Die meisten Besucher kommen wegen der berühmten Iguazú-Wasserfälle nach Foz do Iguaçu – und das völlig zurecht. Kaum ein Naturwunder in Südamerika beeindruckt so sehr wie die gewaltigen Wassermassen an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Was viele Reisende allerdings nicht wissen: Direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich mit dem Parque das Aves eine der schönsten Tierattraktionen Brasiliens.
Nach unserem Besuch der brasilianischen Seite der Iguazú-Wasserfälle wollten wir eigentlich nur noch einen entspannten Nachmittag verbringen. Gleichzeitig hatte ich mich aber schon lange auf den Vogelpark gefreut. Als begeisterter Tierfotograf kenne ich das Problem nur zu gut: Tukane, Papageien oder Aras sitzen in freier Wildbahn oft hoch oben in den Baumkronen. Selbst mit einem guten Teleobjektiv bekommt man sie häufig nur als kleine Farbpunkte zwischen den Ästen vor die Linse.
Genau deshalb war der Parque das Aves für mich so spannend.
Hier kannst du riesige Aras, Tukane, Flamingos und viele weitere Vogelarten teilweise aus nächster Nähe beobachten. Das Besondere dabei: Viele Bereiche bestehen aus großen begehbaren Volieren, durch die du direkt hindurchlaufen kannst. Statt klassischer Gehege fühlt sich der Park oft eher wie ein tropischer Regenwald an, in dem die Tiere um dich herum leben.
Für uns war der Parque das Aves deshalb viel mehr als nur ein Vogelpark – und die perfekte Ergänzung zu den Iguazú-Wasserfällen.
Tukan im Parque das Aves
1. Was ist der Parque das Aves überhaupt?
2. Die Geschichte des Parque das Aves
3. Unsere Erfahrung im Parque das Aves
4. Welche Tiere kannst du im Parque das Aves sehen?
5. Das Highlight: Die begehbaren Volieren
6. Wie viel Zeit sollte man für den Parque das Aves einplanen?
7. Parque das Aves und Iguazú-Wasserfälle kombinieren
8. Eintrittspreise & Öffnungszeiten
Der Parque das Aves liegt direkt gegenüber dem Eingang zum Nationalpark der Iguazú-Wasserfälle auf der brasilianischen Seite. Die meisten Besucher fahren praktisch daran vorbei, wenn sie sich ausschließlich auf die Wasserfälle konzentrieren. Dabei handelt es sich nicht einfach um einen klassischen Zoo.
Der Parque das Aves ist eine der größten Vogelschutzanlagen Lateinamerikas und konzentriert sich vor allem auf die Tierwelt des brasilianischen Atlantischen Regenwaldes. Heute leben hier über 1.400 Tiere, darunter zahlreiche bedrohte Vogelarten, die entweder gerettet wurden oder an wichtigen Erhaltungs- und Nachzuchtprogrammen teilnehmen.
Viele Besucher wissen gar nicht, dass der Park aktiv im Artenschutz arbeitet. Zahlreiche Tiere stammen aus illegalem Wildtierhandel, Beschlagnahmungen oder Rettungsaktionen. Viele von ihnen könnten in freier Wildbahn nicht mehr überleben und finden hier ein dauerhaftes Zuhause. Gleichzeitig werden verschiedene Programme unterstützt, um bedrohte Arten langfristig zu erhalten und ihre Bestände in der Natur zu schützen.
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Die Geschichte des Parks begann mit der deutschen Tierärztin Anna-Sophie Helene Croukamp und ihrem Ehemann Dennis Croukamp aus Simbabwe.
Ihre gemeinsame Leidenschaft für Tiere und Naturschutz führte sie schließlich nach Foz do Iguaçu. Dort erkannten sie Anfang der 1990er Jahre das enorme Potenzial, direkt neben dem geschützten Regenwaldgebiet der Iguazú-Wasserfälle eine Auffangstation und Schutzanlage für Vögel aufzubauen.
1993 investierten sie ihr gesamtes Erspartes in das rund 16 Hektar große Gelände. Trotz zahlreicher Herausforderungen und bürokratischer Hürden entstand daraus ein außergewöhnliches Projekt.
Am 7. Oktober 1994 öffnete der Parque das Aves schließlich seine Tore. Die ersten Tiere stammten aus privaten Abgaben, Zoos oder Beschlagnahmungen des illegalen Tierhandels.
Kurz nach der Eröffnung verstarb Dennis Croukamp überraschend. Seine Frau Anna führte das Projekt jedoch weiter und entwickelte es gemeinsam mit ihrem Team zu einer der bekanntesten Natur- und Artenschutzeinrichtungen Brasiliens.
Heute wird die Anlage von der nächsten Generation der Familie geführt und konzentriert sich vor allem auf den Schutz bedrohter Arten des Atlantischen Regenwaldes. Der Parque das Aves ist damit nicht nur eine Touristenattraktion, sondern auch ein wichtiges Zentrum für Forschung, Rettung und Artenschutz.
Übersichtsplan über den Park und Rundweg
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Wir haben den Parque das Aves direkt nach unserem Besuch der Iguazú-Wasserfälle besucht. Das war für uns die perfekte Kombination, da sich der Eingang des Parks direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Nationalparks befindet. Unsere Erwartungen waren dabei relativ klar: Wir wollten vor allem Tukane und Aras aus nächster Nähe sehen. In freier Wildbahn gelingt das nur selten. Oft sitzen die Tiere hoch oben in den Baumkronen, weit entfernt von jeder Kamera. Genau deshalb waren wir gespannt, ob sich der Besuch wirklich lohnt.
Schon nach wenigen Minuten wurde klar: Ja, absolut.
Was uns besonders überrascht hat, war die Größe der Anlagen. Statt kleiner Käfige erwarten dich riesige begehbare Volieren mit dichtem Bewuchs, Wasserläufen und viel Platz für die Tiere. An vielen Stellen fühlt man sich eher wie auf einem Dschungelpfad als in einem klassischen Tierpark.
Besonders beeindruckend fanden wir die Begegnungen mit den Tukanen. Einige Tiere saßen nur wenige Meter entfernt und boten fantastische Fotomöglichkeiten. Auch die großen Aras waren deutlich näher zu sehen, als wir es jemals in freier Natur erlebt hatten. Dazu kommt die entspannte Atmosphäre. Obwohl viele Besucher im Park unterwegs waren, verteilten sie sich gut auf die verschiedenen Bereiche. Dadurch wirkte der Besuch deutlich ruhiger als bei den Iguazú-Wasserfällen.
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Der Name verrät es bereits: Im Mittelpunkt des Parque das Aves stehen natürlich die Vögel. Trotzdem gibt es deutlich mehr zu entdecken als nur Papageien und Tukane. Viele der Tiere stammen aus Rettungsprogrammen oder können aufgrund von Verletzungen nicht mehr ausgewildert werden. Andere Arten werden im Rahmen von Zuchtprogrammen geschützt, um ihr Überleben langfristig zu sichern. Gerade für Fotografen und Tierliebhaber ist der Park ein echtes Highlight, weil man viele Arten aus nächster Nähe beobachten kann.
Tukane
Aras
Flamingos
Eulen und Greifvögel
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Wenn uns jemand fragen würde, was den Parque das Aves so besonders macht, wäre die Antwort eindeutig:
Die riesigen begehbaren Volieren. Genau sie unterscheiden den Park von vielen klassischen Zoos.
Anstatt die Tiere nur durch Gitter oder Scheiben zu beobachten, läufst du direkt durch große Lebensräume, die eher an einen tropischen Regenwald erinnern als an ein Gehege. Über dir fliegen Aras durch die Luft, Tukane sitzen in den Ästen und überall hörst du die Geräusche des Regenwaldes.
Natürlich handelt es sich weiterhin um Volieren und idealerweise würde jeder Vogel frei durch den Himmel fliegen. Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass viele der Tiere gerettet wurden und aufgrund von Verletzungen oder ihrer Vergangenheit nicht mehr ausgewildert werden können. Andere Arten gehören zu den letzten ihrer Art und sind Teil wichtiger Zuchtprogramme, die langfristig zum Erhalt der Populationen in freier Wildbahn beitragen sollen. Gerade deshalb fanden wir die Anlagen insgesamt sehr gelungen. Die Volieren sind groß, dicht bepflanzt und wirken deutlich natürlicher als viele klassische Tierparks.
Für Fotografen sind diese Bereiche ein absoluter Traum. Kaum irgendwo sonst kommst du Aras, Tukanen oder anderen tropischen Vogelarten so nah.
Viele Besucher unterschätzen den Park und denken, dass sie ihn in einer Stunde durchlaufen können. Das wäre schade. Wenn du den Besuch wirklich genießen möchtest, solltest du deutlich mehr Zeit einplanen.
Unsere Empfehlung:
Wir selbst haben uns viel Zeit gelassen, fotografiert, Tiere beobachtet und zwischendurch etwas gegessen. Dadurch verging die Zeit überraschend schnell. Besonders angenehm fanden wir die Gastronomie im Park. Sowohl etwa auf halber Strecke als auch am Ende des Rundwegs gibt es Restaurants, Cafés und Bars. Wir haben dort selbst etwas gegessen und waren positiv überrascht. Nach mehreren Stunden an den Wasserfällen war das eine willkommene Pause.
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Eine der häufigsten Fragen lautet: Lassen sich die Iguazú-Wasserfälle und der Parque das Aves an einem Tag besuchen?
Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja – und sogar sehr gut.
Da sich beide Attraktionen direkt gegenüberliegen, ist die Kombination nahezu perfekt.
Unser empfohlener Tagesablauf
Wir haben den Paruqe das Aves bereits am Ankunftstag in Foz de Iguazu besucht, da wir schon 13 Uhr im Hotel eingecheckt und das Wettervorhersage für den Tag darauf nicht so gut aussah. Das passte für uns perfekt. Ansonsten würden wir die Kombination mit Morgens Iguazu Fälle und Nachmittags Parque das Aves empfehlen. Du musst nicht zwischen beiden Attraktionen und Foz de Iguazu hin- und herfahren und kannst den gesamten Tag entspannt gestalten.
-> Alle Infos und Tipps zu den Iguazu Fällen in Brasilien findest Du hier!
Bei unserem Besuch im Januar 2026 kostete der Eintritt:
Angesichts der Größe des Parks, der gepflegten Anlagen und der Artenschutzarbeit fanden wir den Preis absolut fair.
Die Öffnungszeiten können je nach Saison leicht variieren. Online findet man: 8:30 - 16:30 täglich geöffnet. Plane deinen Besuch am besten am Nachmittag nach den Wasserfällen oder direkt morgens als eigenständigen Programmpunkt.
Von Foz do Iguaçu mit Uber
Mit dem Mietwagen
Mit dem öffentlichen Bus
Diesen Vogel gibt es in freier Wildbahn nicht mehr
Aus unserer Sicht: Absolut.
Natürlich kommen die meisten Besucher wegen der Iguazú-Wasserfälle nach Foz do Iguaçu. Trotzdem gehört der Parque das Aves für uns zu den schönsten Ergänzungen, die man hier einplanen kann.
Die Möglichkeit, Tukane, Aras, Flamingos und viele andere Vogelarten aus nächster Nähe zu erleben, macht den Besuch zu etwas Besonderem. Dazu kommen die großen begehbaren Volieren, die naturnahe Gestaltung und die wichtige Artenschutzarbeit, die hinter dem Projekt steckt.
Besonders für Fotografen, Tierliebhaber und Familien ist der Park eine klare Empfehlung. Wenn du ohnehin die Iguazú-Wasserfälle besuchst, solltest du dir unbedingt noch zwei bis drei Stunden für den Parque das Aves reservieren.
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