Die trockenste Wüste der Welt wollten wir natürlich unbedingt sehen. Schon lange stand die Atacama Wüste im Norden Chiles mit ganz oben auf unserer Reiseliste. Diese Landschaften aus Salzseen, Vulkanen, Geysiren und endlosen Wüstenebenen hatten wir schon so oft auf Bildern gesehen – und irgendwann wollten wir endlich selbst dort stehen.
Und genau hier hat unsere Chile-Reise begonnen.
Die Farben werden trockener. Die Vegetation verschwindet fast vollständig. Statt grüner Täler oder dichter Wälder prägen Staub, Salz, Vulkane und unendlich weite Ebenen das Bild. Alles wirkt rauer. Leerer. Weiter.
Und gleichzeitig wunderschön.
Was uns im Norden Chiles sofort fasziniert hat, war dieser extreme Kontrast:
tagsüber brennende Sonne, flirrende Hitze und trockene Wüstenlandschaften – nachts einer der klarsten Sternenhimmel, den wir je gesehen haben. Dazwischen liegen: Lagunen in allen Farben, dampfende Geysire, Salzseen, bizarre Felsformationen und Vulkane mit über 5.000 Metern Höhe.
Sonnenuntergang im Valle de la Luna
1. San Pedro de Atacama – unsere Erfahrungen im Wüstenort
2. Der Ortskern von San Pedro de Atacama
3. Wo übernachten in San Pedro de Atacama? Unsere Hotelempfehlungen
4. Geld abheben in San Pedro de Atacama – unser Tipp
5. Beste Reisezeit für San Pedro de Atacama
6. Anreise nach San Pedro de Atacama – so kommst du in die Atacama Wüste
7. Mietwagen in San Pedro de Atacama – lohnt sich das?
8. Wie viele Tage solltest du in San Pedro de Atacama bleiben?
9. Die schönsten Sehenswürdigkeiten & Ausflüge rund um San Pedro de Atacama
San Pedro de Atacama liegt auf etwa 2.400 Metern Höhe mitten im Norden Chiles und ist für die meisten Reisenden der Ausgangspunkt für die Atacama Wüste. Der Ort selbst ist überraschend klein. Und ehrlich gesagt auf den ersten Blick fast unscheinbar. Niedrige Lehmhäuser, sandige Straßen, kleine Restaurants, Cafés, Touranbieter an jeder Ecke und Reisende mit Wanderschuhen, Sonnenhut oder Staub im Gesicht. Und trotzdem hat San Pedro sofort etwas.
Schon nach den ersten Minuten hatten wir das Gefühl: Hier ticken die Uhren etwas langsamer.
Alles fühlt sich warm an. Trocken. Staubig. Egal wo man hinkommt – Staub scheint hier einfach überall zu sein.
Wir kamen über die Grenze aus Bolivien nach San Pedro de Atacama und waren sofort mitten in dieser ganz besonderen Wüstenlandschaft angekommen. Nach den Tagen im bolivianischen Altiplano wirkte auch Chile plötzlich wieder komplett anders – und doch geht die Landschaft fast nahtlos ineinander über.
Eigentlich hatten wir für San Pedro schon lange vorher einen Mietwagen reserviert. Extra einen SUV mit etwas höherem Radstand – weil viele Straßen rund um San Pedro aus Schotterpisten bestehen und wir die Region unbedingt flexibel auf eigene Faust erkunden wollten. Doch dann kam alles anders. Etwa zwölf Stunden vor Abholung schrieb uns die Mietwagenfirma plötzlich, dass unser reserviertes Fahrzeug leider nicht mehr verfügbar sei. Stattdessen gäbe es nur noch einen Kleinwagen.
Für die Strecken, die wir geplant hatten, kam das für uns nicht infrage. Also standen wir plötzlich ohne Mietwagen da.
In dem Moment ziemlich frustrierend – weil wir uns sehr auf die Freiheit gefreut hatten, spontan durch die Wüste zu fahren.
Im Nachhinein war es dann aber trotzdem richtig schön. Denn statt Roadtrip wurden es spontane Ausflüge direkt ab San Pedro – und so haben wir die Atacama einfach anders erlebt als ursprünglich geplant.
Wir haben mehrere Touren direkt vor Ort gebucht und konnten dadurch trotzdem einige der beeindruckendsten Orte der Region entdecken. Allen voran die Sternentour, das Valle de la Luna, Piedras Rojas, die Altiplano-Lagunen und mehrere Salzseen mitten in der Wüste. Auch wenn wir ohne Auto längst nicht alles sehen konnten, was wir ursprünglich geplant hatten:
San Pedro de Atacama hat uns unglaublich gut gefallen. Ja – touristisch ist es definitiv. Aber gleichzeitig hat der Ort diesen besonderen Wüstencharakter, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Der kleine Ort San Pedro de Atacama
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Das Zentrum von San Pedro ist klein, lebendig und sehr entspannt. Rund um den Hauptplatz mit seiner bekannten kleinen Kirche reihen sich Restaurants, Cafés, Touranbieter, kleine Boutiquen und Souvenirshops aneinander. Tagsüber sitzt man draußen in der Sonne, trinkt Kaffee oder frische Säfte und plant den nächsten Ausflug für den kommenden Morgen.
Abends wird es gemütlich. Dann füllen sich die Restaurants, überall sitzen Reisende zusammen, tauschen Tipps aus oder erzählen vom Sonnenaufgang bei El Tatio oder vom Sonnenuntergang im Valle de la Luna.
San Pedro selbst ist kein Ort voller klassischer Sehenswürdigkeiten. Der eigentliche Zauber liegt ganz klar in der Landschaft rundherum. Aber genau als Ausgangspunkt dafür ist der Ort perfekt. Man kann es sich hier zwischen zwei Touren richtig gut gehen lassen. Einfach mal durch die staubigen Gassen schlendern, essen gehen, die Sonne genießen – und sich langsam an das Wüstenleben gewöhnen.
San Pedro de Atacama
Du willst mehr von Chile sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen
San Pedro de Atacama* ist zwar ein kleiner Ort, die Auswahl an Unterkünften ist inzwischen aber überraschend groß. Vom einfachen Hostel über liebevoll geführte Guesthouses bis hin zu stylischen Boutique-Hotels oder luxuriösen Lodges findest du hier eigentlich für jedes Budget etwas. Da du die meiste Zeit vermutlich ohnehin bei Ausflügen in der Wüste unterwegs bist, würden wir vor allem darauf achten, dass deine Unterkunft:
Hier kommen unsere Empfehlungen für San Pedro de Atacama*:
1. Hostal Casa Turipite* – unsere persönliche Empfehlung mit viel Ruhe
Wenn du eine ruhige Unterkunft mit persönlicher Atmosphäre suchst, würden wir dir das Hostal Casa Turipite* empfehlen.
Hier waren wir selbst – und haben uns wirklich wohlgefühlt. Das kleine Hostal liegt etwas außerhalb des Trubels vom Zentrum. Genau das fanden wir angenehm. Nach einem langen Tag zwischen Staub, Sonne und Touren war es schön, abends in eine ruhige Ecke zurückzukommen. Die Zimmer sind schlicht, sauber und gemütlich. Besonders gefallen hat uns der Innenhof mit den Sitzmöglichkeiten draußen – perfekt, um morgens entspannt in den Tag zu starten oder abends nochmal draußen zu sitzen.
Zum Zentrum von San Pedro läufst du trotzdem nur wenige Minuten. Für uns eine richtig gute Mischung aus: ruhig schlafen – aber trotzdem schnell mitten im Ort sein.
2. Hotel La Casa de Don Tomás* – komfortabel und beliebt
Das Hotel La Casa de Don Tomás* gehört zu den beliebtesten Hotels in San Pedro de Atacama – und das aus gutem Grund.
Die Anlage ist sehr schön gestaltet und deutlich komfortabler als viele klassische Unterkünfte im Ort. Besonders angenehm nach langen Ausflugstagen: der Poolbereich und die gepflegte Gartenanlage. Gerade nach staubigen Tagen in der Wüste klingt ein Sprung ins Wasser ziemlich perfekt. Die Zimmer sind modern, großzügig und sehr gemütlich. Dazu gibt es ein gutes Frühstück – was in San Pedro besonders praktisch ist, wenn morgens Touren schon sehr früh starten.
3. Hotel Pascual Andino* – stilvolles Boutique-Hotel mitten im Ort
Wenn du etwas stilvoller übernachten möchtest und Wert auf Design legst, ist das Hotel Pascual Andino* eine tolle Wahl.
Das Hotel verbindet modernen Komfort mit dem typischen Wüstenstil von San Pedro: Naturmaterialien, warme Farben, Holz, Stein und viel Licht. Besonders schön sind die kleinen Terrassenbereiche und der Pool – ideal zum Entspannen nach einem Tag in der Atacama. Die Lage ist super zentral, sodass du Restaurants, Cafés und Touranbieter bequem zu Fuß erreichst.
4. Our Habitas Atacama* – besondere Unterkunft für etwas mehr Luxus
Wenn du dir in San Pedro de Atacama etwas Besonderes gönnen möchtest, lohnt sich ein Blick auf Our Habitas Atacama*.
Die Unterkunft ist wunderschön in die Wüstenlandschaft integriert und verbindet Natur, Design und Komfort auf sehr besondere Weise. Mit Pool, hochwertigen Zimmern, tollen Außenbereichen und sehr entspannter Atmosphäre ist das eher die luxuriösere Variante für San Pedro. Natürlich preislich deutlich höher – aber landschaftlich und vom Erlebnis her wirklich besonders.
Unser Tipp zur Hotelwahl in San Pedro de Atacama*
Wir persönlich würden immer eher darauf achten: ruhig schlafen + trotzdem zentrumsnah.
Denn: Viele Touren starten extrem früh – teilweise schon zwischen 4:30 Uhr und 6:00 Uhr morgens. Gleichzeitig kommt man nach Sonnenuntergangstouren oft erst spät zurück. Da ist es Gold wert, wenn du:
Für uns war das Hostal Casa Turipite* deshalb genau die richtige Wahl.
Bei den Touranbietern und Hotels hast du die Qual der Wahl
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Die besten Unterkünfte in Chile:
Hostal Casa Turipite* in San Pedro de Atacama
Hostal Alcázar* in Puerto Natales
Hostal Ventisqueros* in Punta Arenas
Hostal Boutique Black Cat* in Santiago de Chile
Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis für deine Reiseplanung: Geld abheben in San Pedro kann manchmal überraschend schwierig sein. Es gibt im Ort nur sehr wenige Geldautomaten – und diese sind wohl regelmäßig leer.
Uns wurde mehrfach gesagt: Sobald Geld im Automaten verfügbar ist – lieber direkt etwas abheben. Denn es kann durchaus passieren, dass später am Tag nichts mehr verfügbar ist.
Die gute Nachricht: Fast überall konnten wir problemlos mit Karte zahlen.
Bei uns funktionierte Kartenzahlung ohne Probleme in: Restaurants, Cafés, Tourbüros und sogar in vielen kleineren Shops.
Trotzdem würden wir dir empfehlen, immer etwas Bargeld dabeizuhaben – besonders für kleinere Ausgaben oder Eintrittsgebühren.
Wenn du von Bolivien rüberkommst und weißt das, das ja erst am Nachmittag sein wird, lohnt es sich vielleicht vorher ein paar chilenische Pesos aus Deutschland von der Reisebank zu holen. Dann hast du am ersten Tag keinen Stress und immer Bargeld für den Notfall.
Piedras Rojas
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Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen.
Patagonien: und Feuerland. 53 Touren* 2024
Die Touren führen durch kontrastreiche Landschaften, die geprägt sind von majestätischen Gletschern, riesigen Nationalparks, ewigen Weiten und farbenfrohen Dörfern. Das Land bietet zahlreiche herrliche Trekkingtouren.
Reise Know-How Reiseführer Chile und die Osterinsel* 2025
Eine schöne Alternative zum Baedeker ist der Reiseführer von Dumont. Er ist ebenfalls sehr ausführlich und bietet alles was man für eine Reise durch Chile braucht.
San Pedro de Atacama kannst du grundsätzlich das ganze Jahr über bereisen. Die angenehmste Reisezeit liegt meist zwischen April und November. Dann erwarten dich meist sonnige Tage, trockene Luft und besonders klare Sicht. Wir selbst waren Anfang November dort – also eigentlich schon an der Grenze zur Regenzeit in Teilen Südamerikas – und hatten traumhaftes Wetter.
Tagsüber: blauer Himmel, Sonne und angenehm warm.
Abends: deutlich kühler.
Und nachts kann es in der Wüste sogar richtig kalt werden.
Das solltest du bei deiner Packliste unbedingt bedenken.
Tagsüber Sonnencreme und T-Shirt – abends Daunenjacke oder Fleece.
Die Atacama kann beides.
Wildlife in der Atacama Wüste: Vicunas und Vizcachas
Die Anreise nach San Pedro de Atacama ist fast schon Teil des Abenteuers. Je nachdem, aus welcher Richtung du kommst, gibt es mehrere Möglichkeiten.
Die klassische Route führt über den Flughafen von Calama. Von dort geht es per Shuttle, Transfer oder Mietwagen in etwa 1 bis 1,5 Stunden weiter durch die Wüste nach San Pedro. Viele Reisende holen sich direkt am Flughafen ihren Mietwagen.
Eine Übernachtung in Calama würden wir persönlich eher nicht empfehlen, da der Ort selbst nicht besonders schön und sicher sein soll und meist eher nur als Verkehrsknotenpunkt genutzt wird.
Unsere Anreise war allerdings eine andere – und für uns wahrscheinlich die schönste Möglichkeit überhaupt.
Wir kamen aus Bolivien nach Chile. Genauer gesagt über die berühmte 3-Tages-Tour durch den Salar de Uyuni. Was viele gar nicht wissen: Du musst diese Tour nicht zwingend wieder in Uyuni beenden.
Bei vielen Anbietern kannst du direkt die Variante buchen, bei der du nach den drei Tagen nicht zurück nach Uyuni fährst, sondern dein Weitertransport nach San Pedro de Atacama organisiert wird. Das ist unglaublich praktisch – denn am dritten Tag der Uyuni-Tour fährt man ohnehin durch den Süden Boliviens bis kurz vor die Grenze zu Chile.
Statt also wieder zurückzufahren, geht es einfach weiter über die Grenze direkt nach San Pedro.
Für uns war das die perfekte Möglichkeit, Bolivien und Chile miteinander zu verbinden. Erst mehrere Tage durch den Salar de Uyuni, vorbei an Lagunen, Vulkanen, Flamingos und dem Altiplano – und danach direkt weiter in die Atacama Wüste nach Chile.
Landschaftlich geht diese Region fast nahtlos ineinander über und genau deshalb fühlt sich diese Route so besonders an.
Wenn du also ohnehin eine Uyuni-Tour planst und danach weiter nach Chile reisen möchtest, können wir dir diese Variante absolut empfehlen. Für uns war das eine der schönsten Arten, nach San Pedro de Atacama zu reisen.
Vulkane prägen das Bild in der Atacama und auch südlich der Uyuni Wüste
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Wenn wir rückblickend etwas anders planen würden, dann wahrscheinlich nur eines: Wir würden wieder versuchen, einen Mietwagen zu bekommen. Denn rund um San Pedro lohnt sich das absolut. Viele Highlights liegen weit verstreut in der Wüste und mit eigenem Auto bist du einfach deutlich flexibler unterwegs. Du kannst spontan stoppen, dir Zeit lassen und Orte in deinem eigenen Tempo entdecken.
Wichtig ist nur: Die Straßen rund um San Pedro sind teilweise anspruchsvoll. Viele Strecken bestehen aus Gravel Road, Wellblechpiste oder losem Untergrund.
Gerade wenn du Richtung:
unterwegs bist, würden wir eher zu einem SUV oder Fahrzeug mit etwas mehr Bodenfreiheit raten.
Viele fahren zwar auch mit Kleinwagen – uns persönlich wäre das auf manchen Strecken aber zu heikel gewesen.
Eine Straße führt geteert durch die Atacama Wüste - zu den Lagunen biegst du dann aber ab auf Gravel Roads
Wir würden dir für San Pedro de Atacama mindestens 3 bis 5 Tage empfehlen. Wenn du mehrere Touren machen möchtest – und das wirst du vermutlich – kannst du hier aber auch problemlos eine ganze Woche verbringen.
Denn rund um San Pedro gibt es unglaublich viel zu entdecken:
San Pedro de Atacama ist weniger ein Ort, den man „besichtigt“ – sondern vielmehr eine Basis für jeden Tag ein neues Abenteuer in der Wüste.
San Pedro de Atacama ist vor allem eins: der perfekte Ausgangspunkt für unglaubliche Landschaften.
Der Ort selbst ist charmant, aber die eigentlichen Highlights liegen draußen – irgendwo zwischen Staubpisten, Salzseen, Vulkanen und endloser Weite.
Was uns an der Atacama so fasziniert hat: Kein Ausflug fühlt sich an wie der andere. Morgens stehst du vielleicht frierend zwischen dampfenden Geysiren auf über 4.300 Metern Höhe – wenige Stunden später treibst du in einem Salzsee mitten in der Wüste oder beobachtest am Abend den klarsten Sternenhimmel deines Lebens.
Genau das macht San Pedro so besonders.
Überblick über die schönsten Ausflugszeile rund um San Pedro de Atacama (KI generiert - erstellt mit ChatGPT)
Wenn es einen Ausflug gibt, den du in San Pedro de Atacama wirklich nicht verpassen solltest, dann ist es für uns ganz klar die Sternentour. Wir wussten vorher, dass der Himmel in der Atacama besonders sein soll. Aber wie besonders – das haben wir erst verstanden, als wir nachts mitten in der Wüste standen und nach oben geschaut haben. Es war überwältigend.
Die Milchstraße war mit bloßem Auge sichtbar. Tausende Sterne. So klar, so hell und so intensiv, dass man fast nicht wusste, wohin man zuerst schauen soll. Die Bedingungen dafür sind rund um San Pedro nahezu perfekt:
kaum Lichtverschmutzung, extrem trockene Luft, große Höhe und fast ganzjährig wolkenloser Himmel.
Nicht ohne Grund stehen in der Atacama einige der bedeutendsten Sternwarten weltweit. Ganz in der Nähe befindet sich mit dem Atacama Large Millimeter Array – kurz ALMA – eines der leistungsstärksten astronomischen Observatorien der Erde. Forschende aus aller Welt beobachten von hier aus ferne Galaxien, Sternentstehung und das frühe Universum.
Schon verrückt zu wissen, dass man denselben Himmel anschaut wie einige der modernsten Teleskope unseres Planeten.
Unsere Tour ging etwa zwei Stunden und war für uns eines der schönsten Erlebnisse der gesamten Chile-Reise. Neben spannenden Erklärungen zum Sternenhimmel konnten wir durch mehrere Teleskope schauen. Dazu gab es Snacks, warme Getränke und am Ende sogar ein professionelles Foto unter dem Sternenhimmel.
Wenn du Bilder aus San Pedro de Atacama gesehen hast, war sehr wahrscheinlich auch das Valle de la Luna dabei.
Und ja – dieser Ort sieht wirklich so spektakulär aus. Das Valle de la Luna, also das „Tal des Mondes“, trägt seinen Namen völlig zurecht. Die Landschaft wirkt tatsächlich wie nicht von dieser Erde.
Nur wenige Kilometer außerhalb von San Pedro verändert sich die Umgebung plötzlich komplett. Vor dir liegen Dünen, Salzflächen, scharfkantige Felsen, tiefe Täler und bizarre Gesteinsformationen, geformt von Wind, Salz und Zeit.
Wir haben das Valle de la Luna am Nachmittag besucht – und würden genau das auch empfehlen.
Denn gerade zum Sonnenuntergang verändert sich das gesamte Tal minütlich. Erst Beige. Dann Gold. Dann Orange. Dann fast rot. Je tiefer die Sonne sinkt, desto intensiver werden die Farben. Es war einer dieser Momente, in denen wir einfach nur still auf die Landschaft geschaut haben. Diese Weite, das Licht und die völlige Trockenheit machen das Valle de la Luna zu einem der eindrucksvollsten Orte rund um San Pedro.
Wenn du nur einen klassischen Halbtagesausflug machen möchtest – dann würden wir genau diesen wählen.
Piedras Rojas war für uns einer der beeindruckendsten Orte überhaupt rund um San Pedro. Schon auf Fotos sieht dieser Ort spektakulär aus – aber in echt fanden wir ihn nochmal schöner. Mitten im Altiplano liegen hier leuchtend rote vulkanische Felsen direkt neben türkisfarbenem Wasser, weißen Salzflächen und den Andengipfeln im Hintergrund. Die Farben wirken fast unwirklich. Und je nach Licht verändert sich alles ständig.
Was uns besonders in Erinnerung geblieben ist, war diese unglaubliche Weite.
Kaum Menschen. Kaum Geräusche. Nur Wind, Landschaft und Horizont.
Piedras Rojas liegt auf rund 4.200 Metern Höhe – und das merkt man deutlich. Jeder Schritt wird langsamer. Die Luft wird dünner. Gleichzeitig macht genau das diesen Ort so besonders. Meist wird Piedras Rojas zusammen mit den Lagunen Miscanti und Miñiques besucht – und genau als Tagesausflug ist das landschaftlich kaum zu toppen.
Wenn wir an die Landschaften rund um San Pedro de Atacama zurückdenken, dann gehören die Lagunen Miscanti und Miñiques definitiv zu den Orten, die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind. Die beiden Lagunen liegen auf über 4.000 Metern Höhe mitten im Altiplano und wirken fast wie gemalt. Tiefblaues Wasser. Goldgelbes Grasland. Vulkane im Hintergrund. Und darüber dieser unglaublich klare Himmel. Die Farben dort oben sind beeindruckend – und genau diese Kontraste machen den Ort so besonders. Vor allem die Ruhe hat uns hier fasziniert.
Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten die Lagunen bei strahlend blauem Himmel sehen – das Wasser leuchtete dadurch fast intensiv dunkelblau. Unterwegs sieht man immer wieder Vicuñas oder Flamingos und mit etwas Glück auch andere Tiere des Altiplano. Die Lagunen werden fast immer gemeinsam mit Piedras Rojas besucht – und genau diese Kombination würden wir auch empfehlen. Zusammen ergibt das einen unglaublich schönen Tagesausflug durch die Atacama.
Ein Salzsee mitten in der Wüste, in dem du fast schwerelos an der Wasseroberfläche treibst? Genau das erwartet dich an der Laguna Cejar. Und allein deshalb ist dieser Ort schon etwas Besonderes. Nur wenige Kilometer außerhalb von San Pedro liegt plötzlich dieses intensiv türkisfarbene Wasser mitten zwischen Salzflächen, Staub und trockener Wüstenlandschaft. Schon die Kulisse ist beeindruckend. Und dann gehst du ins Wasser – und merkst sofort: Hier ist etwas anders. Der Salzgehalt der Laguna Cejar ist extrem hoch – sogar höher als im Toten Meer. Das bedeutet: Sobald du dich ins Wasser legst, trägt es dich fast von selbst. Man sinkt kaum ein. Du treibst einfach. Ein ziemlich verrücktes Gefühl mitten in einer der trockensten Regionen der Welt. Gerade am Nachmittag ist das Licht dort wunderschön – deshalb werden viele Touren bewusst zu dieser Tageszeit angeboten.
Die El Tatio Geysire gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten rund um San Pedro de Atacama – und schon die Uhrzeit macht diesen Ausflug besonders. Denn der Tag beginnt hier mitten in der Nacht. Die meisten Touren starten gegen 4:30 Uhr morgens. Ja – wirklich mitten in der Nacht. Denn genau dann zeigt sich El Tatio von seiner eindrucksvollsten Seite.
Das Geysirfeld liegt auf etwa 4.300 Metern Höhe und zählt zu den höchstgelegenen Geysirfeldern der Welt. Gerade kurz nach Sonnenaufgang, wenn die Temperaturen noch deutlich unter null liegen, steigen überall zwischen Felsen und Erde große Dampfsäulen in den Himmel. Je kälter die Luft, desto spektakulärer wirkt der Dampf. Und genau das macht diesen Ort so besonders. Zwischen den dampfenden Feldern, dem kalten Morgenlicht und der weiten Hochlandlandschaft fühlt sich alles fast unwirklich an. Während langsam die Sonne aufgeht, färbt sich die Landschaft ringsherum goldgelb und die umliegenden Berge beginnen zu leuchten. Und gegen 8-9 Uhr am Morgen ist der ganze Zauber vorbei. Deswegen früh da sein.
Warm anziehen ist hier übrigens Pflicht – selbst wenn du tagsüber später wieder im T-Shirt durch San Pedro läufst.
Am Morgen kann es hier oben eisig kalt sein.
Wenn du dachtest, dass dich die Landschaft rund um San Pedro de Atacama irgendwann nicht mehr überraschen kann – dann kommen die Lagunas Escondidas de Baltinache. Mitten in der Wüste, umgeben von Salzkruste, Staub und endloser Weite, liegen plötzlich mehrere intensiv türkisfarbene Lagunen vor dir. Wie kleine Wasserinseln mitten im Nichts.
Die Lagunen von Baltinache bestehen aus insgesamt sieben Salzseen und gehören zu den faszinierendsten Landschaften rund um San Pedro. Besonders beeindruckend ist der starke Farbkontrast zwischen dem weißen Salz, dem dunklen Wüstenboden und dem leuchtenden Blau des Wassers. Je nach Sonnenstand wirken die Farben fast surreal. Auch hier sorgt der extrem hohe Salzgehalt dafür, dass du nahezu schwerelos im Wasser treiben kannst. Ähnlich wie an der Laguna Cejar.
Allerdings ist Baden heute nur noch eingeschränkt erlaubt, um das empfindliche Ökosystem besser zu schützen. Meist ist das Schwimmen nur in einer ausgewiesenen Lagune möglich. Aber auch ohne Baden lohnt sich der Besuch absolut.
Allein die Landschaft ist spektakulär – und gleichzeitig deutlich ruhiger als manche andere bekannte Spots rund um San Pedro.
Ein Tal voller roter, grüner, gelber und weißer Gesteinsschichten mitten in der Wüste? Willkommen im Valle del Arcoíris – dem Regenbogental. Dieser Ort liegt etwas abseits der klassischen Highlights rund um San Pedro und wird deshalb manchmal unterschätzt. Für uns gehört er aber definitiv zu den spannendsten Landschaften der Region. Durch die hohe Konzentration verschiedener Mineralien schimmern die Berge und Felsformationen hier tatsächlich in unterschiedlichsten Farben:
rot, ocker, grün, beige, weiß und gelb – teilweise alles gleichzeitig in einem einzigen Hang. Je nach Sonnenstand wirken die Farben mal kräftiger, mal weicher.
Besonders schön ist das morgens, wenn das Licht flach auf die Hänge trifft und die Farben besonders intensiv leuchten.
Die Landschaft wirkt komplett anders als im Valle de la Luna oder rund um Piedras Rojas – und genau deshalb lohnt sich der Ausflug. Viele Touren kombinieren das Valle del Arcoíris zusätzlich mit den Petroglyphen von Yerbas Buenas, also uralten Felszeichnungen in der Umgebung.
Fotos der Tourangebote einer der Touragencys in San Pedro - die Preise der Touranbieter vor Ort waren alle gleich
Ganz klar: Ja. Absolut.
San Pedro de Atacama war für uns einer dieser Orte, bei denen wir schon vorher wussten, dass er besonders wird – und trotzdem wurden unsere Erwartungen nochmal übertroffen. Die Landschaften rund um den Ort wirken oft surreal.
Man fährt morgens los und weiß nie genau, was einen an diesem Tag erwartet:
Ja – San Pedro ist touristisch.
Ja – die Touren sind teurer als in Peru oder Bolivien.
Aber: Die Landschaft hier ist wirklich einzigartig. Und genau deshalb würden wir jederzeit wiederkommen.
Wenn du Chile bereist und den Norden planst, gehört San Pedro de Atacama für uns definitiv auf jede Route.
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