On the Bund in Shanghai und andere Highlights

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Blick auf Pudong bei Nacht, vom Bund aus betrachtet

 

Heute ist Shanghai eine bekannte Metropole. Mit ihren 24 Millionen Einwohnern bildet sie einen wichtigen Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturpunkt Chinas. Die moderne Stadt, die von zahlreichen Hochausvierteln geprägt wird, liegt am Mündungsgebiet des Jangtsekiang und beheimatet den größten Containerhafen der Welt.

Das war aber nicht immer so. Lange war Shanghai eine ausländische Konzession. Die Briten, Franzosen, Amerikaner und Japaner hinterließen überall in der Stadt ihre Zeichen. Mitte der 1980er fiel die Entscheidung, der Stadt eine Vorreiterrolle für die Modernisierung Chinas zuzuweisen. Dies führte zu einem enormen Anstieg der Industrieproduktion und somit auch zum Wachstum der Stadt. 1990 wurde erst die Sonderwirtschaftszone Pudong gegründet und ab da explodierte Shanghai förmlich. Pudong profilierte als Standort für die Entwicklung von Bio-, Informations- und Mikroelektrotechnik und begründete damit ihren Wachstum und Erfolg. Shanghai wächst weiter und viele Chinesen zieht es vom Land in die Stadt, um Geld zu verdienen und ihr Einkommen zu steigern. Heute ist Shanghai eine moderne Stadt, geprägt von Industrie und Wirtschaft. Und doch findet man auch an vielen Orten noch das alte Shanghai und die Einflüsse der ausländischen Konzessionen.

 

Wir waren auf unserer Rundreise durch China leider nur 2 Tage in Shanghai. Wir haben also nicht sehr viel gesehen, und möchten das unbedingt irgendwann noch einmal in Ruhe nachholen.

Ein paar schöne Dinge, die es in Shanghai zu entdecken gibt, möchte ich hier aber trotzdem mal vorstellen:

 

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Mitten in Shanghai


Die Maglev:

 

Die Maglev ist die einzige Magnetschwebebahn der Welt, die sich in kommerziellen Einsatz befindet. Die Technik für die Transrapidbahn stammt aus Deutschland. Sie verkehrt zwischen dem Flughafen Shanghai und der Innenstadt. Sie fährt Spitzengeschwindigkeiten von 431 km/h und braucht damit für die 30 Kilometer in die Stadt lediglich 8 Minuten. Eine spaßige Erfahrung mal damit zu fahren und das Tacho im Auge zu behalten. Die Höchstgeschwindigkeiten erreicht sie aber nur zu bestimmten Zeiten. Meist fährt sie nur etwa 300km/h. Will man das Spitzentempo, dann muss man zwischen 9:02 – 10:47 und 15:02-15:47 da sein.

 

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Die Maglev am Flughafen Shanghai


Pudong:

 

Pudong ist ein Stadtviertel direkt am Huangpu Fluss gegenüber dem Bund. Hier schlägt das Wirtschafts- und Finanzherz Shanghais. Und hier stehen auch die höchsten Gebäude der Stadt. Das Trio aus dem Shanghai Tower, dem Jinmao Tower und dem World Financial Center. Pudong entstand erst in den 1990ern. Eines der ersten Bauwerke war der Oriental Pearl Tower, ein 468 Meter hoher Fernsehturm mit seinem gigantischen Kugel Bau. Gerade nachts erstrahlt Pudong in wunderschönem Licht und sollte unbedingt vom anderen Ufer aus (Der Bund) einmal betrachtet werden.

Die Wolkenkratzer bieten zudem auch Aussichtsplattformen, um Shanghai mal von oben zu sehen. Der Shanghai Tower ist mit 632m, das höchste Gebäude Chinas und hat eine Aussichtsplattform auf 561 Metern, die seit 2016 offen ist. Das World Financial Center ist 492 Meter hoch und besitzt eine Plattform auf 474 Metern. Der Jinmao Tower ist mit 420 Meter der Kleinste der drei und besitzt ebenfalls eine Aussichtsplattform im 88ten Stock, auf 340 Meter. Man hat also die Qual der Wahl, wo man hinauf möchte.

Unter dem Huangpu Fluss verbindet ein Sightseeing Tunnel mit einer Kabinenbahn die Stadtviertel östlich und westlich des Flusses. Ausgestattet mit Lichteffekten, auf jeden Fall mal eine Fahrt wert.

 

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Blick aus dem Jinmao Tower auf 340 Meter


Der Bund:

 

Gegenüber von Pudong liegt am Fluss Huangpu der Bund. Hier treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Während in Pudong nur Hochhäuser stehen, stehen am Bund noch die Häuser aus der Kolonialzeit. Zunächst entstanden hier durch die Briten Anlegestellen, Werften und größere Hafenanlagen. Später bauten auch andere Kolonialmächte hier mit. Ab Anfang des 20ten Jahrhunderts bauten dann Banken und Finanzkräftige Firmen hier ihre Häuser in die Höhe und die Preise stiegen. 1990 wurde die Sonderwirtschaftszone Pudong eingerichtet und der Bauboom begann auf der anderen Seite des Flusses. Zu dieser Zeit galt der Bund als Schandfleck der Kolonialzeit, wurde aber zum Glück nicht abgerissen. Heute ist es die wohl beliebteste Flaniermeile der Stadt und wieder die teuerste Gegend Shanghais.

 

Ein Besuch ist Pflicht. Man sollte am Tag und am Abend unbedingt einmal am Bund entlang schlendern. Die Architektur des Bundes ist wunderschön und auch die nächtliche Aussicht auf das beleuchtete Pudong ist toll. In vielen Gebäuden am Bund ist oben eine Bar, und man kann nochmal ganz besondere Ausblicke genießen.

 

Ein Paar Eindrücke vom Bund


Shanghais Altstadtviertel:

 

Die Altstadt Shanghais ist aus dem 14ten Jahrhundert und von ausländischen Einflüssen weitgehend verschont geblieben. Hier gibt es enge Gassen voll mit Souvenirläden, Teehäusern, traditionellen Geschäften und leckerem Essen. Die Häuschen sind alle alte chinesische Häuser in ihrer typischen roten Farbe. Hier lohnt es sich einmal hindurch zu schlendern und den alten Charme auf einen wirken zu lassen. Einziges Manko, es ist dort meist einfach nur voll.

 

Pflicht ist es einmal die Zickzackbrücke am Huxingting Teahouse zu überqueren. Zusammen mit Tausend anderen.  Die Brücke ist bewusst im Zickzack gebaut, da laut Glaube es Geistern unmöglich ist, um die Ecke zu sehen und man somit sicher vor bösen Geistern ist.

 

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Durch die engen Gassen der Altstadt

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Das Huxingting Teahouse


 

Unmittelbar an dieser Brücke ist der Haupteingang in den Yu-Garten. Dieser wurde in der Ming Dynastie um 1559 angelegt und bildet ein kleines grünes Paradies inmitten der lauten Stadt. Hier kann man Traditionelle chinesische Gartenkunst bewundern und ein wenig von den Massen entspannen. Trotzdem ist auch dieser Ort, eben weil er so bekannt ist auch oft überlaufen und nur wenig ruhig.

 

Im Yu-Garten


Französische Konzession:

 

Rund um den Fuxiang Park liegt die französische Konzession. Man nennt es auch das Paris des Ostens. Hier findet man Platanenstraßen und kleine Gassen mit dem Charme aus damaligen Zeiten. Viele kleine Gassen sind verwinkelt und voller kleiner Geschäfte. Hier kann man gemütlich umher spazieren und vieles verrücktes entdecken und kaufen.

 

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China, Shanghai, Französisches Viertel

Unterwegs in der Französischen Konzession


Nanjing Dong Lu – Nanjing Road:

 

Früher war hier die Beste Einkaufsstraße Chinas. Über 600 Geschäfte reihen sich hier aneinander und lassen einen im Shoppinghimmel schweben. Heute ist es die wohl bekannteste Fußgängerzone Shanghais und sie ist bunt, laut, staubig, aufregend und auch manchmal nervig. Sie ist nachts schön beleuchtet und sicher einen Besuch wert. Aber sie ist eben die bekannteste Straße Shanghais und dementsprechend voll.

 

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ENDE

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