürme, die hier erhalten sind.

 

Die Piraten ankerten am Strand von Ajuy, der Playa de los Muertos, was Strand der Toten bedeutet. Heute findet man hier die historischen Piratenhöhlen von Ajuy, welche seit 1994 den Naturpark Monumento National de Ajuy bilden. 

 

Höhlen von Ajuy

Blick zu den Höhlen von Ajuy, die überall in den Küstenfelsen versteckt liegen


3. Die Wanderung an den Höhlen von Ajuy

Bis zu den Cuevas de Ajuy

Die Wanderung zu den Höhlen beginnt an der Playa de los Muertos, dem schwarzen Strand von Ajuy. Der Weg selbst steht ebenfalls unter Denkmalschutz, da man hier die ältesten Gesteinsformationen Fuerteventuras findet, die über dem Meeresspiegel liegen. Die auch bei den Atlashörnchen sehr beliebt sind, einige tummeln sich immer an der Felswand am Strand.

 

Der Weg führt entlang der Steilküste an bizarren Sandsteinformationen vorbei und endet an einer Aussichtsplattform. Von hier aus blickt man auf die Bucht Caleta Negra, mit den Piraten Höhlen von Ajuy.

Ein Stück zurück führt eine Treppe hinunter in die erste Höhle, die sehr beeindruckend ist. Von dort aus kann man über eine Öffnung im Felsen bei Ebbe auch in die zweite Höhle klettern. Diese reicht auch noch einmal tiefer in den Felsen.

 

Im hinteren Teil der zweiten Höhle gibt es einen Weg der tief in die Felsen führt. Schon nach wenigen Metern ist es aber stockdunkel und selbst mit der Taschenlampe sehr gruselig. Wie weit er reicht? Das haben wir auch nicht herausgefunden, da es schnell unheimlich und etwas unwegsam wurde, aber wir haben aber gelesen, dass es von hier aus auch unterirdische Wege in das Inselinnere geben soll. 

 

Impressionen von der Wanderung zu den Höhlen von Ajuy



Die Wanderung bis zum Felsentor Pena Horadada

Wer noch ein wenig mehr wandern möchte, kann nach den Höhlen noch weiter laufen bis zum Felsentor von Pena Horadada, das nördlich von Ajuy liegt.

 

Die Wanderung startet ebenso am Parkplatz oberhalb von Ajuy und führt zunächst durch Ajuy hinunter zum Strand. Rechts führt ein befestigter Weg hinauf in die Felsen, welchem wir folgen. Hier sitzen oft die kleinen Atlashörnchen in den Felsen.

 

Der Wanderweg führt dann den Schildern nach zur Caleta Negra. Man steigt hinunter in die Höhlen und kann diese erforschen. Wieder oben am Wanderweg angekommen geht es links noch weiter bis zu einem Aussichtspunkt und rechts, führt ein kleiner unscheinbarer Weg hinauf auf das Felsplateau.

 

Auf diesem Plateau folgt man dem ebenen Gelände in Richtung Norden, immer der Steilküste entlang. Man quert den Aussichtspunkt, der nun unterhalb von der Steilküste liegt und kommt zu einem schönen Aussichtspunkt, wo man die Höhlen tief unten im Stein von oben betrachten kann. 

 

Die Wanderung zum Felsentor Pena Horadada

Nach etwa 1 Kilometer sieht man den im Meer stehenden großen Felsen, den Pena Horadada, welcher an der Mündung des Barranco de la Pena steht. Nach ausführlicher Betrachtung und Erforschung des Geländes, geht es dann auf gleichem Wege wieder zurück nach Ajuy.

 

Infos zur gesamten Wanderung

 

Strecke: 5,5km

Dauer: 2h

 

Höhenmeter: etwa 110 Meter

 

Höhlen von Ajuy

Der Blick zurück in Richtung Ajuy


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ENDE

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