Volle Pinguin-Power auf Feuerland.
Es gibt Reiseorte, die landen sofort auf der Bucketlist. Und dann gibt es Orte, von denen man vorher kaum gehört hat – die einen vor Ort aber völlig überraschen. Der Parque Pingüino Rey in Chile gehört für uns ganz klar zur zweiten Kategorie.
Denn ganz ehrlich: Königspinguine in freier Wildbahn hatten wir eigentlich immer eher mit der Antarktis verbunden. Mit eisigen Expeditionen, Kreuzfahrtschiffen und Reisen ans Ende der Welt. Und dann stehen wir plötzlich auf Feuerland in Chile – und schauen einer kleinen Kolonie Königspinguine dabei zu, wie sie geschniegelt im Wind stehen, durchs Gras watscheln oder Richtung Wasser marschieren.
Für uns als Pinguin-Fans war schnell klar:
Wenn wir schon mal hier unten in Patagonien unterwegs sind, dann lassen wir uns das nicht entgehen.
Denn so schnell kommen wir vermutlich nicht in die Antarktis.
Die Königspinguine im Piinguino Rey Parque
1. Was ist der Parque Pingüino Rey?
2. Königspinguine – größer als erwartet und unglaublich elegant
3. Wo liegt der Parque Pingüino Rey?
4. Öffnungszeiten, Eintritt & wichtige Infos für deinen Besuch
5. Lustige & spannende Fakten über Königspinguine
Der Reserva Natural Pingüino Rey liegt an der Bahía Inútil auf Feuerland im Süden Chiles und ist ein ganz besonderer Ort:
Denn hier lebt die einzige stabile Kolonie von Königspinguinen auf dem südamerikanischen Festland. Und genau das macht diesen Ort so außergewöhnlich. Königspinguine kommen normalerweise vor allem in subantarktischen Regionen vor – zum Beispiel auf Südgeorgien, den Falklandinseln oder in der Antarktis. Dass man sie hier in Chile beobachten kann, ist deshalb wirklich etwas Besonderes.
Im Park lebt nur eine kleine Population – gerade deshalb wird das Gebiet streng geschützt. Die Tiere können sich frei bewegen und Besucher dürfen sich ihnen nur im Rahmen einer geführten Tour nähern – mit ausreichend Abstand und festen Beobachtungsbereichen. Und genau das fanden wir schön. Hier geht es nicht darum, möglichst nah für das perfekte Foto an die Tiere heranzukommen – sondern darum, sie respektvoll in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.
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Wenn man an Pinguine denkt, haben viele zuerst kleine Magellanpinguine oder Humboldt-Pinguine im Kopf.
Königspinguine sind nochmal etwas ganz anderes. Sie sind nach Kaiserpinguinen die zweitgrößte Pinguinart der Welt und werden etwa 85 bis 95 Zentimeter groß. Wenn sie vor einem stehen, wirken sie deutlich größer als erwartet. Mit ihrem schwarzen Rücken, dem weißen Bauch und den markanten gelb-orangenen Farbfeldern am Hals sehen sie fast aus, als wären sie geschniegelt für eine Gala. Fast wie kleine elegante Gäste im Frack. Und genau deshalb wirken sie in echt fast ein bisschen unwirklich. Majestätisch. Ruhig. Elegant. Und gleichzeitig manchmal herrlich unbeholfen.
Du willst mehr von Chile sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen
Der Park liegt auf Tierra del Fuego (Feuerland) im Süden Chiles – an der Bahía Inútil.
Erreichbar ist er am einfachsten:
Tagesausflug ab Punta Arenas
Viele Besucher starten in Punta Arenas*.
Genau so haben wir es auch gemacht.
Man sollte dabei aber wissen:
Der Tag wird lang. Sehr lang.
Mit Fähre, Transfers und Fahrzeit bist du schnell 15 bis 16 Stunden unterwegs.
Die eigentliche Zeit bei den Pinguinen beträgt dagegen ungefähr eine Stunde.
Dazwischen gibt es meist noch einen Stopp in Porvenir.
Viel Fahrerei also – keine Frage.
Aber für uns hat es sich definitiv gelohnt.
Ab Ushuaia?
Spannend fanden wir übrigens: Obwohl Ushuaia geografisch eigentlich gar nicht so weit entfernt liegt und man denkt, das müsste doch viel näher sein, werden von dort praktisch keine klassischen Tagestouren zum Pingüino Rey angeboten. Der Grund: Man müsste dafür die Grenze von Argentinien nach Chile überqueren – das macht organisierte Touren deutlich komplizierter. Mit eigenem Mietwagen ist das möglich, als klassische Tour dagegen eher unüblich.
Mit Bus und der Fähre gehts von Punta Arenas rüber nach Feuerland
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Die besten Unterkünfte in Chile:
Hostal Casa Turipite* in San Pedro de Atacama
Hostal Alcázar* in Puerto Natales
Hostal Ventisqueros* in Punta Arenas
Hostal Boutique Black Cat* in Santiago de Chile
Hier einmal alles Wichtige im Überblick:
Öffnungszeiten
Eintritt
Besuch
Reservierung
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Der Reiseführer, der alles hat. Hier liest du über das Land selbst, die schönsten Sehenswürdigkeiten und bekommst allerhand Tipps zu Unterkünften und Restaurants. Der Allrounder sozusagen.
Patagonien: und Feuerland. 53 Touren* 2024
Die Touren führen durch kontrastreiche Landschaften, die geprägt sind von majestätischen Gletschern, riesigen Nationalparks, ewigen Weiten und farbenfrohen Dörfern. Das Land bietet zahlreiche herrliche Trekkingtouren.
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Eine schöne Alternative zum Baedeker ist der Reiseführer von Dumont. Er ist ebenfalls sehr ausführlich und bietet alles was man für eine Reise durch Chile braucht.
Natürlich mussten wir vor Ort sofort anfangen nachzulesen – und je mehr wir über Königspinguine erfahren haben, desto faszinierender wurden sie. Hier ein paar unserer Lieblingsfakten:
1. Königspinguine sehen aus wie kleine Gäste im Smoking
Mit ihrem schwarz-weißen Gefieder und den leuchtend orangenen Halsflecken sehen sie fast aus wie geschniegelt für einen Galaabend. Deshalb werden Pinguine nicht umsonst oft als „Tiere im Frack“ bezeichnet.
2. Sie tauchen über 300 Meter tief
Königspinguine sind unglaubliche Taucher. Sie erreichen regelmäßig Tiefen zwischen 100 und 300 Metern, teilweise sogar mehr – und bleiben dabei mehrere Minuten unter Wasser.
3. Sie tragen ihr Ei auf den Füßen
Das fanden wir besonders verrückt. Königspinguine bauen kein Nest. Stattdessen balancieren sie ihr einziges Ei auf ihren Füßen und wärmen es mit einer Hautfalte am Bauch.
4. Die Küken sehen aus wie kleine Wollbälle
Während Erwachsene geschniegelt wirken, sehen Jungtiere eher aus wie: kleine Teddybären oder braune Plüschbälle oder flauschige Kartoffeln mit Schnabel. Wirklich absurd niedlich.
5. Unser persönlicher Lieblingsfunfact
Wenn ein Königspinguin aus dem Wasser kommt, läuft er manchmal los, bleibt nach zwei Metern stehen, schaut nach links, schaut nach rechts – und wirkt dabei kurz so, als hätte er vergessen, warum er überhaupt losgelaufen ist. Sehr sympathisch.
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.
Wenn du Tiere liebst und Königspinguine einmal in freier Wildbahn sehen möchtest: Ja – absolut.
Wenn du ohnehin in Punta Arenas oder auf Feuerland unterwegs bist: Unbedingt.
Wenn du allerdings nur wegen der Pinguine extra einen langen Abstecher machen würdest, solltest du vorher kurz überlegen.
Denn:
Der Tag ist lang.
Die Fahrzeit enorm.
Und die Zeit direkt bei den Pinguinen vergleichsweise kurz.
Außerdem solltest du wissen:
Die Tiere werden bewusst aus größerer Distanz beobachtet – meist zwischen 25 und 100 Metern Entfernung.
Ein Teleobjektiv oder Fernglas lohnt sich deshalb definitiv.
Wenn du erwartest, direkt neben den Pinguinen zu stehen, wirst du wahrscheinlich eher enttäuscht sein.
Wenn du Wildlife-Beobachtung liebst und Geduld mitbringst, ist es dagegen etwas ganz Besonderes.
Die gesamte kleine Kolonie auf einen Blick
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Für uns persönlich war der Besuch ein absolutes Highlight. Wir lieben Tiere – und Pinguine ganz besonders.
Und da wir vermutlich nicht so schnell in die Antarktis reisen werden, war das hier für uns eine einmalige Gelegenheit, Königspinguine einmal in freier Wildbahn zu sehen. Allein deshalb würden wir es jederzeit wieder machen.
Ja – der Tag war lang.
Ja – die Anreise ist aufwendig.
Aber sobald wir dort standen und die ersten Königspinguine gesehen haben, war das ziemlich schnell vergessen.
Es ist einfach ein besonderer Moment, diesen Tieren in ihrer natürlichen Umgebung zuzusehen.
Ganz ohne Gehege.
Ganz ohne künstliche Kulisse.
Einfach mitten auf Feuerland.
Und genau deshalb hat sich der Ausflug für uns absolut gelohnt.
Wenn du den Ausflug planst, lohnt es sich übrigens, nicht nur für den Pingüino Rey Park nach Punta Arenas* zu kommen. Denn Punta Arenas* hat selbst einiges zu bieten.
Neben Königspinguinen warten dort:
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