Aktualisiert Februar 2026
Cusco ist weit mehr als nur der Ausgangspunkt für Machu Picchu. Für uns ist die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches zu einem Ort geworden, den wir inzwischen richtig gut kennen – denn wir waren zweimal in Cusco und haben nun schon insgesamt rund sechs Wochen dort verbracht. In dieser Zeit haben wir nahezu alle Tagestouren ab Cusco selbst gemacht und auch mehrere der bekanntesten Mehrtagestouren- und wanderungen erlebt.
Von spektakulären Regenbogenbergen über abgelegene Inkastätten bis hin zu hochalpinen Lagunen und wilden Andenlandschaften: Kaum ein anderer Ort in Südamerika bietet Dir so viele unterschiedliche Ausflüge wie Cusco. Genau deshalb möchten wir in diesem Artikel unsere persönlichen Erfahrungen, ehrlichen Empfehlungen und hilfreichen Tipps mit dir teilen – inklusive aller Tagestouren und Mehrtagestouren, die sich wirklich lohnen.
Egal, ob du nur wenige Tage Zeit hast, zum ersten Mal in großer Höhe unterwegs bist oder nach anspruchsvollen Treks abseits der Touristenpfade suchst: Hier findest du alle Touren ab Cusco übersichtlich erklärt, mit Highlights, Schwierigkeitsgrad, Preisen und wichtigen Hinweisen zur Akklimatisierung.
Direkt über Cusco liegt die Inkaruine Sacsayhuaman
1. Alle Tagestouren ab Cusco – früh raus, viel erleben
2. Alle Mehrtagestouren und Treks ab Cusco
3. Wichtige Tipps für Cusco & Höhenkrankheit (Akklimatisierung)
Die meisten Tagestouren ab Cusco beginnen sehr früh, oft schon zwischen 4:00 und 5:00 Uhr morgens. Das liegt vor allem an den langen An- und Abfahrten, denn viele Highlights liegen weit außerhalb der Stadt – teilweise mehrere Stunden entfernt. Entsprechend sitzt man an diesen Tagen viel im Bus, wird dafür aber mit spektakulären Landschaften, abgelegenen Naturwundern und beeindruckenden Inka-Stätten belohnt.
Fast alle Tagestouren beinhalten Frühstück und ein einfaches Mittagessen, sodass du dich darum nicht selbst kümmern musst.
Wichtig zu wissen: Eintrittsgelder sind häufig nicht im Preis enthalten. Diese müssen vor Ort in bar bezahlt werden und liegen je nach Aktivität meist zwischen 30 und 70 Sol pro Person. Es lohnt sich also, immer etwas Bargeld dabei zu haben.
Buchen kannst du die Tagestouren entweder direkt vor Ort in Cusco bei den zahlreichen Touragenturen oder vorab online, zum Beispiel über Plattformen wie GetYourGuide*. Viele Touren sind auch sehr kurzfristig, teilweise sogar mit nur einem Tag Vorlauf, verfügbar – ideal, wenn du flexibel reist.
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Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Perus und ein Muss für jeden Peru-Reisenden ist Machu Picchu, die „verlorene Stadt der Inka“.
Diese Ganztagestour ab Cusco ermöglicht dir, die beeindruckende Inka-Stätte vollständig zu erleben, ohne dich selbst um Logistik und Transport kümmern zu müssen. Nach einem frühen Transfer vom Hotel fährst du durch das atemberaubende Heilige Tal, das schon allein wegen der spektakulären Landschaften ein Highlight ist.
Am Fuß von Machu Picchu angekommen, steigst du in den Bus, der dich zur Ruinenanlage bringt. Bereits beim ersten Blick über die imposanten Terrassen und Tempel spürst du die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Ein erfahrener Guide begleitet dich durch die verschiedenen Bereiche der Anlage, erklärt die Geschichte der Inka, die Bedeutung der Tempel, die astronomische Ausrichtung der Gebäude und die rätselhaften Ruinen, deren Funktion teilweise noch heute diskutiert wird.
Wer Lust auf noch mehr Abenteuer hat, kann optional den Aufstieg auf den Huayna Picchu buchen, den markanten Berg hinter der Ruinenstadt. Die Wanderung ist anspruchsvoll, aber die Aussicht von oben ist unvergesslich – ein Panorama über die ganze Anlage, das Tal des Urubamba-Flusses und die umliegenden Andengipfel.
Die Ganztagestour beinhaltet meist Tickets für Zug und Bus, die Eintrittskarte nach Machu Picchu, einen englischsprachigen Guide sowie optional ein Mittagessen in Aguas Calientes, dem kleinen Ort am Fuße der Ruinen.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis Mittel (Tour ist überwiegend geführt, wenig Wandern; Huayna Picchu optional anspruchsvoll)
Preis: ca. 160–250 € (abhängig von Zugklasse & optionalem Mittagessen)
Links zu Touren:
Der Regenbogenberg Vinicunca zählt zu den spektakulärsten Naturwundern Perus und ist mittlerweile eines der bekanntesten Ausflugsziele ab Cusco. Die farbenfrohen, mineralhaltigen Sedimentschichten erzeugen ein einzigartiges Farbspiel aus Rot, Gelb, Grün und Violett, das wie gemalt wirkt. Diese Tagestour führt dich tief hinein in die hochandine Landschaft der Region Cusco – auf Höhen von über 5.000 Metern.
Die Tour beginnt sehr früh am Morgen, meist gegen 3–4 Uhr, mit einem Transfer von Cusco in Richtung Süden. Während der Fahrt durchquerst du abgelegene Andendörfer, grasende Lamas und Alpakas sowie weite Hochplateaus, die dir einen ersten Eindruck vom rauen Leben in dieser Höhenlage geben. Nach einem stärkenden Frühstück startet die eigentliche Wanderung, die je nach Route etwa 1,5–2 Stunden pro Strecke dauert.
Der Aufstieg ist körperlich fordernd – weniger wegen der Distanz, sondern vor allem wegen der extremen Höhe. Schritt für Schritt arbeitest du dich nach oben, begleitet von einem atemberaubenden Panorama aus schneebedeckten Gipfeln und endlosen Ebenen. Am Gipfel angekommen wirst du mit einem der beeindruckendsten Ausblicke der Anden belohnt. Bei gutem Wetter kannst du sogar den Ausangate, einen der höchsten Berge Perus, sehen.
Vinicunca ist mehr als nur ein Fotospot. Die Landschaft wirkt fast surreal, die Stille der Anden ist überwältigend und das Gefühl, sich auf über 5.000 Metern Höhe zu befinden, macht diesen Ausflug zu einem echten Abenteuer. Viele Touren beinhalten ein Mittagessen auf dem Rückweg sowie Zeit für Fotos und Erholung.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis anspruchsvoll (Höhe!)
Preis: ca. 20–40 € inkl. Guide, Transport & Verpflegung
Links zu Touren:
Du willst mehr von Peru sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen
Wer die Farben der Anden erleben möchte, aber den großen Menschenmassen von Vinicunca entgehen will, findet im Palccoyo-Regenbogenberg eine perfekte Alternative. Diese Tour ist weniger bekannt, landschaftlich genauso beeindruckend und deutlich leichter zu bewältigen.
Auch diese Tagestour startet früh am Morgen, führt jedoch in eine andere Region südlich von Cusco. Nach einer landschaftlich traumhaften Fahrt erreichst du den Ausgangspunkt der Wanderung.
Der große Unterschied zu Vinicunca: Die Wanderung ist kürzer, flacher und technisch deutlich einfacher. Dadurch eignet sich Palccoyo auch hervorragend für Reisende, die nicht ganz so trittsicher sind oder Probleme mit steilen Anstiegen haben. Trotzdem bist Du hier auf 4900 Meter unterwegs und solltest die Höhe nicht unterschätzen.
Das Besondere an Palccoyo ist, dass du gleich mehrere bunte Berge siehst – nicht nur einen einzelnen. Die Farben sind zwar etwas dezenter, wirken aber durch die Weite der Landschaft besonders harmonisch. Zusätzlich erwartet dich ein beeindruckender Steinwald, eine bizarre Formation aus schroffen Felsen, die wie aus einer anderen Welt wirkt.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel
Preis: ca. 40–80 €
Links zu Touren:
Das Heilige Tal der Inka (Valle Sagrado) gehört zu den kulturell bedeutendsten Regionen Perus und ist eine der vielseitigsten Tagestouren ab Cusco. Eingebettet zwischen Cusco und Machu Picchu liegt dieses fruchtbare Tal, das bereits von den Inka intensiv genutzt wurde.
Die Tour beginnt meist mit einem Besuch der Ruinen von Chinchero, die hoch über dem gleichnamigen Dorf thronen. Terrassenund eine alte Kapelle geben einen faszinierenden Einblick in die Geschichte. Anschließend hast du Zeit auf dem Kunsthandwerk, Textilien und lokale Produkte zu kaufen die dort angeboten werden.
Weiter geht es durch das Tal nach Ollantaytambo, einer der wenigen Orte in Peru, der noch heute seine ursprüngliche Inka-Stadtstruktur bewahrt hat. Die monumentale Festungsanlage mit ihren massiven Steinblöcken gehört zu den beeindruckendsten Ruinen des Landes. Dein Guide erklärt dir hier die strategische Bedeutung des Ortes sowie seine Rolle im Widerstand gegen die spanischen Eroberer.
Je nach Tour geht es auch noch nach Moray, dem alten Inklabor und zu den Salinen von Maras, wo noch heute Salz abgebaut wird.
Den letzten Stopp macht die riesige Inkafestung Pisac, in der Du gut einen ganzen Tag zubringen kannst, wenn du sie wirklich erkunden willst. Bei der Sacred Valley Tour bekommst Du nur einen kurzen Vorgeschmack.
Je nach Tour werden zusätzlich noch einige Läden angefahren und man muss leider sagen, dass an den Sehenswürdigkeiten selbst da durch oft nicht viel Zeit bleibt. Zusätzlich wird auch noch ein traditionelles Mittagsbuffet eingebaut. Diese Tour ist ideal, die Inkaanlagen rund um Cusco an einem Tag zu erleben wenn man nicht viel Zeit hat. Wir empfehlen aber gerade Ollantaytambo und Pisac eher auf eigene Faust zu erkunden.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Preis: ca. 30–60 € für die Tour + Boleto Turistico (Maras ist als einzige nicht enthalten)
Links zu Touren:
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Die Moray- & Maras-Tour ist eine der spannendsten kulturellen Tagestouren ab Cusco, denn sie zeigt eindrucksvoll, wie fortschrittlich das Wissen der Inka war – lange bevor moderne Landwirtschaft oder Wissenschaft existierten. Diese meist Halbtagestour verbindet zwei außergewöhnliche Orte im Heiligen Tal, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, aber historisch eng zusammengehören.
Der erste Stopp ist meist Moray, eine faszinierende archäologische Stätte mit riesigen, kreisförmigen Terrassen, die wie ein Amphitheater in die Erde gebaut sind. Lange Zeit rätselten Archäologen über den Zweck dieser Anlage. Heute geht man davon aus, dass Moray ein landwirtschaftliches Forschungszentrum der Inka war. Durch die verschiedenen Höhenlagen und Mikroklimata konnten hier Pflanzen unter unterschiedlichen Bedingungen getestet werden. Der Temperaturunterschied zwischen oberster und unterster Terrasse beträgt bis zu 15 Grad – ein beeindruckendes Beispiel für das Wissen der Inka über Klima und Anbau.
Anschließend geht es weiter zu den Salzminen von Maras, einem der fotogensten Orte der Region Cusco. Tausende kleine Salzbecken ziehen sich wie ein Mosaik den Berghang hinab. Seit der Inka-Zeit wird hier Salz aus einer unterirdischen Quelle gewonnen – bis heute von lokalen Familien, die jeweils einzelne Becken bewirtschaften.
Die Tour ist landschaftlich sehr abwechslungsreich: weite Andenlandschaften, schneebedeckte Gipfel im Hintergrund und kleine Dörfer entlang der Strecke. Ein Guide erklärt dir nicht nur die Geschichte der Orte, sondern auch ihre Bedeutung für das tägliche Leben der Menschen bis heute. Viele Touren kombinieren Moray & Maras mit Chinchero, einem traditionellen Weberdorf.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Leicht (kaum körperliche Anstrengung)
Preis: ca. 25–50 € + Eintritt Moray 70 Soles und Maras etwa 10 Soles
Links zu Touren:
Der Humantay-See gilt als einer der schönsten Bergseen Perus und ist ein absolutes Highlight für Naturliebhaber. Diese Tagestour führt dich tief in die Hochanden, vorbei an schneebedeckten Gipfeln, weiten Ebenen und dramatischen Bergkulissen. Der türkisfarbene See liegt auf etwa 4.200 Metern Höhe und verdankt seine intensive Farbe dem Schmelzwasser des Humantay-Gletschers.
Die Tour beginnt früh am Morgen mit einem Transfer von Cusco in Richtung Soraypampa, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Nach einem gemeinsamen Frühstück startest du den Aufstieg zum See. Die Wanderung dauert etwa 1,5–2 Stunden pro Strecke und ist technisch nicht schwierig, kann aber durch die Höhe anstrengend sein. Viele Anbieter stellen auf Wunsch Pferde zur Verfügung, um den Aufstieg zu erleichtern.
Je näher du dem See kommst, desto spektakulärer wird die Landschaft. Am Ziel erwartet dich ein beinahe surrealer Anblick: ein leuchtend türkisfarbener See, eingerahmt von schroffen Felsen und schneebedeckten Bergen. Die Atmosphäre ist ruhig und kraftvoll – kein Wunder, dass der See für die Einheimischen als heiliger Ort gilt.
Nach dem Aufenthalt am See kehrst du nach Soraypampa zurück, wo ein warmes Mittagessen auf dich wartet. Die Tour eignet sich hervorragend als Akklimatisierungstour, da sie zwar hoch liegt, aber zeitlich überschaubar ist.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel (Höhe!)
Preis: ca. 35–70 € + Eintritt für den Nationalpark, auch Teil des Salkantay Treks
Links zu Touren:
Waqrapukara ist einer der faszinierendsten Geheimtipps ab Cusco. Diese abgelegene Inkafestung liegt spektakulär auf einem Felsplateau über dem Apurímac-Canyon und ist noch vergleichsweise wenig besucht. Der Name bedeutet übersetzt „Hornförmige Festung“ – eine Anspielung auf die markanten Felsformationen, die das Bauwerk umgeben.
Die Anreise ist länger als bei anderen Tagestouren, doch sie lohnt sich in jeder Hinsicht. Die Route führt durch abgelegene Hochlandlandschaften, vorbei an Seen, Graslandschaften und kleinen Quechua-Dörfern. Vom Startpunkt der Wanderung geht es zu Fuß weiter – je nach Route etwa 2–3 Stunden durch eine beeindruckende Naturkulisse.
Die Festung selbst wirkt mystisch und fast unwirklich. Massive Steinmauern, Terrassen und Zeremonialplätze schmiegen sich an die Felsen. Die Lage über dem tief eingeschnittenen Canyon ist spektakulär und bietet einen der besten Ausblicke in der gesamten Region Cusco. Historiker vermuten, dass Waqrapukara sowohl eine religiöse als auch militärische Bedeutung hatte.
Diese Tour richtet sich an Reisende, die abseits der bekannten Highlights unterwegs sein möchten. Die geringe Besucherzahl macht das Erlebnis besonders authentisch.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis anspruchsvoll
Preis: ca. 50–90 €, die Tour findet nicht täglich statt – Vorausplanung ist wichtig
Links zu Touren:
Pallay Punchu gilt als einer der spannendsten neuen Tagesausflüge ab Cusco und ist noch ein echter Geheimtipp. Der Name stammt aus dem Quechua und bedeutet so viel wie „gewebter Poncho“ – eine perfekte Beschreibung für die ungewöhnlichen, scharf gezackten Felsformationen, die in intensiven Rot-, Orange-, Türkis- und Violetttönen schimmern. Anders als beim klassischen Regenbogenberg Vinicunca wirkt der Pallay Punchu rauer, wilder und dramatischer.
Die Tagestour startet früh am Morgen mit einem Transfer südlich von Cusco in Richtung Layo-Region. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis: weite Hochebenen, spiegelglatte Lagunen und schneebedeckte Gipfel begleiten dich fast die gesamte Strecke von etwa 5 Stunden. Vom Ausgangspunkt beginnt eine moderate Wanderung von etwa 1,5 Stunden Hin und wieder zurück, die stetig ansteigt, jedoch technisch nicht schwierig ist.
Am Ziel angekommen eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf die gezackten Bergkämme von Pallay Punchu, die sich wie gefalteter Stoff über die Landschaft legen. Die Farben wirken je nach Licht intensiver oder sanfter und verändern sich ständig. Anders als bei Vinicunca ist man hier oft fast allein – ein großes Plus für Fotografen und alle, die die Stille der Anden genießen möchten.
Zusätzlich bietet sich ein wunderschöner Blick auf den nahegelegenen Langui-Layo-See, der die Landschaft perfekt ergänzt. Die Kombination aus Farben, Formen und Weite macht Pallay Punchu zu einem der eindrucksvollsten Naturerlebnisse der Region.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel (Höhe bis ca. 4.800 m)
Preis: ca. 50–90 €, erst seit 2025 gibt es Touren aber nicht täglich daher Vorausplanen
Links zu Touren:
Die 7-Seen-Ausangate-Tour ist eine der spektakulärsten Tageswanderungen ab Cusco und führt dich in die unmittelbare Nähe des mächtigen Ausangate, mit über 6.300 Metern einer der höchsten Berge Perus. Diese Tour richtet sich an alle Naturliebhaber, die hochalpine Landschaften, Weite und absolute Ursprünglichkeit erleben möchten.
Nach einer frühen Abfahrt erreichst du das abgelegene Hochland südlich von Cusco. Die Wanderung führt dich auf einer Rundroute zu sieben unterschiedlich gefärbten Bergseen, die durch Gletscherschmelzwasser gespeist werden. Jeder See hat seinen eigenen Charakter – von tiefem Blau über Türkis bis hin zu milchigem Grün.
Die Strecke ist landschaftlich überwältigend: schneebedeckte Gipfel, dampfende Thermalquellen, grasende Alpakaherden und kaum menschliche Spuren. Die gesamte Wanderung dauert etwa 4–5 Stunden, wobei die Höhe (bis zu 4.800 m) die größte Herausforderung darstellt.
Ein besonderes Highlight ist der optionale Besuch der Pacchanta-Thermalquellen nach der Wanderung. Hier kannst du deine müden Muskeln im warmen Wasser entspannen – mit direktem Blick auf den Ausangate.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll (lange Strecke & Höhe)
Preis: ca. 25–100 €, auch Teil des Ausangate Treks
Links zu Touren:
Die Route der Sonne (Ruta del Sol) ist keine klassische Wanderung, sondern eine der kulturell spannendsten Tagesfahrten in Südperu. Sie verbindet Cusco mit Puno am Titicacasee und macht mehrere Stopps an bedeutenden historischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten entlang der alten Inkaroute.
Die Fahrt beginnt morgens in Cusco und führt über das Hochland der Anden. Der erste wichtige Halt ist die Kirche von Andahuaylillas, oft als „Sixtinische Kapelle der Anden“ bezeichnet, mit beeindruckenden Fresken und kunstvollen Holzdecken. Weiter geht es nach Raqchi, einer monumentalen Inka-Ruinenanlage mit dem Tempel des Gottes Wiracocha.
Ein weiterer Höhepunkt ist der La Raya Pass auf über 4.300 Metern – der höchste Punkt der Strecke. Von hier aus genießt du ein weites Panorama auf schneebedeckte Berge und endlose Ebenen. Unterwegs wird ein Mittagsbuffet serviert, bevor du am Nachmittag Pucará, eine präinkaische Kultstätte, besuchst.
Diese Tour eignet sich perfekt, um den Reiseweg zwischen Cusco und Puno sinnvoll zu nutzen.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Preis: ca. 40–70 €
Links zu Touren:
Die Mehrtageswanderungen ab Cusco gehören ohne Frage zu den intensivsten und eindrucksvollsten Erlebnissen in Peru – sind aber auch körperlich anspruchsvoll. Die Routen führen oft über große Distanzen, durch hochgelegenes Gelände und nicht selten auf über 4.500 oder sogar 5.000 Meter Höhe. Wer sich dafür entscheidet, sollte wissen, worauf er sich einlässt – sowohl körperlich als auch mental.
Die Unterkünfte auf klassischen Treks sind meist einfach: Zelte, Berghütten oder einfache Lodges. Viele Touren werden in größeren Gruppen durchgeführt. Wer mehr Komfort, kleinere Gruppen und bessere Unterkünfte möchte, sollte sich nach VIP- oder Premium-Touren umsehen – diese sind teurer, bieten aber oft ein deutlich entspannteres Erlebnis.
Mehrtägige Touren kannst du vorab online oder direkt in Cusco bei lokalen Agenturen buchen. Gerade in der Hauptsaison empfehlen wir, mindestens zwei Wochen im Voraus anzufragen oder zu reservieren – insbesondere für beliebte Treks wie den Inka Trail oder Salkantay Trek.
Praktisch: Großes Gepäck kann in der Regel für die Dauer der Tour kostenlos bei den Agenturen in Cusco gelagert werden.
Der Inka Trail ist eine der berühmtesten Mehrtageswanderungen Südamerikas und für viele Reisende das absolute Highlight ihrer Peru-Reise. Diese legendäre Route folgt den originalen Pfaden der Inka durch Nebelwald, Hochanden und archäologische Stätten – mit dem großen Finale: dem Eintritt nach Machu Picchu durch das Sonnentor (Inti Punku) bei Sonnenaufgang.
Der klassische Inka Trail dauert 4 Tage und 3 Nächte (es gibt auch eine 5-tägige Variante). Die Wanderung beginnt im Heiligen Tal und führt über alte Steinpfade, durch dichten Urwald, vorbei an Wasserfällen und hoch hinauf in alpine Landschaften. Unterwegs besuchst du mehrere beeindruckende Inka-Stätten wie Wiñay Wayna, die du nur zu Fuß erreichen kannst – ein Privileg, das Tagestouristen verwehrt bleibt.
Der anspruchsvollste Abschnitt ist der Dead Woman’s Pass auf etwa 4.215 Metern. Hier wird die Höhe deutlich spürbar, doch die Landschaft und das Gemeinschaftsgefühl mit der Gruppe machen die Anstrengung mehr als wett. Abends schläfst du in Zelten auf ausgewiesenen Campingplätzen, versorgt von Trägern und einem Kochteam.
Was den Inka Trail besonders macht, ist nicht nur das Ziel, sondern der Weg selbst: Du spürst Geschichte bei jedem Schritt. Am letzten Morgen erreichst du Machu Picchu noch vor den großen Besucherströmen – ein Moment, den viele als magisch beschreiben.
⚠️ Wichtig: Die Plätze sind streng limitiert (500 Personen pro Tag inkl. Personal) und oft Monate im Voraus ausgebucht. Man sollte etwa ein Jahr im Vorraus buchen!
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis anspruchsvoll
Preis: ca. 650–900 €
Links zu Touren:
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Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen.
Die 62 schönsten Wandertouren in Peru. Ein perfekter Begleiter um die Natur zu Fuß zu durchstreifen. Und Peru ist mit seinen schneebedeckten Gipfeln in den Anden ein Wanderparadies.
NATIONAL GEOGRAPHIC Reiseführer Peru
Ein sehr schöner Reiseführer, mit vielen Insidertipps und Spartipps. Ein schöner Begleiter, wer mal etwas anderes als die ganz großen Reiseführerverlage haben möchte.
Witzig geschrieben und mit allerlei Geschichten, die du bestimmt noch nicht kennst. Hier taucht man noch mal auf eine ganz andere Art in das Land ein.
Der Salkantay Trek ist die beliebteste Alternative zum Inka Trail – landschaftlich mindestens genauso spektakulär, oft sogar wilder und weniger reglementiert. Diese Route führt dich rund um den mächtigen Salkantay-Gletscher (6.271 m) und kombiniert hochalpine Landschaften mit üppigem Nebelwald.
Die Wanderung beginnt meist bei Mollepata oder Soraypampa und führt vorbei am türkisfarbenen Humantay-See, über den Salkantay-Pass auf 4.650 Metern und schließlich hinunter in wärmere, grünere Regionen. Die Abwechslung der Landschaft ist enorm: Gletscher, Geröllfelder, Hochweiden, Wasserfälle und schließlich Kaffee- und Bananenplantagen.
Im Gegensatz zum Inka Trail benötigst du keine Genehmigung, was den Salkantay Trek flexibler macht. Übernachtet wird je nach Anbieter in Zelten, einfachen Lodges oder sogar in Glaskuppeln mit Sternenhimmelblick.
Der Trek endet in der Regel in Aguas Calientes, von wo aus du Machu Picchu am letzten Tag besuchst. Der Salkantay Trek ist körperlich fordernd, belohnt aber mit absoluter Weite, Stille und spektakulären Fotomotiven.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Preis: ca. 300–700 €
Links zu Touren:
Der Lares Trek ist die perfekte Mehrtagestour für alle, die Wandern mit Kultur und Entspannung verbinden möchten. Diese Route führt durch abgelegene Andendörfer, vorbei an traditionellen Bauernhöfen und über hohe Pässe – mit dem besonderen Extra: natürliche Thermalquellen.
Die Wanderung dauert meist 2 oder 3 Tage und ist damit kürzer als andere Treks. Unterwegs begegnest du Quechua-Familien, Lamas und Alpakas, während dein Guide dir Einblicke in das traditionelle Leben der Andenbewohner gibt. Der höchste Punkt liegt je nach Route bei etwa 4.400 Metern, ist aber technisch gut machbar.
Ein Highlight ist der Besuch der Lares-Thermalbäder, wo du nach der Wanderung in heißen, mineralhaltigen Quellen entspannen kannst – umgeben von Bergen. Viele Varianten des Lares Treks enden im Heiligen Tal, von wo aus du bequem nach Machu Picchu weiterreisen kannst.
Diese Tour ist ideal für Reisende, die weniger Wert auf archäologische Stätten legen, dafür aber authentische Begegnungen und Erholung suchen.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Preis: ca. 300–500 €
Links zu Touren:
Der Ausangate Trek ist eine der spektakulärsten, aber auch anspruchsvollsten Mehrtagestouren in Peru. Diese Route führt rund um den majestätischen Ausangate, mit über 6.300 Metern einer der höchsten Berge des Landes, und bietet ein unverfälschtes Hochanden-Erlebnis fernab der klassischen Touristenpfade.
Je nach Variante dauert der Trek 3 bis 6 Tage und verläuft fast durchgehend auf Höhen zwischen 4.200 und 5.200 Metern. Damit ist der Ausangate Trek nichts für Einsteiger, aber ein absolutes Highlight für erfahrene Wanderer. Die Landschaft ist dramatisch: schneebedeckte Gipfel, tiefblaue Lagunen, Gletscherzungen, endlose Weiden und farbenfrohe Mineralberge.
Ein besonderes Merkmal des Ausangate Treks ist die Abgeschiedenheit. Hier triffst du kaum andere Wanderer, dafür aber häufig Hirtenfamilien mit Alpakas und Lamas. Die Nächte verbringst du in Zelten, oft bei klarem Himmel mit einem unglaublichen Sternenhimmel.
Der Ausangate Trek ist weniger historisch geprägt als der Inka Trail, punktet dafür mit reiner Naturgewalt und einem tiefen Gefühl von Weite und Einsamkeit. Wer die Anden in ihrer ursprünglichsten Form erleben möchte, findet hier sein persönliches Abenteuer.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Sehr anspruchsvoll
Preis: ca. 500–700 € (je nach Dauer)
Links zu Touranbietern:
Der Choquequirao Trek ist einer der eindrucksvollsten archäologischen Treks Südamerikas und richtet sich an Abenteurer, die abseits der bekannten Routen unterwegs sein möchten. Choquequirao wird oft als die „Schwester von Machu Picchu“ bezeichnet – ist aber deutlich größer und fast menschenleer.
Die 4-tägige Wanderung führt durch den tief eingeschnittenen Apurímac-Canyon, einen der tiefsten Canyons der Welt. Der Weg ist anspruchsvoll, mit steilen Auf- und Abstiegen und großen Höhenunterschieden. Die Landschaft reicht von trockenen Kakteenhängen bis hin zu nebligem Bergwald.
Das Highlight ist natürlich die Ruinenstadt Choquequirao, die sich spektakulär an einen Berghang schmiegt. Nur ein kleiner Teil der Anlage ist bislang freigelegt, was dem Ort eine geheimnisvolle Atmosphäre verleiht. Terrassen, Tempel und Zeremonialplätze lassen erahnen, wie bedeutend dieser Ort einst war.
Wer den Choquequirao Trek geht, sucht kein bequemes Abenteuer, sondern eine intensive Erfahrung. Die geringe Besucherzahl macht den Moment, in dem du allein zwischen den Ruinen stehst, unvergesslich.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Sehr Anspruchsvoll
Preis: ca. 450–700 €
Links zu Touren und Touranbietern:
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Der Manu Nationalpark ist eines der artenreichsten Naturreservate der Welt und bietet einen faszinierenden Kontrast zu den Anden. Diese 4-tägige Tour ab Cusco führt dich von den Hochanden hinunter in den Amazonas-Regenwald – ein einzigartiges Erlebnis, das Kultur, Natur und Tierbeobachtung verbindet.
Die Reise beginnt mit einer spektakulären Fahrt über die Anden, vorbei an Nebelwäldern, Wasserfällen und tropischer Vegetation. Schon unterwegs kannst du exotische Vögel, Affen und mit etwas Glück sogar Brillenbären sehen. Im Tiefland angekommen, erreichst du deine Dschungellodge, die Ausgangspunkt für zahlreiche Aktivitäten ist.
Geführte Dschungelwanderungen, Bootsfahrten auf Flüssen und Nachtwanderungen geben dir einen intensiven Einblick in das Leben des Regenwaldes. Mit etwas Glück siehst du Papageien, Kaimane, Faultiere oder bunte Frösche. Der Manu Nationalpark gilt als eines der besten Gebiete weltweit zur Tierbeobachtung.
Diese Tour ist ideal für Reisende, die Peru nicht nur mit Inka-Ruinen, sondern auch mit Amazonas-Abenteuer verbinden möchten.
Highlights:
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Preis: ca. 450–800 €
Links zu Touren:
Cusco liegt auf etwa 3.400 Metern Höhe und ist für viele Reisende der erste Kontakt mit der dünnen Luft der Anden. Nahezu alle Tagestouren und Mehrtagestouren ab Cusco führen sogar noch deutlich höher – teilweise bis über 5.000 Meter. Eine gute Akklimatisierung ist daher entscheidend, um die Reise genießen zu können und gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
Typische Symptome der Höhenkrankheit (Soroche) sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Atemnot. Diese Symptome können bereits wenige Stunden nach der Ankunft auftreten, besonders wenn man sich körperlich anstrengt oder zu wenig trinkt.
Die wichtigsten Tipps zur Akklimatisierung:
Nicht jede Tour ist für jeden Reisenden gleich gut geeignet. Hier eine Orientierung:
Für Einsteiger & Genussreisende
Für Naturliebhaber & aktive Reisende
Für Abenteurer & erfahrene Wanderer
Für wenig Zeit
Für Entdecker & Individualisten
Die Bergwelt um Cusco ist gigantisch und abwechslungsreich
Die Region Cusco kann ganzjährig bereist werden, doch je nach Jahreszeit ändern sich Wetter, Besucherzahlen und Bedingungen deutlich.
Trockenzeit (Mai – September)
Regenzeit (November – März)
Beste Monate insgesamt
Cusco ist immer eine Reise wert
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