Unser kleiner Dolomiten Roadtrip

Camping in den Bergen von Südtirol

Das Bergmassiv der Dolomiten gehören zu den schönsten und beeindruckendsten Regionen der Alpen. Die hohen und hellen Berge und Felswände ragen majestätisch über den schönen Tälern, den glasklaren Bergseen und den grünen Almen. Der perfekte Ort für einen Wanderurlaub im Sommer.

Allerdings sind die Dolomiten in Südtirol, nicht gerade die günstigste Region für den Urlaub. Hier bietet Camping aber eine gute Alternative. So machten wir uns also mit dem Zelt auf, die schönsten Plätze der Dolomiten zu erkunden. Wir zeigen Dir hier unsere Route, die Campingplätze, die wir besucht haben und die schönsten Ziele in den Dolomiten.

 

Dolomiten Roadtrip

Seceda in den Dolomiten


Inhalt:



Die Dolomiten und ganz speziell die Tre Cime de Lavaredo oder zu Deutsch die Drei Zinnen standen bei uns schon lange auf der Bucketlist. Im letzten Jahr haben wir im Spätsommer einen kleinen Roadtrip gestartet und sind von Süddeutschland in Richtung Italien aufgebrochen. Wer Kosten sparen möchte, landet schnell beim Camping und genau das haben wir ausprobiert: Campen in den Dolomiten. Und wir wurden positiv überrascht, denn die Zeiten mit der Wiese und dem Plumpsklo sind schon lange vorbei. Heute gibt es in Südtirol luxuriöse Campingplätze, die kaum einen Wunsch offenlassen.

 

Dolomiten Roadtrip

Tre Cime de Lavaredo


1.  Ein Zwischenstopp am Eibsee

 

Start Mannheim ->  Eibsee 440 Kilometer / 5 Stunden

 

Für die Fahrt in die Dolomiten schlug uns das Navi direkt mal 7,5 Stunden für die kürzeste Strecke vor und so entschieden wir uns, nicht direkt nach Südtirol zu fahren. Ein Zwischenstopp musste her und der war mit dem Eibsee in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen schnell gefunden.

Der Eibsee liegt malerisch am Fuße der Zugspitze. Er schimmert in grünen und türkisen Farbtönen, während man im Hintergrund das beeindruckende Zugspitzmassiv betrachten kann. Die Berge spiegeln sich im Wasser und fertig ist das wundervolle Panoramabild.

 

Rund um den See gibt es schöne angelegte Wege, auf denen man lange Spaziergänge machen kann und einfach die Natur auf sich wirken lässt. Der Eibsee Rundweg bietet immer wieder neue Perspektiven auf den See, die Berge und das wundervolle Panorama. Noch beeindruckender ist sicherlich nur eine Tour auf dem See mit dem Tret- oder Ruderboot. Dann kann man auch noch die kleinen Inseln, die sich im See befinden anfahren oder ein bisschen Baden im Sommer. Der Eibsee besitzt dafür eine top Wasserqualität. 

 

Dolomiten Roadtrip

Der Eibsee mit der Zugspitze im Hintergrund


Du willst mehr von Italien sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen

Sissi Weg in Meran
Die Drei Zinnen


2.  Camping Erlebnis Zugspitze in Grainau

Übernachtet haben wir in Grainau auf dem 3 Sterne Campingplatz Camping Erlebnis Zugspitze.

Der Campingplatz liegt am Rand von Grainau und bietet einen wunderschönen Blick auf das Zugspitzmassiv. Er verfügt vorallem über viele Plätze für Camper und Wohnmobile und daneben gibt es zwei kleineren Zeltwiesen, die nicht in Parzellen aufgeteilt sind. Das Auto bleibt hier auf dem Parkplatz an der Zeltwiese und kann nicht mit direkt neben das Zelt. Aber der Weg ist sehr kurz, weswegen das kein großes Thema ist.

Die sanitären Anlagen bieten alles was man braucht: viele Duschen und Toiletten, ein Spül- und Wäscheraum, Waschmaschinen und Trockner und eine kleine Gemeinschaftsküche. Alles ist sehr sauber und gepflegt.

Gratis WLAN gibt es auf dem Gelände des Campingplatzes, das nicht jeden Stellplatz abdeckt aber ausreicht, um seine Tour zu planen. Auch ein kleiner Food Wagen war auf dem Platz und verkaufte Bratwurst und Co.

Zum Übernachtungspreis des Campingplatzes bekommt man eine Gästekarte dazu, die Vergünstigungen bei einigen Attraktionen in der Umgebung bringt. Gerade wenn man länger vor Ort bleibt eine großartige Möglichkeit Geld zu sparen.

 

Preise für die Zeltwiese:      

  • ab 6 Euro (bis 5qm Zelt) bis 10 Euro (ab 5qm Zelt) pro Person
  • ab 8,50 Euro (bis 5qm) bis 12,50 Euro (ab 5qm) mit Auto / Person
  • zusätzlich noch pro Erwachsener 12,50 Euro / Tag
  • Kinder ab 5 und bis 15 8 Euro / Tag

Umweltgebühr pro Tag 0,90 Euro

Kurtaxe Erwachsener 3,50 Euro

 

-> Wir haben 2021 bezahlt: 39 Euro für zwei Personen / Auto / Zelt

 

Dolomiten Roadtrip

Camping mit Blick auf die Zugspitze


3. Der Dolomiten Roadtrip geht weiter

 

Am nächsten Morgen brachen wir nach dem Frühstück zu unserer zweiten Etappe auf und machten uns auf den Weg nach Südtirol. Das erste Ziel sollte das Hochpustertal sein. Für die Weiterfahrt ging es durch Österreich und nach Italien, wo für die Autobahnen und Pässe Gebühren und Maut fällig wurden.

 

Vignette für Österreich 10 Tage: 9,50 Euro

Brenner Autobahn (Hin und Zurück): 20 Euro

Maut hinter Brenner: 2,90 Euro 


Anzeige


4.  Der Pragser Wildsee in den Dolomiten

Start Grainau -> Pragser Wildsee 200 Kilometer / 3h

 

Unser erstes Ziel war der malerische Pragser Wildsee, der auf 1500 Metern Höhe in Südtirol liegt. Der See entstand vor langer Zeit durch einen Murenabgang, dessen Ursprung einer der umgebenden Berge hatte. Das macht auch die Schönheit dieses Sees aus. Das grün-blau schimmernde Wasser im Pragser Tal umrahmt von den schroffen Felsen des Seekofel (2810 Meter Höhe).

 

Man kann den See auf einem angelegten Rundweg aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten oder aber eine Bootstour mit einem gemieteten Ruderboot unternehmen. Egal für was man sich entscheidet, man wird von der Schönheit der Natur hier in den Bann gezogen. Für die 4 Kilometer lange Seerunde sollte man etwa 2 Stunden einplanen.

 

Der See war schon immer beliebt, ist in den letzten Jahren aber durch eine Fernsehserie mit Terrence Hill bei den Älteren und durch Instagram bei den Jüngeren zu einem der Top Spots in den Dolomiten geworden und wurde buchstäblich überrannt. Um die Natur zu schützen ist die Besucherzahl am See inzwischen limitiert.

Das Pragser Tal darf nur von Mitte Juli bis Mitte September von 9:30 bis 16:30 mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, Fahrrad oder unter Vorweis einer Parkplatzreservierung mit dem eigenen Auto betreten werden. Sobald die Plätze, die man online reservieren kann, ausgebucht sind, kommt man nicht mehr zum See.

Außerhalb der Sommermonate kann man mit dem Auto einfach bis zum See fahren und dort gebührenpflichtig parken. Eine online Reservierung ist dann nicht notwendig. Die Parkgebühr im September 2021 betrug 8 Euro.

Am Hotel des Pragser Wildsee startet die Seeumrundung und man geht am besten gegen den Uhrzeigersinn am rechten Ufer entlang. Einmal um den See herum und man erreicht zum Schluss den kleinen Bootsanleger. Die schönsten Bilder mit den Spiegelungen der Berge und den aneinandergebundenen Booten macht man am besten, sehr, sehr früh morgens oder abends, wenn alle Boote wieder zurück sind.

 

Dolomiten Roadtrip

Der Pragser Wildsee


5.  Das Camping Olympia bei Toblach

Im Hochpustertal haben wir auf unserem Dolomiten Roadtrip in der Nähe von Toblach übernachtet. Das Camping Olympia ist ein 4 Sterne Campingplatz. Hier gibt es sehr viele Wohnmobil und Camper Stellplätze sowie extra Bereiche für Auto und Zelt. Das schöne hier, war das man ein Stück Wiese mit Nummer zugewiesen bekommen hat, die von anderen abgetrennt ist. Man kann so das Zelt direkt neben Auto aufstellen und wenn man nach einem Tagesausflug abends wieder zurückkommt auch wieder direkt an der gleichen Stelle parken, ohne dass jemand sein Zelt ein Meter neben dem eigenen aufgestellt hat.

 

Zum Campingplatz zählen sehr gute und saubere Sanitäranlage mit einer eigenen Hundedusche, Spülküche, Waschmaschinen und Trockner. Außerdem gibt es einen kleinen Supermarkt, ein Restaurant, eine sehr gute Pizzeria und einen Pool. Die Pizza gab es auch to go, so konnte man sie ganz gemütlich am Zelt verspeisen.

 

Preise:

  • Stellplatz 30m2 für 1-6 Personen 33 Euro / Stellplatz (passt perfekt für Zelt, Auto und eine richtig große Decke)
  • Stellplatz 90m2 für 1-6 Personen 37 – 48 Euro
  • ab der dritten Person bezahlt man zusätzlich 16 Euro/Person

-> Wir haben gezahlt: 67,40 für zwei Nächte / 2 Personen / 30 Quadratmeter


6.  Die Tre Cime de Lavaredo in den Dolomiten

Start Camping Olympia: Auronzo Hütte 30 Kilometer / 43 Minuten

 

Am dritten Tag unseres Dolomiten Roadtrip stand die Rundwanderung um das Wahrzeichen der Dolomiten an, die Tre Cime de Lavaredo oder wie sie im Deutschen heißen die Drei Zinnen. Anreisen kann man mit dem Bus oder mit dem Auto, wobei der Andrang im Sommer schon relativ hoch ist, weswegen man Wartezeiten einplanen sollte

 

Ab 10 Uhr kann es bis zu einer Stunde dauern, bis man an der Mautstelle angekommen ist. Und es empfiehlt sich nicht allzu spät zu starten, da auch hier nur eine gewisse Anzahl an Fahrzeugen hoch fahren darf.

Maut zur Auronzo Hütte: 30 Euro / Auto

 

Hier geht es zu unserem Artikel über die Wanderung um die Drei Zinnen in den Dolomiten

 

Dolomiten Roadtrip

Die Straße hinauf zur Auronzo Hütte

Die Auronzo Hütte an den 3 Zinnen

Die Passstraße führt hinauf zur Auronzo Hütte, wo es einen großen Parkplatz gibt, auf dem man eingewiesen wird. Von der Hütte führen viele Wanderwege in die Landschaft. Der wohl bekannteste und beliebteste ist der, von der Auronzohütte über den Paternsattel, vorbei am Paternkofel und weiter zur Dreizinnenhütte. Von hier aus hat man die weltberühmte Aussicht auf die Drei Zinnen. Von der Auronzo Hütte aus kann man aber auch noch einen zweiten Hot Spot der Dolomiten erreichen, nämlich die Nordseite der Cadini Gruppe, die im Internet als Mordor der Dolomiten bekannt wurde.

 

Die Passstraße führt steil hinauf zur Auronzohütte und endet am großen Parkplatz

Das Wahrzeichen der Dolomiten – Die Tre Cime de Lavaredo

Die Drei Zinnen sind eine sehr markante Felsformation aus drei Bergobelisken in den Sextner Dolomiten. Die große Zinne ragt 2999 Meter über der Landschaft auf, die westliche Zinne 2973 Meter und die Kleine Zinne 2857 Meter. Die Felsen bestehen hier aus dem Gestein Dolomit, das der Region seinen Namen gegeben hat.

 

Dolomiten Roadtrip

Die 3 Zinnen

Besonders schön ist die Umwanderung von der Auronzo Hütte aus. Dazu folgt man rechts von Hütte dem Wanderweg an der kleinen Kapelle vorbei. Den besten Blick hat man von der Drei Zinnen Hütte auf die Felsformation und es ist auch ein guter Platz für eine Pause, so kann man die Aussicht bei einer kleinen Stärkung genießen. Weiter geht es dann auf die andere Seite der Drei Zinnen an der Langalm und der Rienzquelle vorbei, bevor man auf der Rückseite der Drei Zinnen wieder die Auronzo Hütte erreicht. Für die ganze Umrundung sollte man den ganzen Tag einplanen.

Die Erstbesteigung der Großen Zinne gelang dem Wiener Paul Grohmann, Franz Innerkofler und Peter Salcher im Jahre 1869. Bald darauf folgten dann die Erstbesteigungen der Westlichen Zinne sowie der Kleinen Zinne.

Hier oben hat man einfach grandiose Bergpanoramen und man sollte sich unbedingt auf eine der zahlrechen Wanderungen begeben. Einfach die Berge genießen.


7.  Der Dürren See - Lago di Landro

Auf der Rückfahrt von den Drei Zinnen kommt man am Dürren See vorbei, der ebenfalls im Naturpark Drei Zinnen liegt. An seinem Westufer schließt sich der Naturpark Fanes-Sennes-Prags an, in welchem der Pragser Wildsee liegt. An dem kleinen See kann man kurz halten, ein wenig spazieren und noch einmal die Bergkulisse einsaugen. Bei schönem Wetter spiegeln sich diese auch im See und ergeben wunderschöne Fotomotive.

 

Am See starten einige schöne Wanderwege wie die zum Monte Piano in den Sextner Dolomiten oder auch zur Drei Zinnen Hütte. Auch der kleine Kiesstrand am Nordufer oder das Restaurant am Westufer laden zu verweilen ein.


8.  Der 3 Zinnen Blick aus dem Tal

Dolomiten Roadtrip

Nahe des Dürren See in Richtung Toblach befindet sich der 3 Zinnen Blick. Es ist eines der bekanntesten Wahrzeichen in den Dolomiten und der einzige Ort von wo aus die Nordwände der 3 Zinnen vom Tal aus sichtbar sind.

Ein Portal weist auf den Aussichtspunkt hin. Dies soll die Auffaltung der Berge versinnbildlichen. Auf dem kleinen Parkplatz muss man eine Parkgebühr entrichten und es gibt eine Toilette.

 

Das Herzstück ist aber die Plattform aus Holz. Hier gibt es neben Informationen zur Natur und Landschaft die Möglichkeit sich zu setzen, zur Ruhe zu kommen und den Blick zu den 3 Zinnen zu genießen. Es ist ein wunderbarer Platz um die auf- und weiterziehenden Wolken rund um die steilen Zinnen zu beobachten.



9.  Spektakuläre Aussichten vom Col de la Puina

 

Start Camping Olympia -> Parkplatz Parcheggio 67 Kilometer / 1,5h

(viele Serpentinen, nicht unerhebliche Steigungen und grandiose Ausblicke)

 

Der vierte Tag unseres Dolomiten Roadtrip führte uns zu einem nicht so bekannten Berg in Südtirol, der aber ein echtes Highlight ist. Der Col de la Puina bietet eine relativ einfache Gipfelwanderung und eine spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge, zu denen unteranderem der Pelmo und der Monte Antelao zählen.

Der Col de la Puina ist ein Berggipfel in Trentino Südtirol und hat eine Höhe von 2254 Metern. Unterhalb des Col de la Puina befindet sich die Schutzhütte Rifugio Citta di Fiume, deren Parkplatz auch Ausgangspunkt unserer Wanderung ist. Die Hütte hat in den Sommermonaten geöffnet.

Um zur ihr zu gelangen, fährt man zunächst nach Cortina D ’Ampezzo und dann weiter über den Staulanzapass. Dieser ist ein 1773 Meter hoher Gebirgspass, der für sich allein schon eine Reise wert ist. Es geht von der Talseite auf Serpentinen hinauf zum Staulanzapass und dann schlängelt sich die Straße wieder hinunter, bevor man den Parkplatz Parcheggio erreicht, von wo aus die Wanderung startet.

 

Auf dem Weg zum und am Col de la Puina


Anzeige


10. Das Camping Rochetta in Cortina de Ampezzo

Übernachtet haben wir auf einem schönen Platz in Cortina de Ampezzo. Der Campingplatz Camping Rochetta liegt im Ampezzaner Becken. Vom Col de la Puina aus benötigt man etwa 1h für die 37 Kilometer lange Serpentinstrecke.

Der Campingplatz ist sehr groß und liegt geschützt zwischen Bäumen entlang des Flusses Boite. Es gibt hier sehr viele einzelne Parzellen, die zur Wahl stehen. Mit einer großen Plakette mit Nummer, die man bei der Rezeption bekommt, belegt man dann die Parzelle. Dann gehört sie für die Zeit deines Aufenthaltes Dir, deinem Zelt und deinem Auto. Es gibt ein großes Gebäude mit sehr vielen Duschen und Toiletten, ein kleines Geschäft und eine Bar. Alles ist sauber und ausreichend.

Über einen Panorama Fußweg kann die Stadtmitte von Cortina d ‘Ampezzo in 20 Minuten erreicht werden.

 

Preise für Juni bis September:   

  • Erwachsener: 9,50 bis 13,50 Euro
  • Stellplatz Zelt und Auto: 8 bis 10 Euro
  • Stellplatz Camper: 8 – 11 Euro

 -> Wir haben bezahlt: 30 Euro / 1 Nacht / 2 Personen / Zelt und Auto


11. Das Fischleinental und der Toblacher See

Am Tag 5 unseres Dolomiten Roadtrip hatten wir das einzige mal schlechtes Wetter. Eigentlich nichts Ungewöhnliches für September, aber so ein Regenguss schränkt die Wahl der Aktivitäten doch etwas ein. Nichtsdestotrotz ging es für und raus und die Landschaft erkunden. Unsere Strecke führte uns wieder nach Norden und wir hielten einfach, wo wir wollten, und verbrachten ein wenig Zeit in der Natur.

Der Misurina See – Lago di Misurina

Auf dem Weg von Cortina d ‘Ampezzo nach Norden wählten wird die Strecke vorbei am Misurina See. Dieser See liegt in den Dolomiten, sehr nahe an den Drei Zinnen. Der 1756 Meter hoch gelegene See ist umgeben von den Felsmassiven der 3 Zinnen, dem Monte Piana, der Cadini Gruppe, dem Monte Cristallo und weiter im Süden von Marmarole und Sorapiss. Ein grandioses Bergpanorama was gerade bei schönem Wetter ein wunderbares Spiel mit Spiegelungen auf dem See macht.

Hier am See steht auch das Kurheim „Institut Pio XII“ NPO, das einzige italienische Exzellenzzentrum für Diagnose, Höhenkur und Rehabilitation pädiatrischer Atemwegserkrankungen.

 

Dolomiten Roadtrip

Der Misurina See

Der Toblacher See – Lago di Dobbiaco

Weiter in Richtung Toblach kamen wir am Toblacher See vorbei und legten auch hier einen kurzen Stopp ein, den wir für eine kleine Brotzeit am See nutzten.

Der Toblacher See ist ein kleiner Alpensee im Höhlensteintal auf 1259 Metern Höhe. Der Fluss Rienz ist sein Zu- und Abfluss. Er befindet sich im Naturpark Fanes-Sennes-Prags und ist als Naturdenkmal geschützt.

Der See entstand, wie viele der Bergseen in den Dolomiten durch Bergstürze, die sich von den Berghängen am Westufer des Sees lösten.

Im Sommer kann man auf dem See mit dem Ruderboot fahren oder aber man spaziert eine runde um den See. Das ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss. An den Ufern tummeln sich viele Wasservögel und auch Schwäne, die man beobachten kann.

Parkplatzgebühr: 1h etwa 2Euro

 

Dolomiten Roadtrip

Der Toblacher See

Das Fischleinental

Das Fischleintal in Sexten ist ein 4,5 km langes Tal von besonderer Schönheit. Es führt vom Ortsteil Moos durch Blumenwiesen, Wäldern und urigen Almen umgeben von den imposanten Felswänden bis hin zur Talschlusshütte. Dort hat man einen einzigartigen Blick auf die Sextner Sonnenuhr und auch immer wieder die Möglichkeit einzukehren. Viele Wanderwege starten von hier aus in den Naturpark Drei Zinnen.

Für die Wanderung durch das Fischleintal braucht man bis zur Talschlusshütte etwa 1 Stunde und auch bei Nieselregen ist es schöne Tour. Die Wege sind breit und gut angelegt.

Parkplatzgebühr am Startpunkt:  3,50 Euro

 

Zum Abend hin nahm der Regen, dann noch einmal deutlich zu und so entschieden wir uns das Zelt für eine Nacht eingepackt zu lassen. Rund um Toblach gibt es da einiges an Auswahl und so konnten wir im Trockenen schlafen.

 

Unterwegs im Fischleintal


12. Der Dolomiten Roadtrip führt uns nach Seceda bei St. Ulrich

Start Toblach -> St. Ulrich 93 Kilometer / 1h45min

 

Wir waren bereits am Vorabend einen Teil der Strecke gefahren und haben in der Nähe von Bruneck übernachtet. Nach dem Frühstück ging es dann weiter in Richtung Westen nach Sankt Ulrich. Unser Ziel war Seceda und auch hier war die Anfahrt selbst wieder beeindruckend und bot schöne Ausblicke. Das Wetter hatte sich auch wieder deutlich gebessert und so hatten wir schöne sommerliche Temperaturen um die 25 Grad.

Seceda ist eigentlich ein 2519 Meter hoher Berg im Val Gardena in Südtirol. Er liegt in der Geislergruppe in den Dolomiten und ist bekannt für seine steilen, brüchigen Abstürze in luftiger Höhe. Er ist aber auch ein Synonym für das obere Ende der großen Mastlè Alm.

Von Seceda aus blickt man weit in die umliegende Landschaft. Im Südosten geht die Seceda in die Mastlè-Alm über, welche in sanften grünen Hängen hinunter bis nach Wolkenstein reicht. Zahlreiche Wanderwege verbinden die Orte St. Ulrich und Wolkenstein im Tal mit Seceda.

Von der Stadt St. Ulrich aus kann man aber auch mit der Seilbahn bis hinauf zur Bergstation der Seilbahn auf 2453 Metern fahren und eine Wanderung am oberen Bereich der alm machen. Hier gibt es viele Hütten, die zur Einkehr einladen und wo man seinen Apfelstrudel oder ein kühles Getränk mit einer spektakulären Aussicht genießen kann.

Hier oben sollte man sich ruhig einen halben Tag Zeit nehmen, einfach umherwandern und das wunderbare Bergpanorama genießen.

 

Seilbahn Seceda: 35 Euro / Person für Hin- und Zurück

Parken Seceda an der Talstation der Seilbahn / Tagesticket: 9 Euro

Essen in einer der Hütten: 2 Apfelstrudel und 2 Limo, 22 Euro

 

Seceda


13.  Camping Ganthaler in Vilpian

Von Seceda und Sankt Ulrich aus fuhren wir am späten Nachmittag weiter in Richtung Meran. Mit dem Camping Ganthaler in Vilpian fanden wir einen kleinen, aber sehr schönen Campingplatz umgeben von Apfelplantagen etwas südlich von Meran. Von St. Ulrich aus braucht man etwa 1 Stunde für die 57 Kilometer.

Der Campingplatz bietet einige Stellplätze für Camper und Wohnmobile, ein Restaurant, saubere Sanitäranlagen und eine Zeltwiese. Das Auto wird auf einem Parkplatz neben der Zeltwiese abgestellt, so dass man seine Sachen ein wenig hin- und hertragen muss.

 

Preise:

Nebensaison: März – Juli und Oktober – November:   

  • Erwachsener: 9,50 Euro
  • Kinder: 5 Euro
  • Auto: 5 Euro
  • Kleines Zelt: 8 Euro

Hauptsaison: Mitte Juli bis Mitte Oktober:                   

  • Erwachsener: 11 Euro
  • Kinder: 6 Euro
  • Auto: 6 Euro
  • Kleines Zelt: 10 Euro

Ortstaxe pro Person: 0,85 Euro / Tag

 

-> Wir haben bezahlt: 1 Nacht / 1 Zelt / 2 Personen: 31,70 Euro

 

Camping Ganthaler


14.  Das mediterrane Meran in Südtirol

Start Camping Ganthaler -> Meran 19 Kilometer / 20 Minuten

 

Die Kurstadt Meran liegt im Herzen Südtirols und ist aufgrund ihres mediterranen Flairs ein tolles Ausflugsziel auf der Südseite der Alpen. Es hier ganze 300 Sonnentage im Jahr und das inmitten von einem beeindruckenden Bergpanorama auf allen Seiten der Stadt.

 

Die Stadt Meran ist etwa 700 Jahre alt und erstreckt sich in einem weiten Tal am Fuß dreier großer Berge, die eine Höhe bis 3000 Meter erreichen. Dank der Texelgruppe, den Bergen nördlich von Meran, ist die Stadt vor Wind und Kälte gut geschützt und bietet so ein für die Alpen unerwartet warmes, mediterranes Klima. Es wachsen hier sogar Palmen.

 

Rund um das Stadtzentrum findet man mehrere sehenswerte Stadtteile. Besonders erwähnenswert ist aber ein Spaziergang auf dem „Sissi Weg“. Dieser führt vom Stadtzentrum, vorbei an Villenvierteln und herrschaftlichen Schlössern bis hinauf zum Schloss Trauttmansdorff mit seinem einzigartigen und wundervollem Botanischen Garten. Dort residierte bereits Kaiserin Sissi während ihrer Besuche in Meran.

 

Botanischer Garten: 30 Euro / 2 Personen

Parkhaus Therme Meran: 22,40 Euro (von etwa 10:00 bis 18:30)

Pizzeria in Meran: 2 Pizzen und 2 Getränke 26 Euro

Gelati Eis Dimango: 4 Euro

 

Unseren Artikel über Meran findest Du hier

 

Meran


15.  Camping am See am Reschensee

Wir legten am Abend noch ein wenig von der Strecke in Richtung Deutschland zurück und fuhren wieder Richtung Österreich. Unser Ziel wurde der Reschensee kurz vor österreichischen Grenze. Die Campingplätze zwischen Meran und dem Reschensee hatten an diesem Abend leider keinen Platz mehr und so landeten wir schließlich am Camping am See, was eine gute Fügung war.

 

Der Campingplatz liegt direkt am Hotel zum See und dort findet man auch die Rezeption. Perfekt also, da hier auch noch spät abends aufgrund des Restaurantbetriebs geöffnet war. Viele Rezeptionen auf Campingplätzen schließen gegen 19 Uhr und dann wird auch die Schranke zugemacht, man kann also nicht einfach auf den Campingplatz fahren und am nächsten Tag zahlen, wie es zum Beispiel in Island gängig ist.

 

Das Camping am See ist eine ein schöner Campingplatz mit mehreren Wohnmobil Stellplätzen und einer Zeltwiese, direkt am See. Das Auto wird vor dem Restaurant abgestellt und nicht in der Nähe des Zeltes. Auch hier muss man also ein wenig tragen. Es gibt hier am Campingplatz eine sanitäre Anlage, integriert in Keller des Restaurants und von der Zeltwiese aus begehbar. Es waren auf unserer Reise die „Luxussanitäranlagen“, die auf gutem modernem Hotelstandard waren, mit Heizung und Regendusche. Was sehr angenehm war, denn die Temperaturen waren hier auf fast 1500 Metern schon deutlich niedriger als in den Tälern.

 

Der Campingplatz ist etwa 100 Meter von der Hauptstraße entfernt und liegt sehr ruhig. Trotzdem ist man in einigen Gehminuten im Dorfzentrum und kann sich in den Geschäften und beim Bäcker umschauen.

 

Preise:

  • Erwachsene: 7 – 8,50 Euro
  • Kinder bis 13 Jahre: 4 – 4,50 Euro
  • Zeltplatz ohne Auto (1 Person) 11 – 14 Euro
  • Wohnmobilstellplatz: 12 – 17 Euro

-> Wir haben gezahlt: 21,30 für 2 Personen Zelt / Auto vor Restaurant geparkt

 

Dolomiten Roadtrip

Campingplatz am Reschensee

Der versunkene Kirchturm im Reschensee

Start Camping am See -> Mannheim 475 Kilometer / 5,5h

  

Bevor es für uns wieder zurück nach Mannheim ging, machten wir noch einen kurzen Stopp am Reschensee, der Teil der Ferien Region Reschenpass ist. Er liegt im Dreiländereck zwischen Italien, Österreich und der Schweiz.

Herzstück und Wahrzeichen des Stausees ist der versunkene Turm im Reschensee.

Als der Stausee am Reschenpass angelegt wurde, fielen ihm viele Gebäude zum Opfer. 1950 wurden die Dörfer Graun und Teile von Reschen für die Stromerzeugung geopfert und geflutet. Die Einwohner wurden teils zwangsenteignet und zur Aus- bzw. Umsiedlung gezwungen.

Nur das Kirchlein von Alt- Graun aus dem 14ten Jahrhundert trotze dem Wasser und blieb stehen. Als Mahnmal an dieses dunkle Kapitel der Südtiroler Geschichte ließ man es auch dabei. Heute ragt der Kirchturm aus dem Wasser. Er ist auf jeden Fall ein lohnendes Fotomotiv. Der See liegt direkt an der Vinschgauer Staatsstraße, neben der Straße befindet sich ein Parkplatz mit Aussichtsplattform.

Auf der Fahrt zurück nach Deutschland durchquert man den Arlbergtunnel in Österreich, für welchen man eine Maut von 10,40 Euro entrichten muss.    



16. Die Kosten für unseren Dolomiten Roadtrip

-> Benzin und Maut: 184 Euro

-> Campingplätze (+ eine Nacht im Hotel bei strömenden Regen): 262 Euro

-> Essen (Supermarkt, Restaurant, Pizzas): 186 Euro

-> Parkgebühren: 54 Euro

-> Eintritte (Seceda + Trauttmansdorff): 100 Euro

 

-> Gesamtausgaben für 2 Personen: 786 Euro 

 

Dolomiten Roadtrip Karte

Karte zu unserem Roadtrip


ENDE

Kommentare: 0