Puerto Natales ist für viele Reisende vor allem eins: der Ausgangspunkt für den berühmten Torres del Paine National Park.
Von hier starten die Tagesausflüge in den Nationalpark, Busse zum W Trek und viele Patagonien-Abenteuer beginnen genau an diesem kleinen Ort im Süden Chiles.
Uns ging es ehrlich gesagt ganz ähnlich.
Für uns war Puerto Natales zunächst vor allem „der Ort vor dem Trek“.
Der Platz, an dem wir unsere Ausrüstung sortieren, Essen einkaufen, Schlafsäcke organisieren und uns mental auf fünf Tage Wandern in Patagonien vorbereiten. Doch dann kamen wir an – und fanden Puerto Natales überraschend charmant.
Direkt am Wasser gelegen, mit Blick über den Última-Esperanza-Fjord, kleinen bunten Häusern, gemütlichen Cafés und diesem typisch patagonischen Wind, der gefühlt ununterbrochen durch die Straßen zieht. Puerto Natales ist kein Ort, der dich auf den ersten Blick umhaut. Aber genau darin liegt irgendwie sein Reiz. Er fühlt sich entspannt an. Unaufgeregt. Gemütlich.
Und gleichzeitig genau wie der richtige Ort, um vor oder nach einem Abenteuer im Torres del Paine einmal kurz durchzuatmen.
Puerto Natales
1. Puerto Natales – was dich in der Stadt erwartet
2. Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Puerto Natales
3. Die schönsten Ausflüge ab Puerto Natales
4. Wie viele Tage solltest du in Puerto Natales bleiben?
5. Wo übernachten in Puerto Natales?
Das Zentrum von Puerto Natales ist überschaubar, gemütlich und perfekt auf Reisende eingestellt. Es gibt kleine Restaurants, Cafés, Outdoorläden, Trekking-Shops, Bäckereien, Supermärkte, Souvenirläden und gefühlt alles, was man vor einem längeren Aufenthalt in Patagonien brauchen könnte. Gerade wenn du – wie viele – von hier aus in den Torres del Paine Nationalpark startest, ist Puerto Natales ideal für letzte Besorgungen.
Bei uns hieß das konkret: Lebensmittel kaufen, Schlafsäcke organisieren und – in Nicos Fall – spontan neue Wanderschuhe besorgen, weil die alten nach dem Wandern in Bariloche endgültig aufgegeben hatten. Zum Glück gibt es hier richtig gute Outdoor-Shops – und man bekommt tatsächlich fast alles, was man für Patagonien brauchen könnte.
Auch abseits davon lässt sich ein entspannter Tag in Puerto Natales gut verbringen. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Spaziergang entlang des Fjords, einfach um etwas frische Luft zu schnappen, aufs Wasser zu schauen und diese ganz besondere patagonische Atmosphäre aufzusaugen.
Puerto Natales ist vielleicht nicht die Stadt, bei der man sagt: „Wow – wie schön.“
Aber sie funktioniert einfach unglaublich gut.
Zum Ankommen.
Zum Vorbereiten.
Zum Ausruhen.
Zum Wäschewaschen.
Zum Kaffee trinken.
Zum Wetter beobachten.
Und genau deshalb mochten wir den Ort.
Hauptstraße hinunter zum Meer in Puerto Natales
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Die Costanera ist die Uferpromenade von Puerto Natales – und wahrscheinlich der schönste Ort für einen entspannten Spaziergang in der Stadt. Direkt am Wasser entlang blickst du auf den Última-Esperanza-Fjord, die umliegenden Berge und – wenn das Wetter mitspielt – auf wunderschöne Lichtstimmungen über Patagonien. Gerade zum Abend lohnt sich ein Spaziergang hier besonders. Dann färbt sich der Himmel langsam rosa oder orange, Möwen fliegen über das Wasser und der Wind erinnert dich zuverlässig daran, dass du wirklich in Patagonien bist.
Direkt an der Uferpromenade steht das bekannte Monumento al Viento – die „Wind-Skulptur“. Und passender könnte ein Wahrzeichen für Puerto Natales ehrlich gesagt kaum sein. Wind gehört hier einfach immer dazu. Mal leicht. Mal ordentlich. Und manchmal so stark, dass man sich fragt, ob man noch normal laufen oder besser seitlich gegenlehnen sollte.
Du willst mehr von Chile sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen
Ganz klar: Der wichtigste Ausflug ab Puerto Natales ist der Torres del Paine Nationalpark. Für viele ist er sogar der Hauptgrund überhaupt nach Puerto Natales zu reisen. Und das absolut zurecht.
Der Nationalpark gehört zu den spektakulärsten Landschaften in ganz Patagonien: türkisfarbene Seen, schroffe Bergmassive, Gletscher, Wasserfälle, offene Ebenen, Guanacos am Straßenrand und mit etwas Glück sogar Pumas.
Von Puerto Natales kannst du den Park ganz unterschiedlich erleben: als Tagesausflug, mit dem Mietwagen auf eigene Faust, mit dem Bus als Tagestour oder natürlich auf einer mehrtägigen Wanderung wie dem berühmten W Trek.
Den W Trek werden wir nochmal in einem eigenen ausführlichen Artikel beschreiben – denn dazu gibt es wirklich unglaublich viel zu erzählen.
Wenn du nur einen Tagesausflug* planst, bekommst du aber auch so schon einen wunderbaren Eindruck von Patagonien.
Die Busse starten morgens früh direkt am Busbahnhof in Puerto Natales. Schon ab etwa 6:45 Uhr fährt ein Bus nach dem anderen Richtung Nationalpark. Die Fahrt dauert ungefähr 1,5 bis 2 Stunden.
Torres del Paine Nationalpark
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Hostal Alcázar* in Puerto Natales
Hostal Ventisqueros* in Punta Arenas
Hostal Boutique Black Cat* in Santiago de Chile
Die Cueva del Milodón ist ein beliebter Halbtagesausflug ab Puerto Natales*. Berühmt wurde die Höhle durch den Fund von Überresten eines prähistorischen Riesenfaultiers – dem Milodón. Heute kannst du durch die riesige Höhle laufen und gleichzeitig die umliegende Landschaft erkunden. Ein schöner Ausflug, wenn du einen halben Tag Zeit hast oder noch etwas außerhalb von Puerto Natales entdecken möchtest.
Wenn du Patagonien lieber vom Wasser aus erleben möchtest oder eine Alternative zum Wandern suchst, ist die Bootstour zu den Balmaceda- und Serrano-Gletschern eine tolle Möglichkeit.
Dabei fährst du durch die Fjordlandschaft rund um Puerto Natales direkt hinein in die beeindruckende Gletscherwelt Patagoniens.
Gerade wenn du nicht mehrere Tage wandern möchtest, ist das eine richtig schöne Möglichkeit, Patagonien trotzdem intensiv zu erleben.
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Wie lange du in Puerto Natales bleiben solltest, hängt vor allem davon ab, ob du in den Torres del Paine möchtest – und wenn ja, wie und wie lange.
Unsere Empfehlung wäre:
Wir selbst waren einen Tag vor unserem W Trek in Puerto Natales. Wir haben Lebensmittel gekauft, Schlafsäcke gemietet, unsere Sachen sortiert und alles vorbereitet. Danach waren wir fünf Tage im Torres del Paine unterwegs. Nach dem Trek kamen wir nochmal zurück – ehrlich gesagt ziemlich erledigt – und waren sehr froh, noch einen weiteren Tag in Puerto Natales zu haben. Wäsche waschen, heiß duschen, richtiges Essen, im Bett schlafen – nach fünf Tagen Zelt war genau das perfekt.
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Wir selbst haben im Hostal Alcazar* übernachtet und würden es absolut weiterempfehlen.
Für uns war die Lage ideal:
Besonders praktisch war für uns:
Wir konnten unser restliches Gepäck während des W Treks dort lagern.
Da wir sowohl vor als auch nach dem Trek jeweils dort übernachtet haben, war das für uns die perfekte Lösung.
Insgesamt für uns wirklich rundum passend.
Stadtzentrum von Puerto Natales
Wir kamen abends gegen 20 Uhr aus Argentinien in Puerto Natales an. Es regnete. Es war windig.
Also ehrlich gesagt ziemlich perfekte Bedingungen, wenn man am nächsten Tag nicht für fünf Tage zum Zelttrekking nach Patagonien aufbrechen würde.
Willkommen in Patagonien.
Und ja: Das Wetter ist hier genauso unberechenbar, wie alle sagen.
Selbst im Dezember – also zur besten Reisezeit – kann hier gefühlt alles gleichzeitig passieren: Sonne, Regen, Wind, Sturm… manchmal innerhalb von zehn Minuten.
Zur Vorbereitung auf den W Trek ist Puerto Natales aber wirklich perfekt.
Es gibt einen großen Supermarkt mit allem, was man braucht.
Outdoorläden mit Mietausrüstung.
Kleine Cafés zum Aufwärmen.
Unser Lieblingsort dafür war übrigens das Tempest Café – perfekt für Kaffee und Kuchen, während draußen gefühlt die Welt im Regen untergeht.
Dazu Souvenirshops, in denen wir viel zu lange versucht haben, zwischen hundert Kühlschrankmagneten den schönsten auszusuchen.
Und nach dem Trek:
Laundry & Go
Dort wurde uns innerhalb von nur wenigen Stunden die komplette Wäsche gewaschen, getrocknet und sogar zusammengelegt.
Nach fünf Tagen Wandern: Perfekt.
Riesenfaultierstatue im Stadtzentrum, Tempest Cafe und Busbahnhof in Puerto Natales
Ganz klar: Ja.
Puerto Natales ist für viele „nur“ der Ausgangspunkt für den Torres del Paine Nationalpark.
Für uns war es mehr als das. Ein entspannter patagonischer Hafenort mit viel Charme.
Der perfekte Ort, um anzukommen.
Sich vorzubereiten.
Nochmal durchzuatmen.
Und nach dem Trek langsam wieder in der Zivilisation anzukommen.
Nicht spektakulär im klassischen Sinn.
Aber genau richtig für Patagonien.
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