Wenn du ein paar Tage in Arequipa verbringst, stolperst du ziemlich schnell über bekannte Ausflüge wie den Colca Canyon, die Ruta del Sillar oder das Nationalreservat Salinas y Aguada Blanca. Alles zurecht beliebte Highlights rund um die weiße Stadt in Peru.
Und dann gibt es diese Tour, von der erstaunlich wenige sprechen – obwohl sie uns komplett überrascht hat:
der Pillones Wasserfall und der Steinwald von Puruña.
Wir hatten vorher kaum Erwartungen. Wir kannten die Tour nicht wirklich, hatten kaum Bilder gesehen und dachten einfach: Komm, machen wir die spontan auch noch.
Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen unserer Zeit in Arequipa.
Denn was dich hier oben erwartet, ist landschaftlich komplett anders als alles, was wir bisher in Peru gesehen hatten.
Steinwald von Puruna
1. Eine surreale Landschaft auf über 4.000 Metern Höhe
2. Der Pillones Wasserfall – ein Wasserfall mitten im Nichts
3. Der Steinwald von Puruña – wie eine andere Welt
4. Wie anstrengend ist die Tour?
7. Unser Fazit – lohnt sich die Tour zu den Pillones Wasserfällen?
Schon die Fahrt aus Arequipa hinaus ist ein Erlebnis für sich. Je weiter du die Stadt hinter dir lässt, desto karger wird die Landschaft. Die Vegetation verschwindet langsam, die Straßen ziehen sich durch endlose Weite und irgendwann öffnet sich vor dir dieses riesige Hochland. Und plötzlich bist du auf über 4.000 Metern Höhe unterwegs.
Was uns dabei sofort beeindruckt hat: Diese Landschaft fühlt sich komplett anders an als der Rest von Peru.
Keine tiefgrünen Täler wie rund um Cusco. Keine kolonialen Städte. Keine dichten Bergterrassen.
Stattdessen: weite Ebenen, offene Flächen, trockene Hochlandlandschaften – und mittendrin ragen plötzlich diese gewaltigen Vulkane aus der Landschaft heraus. Karg. Mächtig. Irgendwie unwirklich.
Genau das hat uns dort oben so fasziniert. Es wirkt fast surreal. Dazu kommt, dass du unterwegs ständig Tiere entdeckst. Schon die Fahrt durch das Hochland fühlte sich für uns fast wie eine kleine Safari an.
Wir haben unterwegs gesehen:
Überall standen plötzlich Tiere in der Landschaft – direkt neben der Straße oder weit verteilt über die Ebenen.
Wildlife auf über 4.000 Metern Höhe – damit hatten wir ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet.
Vulkane und Vicunas
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Das erste große Highlight der Tour ist der Pillones Wasserfall.
Wenn du oben auf dem Hochplateau unterwegs bist, würdest du an diesem Ort vermutlich alles erwarten – nur keinen Wasserfall. Du fährst durch diese trockene, offene Landschaft auf über 4.000 Metern Höhe und plötzlich führt der Weg hinunter in einen Canyon. Und dort liegt er: der Catarata de Pillones.
Ein Wasserfall mitten in einer Felslandschaft, eingerahmt von steilen Wänden, geformt durch Wasser und Zeit.
Das Verrückte ist: Du siehst ihn vorher fast gar nicht. Erst wenn du wirklich dort bist, öffnet sich die Landschaft und plötzlich stehst du direkt davor. Genau dieses Unerwartete hat diesen Ort für uns so besonders gemacht.
Ein Wasserfall mitten in einer Hochebene auf 4.000 Metern – wir hätten damit nie gerechnet. Unten im Canyon hörst du nur das Wasserrauschen, spürst den Wind und blickst auf diese durch Wassererosion geformten Felsen. Ein unglaublich schöner Ort.
Pillones Wasserfall
Wenn uns der Wasserfall überrascht hat, dann der Steinwald von Puruña mindestens genauso.
Denn auch hier gilt: Du siehst erst einmal… nichts.
Nur Weite.
Offenes Hochland.
Wind.
Stein.
Und plötzlich stehst du zwischen riesigen Felsformationen, die aussehen, als wären sie nicht von dieser Erde.
Über Jahrtausende haben Wind und Wetter hier bizarre Steinsäulen und Felsformationen geschaffen, die teilweise aussehen wie Türme, Figuren oder versteinerte Wächter mitten in der Landschaft.
Was diesen Ort so besonders macht, ist genau dieser Kontrast: ringsherum scheinbar endlose Leere – und dann plötzlich diese völlig surrealen Gesteinsformationen. Auch hier hätten wir niemals erwartet, so etwas dort oben zu sehen.
Steinwald von Puruna
Willst Du noch mehr über Peru lesen? Hier sind ein paar Ideen für Dich!
Überraschend entspannt.
Viele fragen sich vorab wegen der Höhe, ob die Tour körperlich anstrengend ist.
Die gute Nachricht: Die Wanderungen selbst sind kurz und technisch nicht schwierig.
Weder der Weg zum Wasserfall noch der Spaziergang durch den Steinwald haben wir als anstrengend empfunden.
Das eigentlich Herausfordernde ist weniger die Strecke – sondern eher die Höhe. Da du dich fast den gesamten Tag auf über 4.000 Metern bewegst, solltest du möglichst gut akklimatisiert sein.
Für uns persönlich war das kein Problem, da wir vorher bereits zwei Wochen rund um Cusco unterwegs waren und mehrfach Höhen von bis zu 5.000 Metern erreicht hatten.
Wenn du direkt aus Arequipa kommst, das auf etwa 2.300 Metern liegt, kann die Höhe aber durchaus spürbar sein.
Unser Guide war darauf sehr gut vorbereitet und hatte Hilfsmittel dabei, falls jemand Kreislaufprobleme bekommt oder Unterstützung bei der Akklimatisierung braucht. Wenn du langsam gehst, genug trinkst und deinem Körper Zeit gibst, ist die Tour aber sehr gut machbar.
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Wenn du den Ausflug zu den Pillones Wasserfällen und zum Steinwald von Puruña planst, würden wir dir Folgendes empfehlen:
Zieh dich im Zwiebelprinzip an.
Das Wetter kann sich schnell unterschiedlich anfühlen.
Als wir Anfang November dort waren, hatten wir strahlend blauen Himmel und Sonne – gleichzeitig aber auch starken Wind.
In der Sonne war es angenehm warm, im Wind auf über 4.000 Metern schnell frisch.
Am besten eignen sich deshalb mehrere Schichten, die du unterwegs flexibel an- oder ausziehen kannst.
Außerdem würden wir mitnehmen:
Ein Tipp aus Peru selbst: Agua Florida bzw. Florida-Wasser wird vielerorts zur Unterstützung bei Höhenproblemen genutzt. Unser Guide hatte es ebenfalls dabei – genau wie viele Locals in Peru.
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Die besten Unterkünfte in Peru
Hostal Claudia* in Huacachina
Blacky Hostel* in Cusco
Brothers House* in Cusco
Peru Swiss Hostel* in Arequipa
Casa de Virgina* im Colca Canyon
Wir haben die Tour zwei Tage vorher über GetYourGuide* gebucht und etwa 55 Euro pro Person bezahlt.
Vor Ort haben wir gesehen, dass viele Hotels und Agenturen in Arequipa die Tour ebenfalls anbieten – preislich meist sehr ähnlich.
Die Tour startet früh morgens, bei uns kurz nach 6 Uhr.
Insgesamt waren wir ungefähr 11 Stunden unterwegs und gegen späten Nachmittag wieder zurück in Arequipa.
Der Tag war gut organisiert und abwechslungsreich. Dazwischen gab es mehrere Stopps:
Man verbringt zwar einiges an Zeit im Bus – uns hat das aber überhaupt nicht gestört.
Ganz im Gegenteil: Die Landschaft draußen war so beeindruckend, dass wir fast die ganze Zeit aus dem Fenster geschaut haben.
Ganz klar: Ja – absolut.
Gerade weil die Tour deutlich unbekannter ist als viele andere Ausflüge rund um Arequipa, hat sie uns so überrascht.
Jeder kennt den Colca Canyon.
Viele kennen die Ruta del Sillar oder die Salinas.
Aber diese Tour war für uns noch einmal etwas ganz Besonderes, weil wir überhaupt nicht wussten, was uns erwartet.
Ein Steinwald mitten im Nirgendwo. Ein Wasserfall in einem Canyon auf über 4.000 Metern. Vulkane, Weite und Andenlandschaft soweit das Auge reicht. Und dazu Alpakas, Guanacos und Vicuñas in freier Natur.
Für uns war der Ausflug zu den Pillones Wasserfällen und dem Steinwald von Puruña definitiv eine der schönsten Tagestouren ab Arequipa – und rückblickend eine der größten Überraschungen unserer gesamten Peru-Reise.
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