Iguazú-Wasserfälle Brasilien – Tipps, Eintritt & unsere Erfahrungen

Die Iguazú-Wasserfälle– eines der größten Naturwunder Südamerikas

Die Iguazú-Wasserfälle gehören ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Naturwundern Südamerikas. Über 270 einzelne Wasserfälle stürzen hier auf einer Länge von fast drei Kilometern in die Tiefe und bilden eines der spektakulärsten Naturschauspiele der Welt. Nicht ohne Grund wurden die Fälle zum UNESCO-Welterbe erklärt und zählen für viele Reisende zu den absoluten Highlights einer Südamerika-Reise.

 

Besonders spannend ist, dass sich die Wasserfälle auf der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien befinden. Dadurch kannst du die Iguazú-Fälle aus zwei völlig unterschiedlichen Perspektiven erleben. Während die argentinische Seite mit einem riesigen Wegenetz und direktem Kontakt zu den Wasserfällen begeistert, bietet die brasilianische Seite die spektakulärsten Panoramablicke.

 

Wir hatten die brasilianische Seite bereits am Vortag von den argentinischen Aussichtspunkten aus gesehen. Schon dort fiel uns auf, dass das Wegenetz deutlich kleiner ist als auf der argentinischen Seite. Gleichzeitig hatten wir sofort das Gefühl: Dort drüben wartet die beste Aussicht auf die gesamten Wasserfälle. Genau darauf haben wir uns gefreut. Und tatsächlich: Die brasilianische Seite zeigt die Iguazú-Wasserfälle in ihrer ganzen Dimension. Erst von hier aus versteht man wirklich, wie gewaltig dieses Naturwunder ist.

 

Iguazu Wasserfälle Brasilien

Die Iguazu Fälle in Brasilien


Reiseroute


1.  Brasilien oder Argentinien – welche Seite ist besser?

Das ist wahrscheinlich die häufigste Frage überhaupt, wenn es um die Iguazú-Wasserfälle geht.

Die ehrliche Antwort lautet: Beide Seiten sind komplett unterschiedlich und ergänzen sich perfekt.

 

Die brasilianische Seite

Die brasilianische Seite punktet vor allem mit ihren spektakulären Panoramablicken. Fast während des gesamten Rundwegs blickst du auf die komplette Wasserfallfront und kannst die gigantischen Ausmaße der Fälle erfassen.

 

Vorteile der brasilianischen Seite:

  • Beste Gesamtansicht auf die Wasserfälle
  • Perfekt für Fotos
  • Kürzere Wege
  • Ideal für einen halben Tag
  • Fantastische Aussicht auf die gesamte Wasserfalllandschaft

Gerade Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten, weil sich die Fälle nahezu auf ihrer gesamten Länge überblicken lassen.

 

Die argentinische Seite

Die argentinische Seite ist deutlich größer und bietet wesentlich mehr Wanderwege. Hier kommst du den Wasserfällen näher und erlebst sie intensiver.

 

Vorteile der argentinischen Seite:

  • Deutlich mehr Wanderwege
  • Mehr Zeit zum Erkunden
  • Direkter Kontakt mit den Wasserfällen
  • Spektakuläre Aussichtsplattformen
  • Garganta del Diablo als absolutes Highlight

Besonders der berühmte Garganta del Diablo (Teufelsschlund) gehört zu den beeindruckendsten Orten, die wir auf unserer gesamten Südamerika-Reise gesehen haben.

 

Auch die Bootstour auf der argentinischen Seite hat uns persönlich etwas besser gefallen, da man hier unglaublich nah an die Wassermassen herankommt besser gesagt direkt darunter kommt.

 

Unser persönliches Fazit

Wenn du wirklich nur einen einzigen Tag Zeit hast und dich für eine Seite entscheiden musst, würden wir tatsächlich die argentinische Seite wählen. Trotzdem würden wir dir dringend empfehlen, die brasilianische Seite keinesfalls auszulassen.

 

Die Perspektiven unterscheiden sich so stark, dass man eigentlich zwei verschiedene Sehenswürdigkeiten erlebt. Während du in Argentinien mitten im Geschehen bist, bekommst du in Brasilien den Überblick über das gesamte Naturwunder.

 

-> Unser Rat: Plane mindestens zwei Tage für die Iguazú-Wasserfälle ein – besser sogar drei. So kannst du beide Seiten entspannt besuchen und eventuell noch eine Bootstour oder den Vogelpark Parque das Aves einbauen.

 

Die Iguazú-Wasserfälle gehören zu den beeindruckendsten Orten, die wir bisher gesehen haben. Wenn du schon die lange Reise bis nach Südamerika auf dich nimmst, solltest du hier nicht an Zeit sparen.

 

Iguazu Wasserfälle Brasilien

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2. Unser Besuch der Iguazú-Wasserfälle auf der brasilianischen Seite

Nachdem wir am Vortag bereits die argentinische Seite der Iguazú-Wasserfälle besucht hatten, stand nun die brasilianische Seite auf dem Programm. Von den Aussichtspunkten in Argentinien konnten wir die Wege auf der brasilianischen Seite bereits erkennen. Schon dort fiel uns auf, dass das Wegenetz deutlich kleiner ist als auf der anderen Seite. Gleichzeitig hatten wir aber das Gefühl, dass genau dort die besten Panoramablicke auf die Wasserfälle warten würden.

 

Anreise von Foz do Iguaçu

Wir übernachteten in Foz do Iguaçu und entschieden uns morgens für ein Uber. Die Fahrt zum Nationalpark dauert je nach Verkehr etwa 20 bis 30 Minuten und kostet ungefähr 50 Brasilianische Real (rund 8 Euro).

 

Alternativ kannst du auch ganz bequem den öffentlichen Bus nutzen. Dieser fährt regelmäßig vom Busbahnhof in Foz do Iguaçu zum Nationalpark und kostet nur etwa 5 Brasilianische Real pro Person. Die Busse verkehren ungefähr alle 30 bis 60 Minuten.

Für die Hinfahrt haben wir das Uber gewählt, um flexibel zu sein. Auf dem Rückweg kam zufällig gerade ein Bus, sodass wir spontan die günstigere Variante genutzt haben.

 

Tickets und Welcome Center

Am Nationalpark angekommen gelangst du zunächst zum großen Besucherzentrum. Hier kaufst du dein Ticket entweder online oder direkt an einem der Automaten. Die Bedienung ist unkompliziert und die Zahlung per Kreditkarte problemlos möglich.

 

Im Januar 2026 lag der Eintrittspreis bei:

  • 134 Brasilianische Real pro Person
  • etwa 21,50 Euro pro Person

Direkt im Welcome Center gibt es außerdem Restaurants, Cafés, Toiletten und einen großen Souvenirshop.

-> Unser Tipp: Besuche den Souvenirshop lieber erst am Ende deines Besuchs. Die Auswahl ist wirklich gut und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du etwas kaufen möchtest. Es wäre schade, die Einkäufe mehrere Stunden durch den Park tragen zu müssen.

 

Mit dem Shuttlebus zu den Wasserfällen

Nach dem Ticketkauf geht es weiter zum kostenlosen Shuttlebus-System des Nationalparks. Die Busse fahren etwa alle fünf bis zehn Minuten und bringen die Besucher zu den verschiedenen Haltestellen entlang der Route. Die Fahrt bis zum Startpunkt der Wasserfälle dauert ungefähr 15 Minuten und führt bereits durch den dichten subtropischen Regenwald des Nationalparks.

 

Der erste Blick auf die Wasserfälle

Nach dem Aussteigen führt ein kurzer Weg mit einigen Treppen hinunter zum ersten Aussichtspunkt. Und dann passiert dieser Moment. Plötzlich öffnet sich der Blick auf die gigantische Wasserfalllandschaft der Iguazú-Fälle. Vor dir liegen hunderte Wasserfälle auf der argentinischen Seite, eingerahmt von dichtem Regenwald und gewaltigen Wassermassen. Wir hatten die Fälle zwar bereits von der anderen Seite gesehen, trotzdem war dieser erste Blick beeindruckend. Die Perspektive ist komplett anders. Statt mitten zwischen den Wasserfällen zu stehen, blickst du nun auf die gesamte Kulisse.

 

Der Weg entlang der Wasserfälle

Von diesem ersten Aussichtspunkt führt ein rund zwei bis drei Kilometer langer Weg am Hang entlang bis zum berühmten Aussichtssteg am Ende der Route. Unterwegs wechseln sich offene Aussichtspunkte mit bewaldeten Abschnitten ab. Mal blickst du direkt auf die Wasserfälle, mal verdecken Bäume und Vegetation einen Teil der Sicht. Trotzdem eröffnen sich immer wieder fantastische Fotomotive. Anders als in Argentinien gibt es auf der brasilianischen Seite im Grunde nur diese eine Hauptroute. Verlaufen kannst du dich also nicht.

 

Das große Finale am Garganta del Diablo

Je näher du dem Ende des Weges kommst, desto spektakulärer werden die Aussichten. Schließlich erreichst du den berühmten Steg, der weit hinaus über den Fluss führt und dich mitten in die Gischt der Wasserfälle bringt. Hier wird es richtig nass. Je nach Windrichtung trifft dich die Gischt teilweise wie ein leichter oder ein starker Regenschauer. Gleichzeitig blickst du direkt auf den Bereich des Garganta del Diablo, des berühmten Teufelsschlunds. Zwar kommst du nicht ganz so nah an den Teufelsschlund heran wie auf der argentinischen Seite, dafür erhältst du einen fantastischen Blick auf den gewaltigen Wasservorhang. Die Plattform am Ende des Stegs war für uns einer der Höhepunkte des gesamten Besuchs. Von hier aus hast du nahezu einen 360-Grad-Blick auf die Wasserfälle und stehst gefühlt mitten im Geschehen.

 

Wie voll war es?

Ehrlich gesagt: ziemlich voll.

Auf dem eigentlichen Weg verteilt sich die Besuchermenge noch einigermaßen gut. Da es jedoch nur diese eine Route gibt, laufen letztendlich alle Besucher denselben Weg. Vor allem an den beliebten Fotospots bilden sich immer wieder kleinere Warteschlangen. Wenn du ein Bild ohne andere Menschen machen möchtest, brauchst du manchmal etwas Geduld.

 

Am vollsten war es auf dem Steg am Ende der Route. Hier drängten sich teilweise viele Menschen gleichzeitig auf engem Raum.

Allerdings verstehen wir das vollkommen. Wir waren schließlich selbst dort, weil wir die Iguazú-Wasserfälle unbedingt sehen wollten. Und genau deshalb tragen wir natürlich genauso zur Besucherzahl bei wie alle anderen.

 

Unser persönlicher Eindruck

Die Iguazú-Wasserfälle gehören zweifellos zu den beeindruckendsten Naturwundern, die wir bisher gesehen haben. Wenn wir beide Seiten direkt vergleichen, hat uns die argentinische Seite insgesamt etwas besser gefallen. Dort gibt es mehr Wege, mehr Aussichtspunkte und deutlich mehr Möglichkeiten, die Wasserfälle aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben. Trotzdem würden wir niemals empfehlen, die brasilianische Seite auszulassen. Die Panoramablicke sind schlichtweg spektakulär und komplett anders als alles, was du auf der argentinischen Seite erlebst. Erst durch die Kombination beider Seiten bekommt man ein vollständiges Bild dieses Naturwunders. Genau deshalb würden wir jedem Besucher empfehlen, mindestens zwei Tage für die Iguazú-Wasserfälle einzuplanen. Die Infrastruktur vor Ort ist hervorragend, die Grenzübertritte sind unkompliziert und die beiden Nationalparks ergänzen sich perfekt. Wenn du schon bis hierher gereist bist, solltest du dir dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen.

 

Iguazu Wasserfälle Brasilien

Du willst mehr von Brasilien sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen



3. Der Rundweg durch den Nationalpark

Der Rundweg auf der brasilianischen Seite der Iguazú-Wasserfälle ist übersichtlich aufgebaut und insgesamt etwa zwei bis drei Kilometer lang. Im Gegensatz zur argentinischen Seite gibt es kein großes Wegenetz mit verschiedenen Routen. Stattdessen folgt man einem Weg entlang der Wasserfälle bis zum berühmten Aussichtssteg am Ende des Parks.

 

Der Startpunkt

Nachdem dich der Shuttlebus am Startpunkt abgesetzt hat, weist ein großes Schild den Weg zu den Wasserfällen. Über einige Treppen gelangst du nach unten und stehst bereits wenige Minuten später am ersten Aussichtspunkt. Hier erwartet dich direkt der erste große Wow-Moment. Vor dir breitet sich das gewaltige Panorama der Iguazú-Wasserfälle aus. Du blickst auf die argentinische Seite und kannst bereits zahlreiche Wasserfälle auf einmal erkennen.

 

Die Aussichtspunkte unterwegs

Der Weg zieht sich anschließend am Hang entlang und eröffnet immer wieder neue Perspektiven auf die Wasserfälle. Manche Abschnitte führen durch dichteren Bewuchs, an anderen Stellen öffnet sich die Sicht komplett. Gerade diese wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass der Spaziergang nie langweilig wird. Unterwegs laden zahlreiche Aussichtspunkte dazu ein, Fotos zu machen oder einfach die Landschaft zu genießen.

 

Der Steg zum Garganta del Diablo

Der spektakulärste Abschnitt wartet am Ende des Weges. Hier führt ein langer Steg weit hinaus über das Wasser und bringt dich näher an die Wasserfälle heran. Besonders beeindruckend ist der Blick auf den Garganta del Diablo, den berühmten Teufelsschlund. Die Wassermassen stürzen hier mit enormer Kraft in die Tiefe und erzeugen gewaltige Wolken aus Wassernebel.

Je nach Windrichtung wirst du dabei ordentlich nass. Gleichzeitig ist dieser Bereich auch der vollste Abschnitt des gesamten Parks.

 

Die Plattform mitten im Wassernebel

Hinter dem Steg erreichst du eine große Aussichtsplattform und einen Aussichtsturm. Von hier aus ergeben sich weitere spektakuläre Perspektiven auf die Wasserfälle und den gesamten Flusslauf. Besonders schön fanden wir den Blick zurück auf den Steg, der sich mitten durch die Gischt bis zu den Wasserfällen zieht. Über Aufzüge oder Treppen gelangst du anschließend wieder nach oben zur Straße. Dort befinden sich ein Restaurant, kleine Shops sowie weitere Sitzmöglichkeiten. Von hier kannst du entweder zurücklaufen oder den Shuttlebus zurück zum Welcome Center nehmen. Die Busse fahren alle fünf bis zehn Minuten, sodass du normalerweise nicht lange warten musst.

 

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4. Welche Tiere kann man bei den Iguazú-Wasserfällen sehen?

Die Iguazú-Wasserfälle sind nicht nur eines der beeindruckendsten Naturwunder Südamerikas, sondern liegen auch mitten in einem geschützten Nationalpark mit einer erstaunlichen Artenvielfalt. Obwohl die meisten Besucher natürlich wegen der Wasserfälle kommen, lohnt es sich durchaus, unterwegs auch einen Blick in die Bäume und ins Gebüsch zu werfen.

Besonders bekannt sind die Nasenbären, die du mit großer Wahrscheinlichkeit während deines Besuchs sehen wirst. Die neugierigen Tiere haben sich an die vielen Besucher gewöhnt und laufen teilweise direkt über die Wege oder zwischen den Beinen der Touristen hindurch.

 

Genau das haben wir auch erlebt. Bereits nach kurzer Zeit begegneten uns mehrere Nasenbären entlang des Weges. Sie wirkten völlig unbeeindruckt von den Menschen und suchten neugierig nach Essensresten. So niedlich sie auch aussehen mögen – füttern solltest du sie auf keinen Fall.

 

Neben den Nasenbären haben wir unterwegs zahlreiche Schmetterlinge und verschiedene Vogelarten gesehen. Gerade die bunten Schmetterlinge fallen sofort ins Auge und sorgen immer wieder für schöne Fotomotive.

Mit etwas Glück kannst du außerdem folgende Tiere entdecken:

  • Nasenbären
  • Tukane
  • Aras
  • Schmetterlinge
  • Affen
  • Echsen
  • Agutis
  • Falken und Greifvögel
  • Zahlreiche tropische Vogelarten

Allerdings muss man ehrlich sagen, dass die vielen Besucher natürlich auch Auswirkungen auf die Tierwelt haben. Vor allem entlang des Hauptweges ist es teilweise sehr voll, weshalb sich viele Tiere eher in die ruhigeren Bereiche des Nationalparks zurückziehen.

 


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5. Wie viel Zeit sollte man für die brasilianische Seite einplanen?

Viele Reisende unterschätzen die Iguazú-Wasserfälle und planen nur einen kurzen Zwischenstopp ein. Unserer Meinung nach solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, um dieses Naturwunder wirklich genießen zu können.

 

Für die brasilianische Seite empfehlen wir:

  • Minimum: 3 bis 4 Stunden. Damit hast du genügend Zeit für den Rundweg, die Aussichtspunkte und einige Fotostopps.
  • Entspannter Besuch: Etwa ein halber Tag. So kannst du die Wasserfälle ohne Zeitdruck erleben und musst nicht ständig auf die Uhr schauen.
  • Ganzer Tag: Wenn du zusätzlich eine Bootstour oder den Vogelpark besuchen möchtest, solltest du einen kompletten Tag einplanen.
  • Unser Tipp: Direkt gegenüber vom Eingang des Nationalparks befindet sich der berühmte Vogelpark Parque das Aves. Die Kombination aus Iguazú-Wasserfällen am Vormittag und Parque das Aves am Nachmittag ist aus unserer Sicht der perfekte Tagesausflug in Foz do Iguaçu. Anschließend kannst du ganz bequem per Uber zurück in die Stadt fahren.
Iguazu Wasserfälle Brasilien

6. Eintrittspreise & Öffnungszeiten

Eintrittspreise

Bei unserem Besuch im Januar 2026 kostete der Eintritt:

  • 134 Brasilianische Real pro Person
  • etwa 21,50 Euro pro Person

Die Preise können sich natürlich ändern, deshalb lohnt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die offizielle Website des Nationalparks.

 

Tickets kaufen

Die Tickets kannst du entweder:

  • online vorab buchen
  • direkt am Welcome Center kaufen
  • an den Automaten vor Ort per Kreditkarte bezahlen

Wir haben die Tickets direkt vor Ort gekauft und hatten keinerlei Probleme. Beim Ticketkauf am Automaten musst du einen Timeslot auswählen. Wir haben einfach den nächsten verfügbaren genommen und haben uns direkt mit für den Bus angestellt - nach der Uhrzeit auf dem Ticket wurde da nicht geschaut.

 

Öffnungszeiten

Der Nationalpark öffnet normalerweise morgens und schließt am späten Nachmittag. Da sich Öffnungszeiten gelegentlich ändern können, empfehlen wir, diese vor dem Besuch noch einmal aktuell zu prüfen.

 

Das Bussystem im Park

Nach dem Eintritt bringt dich ein kostenloses Shuttlebus-System zu den verschiedenen Haltestellen im Park. Die Busse fahren etwa alle fünf bis zehn Minuten. Das System funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass sich die Besucher gut im Nationalpark verteilen.

 

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7. Anreise zu den Iguazú-Wasserfällen in Brasilien

Von Foz do Iguaçu

Die meisten Besucher übernachten in Foz do Iguaçu. Von dort aus erreichst du den Nationalpark auf verschiedenen Wegen:

  • Öffentlicher Bus
    • Abfahrt vom Busterminal
    • Fahrzeit: ca. 20–30 Minuten
    • Preis: etwa 5 Real pro Person
    • Die günstigste Möglichkeit und völlig unkompliziert.
  • Uber
    • Fahrzeit: ca. 20–30 Minuten
    • Preis: etwa 50 Real pro Fahrzeug
    • Genau diese Variante haben wir für die Hinfahrt genutzt.

Von Argentinien

Auch ein Tagesausflug von Puerto Iguazú in Argentinien ist problemlos möglich. Zwischen beiden Ländern verkehren regelmäßig Busse im Abstand von etwa 30 bis 60 Minuten. Praktisch fanden wir vor allem, wie unkompliziert der Grenzübertritt funktioniert.

 

Für einen Tagesausflug nach Brasilien musst Du auf dem Hinweg lediglich aus Argentinien ausreisen. Eine vollständige Einreise nach Brasilien ist in diesem Fall nicht notwendig. Auf dem Rückweg erfolgt die Wiedereinreise nach Argentinien und die Fahrt kann fortgesetzt werden. Die Infrastruktur rund um die Wasserfälle ist hervorragend auf Tagesausflügler ausgelegt.

 

-> Solltest Du wie wir nach Brasilien einreisen wollen, da du dort deine Reise fortsetzt, benötigst du zwingend einen Einreisestempel. Die Busse halten nicht automatisch an der brasilianischen Grenze und du musst es dem Fahrer sagen. Er wartet nicht und fährt auch einfach weiter. Aber keine Sorge, du kannst deine Fahrt einfach mit dem nächsten Bus (1h später) mit deinem Ticket fortsetzen. So ist dort die gängige Praxis und eine Stunde reicht völlig für den Einreiseprozess.

 

Mit dem Mietwagen

Natürlich kannst du die Wasserfälle auch mit dem eigenen Mietwagen besuchen. Die Strecke ist gut ausgeschildert und Parkplätze stehen am Besucherzentrum zur Verfügung.

 

Brasilien Rundreise 6 Wochen Route

Abfahrtspunkt des öffentlichen Busses in Foz de Iguazu


8. Lohnt sich die Macuco Safari?

Ganz klar: Ja.

 

Die Macuco Safari gehört zu den beliebtesten Aktivitäten auf der brasilianischen Seite der Iguazú-Wasserfälle. Dabei fährst du mit einem Boot direkt bis an die Wasserfälle heran und erlebst die gewaltigen Wassermassen aus nächster Nähe.

 

Wir selbst haben die Bootstour auf der argentinischen Seite gemacht und waren absolut begeistert. Die Kraft des Wassers, die Geräuschkulisse und die Nähe zu den Wasserfällen sind kaum in Worte zu fassen. Du wirst garantiert komplett nass – aber genau das macht den Reiz dieser Tour aus.

 

Deshalb würden wir die Macuco Safari auf der brasilianischen Seite ebenfalls jederzeit empfehlen, wenn du nur diese Seite besuchst.. Wenn du beide Nationalparks besuchst, solltest du mindestens eine der Bootstouren unbedingt einplanen. Es ist eines der intensivsten Erlebnisse rund um die Iguazú-Wasserfälle.

 

Iguazu Wasserfälle Brasilien

Bootsfahrt auf der argentinischen Seite


9. Parque das Aves – die perfekte Ergänzung zum Besuch der Wasserfälle

Direkt gegenüber dem Eingang des Nationalparks befindet sich mit dem Parque das Aves (->hier gibt's alle Infos) eine der beliebtesten Attraktionen von Foz do Iguaçu. Viele Besucher unterschätzen den Park zunächst. Wir würden ihn jedoch jederzeit empfehlen, besonders wenn du ohnehin einen ganzen Tag für die Wasserfälle eingeplant hast. Der Park konzentriert sich auf die Tierwelt des Atlantischen Regenwaldes und ermöglicht Begegnungen mit vielen Arten, die du in freier Wildbahn oft nur schwer beobachten kannst.

 

Zu den Highlights gehören:

  • Tukane
  • Aras
  • Flamingos
  • Papageien
  • Schmetterlinge

Besonders beeindruckend fanden wir die großen Volieren, durch die man teilweise direkt hindurchlaufen kann. Dadurch entstehen fantastische Möglichkeiten für Fotos und Tierbeobachtungen. Wenn du morgens die Wasserfälle besuchst, kannst du den Parque das Aves perfekt am Nachmittag anschließen.

 

Iguazu Wasserfälle Brasilien

Tukan im Parque de las Aves


10. Beste Reisezeit für die Iguazú-Wasserfälle

Grundsätzlich kannst du die Iguazú-Wasserfälle das ganze Jahr über besuchen. Je nach Jahreszeit unterscheidet sich das Erlebnis jedoch etwas.

 

Dezember bis März

Der südamerikanische Sommer bringt warme Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad. Auch wir waren im Januar vor Ort und hatten traumhaftes Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad.

Vorteile:

  • Viel Wasser in den Fällen
  • Üppig grüne Vegetation
  • Perfekte Bedingungen für Fotos

Nachteile:

  • Sehr hohe Luftfeuchtigkeit
  • Viele Besucher
  • Teilweise intensive Hitze

April bis Juni

Für viele Reisende die angenehmste Reisezeit. Die Temperaturen sind etwas moderater und die Besucherzahlen häufig niedriger.

 

Juli bis September

Der brasilianische Winter bringt etwas kühlere Temperaturen.

Vorteile:

  • Weniger Besucher
  • Angenehmes Klima
  • Gute Bedingungen zum Wandern

Oktober bis November

Eine schöne Übergangszeit mit angenehmen Temperaturen und meist guten Wasserständen.

 

Wann führen die Fälle am meisten Wasser?

Nach starken Regenfällen zwischen Dezember und März wirken die Wasserfälle oft besonders beeindruckend.

 

Wann sind weniger Besucher unterwegs?

Die ruhigsten Monate liegen meist zwischen Mai und September außerhalb der Ferienzeiten.

 

Iguazu Wasserfälle Brasilien

11. Unsere Tipps für deinen Besuch

Nach unserem Besuch würden wir dir folgende Dinge mit auf den Weg geben:

  • Früh kommen - Je früher du startest, desto angenehmer sind Temperaturen und Besucherzahlen.
  • Wasser mitnehmen - Gerade im brasilianischen Sommer wird es schnell sehr heiß.
  • Kamera schützen - Durch die Gischt wird es vor allem auf dem Steg schnell feucht. Ein Regenschutz oder ein Mikrofasertuch können sehr hilfreich sein.
  • Regenjacke einpacken - Nicht zwingend notwendig, aber praktisch. Am Ende des Rundwegs wirst du ziemlich sicher nass. Bei Temperaturen um die 30 Grad trocknet man allerdings auch schnell wieder.
  • Nasenbären niemals füttern - Auch wenn sie niedlich wirken: Es sind Wildtiere. Wildtiere sollte man grundsätzlich niemals füttern.

12. Unser Fazit – lohnt sich die brasilianische Seite der Iguazú-Wasserfälle?

Definitiv.

 

Auch wenn die brasilianische Seite deutlich kleiner ist als die argentinische und weniger Wanderwege bietet, solltest du sie auf keinen Fall auslassen.

 

Die spektakulären Panoramablicke auf die gesamte Wasserfalllandschaft sind einzigartig und unterscheiden sich komplett von dem Erlebnis auf der argentinischen Seite. Für uns war genau diese Perspektive der Moment, in dem wir wirklich verstanden haben, warum die Iguazú-Wasserfälle zu den größten Naturwundern der Welt zählen.

 

Wenn wir uns für nur eine Seite entscheiden müssten, würden wir wahrscheinlich die argentinische wählen. Sie bietet mehr Wege, mehr Abwechslung und intensivere Naturerlebnisse.

 

Trotzdem würden wir jedem Besucher dringend empfehlen, beide Seiten einzuplanen. Erst die Kombination aus den gewaltigen Panoramablicken in Brasilien und der unmittelbaren Nähe zu den Wasserfällen in Argentinien macht das Erlebnis wirklich komplett. Unser Rat lautet deshalb ganz klar: Plane mindestens zwei Tage für die Iguazú-Wasserfälle ein – besser sogar drei. Du wirst es nicht bereuen.

 

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