Als wir Anfang Mai nach Kreta geflogen sind, waren wir ehrlich gesagt etwas unsicher.
Im Internet fanden wir völlig unterschiedliche Aussagen. Die einen bezeichneten den Mai als die perfekte Reisezeit, andere schrieben, das Meer sei noch zu kalt, viele Hotels hätten noch geschlossen und das Wetter könne zu wechselhaft sein.
Trotzdem entschieden wir uns ganz bewusst für den Frühling.
Zum einen wollten wir den Menschenmassen der Sommerferien entgehen. Zum anderen planten wir keinen klassischen Strandurlaub, sondern einen zehntägigen Roadtrip mit dem Mietwagen quer über die Insel. Für Wanderungen, Sightseeing und lange Tage im Freien schien uns der Mai deutlich angenehmer als die heißen Sommermonate.
Heute, nach zehn Tagen auf Kreta, würden wir diese Entscheidung jederzeit wieder treffen.
Natürlich war das Mittelmeer Anfang Mai noch recht frisch und wir verbrachten deutlich weniger Zeit im Wasser als bei einem Sommerurlaub. Dafür erwarteten uns angenehm warme Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad, überraschend grüne Landschaften, vergleichsweise wenige Touristen und perfekte Bedingungen, um die Insel mit dem Mietwagen zu erkunden.
Besonders überrascht hat uns, wie vielfältig Kreta im Frühling ist. Statt vertrockneter Hänge und karger Landschaften, wie man sie oft von Sommerbildern kennt, erlebten wir blühende Wiesen, grüne Berge und unzählige Wildblumen. Genau damit hatten wir vorher überhaupt nicht gerechnet.
In diesem Artikel teilen wir unsere Erfahrungen nach zehn Tagen Rundreise im Mai 2026 und zeigen dir, warum wir den Mai für eine der besten Reisezeiten auf Kreta halten. Gleichzeitig gehen wir aber auch ehrlich auf die Nachteile ein, damit du am Ende selbst entscheiden kannst, ob der Frühling zu deiner Reise passt.
Blumenwiesen auf der Festung in Rethymno
Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja.
Wenn wir heute noch einmal nach Kreta reisen würden, würden wir wahrscheinlich wieder den Mai wählen. Natürlich hängt die beste Reisezeit immer davon ab, was du auf Kreta erleben möchtest. Wer hauptsächlich am Strand liegen, jeden Tag baden und Temperaturen über 30 Grad genießen möchte, wird sich im Hochsommer wahrscheinlich wohler fühlen. Für uns stand jedoch etwas anderes im Mittelpunkt. Wir wollten möglichst viel von der Insel entdecken.
Auf unserem Roadtrip besuchten wir historische Städte wie Rethymno und Chania, wanderten durch die Katholiko-, Imbros- und Kourtaliotiko-Schlucht, erkundeten den Palast von Knossos, fuhren zur Balos Lagune, nach Elafonissi, Preveli, Spinalonga und auf die Lasithi-Hochebene. Genau für diese Mischung aus Natur, Kultur und Roadtrip hätten wir uns keine bessere Reisezeit vorstellen können. Die Temperaturen waren den ganzen Tag über angenehm, wir konnten stundenlang durch Städte laufen oder mehrere Stunden wandern, ohne unter der Hitze zu leiden. Auch der Verkehr hielt sich in Grenzen. Selbst an bekannten Sehenswürdigkeiten fanden wir fast immer problemlos einen Parkplatz und mussten nur selten länger warten.
Ein weiterer großer Pluspunkt waren die Preise. Unsere Mietwagenkosten lagen deutlich unter dem, was man häufig aus den Sommerferien kennt, und auch unsere Unterkünfte empfanden wir für Europa als überraschend günstig.
Mindestens genauso begeistert waren wir allerdings von der Natur. Fast die gesamte Insel präsentierte sich noch in sattem Grün. Zwischen den Bergen blühten Wildblumen und Mohnfelder, viele Hänge waren von Kräutern bewachsen und selbst kleinere Flüsse führten noch Wasser. Genau diese Farben hatten wir mit Kreta überhaupt nicht verbunden.
Nach unserer Reise würden wir den Mai vor allem aus diesen Gründen empfehlen:
Preveli Palmenstrand
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Natürlich ist auch der Mai nicht perfekt.
Der größte Nachteil war für uns ganz klar das Meer. Zum Baden war es uns persönlich noch etwas zu frisch. Zwar waren einige Menschen bereits im Wasser und schwammen problemlos, wir selbst gingen aber meist nur kurz hinein oder genossen lieber die Strände vom Ufer aus.
Außerdem solltest du bedenken, dass das Wetter im Frühling etwas wechselhafter sein kann als im Hochsommer. Während unserer Reise hatten wir zwar fast durchgehend Sonnenschein, eine Wettergarantie gibt es im Mai aber natürlich nicht.
Ein weiterer Punkt: Durch den langen Winter 2025/2026 waren einige höher gelegene Sehenswürdigkeiten Anfang Mai noch geschlossen. Eigentlich wollten wir unbedingt die Samaria-Schlucht und die Zeus-Höhle besuchen. Beide waren während unseres Aufenthalts jedoch noch nicht geöffnet. Das war zunächst etwas enttäuschend. Im Nachhinein entdeckten wir dadurch allerdings Alternativen wie die Imbros-Schlucht oder die Sfentoni-Höhle, die uns mindestens genauso gut gefallen haben.
Wenn uns heute jemand fragen würde, ob sich Kreta im Mai lohnt, müssten wir nicht lange überlegen. Ja – und zwar ganz besonders dann, wenn du die Insel mit dem Mietwagen erkunden, wandern und möglichst viele unterschiedliche Landschaften entdecken möchtest. Für einen klassischen Badeurlaub würden wir wahrscheinlich eher den September empfehlen. Für eine Rundreise würden wir dagegen jederzeit wieder den Mai wählen.
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Eine der häufigsten Fragen vor einer Reise lautet: Wie ist das Wetter auf Kreta im Mai?
Nach unseren zehn Tagen auf der Insel können wir sagen: Für einen Roadtrip hätten wir uns kaum besseres Wetter wünschen können. Während unseres gesamten Aufenthalts lagen die Temperaturen tagsüber meist zwischen 22 und 28 Grad. Damit war es angenehm warm für kurze Kleidung, gleichzeitig aber nie so heiß, dass längere Spaziergänge oder Wanderungen unangenehm wurden. Gerade das hat uns überrascht. Wir konnten morgens entspannt durch Rethymno oder Chania schlendern, mittags mehrere Stunden in der Katholiko-Schlucht wandern und anschließend noch den Abend draußen in einer Taverne verbringen.
Im Hochsommer wäre das bei Temperaturen von deutlich über 35 Grad vermutlich wesentlich anstrengender gewesen.
Zur Orientierung kannst du ungefähr mit folgenden Werten rechnen:
Gerade die langen Tage fanden wir ideal für unsere Rundreise.
Oft waren wir schon früh morgens unterwegs und konnten trotzdem noch bis zum Sonnenuntergang neue Orte entdecken.
Während unserer zehn Tage hatten wir fast ausschließlich sonniges Wetter. Regen spielte während unserer Reise praktisch keine Rolle. Natürlich kann es im Mai vereinzelt noch Schauer geben, schließlich befindet sich Kreta mitten im Übergang vom Frühling zum Sommer. Davon solltest du dich aber nicht abschrecken lassen. Selbst wenn morgens einmal Wolken aufziehen, klart der Himmel häufig im Laufe des Tages wieder auf. Genau diese Mischung sorgt auch dafür, dass die Insel im Mai noch so unglaublich grün aussieht.
Blauer Himmel und Sonnenschein in Chania
Ja – zumindest würden wir eine leichte Jacke oder einen Pullover empfehlen. Tagsüber liefen wir fast ausschließlich im T-Shirt.
Sobald die Sonne unterging oder wir uns in höheren Lagen aufhielten, wurde es allerdings deutlich frischer. Gerade wenn du abends länger draußen sitzt oder durch die Altstädte bummelst, ist eine dünne Jacke angenehm. Wir hatten unsere während der Reise regelmäßig dabei.
Im Nachhinein würden wir genau dieses Wetter als den größten Vorteil einer Reise im Mai bezeichnen. Wir mussten nie überlegen, ob es für eine Wanderung zu heiß werden könnte. Auch längere Autofahrten waren deutlich angenehmer als bei sommerlicher Hitze. Während andere Reiseziele im Mittelmeerraum im Juli oder August häufig Temperaturen von über 35 Grad erreichen, fühlten sich die knapp 25 Grad auf Kreta für uns nahezu perfekt an. Genau deshalb würden wir den Mai jederzeit wieder für einen Roadtrip wählen.
Neben dem Wetter interessiert die meisten Urlauber vor allem eine Frage: Kann man im Mai auf Kreta schon baden?
Unsere ehrliche Antwort lautet: Ja – aber es kommt darauf an, was du erwartest.
Die Wassertemperaturen liegen im Mai meist zwischen 19 und 21 Grad.
Für viele Urlauber ist das bereits angenehm genug zum Schwimmen.
Uns persönlich war das Meer allerdings noch etwas zu frisch.
Natürlich haben wir an mehreren Stränden die Füße ins Wasser gehalten und sind auch kurz hineingegangen.
Für längere Badeeinheiten konnten wir uns allerdings nicht begeistern. Wenn dein Urlaub hauptsächlich aus Sonnenbaden und Schwimmen bestehen soll, würden wir deshalb eher den September empfehlen. Dann hat sich das Mittelmeer den ganzen Sommer über aufgeheizt und erreicht deutlich angenehmere Temperaturen.
Während unserer Rundreise besuchten wir einige der bekanntesten Strände Kretas.
An allen drei Orten war das Wasser kristallklar und leuchtete in den schönsten Türkistönen. Gerade an der Balos Lagune wirkt das flache Wasser durch den hellen Sand fast schon karibisch. Zum Baden war es uns persönlich allerdings noch etwas kühl. Mit den Füssen in die Lagunen war aber sehr angenehm. Viele andere Besucher sahen das anders. Gerade Familien mit Kindern oder Einheimische waren bereits problemlos im Wasser unterwegs. Es hängt also auch ein Stück weit vom eigenen Temperaturempfinden ab.
Mit den Füßen in der Balos Lagune war auch im Mai gut möglich
Rein landschaftlich würden wir die Balos Lagune jederzeit auf Platz eins setzen. Die Kombination aus türkisfarbenem Wasser, weißen Sandbänken und den umliegenden Bergen ist einfach spektakulär. Wenn es allerdings nur um die Atmosphäre geht, hat uns Preveli fast noch besser gefallen. Dort fließt ein Fluss durch einen Palmenwald direkt ins Meer – eine Landschaft, die wir so in Europa überhaupt nicht erwartet hätten.
Preveli Palmenstrand von oben
Ja – allerdings nicht mit der Erwartung eines klassischen Badeurlaubs. Für uns stand das Meer im Mai eher als schöne Ergänzung zu unseren Wanderungen, Roadtrips und Sightseeing-Touren im Mittelpunkt. Ein kurzer Sprung ins Wasser nach einer Wanderung war angenehm. Stundenlang am Strand zu liegen oder täglich schwimmen zu gehen, hätten wir dagegen wahrscheinlich erst im Spätsommer gemacht.
Wenn du vor allem einen Aktivurlaub planst, spielt die etwas niedrigere Wassertemperatur kaum eine Rolle. Genau so ging es uns. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und genossen die Strände vor allem wegen ihrer spektakulären Landschaft. Soll dein Urlaub dagegen hauptsächlich aus Baden und Strand bestehen, würden wir eher den September empfehlen. Für alle anderen würden wir den Mai jederzeit wieder wählen – denn die Vorteile überwiegen aus unserer Sicht ganz klar.
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Einer der Hauptgründe, warum wir uns bewusst für den Mai entschieden haben, waren die deutlich geringeren Besucherzahlen.
Wir reisen nur selten in den Sommerferien. Zum einen, weil wir Hitze nicht besonders mögen, zum anderen, weil wir bekannte Sehenswürdigkeiten lieber in Ruhe genießen möchten.
Nach zehn Tagen auf Kreta können wir sagen: Genau das ist uns im Mai gelungen. Natürlich waren wir nicht allein unterwegs. Kreta gehört schließlich zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands. Dennoch hatten wir nie das Gefühl, dass die Insel überlaufen wäre. Gerade an den bekannten Sehenswürdigkeiten lohnt sich zwar auch im Mai ein früher Start in den Tag, insgesamt war die Atmosphäre aber angenehm entspannt.
Unser Fazit zu den Besucherzahlen im Mai
Wenn du Menschenmassen vermeiden möchtest, gehört der Mai für uns eindeutig zu den besten Reisezeiten. Natürlich bist du an bekannten Orten wie Balos, Elafonissi oder Knossos nicht allein. Der Unterschied zum Hochsommer ist unserer Meinung nach aber enorm. Wir fanden fast überall problemlos Parkplätze, mussten selten warten und konnten die meisten Sehenswürdigkeiten in angenehmer Atmosphäre genießen. Gerade für einen Roadtrip ist das ein riesiger Vorteil.
Palast von Knossos
Mit diesem Anblick hatten wir ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Vor unserer Reise hatten wir vor allem Bilder von trockenen Berghängen, braunen Landschaften und karger Vegetation im Kopf. Schließlich kennt man Kreta meistens aus den Sommermonaten. Im Mai zeigte sich die Insel jedoch von einer völlig anderen Seite.
Kreta ist im Frühling überraschend grün
Einer der größten Unterschiede zum Sommer ist die Landschaft. Fast überall leuchteten die Berge in sattem Grün.
Entlang der Straßen blühten unzählige Wildblumen und immer wieder entdeckten wir große Mohnfelder, gelb blühende Wiesen und aromatische Kräuter. Gerade auf den Fahrten durch das Inselinnere hatten wir oft das Gefühl, eher durch eine alpine Frühlingslandschaft als durch eine Mittelmeerinsel zu fahren. Diese Farben hatten wir auf Kreta überhaupt nicht erwartet. Überall blühte es Während unserer Wanderungen begegneten uns ständig neue Pflanzen. Zwischen den Felsen wuchsen Wildblumen, an den Straßenrändern blühten Mohn und Margeriten und viele Hänge waren mit Kräutern bewachsen.
Immer wieder lag der Duft von Thymian, Salbei oder anderen mediterranen Pflanzen in der Luft. Gerade auf Wanderungen wie der Katholiko-Schlucht oder in der Lasithi-Hochebene machte genau das einen großen Teil der Atmosphäre aus.
Die Berge wirken völlig anders als im Sommer
Wer Kreta nur von Sommerbildern kennt, wird überrascht sein. Im Mai sind die Berge keineswegs karg oder vertrocknet.
Im Gegenteil. Viele Hänge waren noch dicht bewachsen und wirkten fast schon saftig grün. Dadurch entstanden wunderschöne Kontraste zwischen den hellen Kalkfelsen, dem tiefblauen Meer und der üppigen Vegetation. Für uns war das einer der größten Pluspunkte einer Reise im Frühling.
Warum uns der Frühling so begeistert hat
Rückblickend würden wir sogar sagen: Die Natur war einer der Hauptgründe, warum wir uns sofort wieder für den Mai entscheiden würden. Natürlich ist der Sommer ideal für einen Badeurlaub. Wenn du Kreta jedoch in seiner landschaftlich schönsten Form erleben möchtest, halten wir den Frühling für die bessere Wahl. Die Insel wirkt lebendig, farbenfroh und unglaublich abwechslungsreich.
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Wenn uns heute jemand fragen würde, warum wir jederzeit wieder im Mai nach Kreta reisen würden, wäre das Wandern wahrscheinlich einer der wichtigsten Gründe. Vor unserer Reise hatten wir Kreta ehrlich gesagt gar nicht als klassische Wanderinsel auf dem Schirm. Natürlich wussten wir, dass es die berühmte Samaria-Schlucht gibt. Wie viele weitere beeindruckende Wanderungen die Insel bietet, wurde uns allerdings erst vor Ort bewusst.
Gerade im Mai herrschen dafür nahezu perfekte Bedingungen.
Die Temperaturen sind angenehm, die Natur zeigt sich noch von ihrer schönsten Seite und selbst längere Touren lassen sich problemlos unternehmen, ohne ständig nach Schatten suchen zu müssen. Im Hochsommer würden wir viele dieser Wanderungen dagegen nur sehr ungern machen. Bei Temperaturen von weit über 35 Grad kann selbst eine kurze Tour schnell zur Belastung werden.
Katholiko-Schlucht – unsere größte Überraschung
Die Katholiko-Schlucht war für uns die schönste Wanderung der gesamten Reise. Vorher hatten wir kaum etwas über sie gelesen.
Eigentlich bin ich nur zufällig über ein YouTube-Video auf diese Tour aufmerksam geworden. In Reiseführern oder auf anderen Reiseblogs tauchte sie dagegen kaum auf. Gerade das machte sie für uns so besonders. Der Weg führt zunächst vorbei am Kloster Gouverneto und anschließend hinunter in eine beeindruckende Schlucht. Unterwegs passiert man die Ruinen eines alten Klosters, bevor der Wanderweg schließlich an einer kleinen Bucht direkt am Meer endet. Die Kombination aus Geschichte, Natur und den spektakulären Felslandschaften hat uns unglaublich gut gefallen. Hinzu kam, dass wir unterwegs nur wenigen anderen Wanderern begegneten. Wenn du auf Kreta nur eine Wanderung machen möchtest, würden wir dir tatsächlich die Katholiko-Schlucht empfehlen.
Imbros-Schlucht – die perfekte Alternative zur Samaria
Eigentlich hatten wir unsere Unterkunft bei Chania bewusst gewählt, weil wir von dort aus eine Tour durch die berühmte Samaria-Schlucht machen wollten. Leider machte uns der lange Winter einen Strich durch die Rechnung. Anfang Mai war die Samaria-Schlucht noch geschlossen. Natürlich waren wir zunächst enttäuscht. Im Nachhinein stellte sich die Imbros-Schlucht allerdings als hervorragende Alternative heraus. Die Wanderung führt durch enge Felspassagen, beeindruckende Felswände und abwechslungsreiche Landschaften. Außerdem ist sie deutlich kürzer und weniger anspruchsvoll als die Samaria-Schlucht. Gerade für Einsteiger oder Familien würden wir die Imbros-Schlucht deshalb sogar eher empfehlen.
Kourtaliotiko-Schlucht
Auch die Kourtaliotiko-Schlucht hat uns begeistert. Hier steht weniger die eigentliche Wanderung im Mittelpunkt als vielmehr die spektakuläre Landschaft. Zwischen den steilen Felswänden führt ein kleiner Weg hinunter zum Fluss und schließlich zu den Wasserfällen. Gerade das Zusammenspiel aus Wasser, hohen Felsen und der üppigen Vegetation macht diesen Ort so besonders. Für uns gehört die Schlucht definitiv zu den schönsten Naturerlebnissen auf Kreta.
Küstenwanderungen machen im Mai besonders Spaß
Nicht nur die bekannten Schluchten eignen sich hervorragend. Auch entlang der Küste waren wir immer wieder zu Fuß unterwegs. Gerade rund um Balos oder Preveli lohnen sich kleinere Wanderungen zu Aussichtspunkten oder abgelegenen Buchten. Dank der angenehmen Temperaturen konnten wir uns dabei jederzeit Zeit lassen und mussten nie vor der Hitze flüchten.
Unser Fazit zum Wandern im Mai
Nach unseren Erfahrungen würden wir sogar sagen: Der Mai ist die beste Reisezeit zum Wandern auf Kreta.
Die Temperaturen waren nahezu perfekt, die Natur präsentierte sich noch in sattem Grün und selbst längere Touren machten richtig Spaß. Im Sommer würden wir viele dieser Wanderungen wahrscheinlich gar nicht unternehmen wollen. Wenn du Kreta also nicht nur vom Strand aus erleben möchtest, sondern gerne aktiv unterwegs bist, ist der Mai aus unserer Sicht kaum zu schlagen.
Hinunter in die Katholico Schlucht
Nicht nur zum Wandern, sondern auch für eine Rundreise mit dem Mietwagen würden wir den Mai jederzeit wieder wählen.
Während unserer zehn Tage auf Kreta legten wir insgesamt 1.164 Kilometer zurück und erkundeten die Insel von Rethymno über Chania bis nach Agios Nikolaos. Rückblickend hätten wir uns dafür keinen besseren Monat aussuchen können.
Angenehme Temperaturen beim Autofahren
Gerade auf längeren Fahrten macht das Wetter einen großen Unterschied. Im Mai lagen die Temperaturen meist zwischen 22 und 28 Grad. Dadurch blieb es selbst auf längeren Strecken angenehm. Wir konnten jederzeit spontan an Aussichtspunkten anhalten, kleine Bergdörfer erkunden oder eine Wanderung einschieben, ohne ständig die große Hitze im Hinterkopf zu haben. Im Hochsommer würden wir viele dieser Ausflüge vermutlich deutlich anstrengender empfinden.
Wenig Verkehr
Ein weiterer Vorteil war der vergleichsweise entspannte Verkehr. Natürlich waren auch andere Urlauber unterwegs. Von Staus oder völlig überfüllten Straßen waren wir allerdings weit entfernt. Gerade auf den Bergstraßen oder im Inselinneren begegneten wir oft über längere Zeit kaum anderen Autos. Dadurch ließ sich der Roadtrip sehr entspannt fahren.
Parkplatzsuche? Meist völlig unkompliziert
Auch beim Parken hatten wir deutlich größere Probleme erwartet. Im Nachhinein völlig unbegründet. An nahezu allen Sehenswürdigkeiten fanden wir problemlos einen Parkplatz. Viele waren sogar kostenlos. Selbst in Städten wie Rethymno oder Chania parkten wir meist auf den großen Parkplätzen am Hafen und liefen anschließend entspannt in die Altstadt. Mehr als fünf Euro Parkgebühren am Tag haben wir während der gesamten Reise eigentlich nie bezahlt.
Mietwagen waren überraschend günstig
Auch preislich fanden wir den Mai sehr attraktiv. Unser Kleinwagen mit Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung kostete für zehn Tage gerade einmal 129 Euro. Selbst wenn die Preise im Sommer etwas steigen, gehört Kreta damit immer noch zu den günstigeren Reisezielen für eine Rundreise. Gerade außerhalb der Hauptsaison lohnt es sich deshalb, frühzeitig nach Angeboten zu schauen.
Unser Fazit zum Roadtrip im Mai
Für uns war der Mai wie gemacht für eine Rundreise über Kreta. Die Straßen waren angenehm leer, Parkplätze fast überall problemlos zu finden und das Wetter perfekt für spontane Stopps, Wanderungen und längere Entdeckungstouren. Wenn du Kreta wirklich kennenlernen möchtest, würden wir deshalb jederzeit wieder den Mai wählen – und die Insel erneut mit dem Mietwagen erkunden.
Arkadi Kloster bei Rethymno
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Neben dem Wetter war für uns auch die Frage spannend, wie teuer Kreta im Frühling tatsächlich ist. Gerade im Internet findet man dazu sehr unterschiedliche Angaben. Nach unseren zehn Tagen auf der Insel können wir allerdings sagen: Kreta hat uns preislich positiv überrascht.
Insgesamt haben wir für unsere Rundreise 2.004 Euro für zwei Personen ausgegeben. Darin enthalten waren bereits die Flüge, ein Mietwagen für die komplette Reise, vier verschiedene Unterkünfte, Restaurants, Supermarkteinkäufe, Eintrittsgelder und sogar ein kleines Budget für Souvenirs. Wenn man bedenkt, dass wir auf einer europäischen Mittelmeerinsel unterwegs waren und es uns wirklich gut gehen ließen, fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend.
Unsere tatsächlichen Kosten
Das entspricht ungefähr 100 Euro pro Person und Tag. Für uns war das absolut fair. Vor allem deshalb, weil wir bewusst nicht auf jede Ausgabe geachtet haben. Wir wollten die Insel genießen und haben weder bei Sehenswürdigkeiten noch beim Mietwagen gespart.
Spinalonga
Unterkünfte im Mai
Gerade die Hotelpreise haben uns überrascht. Für unsere vier Unterkünfte bezahlten wir insgesamt 528 Euro. Das entsprach durchschnittlich etwas mehr als 50 Euro pro Nacht. Dabei handelte es sich keineswegs um einfache Unterkünfte. Alle waren sauber, gut ausgestattet und lagen ideal für unseren Roadtrip. Besonders gefallen hat uns, dass wir fast immer kostenlos parken konnten und viele Apartments sogar eine eigene Küche hatten. Dadurch konnten wir morgens selbst frühstücken und viele Abendessen ebenfalls in der Unterkunft zubereiten.
Mietwagenpreise im Mai
Auch beim Mietwagen zeigt sich einer der großen Vorteile des Frühlings. Unser Kleinwagen mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung kostete für zehn Tage lediglich 129 Euro. Das entspricht gerade einmal 12,90 Euro pro Tag. Hinzu kamen rund 120 Euro Benzinkosten für insgesamt 1.164 gefahrene Kilometer. Aus unserer Sicht ist das für eine komplette Rundreise ein wirklich günstiger Preis.
Flüge im Mai
Auch bei den Flügen konnten wir sparen. Wir flogen Anfang Mai per Direktflug mit Discover Airlines von Frankfurt nach Heraklion. Der reguläre Flugpreis lag bei etwa 650 Euro für zwei Personen. Durch eingelöste Meilen mussten wir letztlich allerdings nur 450 Euro bezahlen. Auch unabhängig davon liegen die Flugpreise im Mai häufig noch deutlich unter denen der Sommerferien. Wer flexibel ist und etwas früher bucht, findet oft sehr gute Angebote.
Restaurants und Tavernen
Auch beim Essen empfanden wir die Preise als fair. Mittags kehrten wir fast immer in kleinen Tavernen ein und bestellten mehrere Mezzes zum Teilen. Je nach Restaurant zahlten wir dafür meist zwischen 25 und 45 Euro für zwei Personen.
Besonders gefallen hat uns, dass viele Restaurants nach dem Essen noch einen kleinen Raki oder ein Dessert aufs Haus servierten. Gerade in kleineren Orten oder dort, wo überwiegend Einheimische essen gingen, war das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend.
Unser Vergleich zum Sommer
Natürlich steigen die Preise während der Hauptsaison etwas an. Vor allem Unterkünfte und Flüge sind zwischen Juni und August häufig deutlich teurer. Auch die Nachfrage nach Mietwagen nimmt zu.
Unser Eindruck nach einigen Preisvergleichen:
Der Mai bietet eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse des gesamten Jahres. Nicht nur wegen der günstigeren Preise. Sondern weil gleichzeitig auch Wetter, Natur und Besucherzahlen hervorragend zusammenpassen.
Wandern durch die Imbros Schlucht
Eigentlich würden wir behaupten, dass sich fast jede Region Kretas im Mai lohnt. Trotzdem gibt es einige Orte, die uns gerade im Frühling besonders beeindruckt haben.
Unser persönlicher Favorit
Wenn wir einen einzigen Ort nennen müssten, wäre das wahrscheinlich die Balos Lagune. Wenn wir allerdings die gesamte Reise betrachten, war es nicht ein einzelner Ort, sondern die unglaubliche Vielfalt Kretas, die uns begeistert hat. Innerhalb weniger Tage wechselten sich traumhafte Strände, historische Städte, beeindruckende Schluchten, antike Ausgrabungsstätten und spektakuläre Berglandschaften ständig ab. Genau diese Abwechslung macht Kreta für uns zu einem perfekten Reiseziel im Mai.
Kleine Gasse in Rethymno
Nach zehn Tagen auf Kreta können wir sagen: Für unseren Reisestil hätten wir uns kaum einen besseren Monat aussuchen können. Natürlich hängt die ideale Reisezeit immer davon ab, was du im Urlaub erleben möchtest. Wenn dein Ziel ausschließlich Sonne, Strand und möglichst warmes Meer ist, wirst du wahrscheinlich eher im Hochsommer oder Frühherbst glücklich.
Wenn du Kreta aber aktiv erleben möchtest, bietet der Mai aus unserer Sicht viele Vorteile.
So begeistert wir vom Mai waren – perfekt ist natürlich keine Reisezeit. Auch der Frühling hat einige kleine Nachteile, die du kennen solltest.
Unser Fazit zu den Nachteilen
Ganz ehrlich: Keiner dieser Punkte würde uns davon abhalten, wieder im Mai nach Kreta zu reisen. Im Gegenteil. Die Vorteile überwiegen für uns ganz klar.
Elafonissi Strand
Nach unserer Reise würden wir sagen:
Der Mai ist nicht für jeden die perfekte Reisezeit – aber für sehr viele.
Perfekt geeignet für …
Weniger geeignet für …
Nach zehn Tagen auf Kreta ist unser Fazit eindeutig: Der Mai war für uns die perfekte Reisezeit.
Natürlich war das Meer noch etwas frisch und zwei Sehenswürdigkeiten – die Samaria-Schlucht und die Zeus-Höhle – waren aufgrund des langen Winters noch geschlossen. Trotzdem würden wir uns jederzeit wieder für den Mai entscheiden.
Die angenehmen Temperaturen machten jede Wanderung zu einem Vergnügen. Die Straßen waren entspannt zu fahren, die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen und die Insel zeigte sich mit ihren grünen Bergen und blühenden Landschaften von einer Seite, die wir so überhaupt nicht erwartet hatten.
Hinzu kamen faire Preise für Unterkünfte, Mietwagen und Flüge – ein weiterer Pluspunkt gegenüber den Sommermonaten.
Wenn du Kreta vor allem zum Baden besuchen möchtest, würden wir wahrscheinlich eher den September empfehlen.
Möchtest du die Insel jedoch in ihrer ganzen Vielfalt erleben – mit Schluchten, historischen Städten, traumhaften Stränden, Berglandschaften und Roadtrips –, dann würden wir dir den Mai aus voller Überzeugung ans Herz legen. Für uns war diese Reise der beste Beweis dafür, dass Kreta weit mehr ist als ein klassisches Sommerziel. Und genau deshalb würden wir jederzeit wieder im Frühling zurückkehren.
Chania im Mai
Kann man im Mai auf Kreta baden?
Ja. Die Wassertemperaturen liegen meist zwischen 19 und 21 Grad. Viele Urlauber gehen bereits problemlos schwimmen. Uns persönlich war das Meer allerdings noch etwas zu kühl für längere Badeeinheiten.
Ist Kreta im Mai warm?
Ja. Tagsüber kannst du meist mit Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad rechnen. Für Sightseeing, Wanderungen und Roadtrips empfanden wir das als nahezu perfekt.
Regnet es im Mai auf Kreta?
Regen ist möglich, spielt aber meist nur eine untergeordnete Rolle. Während unserer zehn Tage hatten wir fast ausschließlich sonniges Wetter.
Ist Kreta im Mai überlaufen?
Nein. Natürlich waren bekannte Sehenswürdigkeiten gut besucht, von den Menschenmassen der Sommerferien waren wir allerdings weit entfernt.
Braucht man im Mai eine Jacke?
Für den Abend würden wir eine leichte Jacke oder einen Pullover empfehlen. Tagsüber reicht meist Sommerkleidung.
Sind die Strände im Mai geöffnet?
Ja. Alle bekannten Strände wie Balos, Elafonissi oder Preveli waren problemlos zugänglich. Lediglich einige Beach Clubs oder saisonale Angebote können Anfang Mai noch geschlossen sein.
Ist der Mai die beste Reisezeit für Kreta?
Für unseren Reisestil ganz klar: Ja. Wenn du gerne wanderst, mit dem Mietwagen unterwegs bist und möglichst viel von der Insel sehen möchtest, würden wir den Mai jederzeit empfehlen.
Kourtaliotiko Schlucht
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