Der Papageientaucher in Island

Die Puffins oder der Clown der Lüfte

Um Papageientaucher zu beobachten ist Island ein hervorragender Ort. Wenn man am richtigen Ort ist und das Wetter ein bisschen mitspielt hat man hier beste Voraussetzungen die kleinen, süßen Puffins anzutreffen. Manchmal sitzen sie einfach auf der Wiese oder verstecken sich unter den Klippenrändern. Wo ihr die besten Chancen für euer Treffen mit den Papageientauchern habt und vieles Wissenswertes über die kleinen putzigen Kerlchen findet ihr hier.

 

Papageientaucher Island

Papageientaucher an den Klippen in Latrabjarg


Inhalt:



1. Der Papageientaucher

Der Papageientaucher, den man auch als Puffin oder Lundi kennt, ist im Atlantischen Ozean heimisch. Die Puffin Paare kommen im Sommer immer wieder an die Steilküsten der Insel Island zurück um hier zu brüten.

 

Der kleine Vogel wird wegen seinem leuchtend orangen Schnabel auch der Clown des Meeres oder Seepapagei genannt. Es ist ein wunderbares Schauspiel den kleinen Kerlen an den Klippen zuzuschauen. 

 

Puffin Island

Papageientaucher an den Klippen von Latrabjarg


 

Unser neuer Fotokalender ist fertig!

 

Die Papageientaucher von Island

 

Mit unserem schönen Fotokalender begleiten Dich die putzigen kleinen Kerlchen, das ganze Jahr 



2. Ein paar Fakten über Papageientaucher

Berühmt sind die Papageientaucher vor allem für ihren bunten Schnäbel. Die äußere Hülle ihres Schnabels weist eine Kombination von Farben wie Blau, Gelb, Rot und Orange auf. Außerdem haben sie schwarze und rote Markierungen um die Augen herum. Zudem sind ihre Beine in einem hellen Orange gehalten. Im Winter, wenn die Brutzeit vorbei ist, verblasst die äußere Schicht des Schnabels und sie sind deutlich matter und manchmal fast grau. 

 

Papageientaucher Island

Puffin Paar in Latrabjarg

Puffins werden in der Regel etwa 30 bis max. 50cm lang, mit einer Flügelspannweite zwischen 50 bis 60cm. Sie sind in etwa so schwer wie eine große Dose Cola und auch größere Puffins wiegen nicht mehr als 600g.

 

Trotzdem ist es nicht leicht als so kleiner Vogel mit diesem Gewicht abzuheben. Sie müssen dafür sehr schnell mit ihren kleinen Flügeln schlagen. Das bedeutet 300 bis 400 Flügelschläge pro Minute! Das wirkt dann wie zwei kleine Propeller, aber immerhin schafft es der Lundi so auf 80 Km/h.

 

Das Verbreitungsgebiet der Puffins liegt von der Ostküste Kanadas und der Vereinigten Staaten bis hin zur Westküste Europas, mit einem Schwerpunkt um Island. Man findet sie in Norwegen, den Färöer-Inseln und manchmal sogar noch in Helgoland. Ihr Lieblingsgebiet ist aber der Ozean, wo sie sich außerhalb der Brutzeit, die in den Monaten Mai bis Juli stattfindet, überwiegend aufhalten.  


 

Der lateinische Name des Papageientauchers lautet „Fratercula arctica“, was als „kleiner Bruder des Nordens“ übersetzt werden kann. Diesen Namen haben sie erhalten, weil ihr Gefieder einem Mönchsgewand ähnelt.

 

Papageientaucher sind Fleischfresser, die sich von kleinen Fischen wie Hering, Seehecht und auch von Fischen der Familie der Sandaale ernähren. 

 

Puffin Island

Ein Papageientaucher an den Klippen von Dyrholaey

Die Füße der Vögel sind perfekte kleine Schwimmfüße, mit denen sie bequem auf dem Wasser schwimmen können und auch bei hohen Wellen navigieren können. Bei der Jagd nach Futter können sie bis zu 60 Meter tief tauchen.

 

Forscher schätzen, dass die Tiere etwa 20 Jahre alt werden. Die natürlichen Hauptfeinde der Papageientaucher sind Möwen, die sie während des Flugs schnappen können oder schwächere Tiere zu Boden drücken. Auch Polarfüchse zählen zu ihren Feinden, die sich gerne über ihre Bruthöhlen hermachen. Aber auch der Mensch bedroht sie durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und die Jagd, denn in einigen Ländern werden die putzigen Papageientaucher noch immer als Delikatesse angesehen. 

 

Die Hälfte der weltweiten Puffinpopulation findet man in Island. Die Vögel kehren jedes Jahr im April und Mai zu ihren Brutstätten aus dem Vorjahr zurück. Für die Brut suchen die Papageientaucher sich nur einen Partner, dem sie dann ein Leben lang treu bleiben. Die Paare treffen sich Jahr um Jahr wieder am gleichen Brutplatz in der gleichen Kolonie.

 

Im Gegensatz zu anderen Vögeln bauen die Puffins kein typisches rundes Nest. Sie graben sich stattdessen auf einer Grasbank oder in einer Felsspalte eine Höhle, die bis zu einem Meter tief ist. Dafür nutzen sie gerne geschützte Stellen zwischen den Felsen und steilen Klippen.

 

Die Kinderaufzucht ist bei den Papageientauchern Partnersache. Die kleinen Vögel sind recht gefräßig und die Eltern wechseln sich bei der Jagd nach Fisch auf dem offenen Meer ab. Manchmal kommen Eltern bis zu 100-mal pro Tag zur Brutstätte zurück, um ihr Küken zu füttern.

 

Puffin Paar in Latrabjarg


 

Am Späten Abend und am frühen Morgen trifft man in der Regel die meisten Papageientaucher an Land an, denn dann ist Brutablösung bei den Paaren. Ansonsten ist meist einer in der Bruthöhle und der andere auf dem offenen Meer.

 

2019 haben Forscher herausgefunden das Puffins Werkszeuge benutzen. Das Besondere: sie nutzen Stöckchen, aber nicht zum Nestbau, sondern um sich damit den Rücken zu kratzen. Einzigartig in der Natur.

 


3. Wo kann man Papageientaucher in Island am Besten beobachten?

Die Klippen von Latrabjarg
Borgafjördur Eystri (Bakkagerdi) 
Kap Dyrholaey
Westmännerinseln
Die Puffin Felsen vor Husavik und Holmavik

 

Puffin Felsen Holmavik

Schwärme von Puffins am Vogelfelsen vor der Küste Holmavik's



Die Klippen von Latrabjarg

Der westlichste Punkt Europas beherbergt große Seevögel Kolonien, inklusive der Puffins. Latrabjarg ist mit 14 Kilometern die längste Steilküste Islands und gilt damit als der größte Vogelfelsen der Welt. In den hohen Klippen brüten viele Seevögel, darunter Möwen, Puffins, Lummen und Alken.

 

Die Anfahrt nach Latrabjarg dauert etwas, da man sich über Schotterpisten entlang den Fjorden bis ganz in den Westen der Westfjorde schlängeln muss. Vor Ort gibt es einen großen Parkplatz an einem Leuchtturm und von da aus startet der Weg entlang der Klippen. Hier oben gibt es recht hohe Windgeschwindigkeiten und man sollte sich dementsprechend kleiden und aufpassen. Um die kleinen Puffins zu sehen, muss man teilweise über den Klippenrand spähen. Dazu legt man sich am Besten auf den Bauch und robbt langsam an den Klippenrand. Vorsicht ist geboten, denn das Gestein kann hier bröckelig sein und abgehen und unter einem geht es tief hinunter ins Meer. 

 

Latrabjarg

Die Klippen von Latrabjarg

Borgafjördur Eystri (Bakkagerði)

Der Borgafjördur Eystri liegt in den Ostfjorden etwa 70 Kilometer nördlich der Stadt Egilstadir. Etwas außerhalb des Borgafjördur Eystri findet man am Hafen Hafnarholmi einen Vogelfelsen. Auch hier muss man die letzte Strecke über unbefestigte Straßen zurücklegen. Der Vogelfelsen ist nicht sehr groß aber Brutplatz von vielen Puffins. Man kann den Vögeln über zwei Aussichtsplattformen ganz nahekommen. Beste Zeit ist hier Mitte April bis Mitte August. 

 

Kap Dyrholaey

Das Kap Dyrholaey bezeichnet einen Teil der Steilküste am fast südlichsten Punkt Islands. Es grenzt bei Vik direkt an den Strand Reynisfjara, auf den man vom Kap Dyrholaey auch schöne Ausblicke hat. Die kleine Steininsel erreicht man über eine gut ausgebaute Straße, die von der Ringstraße abzweigt. Die Papageientaucher sind hier selten direkt am auf dem Kap, sondern tummeln sich weiter unten in den Felsen. Man sieht sie hier nicht so nah, aber in der Luft sind umso mehr unterwegs. Die Straße zum Kap Dyrholaey ist von Mai bis Juni zum Vogelschutz während der Brutzeit gesperrt.

 

Kap Dyrholaey



Die WEstmännerinseln

Die isländischen Vestmannaeyjar-Inseln genannte Inselgruppe südlich der isländischen Küste beherbergt knapp 14 Inseln, 30 Schären und 30 Felsen. Sie sind die Heimat der größten Papageientaucherkolonien Islands. Hier sind die Vögel noch etwas mehr für sich und weniger von Touristen gestört. Auch hier kann es sehr kalt und windig werden.

 

Die Vogel und Puffin Felsen vor der Küste Islands

Vor Husavik im Norden von Island und auch in Holmavik, in den Westfjörden gibt es vor der Küste sogenannte Puffin Felsen. Diese kleinen Felsen beherbergen oft Tausende von Puffins und sind einmalige Naturschauspiele, wenn diese alle wild herumflattern. Die Inseln werden im Rahmen von Whale Watching Touren in Husavik und Holmavik angefahren und sind auch eine gute Gelegenheit die Puffins einmal vom Meer auszusehen.

 

Puffin Felsen vor der Küste bei Holmavik


4. Ein paar Eindrücke von den Papageientaucher


5. Unser Fotokalender "Die Papageientaucher von Island"

 

Unsere neuen Fotokalender sind fertig!

 

Die Papageientaucher von Island

 

Mit unseren schönen Fotokalendern begleiten Dich die putzigen kleinen Kerlchen, das ganze Jahr! 

 

Die Papageientaucher von Island
Die Papageientaucher von Island

 

 

Lass dich von den Puffins begeistern!

 

Im Hoch- oder Querformat

 

in Din A4 oder Din A3




ENDE

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