Kreta Rundreise in 10 Tagen – Die perfekte Route mit dem Mietwagen

Warum Kreta perfekt für einen Roadtrip ist

Als wir im Frühjahr überlegt haben, wohin unsere nächste Reise gehen sollte, fiel die Wahl eher spontan auf Kreta. Ehrlich gesagt wussten wir vorher gar nicht so viel über die größte griechische Insel. Natürlich hatten wir Bilder von traumhaften Stränden, kleinen Bergdörfern und dem berühmten Palast von Knossos gesehen, aber wie abwechslungsreich Kreta tatsächlich ist, wurde uns erst bei der Reiseplanung bewusst.

 

Genau dieser Mix hat uns schließlich überzeugt. Auf kaum einer anderen Mittelmeerinsel lassen sich so viele unterschiedliche Landschaften und Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. An einem Tag wanderst du durch eine spektakuläre Schlucht, am nächsten stehst du in einem über 3.000 Jahre alten Palast, anschließend entspannst du an einem karibisch anmutenden Strand und am Abend schlenderst du durch eine venezianische Altstadt. Genau diese Vielfalt macht Kreta für uns zu einem der spannendsten Reiseziele im Mittelmeer.

 

Schon nach kurzer Zeit bei der Planung wurde allerdings klar: Kreta ist deutlich größer, als wir zunächst gedacht hatten. Die Insel misst von West nach Ost fast 260 Kilometer und viele Straßen führen durch kurvenreiche Berglandschaften. Unsere ursprüngliche Idee war es, wie bei vielen anderen Inselurlauben eine Unterkunft zu buchen und von dort aus alle Ausflüge als Tagestouren zu unternehmen.

 

Doch je intensiver wir uns mit den Entfernungen beschäftigten, desto schneller war klar, dass das keinen Sinn ergeben würde. Wer jeden Abend wieder zum gleichen Hotel zurückfahren muss, verbringt auf Kreta schnell mehrere Stunden täglich im Auto. Gerade die schönsten Sehenswürdigkeiten liegen über die gesamte Insel verteilt.

 

Deshalb entschieden wir uns bewusst für einen Roadtrip mit insgesamt vier verschiedenen Unterkünften. Im Nachhinein war das eine der besten Entscheidungen der gesamten Reise. Dadurch mussten wir nie stundenlang zu unserem ersten Programmpunkt fahren und konnten jeden Teil der Insel deutlich entspannter erkunden.

 

Insgesamt waren wir zehn Tage auf Kreta unterwegs und legten dabei rund 1.164 Kilometer mit dem Mietwagen zurück. Trotzdem fühlte sich die Reise nie stressig an. Im Gegenteil: Durch die kurzen Fahrzeiten zwischen Hotel und Tagesprogramm blieb genügend Zeit, die einzelnen Orte wirklich zu genießen, statt ständig nur im Auto zu sitzen.

 

Was uns während der Reise außerdem überrascht hat: Kreta ist unglaublich vielseitig. Natürlich gibt es traumhafte Strände wie die Balos Lagune oder den Elafonissi Beach. Gleichzeitig erwarten dich beeindruckende Klöster, antike Ausgrabungen, spektakuläre Schluchten, riesige Höhlen, traditionelle Bergdörfer und wunderschöne Küstenstädte. Kaum ein Tag glich dem anderen.

 

Besonders gefallen hat uns auch, wie unkompliziert das Reisen mit dem Auto funktioniert. Die Straßen sind überwiegend in einem sehr guten Zustand, der Verkehr ist entspannt und selbst längere Strecken machen durch die ständig wechselnden Landschaften richtig Spaß. Hinter jeder Kurve wartet gefühlt schon die nächste Aussicht.

 

Wenn wir heute noch einmal nach Kreta reisen würden, würden wir uns wieder genauso entscheiden: Mietwagen buchen, mehrere Unterkünfte wählen und die Insel Stück für Stück erkunden. Für uns war genau das die perfekte Art, Kreta kennenzulernen.

 

In diesem Artikel zeigen wir dir unsere komplette 10-Tage-Route mit allen Stopps, Unterkünften, Kosten und persönlichen Erfahrungen. Außerdem verraten wir dir, welche Sehenswürdigkeiten uns besonders begeistert haben, wo wir beim nächsten Mal mehr Zeit verbringen würden und welche Tipps wir Erstbesuchern unbedingt mit auf den Weg geben möchten.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Absolutes Highlight: die Katholico Schlucht


1.  Unsere Kreta Rundreise im Überblick

Für unsere zehn Tage auf Kreta haben wir uns bewusst gegen einen klassischen Hotelurlaub entschieden und stattdessen einen Roadtrip mit insgesamt vier verschiedenen Unterkünften geplant. Rückblickend würden wir diese Entscheidung jederzeit wieder treffen.

 

Unser Ziel war es nicht, möglichst viele Kilometer abzuspulen, sondern die Insel entspannt zu entdecken. Deshalb haben wir unsere Unterkünfte so gewählt, dass wir jeden Teil Kretas möglichst ohne lange Anfahrten erkunden konnten. Statt morgens zwei oder drei Stunden bis zur ersten Sehenswürdigkeit zu fahren, waren wir meist bereits nach 30 bis 90 Minuten am Ziel. Das hat die Reise deutlich entspannter gemacht und uns viel Zeit gespart.

 

Gelandet sind wir am Flughafen von Heraklion, wo wir direkt unseren Mietwagen übernommen haben. Von dort ging es zunächst an die Nordküste in die Nähe von Rethymno. Anschließend führte uns die Route weiter in den Westen der Insel nach Chania, danach zurück in den Norden nach Kokkini Chani bei Heraklion und zum Abschluss an die Ostküste in die Nähe von Agios Nikolaos.

 

Insgesamt sind wir während der Reise 1.164 Kilometer gefahren. Das klingt zunächst nach einer langen Strecke, fühlte sich aber nie stressig an. Durch die vier Hotelstandorte mussten wir an keinem Tag besonders weite Anfahrten in Kauf nehmen. Selbst die längeren Etappen waren landschaftlich wunderschön und gehörten für uns bereits zum Erlebnis dazu.

 

Unsere Route im Überblick:

  • Tag 1: Ankunft in Heraklion, Übernahme des Mietwagens und Fahrt nach Adelianos Kampos bei Rethymno
  • Tag 2: Arkadi Kloster, Rethymno und die venezianische Altstadt
  • Tag 3: Wanderung durch die Kourtaliotiko-Schlucht, anschließend Preveli Beach und Ausklang des Tages in Plakias
  • Tag 4: Weiterfahrt Richtung Chania, Wanderung durch die Katholiko-Schlucht und Erkundung der Altstadt von Chania
  • Tag 5: Balos Lagune und Elafonissi Beach
  • Tag 6: Wanderung durch die Imbros-Schlucht
  • Tag 7: Sfentoni-Höhle, Palast von Knossos und Weiterfahrt nach Kokkini Chani
  • Tag 8: Bootsausflug nach Spinalonga, Besuch von Agios Nikolaos und Weiterfahrt nach Ammoudara
  • Tag 9: Roadtrip über die Lasithi-Hochebene und entspannter Nachmittag im Hotel
  • Tag 10: Rückfahrt nach Heraklion, Mietwagenrückgabe und Heimflug nach Deutschland

Würden wir die Route heute wieder genauso planen?

Ganz klar: Ja.

 

Rückblickend hat sich die Aufteilung auf vier Unterkünfte absolut bewährt. Wir hatten nie das Gefühl, den ganzen Tag nur im Auto zu sitzen, sondern konnten jede Region in Ruhe erkunden. Gleichzeitig haben wir unglaublich viele unterschiedliche Seiten Kretas kennengelernt.

 

Von venezianischen Altstädten über jahrtausendealte Klöster und antike Ausgrabungen bis hin zu tiefen Schluchten, türkisfarbenen Buchten, einsamen Berglandschaften und einigen der schönsten Strände Griechenlands war alles dabei. Genau diese Vielfalt macht Kreta aus unserer Sicht zu einem perfekten Reiseziel für einen Roadtrip.

 

Mit etwas mehr Zeit würden wir beim nächsten Mal allerdings noch den äußersten Osten der Insel einplanen. Dort warten ebenfalls einige spannende Landschaften und Strände, für die unsere zehn Tage am Ende einfach nicht mehr ausgereicht haben.

Wenn du Kreta zum ersten Mal besuchst und die Insel möglichst abwechslungsreich erleben möchtest, würden wir dir diese Route jederzeit wieder empfehlen.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Der Weg hinunter zur Balos Lagune


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2. Ist ein Mietwagen auf Kreta sinnvoll?

Aus unserer Sicht lautet die Antwort ganz klar: Ja – unbedingt!

 

Natürlich kannst du Kreta auch ohne Mietwagen bereisen. Zwischen den größeren Städten verkehren regelmäßig Busse und von Chania, Rethymno oder Heraklion werden zahlreiche organisierte Tagesausflüge angeboten. Wenn du allerdings die schönsten Ecken der Insel entdecken und flexibel unterwegs sein möchtest, führt an einem Mietwagen kaum ein Weg vorbei.

Genau diese Freiheit hat unsere Reise für uns so besonders gemacht.

 

Wir konnten spontan an Aussichtspunkten anhalten, kleine Bergdörfer erkunden, in einer Taverne einkehren oder einfach dort länger bleiben, wo es uns besonders gut gefallen hat. Bei einer geführten Tour wäre das alles nicht möglich gewesen.

Gerade viele unserer persönlichen Highlights wie die Katholiko-Schlucht, die Lasithi-Hochebene oder die Fahrt zur Balos Lagune wären ohne Mietwagen deutlich umständlicher oder teilweise gar nicht erreichbar gewesen.

Wir hatten den Mietwagen die kompletten zehn Tage

Direkt nach unserer Landung am Flughafen Heraklion haben wir unseren Mietwagen übernommen. Erst am letzten Reisetag, kurz vor dem Rückflug, haben wir ihn wieder abgegeben. Rückblickend würden wir das jederzeit wieder genauso machen.

Gerade weil wir vier verschiedene Unterkünfte auf der Insel hatten, war der Mietwagen praktisch unverzichtbar. Gleichzeitig mussten wir uns nie nach Busfahrplänen richten und konnten unsere Tage genau so gestalten, wie wir wollten.

Wie ist Autofahren auf Kreta?

Vor unserer Reise hatten wir ehrlich gesagt etwas Respekt davor. Schmale Straßen, griechischer Verkehr und kurvige Bergpässe klangen zunächst etwas abschreckend. In der Realität war das Autofahren auf Kreta allerdings deutlich entspannter als erwartet. Die Straßen befinden sich größtenteils in einem sehr guten Zustand und sind fast durchgehend asphaltiert. Entlang der Nordküste verbindet eine gut ausgebaute Schnellstraße die wichtigsten Städte wie Chania, Rethymno, Heraklion und Agios Nikolaos, sodass man dort schnell vorankommt.

 

Sobald du ins Inselinnere oder an die Südküste fährst, wird es kurviger. Viele Straßen führen durch beeindruckende Berglandschaften und zahlreiche Serpentinen. Das bedeutet zwar etwas längere Fahrzeiten, gleichzeitig gehören diese Strecken aber zu den schönsten der gesamten Reise. Hinter fast jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Blick auf Berge, Schluchten oder das Meer.


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Ein Kleinwagen reicht völlig aus

Wir würden auf Kreta keinen großen SUV oder ein besonders leistungsstarkes Auto buchen. Ganz im Gegenteil.

In vielen kleinen Dörfern sind die Straßen recht schmal und auch manche Parkplätze fallen eher klein aus. Ein kompakter Kleinwagen ist hier deutlich angenehmer zu fahren und vollkommen ausreichend. Selbst die berühmte Schotterstraße zur Balos Lagune haben wir problemlos mit unserem Kleinwagen gemeistert. Wer langsam und vorsichtig fährt, braucht sich darüber keine Sorgen zu machen.

Das Einzige, woran wir uns erst gewöhnen mussten

Eine Besonderheit des Straßenverkehrs auf Kreta ist die Fahrweise vieler Einheimischer. Vor allem auf den Landstraßen ist es üblich, möglichst weit rechts auf dem Seitenstreifen zu fahren, damit schnellere Fahrzeuge problemlos überholen können, ohne komplett auf die Gegenfahrbahn ausweichen zu müssen. Das wirkt im ersten Moment etwas ungewohnt, gehört dort aber ganz selbstverständlich zum Verkehrsfluss. Nach kurzer Zeit hatten wir uns daran gewöhnt aber es ist schon seltsam, da sie dadurch sehr nah überholen..

Parken auf Kreta

Auch das Thema Parken hat uns positiv überrascht. Vor der Reise hatten wir befürchtet, in den größeren Städten lange nach einem Parkplatz suchen zu müssen. Tatsächlich war das überhaupt kein Problem. In Städten wie Rethymno, Chania oder Agios Nikolaos gibt es mehrere größere Parkplätze, häufig direkt in der Nähe der Altstadt oder des Hafens. Die Tagesgebühren lagen meist bei maximal fünf Euro.

 

Noch einfacher war es an den meisten Sehenswürdigkeiten. Ob Arkadi-Kloster, Palast von Knossos, Sfentoni-Höhle oder Lasithi-Hochebene – fast überall standen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, häufig sogar kostenlos.

 

Auch deshalb würden wir jederzeit wieder Unterkünfte außerhalb der Innenstädte wählen. Wir konnten bei allen vier Hotels kostenlos oder direkt vor der Unterkunft parken und mussten uns nie Gedanken über enge Parkhäuser oder Parkplatzsuche machen.

Navigation und Tankstellen

Für die Navigation haben wir während der gesamten Reise ausschließlich Google Maps genutzt. Das hat problemlos funktioniert und selbst kleinere Straßen oder abgelegene Sehenswürdigkeiten zuverlässig gefunden. Auch Tankstellen gibt es auf Kreta ausreichend. Entlang der Nordküste liegen sie in regelmäßigen Abständen und selbst in kleineren Orten findest du fast immer eine Möglichkeit zum Tanken. Wir mussten während der gesamten Rundreise nie befürchten, mit leerem Tank irgendwo liegen zu bleiben.



Unser Fazit zum Mietwagen auf Kreta

Wenn du nur eine Woche am Hotelpool verbringen möchtest, brauchst du natürlich keinen Mietwagen.

 

Wenn du Kreta jedoch wirklich kennenlernen möchtest, würden wir ihn jederzeit empfehlen.

 

Für uns war der Mietwagen der Schlüssel zu einer der abwechslungsreichsten Reisen, die wir bisher im Mittelmeerraum gemacht haben. Erst dadurch konnten wir die beeindruckenden Schluchten erwandern, abgelegene Klöster besuchen, kleine Bergdörfer entdecken und einige der schönsten Strände Griechenlands völlig flexibel erkunden. Genau diese Freiheit macht für uns den Reiz einer Kreta-Rundreise aus – und wir würden sie beim nächsten Besuch der Insel genauso wieder planen.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Um die Sfentoni Höhle zu besuchen ist ein Mietwagen sinnvoll


3. Unsere Route für 10 Tage Kreta – Tag für Tag

Tag 1 – Ankunft in Heraklion und Fahrt nach Rethymno

Unsere Reise begann am frühen Abend mit der Landung am Flughafen von Heraklion. Da wir bereits zu Hause einen Mietwagen gebucht hatten, konnten wir diesen direkt nach der Ankunft übernehmen. Das ging unkompliziert und schon kurze Zeit später saßen wir im Auto und starteten in unser erstes Griechenland-Abenteuer.

 

Anstatt die erste Nacht in Heraklion zu verbringen, fuhren wir direkt weiter an die Nordküste in den kleinen Ort Adelianos Kampos östlich von Rethymno. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde und war der perfekte Einstieg in unseren Roadtrip. Bereits unterwegs bekamen wir einen ersten Eindruck von den gut ausgebauten Straßen und der abwechslungsreichen Landschaft Kretas.

 

Bewusst hatten wir uns gegen ein Hotel mitten in der Stadt entschieden. Gerade auf einem Roadtrip wollten wir unkompliziert ankommen und problemlos parken können. Deshalb buchen wir unsere Unterkünfte meist etwas außerhalb der bekannten Touristenorte.

 

Unsere erste Unterkunft waren die Kalimera Apartments in Adelianos Kampos*. Die Lage war ideal: ruhig, mit kostenlosen Parkplätzen direkt an der Unterkunft und trotzdem nur wenige Minuten von Rethymno entfernt. Nach dem Check-in ließen wir den Abend ganz entspannt ausklingen. Auf Kreta findet ihr neben kleineren Supermärkten auch Lidl, den wir aus Deutschland kennen. Somit konnten wir uns schnell noch mit allem nötigen für den Abend und nächsten Tag versorgen. Viel Programm stand am ersten Tag bewusst nicht mehr auf dem Plan.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Kalimera Appartments

Tag 2 – Arkadi-Kloster und die Altstadt von Rethymno

Den ersten richtigen Urlaubstag starteten wir mit einem Besuch des Arkadi-Klosters, das rund 25 Kilometer südöstlich von Rethymno liegt.

 

Schon die Fahrt dorthin führte durch kleine Bergdörfer und Olivenhaine und machte Lust auf die kommenden Tage. Das Kloster selbst zählt zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten Kretas und beeindruckte uns nicht nur durch seine wunderschöne Architektur, sondern auch durch seine bewegende Geschichte. Gerade wenn dich Geschichte interessiert, solltest du diesen Ort unbedingt einplanen. Nach unserem Besuch ging es zurück nach Rethymno.

 

Eigentlich hatten wir erwartet, dass uns Chania später auf der Reise am besten gefallen würde. Schließlich wird die Stadt in fast jedem Reiseführer als schönste Stadt Kretas bezeichnet. Doch bereits nach wenigen Stunden in Rethymno merkten wir, dass wir uns geirrt hatten. Für uns entwickelte sich Rethymno schnell zum schönsten Ort der gesamten Insel.

 

Die venezianische Altstadt hat unglaublich viel Charme. Kleine Gassen wechseln sich mit gemütlichen Cafés, traditionellen Tavernen und hübschen Geschäften ab. Alles wirkt lebendig, aber gleichzeitig angenehm entspannt. Natürlich besuchten wir auch die imposante Fortezza, die oberhalb der Stadt thront. Von dort hast du einen fantastischen Blick über die roten Dächer der Altstadt, den Hafen und die umliegenden Berge. Gerade am späten Nachmittag ist das Licht hier wunderschön.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Blick von der Festung auf Rethymno


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Tag 3 – Kourtaliotiko-Schlucht, Preveli Beach und Plakias

Der dritte Tag gehörte ganz der Natur. Unser erstes Ziel war die Kourtaliotiko-Schlucht, die zu den beeindruckendsten Schluchten Kretas zählt. Schon die Anfahrt bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die steilen Felswände. Von hier aus unternahmen wir eine kleine Wanderung durch die Schlucht bis zu den Wasserfällen. Obwohl die Tour nicht besonders lang ist, gehört sie für uns zu den schönsten Wanderungen der Reise. Das Rauschen des Wassers, die hohen Felswände und die üppige Vegetation sorgen für eine völlig andere Atmosphäre als an der Küste.

 

Anschließend fuhren wir weiter zum berühmten Preveli Beach. Hier trifft ein kleiner Fluss mit seinem Palmenwald direkt auf das Libysche Meer. Genau dieser Kontrast macht den Strand so besonders. Ehrlich gesagt hat uns weniger der Strand selbst begeistert, sondern vielmehr der Flusslauf mit seinen Palmen. Dort entsteht fast schon tropisches Flair und wir hätten problemlos noch deutlich länger bleiben können.

 

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Plakias, einem kleinen Küstenort an der Südküste Kretas. Dort gab es ein leckeres spätes Mittagessen und noch eine kurze Wanderung und dann ging es zurück ins Apartment. Rückblickend war dieser Tag einer der abwechslungsreichsten der gesamten Reise. Morgens Schlucht, mittags Palmenstrand und nachmittags ein ruhiger Küstenort – genau diese Vielfalt macht Kreta für uns so besonders.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Kourtaliotiko Schlucht

Tag 4 – Katholiko-Schlucht und Chania

Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von unserer ersten Unterkunft. Für die nächsten drei Nächte wechselten wir an die Westküste Kretas in die Nähe von Chania. Auch diesmal entschieden wir uns bewusst gegen ein Hotel direkt in der Stadt. Unsere Unterkunft, die Sea Breeze Apartments nahe Gerani*, bot kostenlose Parkplätze, viel Ruhe und lag trotzdem nur wenige Minuten von Chania entfernt. Bevor wir allerdings die Altstadt erkundeten, stand zunächst ein Ort auf dem Programm, von dem wir vor unserer Reise kaum etwas gehört hatten: die Katholiko-Schlucht.

 

Eigentlich war sie eher zufällig auf unserer Route gelandet. Ich hatte in einem einzigen YouTube-Video davon erfahren, in Reiseführern oder auf anderen Reiseblogs tauchte sie dagegen kaum auf. Umso gespannter waren wir, ob sich der Abstecher lohnen würde. Die Katholiko Schlucht liegt auf der Halbinsel über Chania, dort wo auch der Flughafen zu finden ist.

Und genau hier wartete für uns eine der größten Überraschungen der gesamten Reise. Die Wanderung führt zunächst durch eine karge Felslandschaft, bevor plötzlich die Ruinen eines alten Klosters mitten in der Schlucht auftauchen. Diese Kombination aus beeindruckender Natur und jahrhundertealter Geschichte hat uns sofort begeistert. Die Landschaft wirkt rau, ursprünglich und ganz anders als die bekannten Wanderungen auf Kreta. Für uns gehört die Katholiko-Schlucht bis heute zu den schönsten Wanderungen der Insel und gleichzeitig zu den größten Geheimtipps. Wenn du gerne wanderst und etwas erleben möchtest, das noch nicht von Reisegruppen überlaufen ist, solltest du diesen Ort unbedingt einplanen.

 

Am Nachmittag ging es weiter nach Chania. Natürlich hatten wir uns auf die berühmte Altstadt gefreut. Schließlich wird Chania in nahezu jedem Reiseführer als die schönste Stadt Kretas bezeichnet. Schön ist sie ohne Frage. Der venezianische Hafen, der Leuchtturm und die kleinen Gassen laden zum Bummeln ein und gerade am Abend herrscht hier eine tolle Atmosphäre.

Trotzdem müssen wir ehrlich sagen, dass Chania unsere hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte. Vielleicht lag es am großen Andrang, vielleicht daran, dass wir Rethymno bereits gesehen hatten. Für uns wirkte Chania deutlich touristischer. Rund um den Hafen reiht sich ein Restaurant an das nächste und viele Geschäfte sind klar auf Touristen ausgerichtet. Das heißt nicht, dass sich Chania nicht lohnt – ganz im Gegenteil. Die Stadt gehört definitiv auf jede Kreta-Rundreise. Persönlich würden wir allerdings jederzeit wieder mehr Zeit in Rethymno verbringen.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Katholico Schlucht

Tag 5 – Balos Lagune und Elafonissi Beach

Auf diesen Tag hatten wir uns schon vor der Reise besonders gefreut. Mit der Balos Lagune und dem Elafonissi Beach standen gleich zwei der bekanntesten Strände Griechenlands auf unserem Programm. Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg Richtung Balos. Schon die Anfahrt ist ein kleines Abenteuer. Nach einer asphaltierten Straße folgt die bekannte Schotterpiste, die viele Besucher zunächst abschreckt. Wir können allerdings Entwarnung geben: Wer langsam und vorsichtig fährt, erreicht den Parkplatz auch problemlos mit einem normalen Kleinwagen. Vom Parkplatz führt anschließend ein kurzer Wanderweg hinunter zur Lagune.

 

Und dann steht man plötzlich vor einem Panorama, das man so schnell nicht wieder vergisst. Türkisfarbenes Wasser, helle Sandbänke und das tiefblaue Meer bilden zusammen eine Landschaft, die fast schon unwirklich wirkt. Für uns war das ohne Zweifel die schönste Aussicht der gesamten Reise. Allein wegen dieses Ausblicks würden wir jederzeit wieder nach Kreta fliegen.

 

Nach einigen Stunden an der Balos Lagune fuhren wir weiter an die Südwestküste zum berühmten Elafonissi Beach.

Auch dieser Strand ist wunderschön. Das flache Wasser schimmert in verschiedenen Türkistönen und an einigen Stellen ist tatsächlich der berühmte rosafarbene Sand zu erkennen. Trotzdem würden wir persönlich die Balos Lagune jederzeit vorziehen. Vielleicht lag es auch am Wetter. Balos sahen wir mit Sonne, bei Elafonissi war es bewölkt und windig. Nicht, weil Elafonissi enttäuschend wäre – ganz im Gegenteil. Aber die Landschaft rund um Balos ist einfach spektakulärer und einzigartiger.

Da wir Anfang Mai auf Kreta unterwegs waren, war uns das Meer allerdings noch etwas zu kalt zum Baden. Das störte uns überhaupt nicht, denn wir waren ohnehin hauptsächlich zum Fotografieren und Erkunden dort.

 

Die Kombination aus Balos und Elafonissi an einem Tag ist zwar gut machbar, aber gleichzeitig auch die längste Fahretappe unserer gesamten Rundreise. Gerade durch die vielen Serpentinen und die Schotterstraße solltest du hierfür genügend Zeit einplanen.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Balos Lagune

Tag 6 – Wanderung durch die Imbros-Schlucht

Eigentlich sollte dieser Tag ganz anders aussehen. Unser ursprünglicher Plan war eine Wanderung durch die berühmte Samaria-Schlucht, weshalb wir unsere Unterkunft auch bewusst in der Nähe von Chania gewählt hatten. Viele Touranbieter starten von dort bereits früh am Morgen. Leider spielte das Wetter des vergangenen Winters nicht mit. Da es ungewöhnlich viel geschneit hatte, war die Samaria-Schlucht Anfang Mai noch geschlossen. Natürlich waren wir zunächst enttäuscht. Die Wanderung stand ganz oben auf unserer Wunschliste.

 

Denn stattdessen entschieden wir uns für die Imbros-Schlucht. Und die hat uns wirklich begeistert. Die Wanderung führt durch beeindruckende Felswände, enge Schluchtpassagen und eine wunderschöne Natur. Gleichzeitig ist sie deutlich kürzer und weniger anspruchsvoll als die Samaria-Schlucht und eignet sich deshalb auch hervorragend für viele Urlauber, die keine acht Stunden wandern möchten. Gerade die schmalsten Stellen der Schlucht, an denen die Felswände nur wenige Meter auseinanderliegen, gehören zu den schönsten Fotomotiven der Tour.

 

Für uns war die Imbros-Schlucht deshalb kein Ersatzprogramm, sondern ein echtes Highlight der Reise. Natürlich würden wir beim nächsten Kreta-Besuch gerne auch noch die Samaria-Schlucht nachholen. Rückblickend sind wir aber froh, die Imbros-Schlucht entdeckt zu haben. Wahrscheinlich hätten wir sie sonst nie besucht.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Imbros Schlucht

Tag 7 – Sfentoni-Höhle, Palast von Knossos und Weiterfahrt nach Heraklion

Nach drei Nächten im Westen Kretas hieß es für uns erneut Koffer packen. Unser nächstes Ziel war die Region rund um Heraklion. Bevor wir dort jedoch unsere Unterkunft bezogen, standen noch zwei Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, die unterschiedlicher kaum hätten sein können.mUnser erster Stopp war die Sfentoni-Höhle im kleinen Bergdorf Zoniana.

 

Eigentlich wollten wir ursprünglich die berühmte Zeus-Höhle auf der Lasithi-Hochebene besuchen. Aufgrund der Bauarbeiten war sie während unserer Reise allerdings geschlossen. Also suchten wir nach einer Alternative und stießen eher zufällig auf die Sfentoni-Höhle. Heute würden wir sagen: Zum Glück. Schon die Fahrt dorthin gehört zu den schönsten Strecken der gesamten Reise. Die Straße windet sich durch die Berge und eröffnet immer wieder fantastische Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Allein dafür lohnt sich der Abstecher bereits. Die Höhle selbst hat uns dann vollkommen überrascht. Sie ist deutlich größer, als wir erwartet hatten. Sie ist tatsächlich die größte Höhle auf Kreta, die man besuchen kann. Während der Führung geht es durch mehrere beeindruckende Hallen mit riesigen Stalagmiten und Stalaktiten. Alles ist hervorragend beleuchtet und der Rundweg führt tief ins Innere des Berges. Gerade wenn du bisher nur wenige Tropfsteinhöhlen besucht hast, wird dich die Sfentoni-Höhle garantiert beeindrucken.

 

Nach dem Höhlenbesuch fuhren wir weiter nach Knossos. Der Palast von Knossos zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Europas und gehört für viele Besucher zu einem Kreta-Urlaub einfach dazu. Schließlich gilt die minoische Kultur als eine der ältesten Hochkulturen Europas. Auch wenn wir normalerweise lieber in der Natur unterwegs sind, wollten wir uns diese geschichtsträchtige Sehenswürdigkeit natürlich nicht entgehen lassen. Der weitläufige Palast vermittelt einen faszinierenden Eindruck davon, wie fortschrittlich diese Kultur bereits vor mehreren tausend Jahren war. Besonders spannend fanden wir die gut erhaltenen Bereiche, die aufwendig rekonstruierten Wandmalereien und die vielen Informationen zur Geschichte der Minoer.

 

Nach einem ereignisreichen Tag fuhren wir schließlich zu unserer dritten Unterkunft, dem Anemos Inn by Estia in Kokkini Chani*. Auch diese Unterkunft hatten wir ganz bewusst außerhalb von Heraklion gewählt. Kostenlose Parkplätze, kurze Wege zum Strand und eine entspannte Atmosphäre waren uns wichtiger als ein Hotel mitten in der Stadt.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Palast von Knossos

Tag 8 – Spinalonga und Agios Nikolaos

Am achten Tag führte uns unsere Rundreise an die Ostküste Kretas. Unser erstes Ziel war die kleine Insel Spinalonga, die heute zu den bekanntesten Ausflugszielen der Insel gehört. Schon die kurze Bootsfahrt hinüber macht Spaß und bietet schöne Ausblicke auf die Küste. Sobald man die mächtigen Festungsmauern erreicht, merkt man allerdings schnell, dass dieser Ort weit mehr ist als nur eine weitere Sehenswürdigkeit. Spinalonga blickt auf eine bewegende Geschichte zurück. Viele kennen die Insel vor allem als ehemalige Leprakolonie. Tatsächlich lebten hier bis in die 1950er Jahre Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit von der Außenwelt isoliert wurden. Wenn man heute durch die verlassenen Gassen läuft, bekommt man schnell ein Gefühl dafür, wie besonders dieser Ort ist. Uns hat vor allem die Atmosphäre beeindruckt. Zwischen den alten Häusern, den Festungsmauern und dem Blick aufs türkisblaue Meer entsteht eine Mischung aus Geschichte, Natur und Nachdenklichkeit, die wir so vorher nicht erwartet hatten.

 

Nach einigen Stunden auf Spinalonga fuhren wir weiter nach Agios Nikolaos. Auch dieser Ort wird in vielen Reiseführern als absolutes Highlight Kretas beschrieben. Ehrlich gesagt konnten wir diesen Eindruck allerdings nur teilweise teilen.

Natürlich ist der kleine Hafen mit dem Voulismeni-See sehr hübsch und es gibt einige schöne Fotospots. Insgesamt wirkte Agios Nikolaos auf uns aber deutlich touristischer als beispielsweise Rethymno. Viele Restaurants, Souvenirgeschäfte und Cafés prägen das Stadtbild. Vielleicht hatten wir einfach zu hohe Erwartungen. Schön fanden wir den Ort trotzdem. Würden wir uns allerdings zwischen Agios Nikolaos und Rethymno entscheiden müssen, würden wir jederzeit wieder Rethymno wählen.

 

Am Abend bezogen wir schließlich unsere vierte und letzte Unterkunft – die Beach Walk Luxury Suites in Ammoudara* bei Agios Nikolaos. Die Lage direkt an der Ostküste war perfekt für unseren letzten vollständigen Urlaubstag auf Kreta.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Spinalonga


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Tag 9 – Roadtrip über die Lasithi-Hochebene

Unser letzter kompletter Urlaubstag führte uns noch einmal ins Inselinnere. Die Lasithi-Hochebene stand schon lange auf unserer Wunschliste und gehört rückblickend zu den größten Überraschungen unserer gesamten Reise. Während viele Besucher vor allem die Küsten Kretas erkunden, zeigt die Lasithi-Hochebene eine völlig andere Seite der Insel. Grüne Felder, kleine Dörfer, Obstplantagen und die berühmten historischen Windmühlen prägen das Landschaftsbild. Umgeben wird die Ebene von den höchsten Bergen Kretas, wodurch immer wieder beeindruckende Ausblicke entstehen. Gerade die Fahrt über die kleinen Straßen der Hochebene hat uns unglaublich gut gefallen. Immer wieder hielten wir spontan an Aussichtspunkten an, schlenderten durch kleine Orte oder genossen einfach den Blick auf die umliegenden Berge. Für uns war genau das einer dieser Tage, an denen gar nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit im Mittelpunkt stand, sondern die Landschaft selbst.

 

Eigentlich wollten wir hier auch die berühmte Zeus-Höhle besuchen. Leider war sie während unserer Reise ebenfalls noch geschlossen. Am Nachmittag kehrten wir noch einmal in unsere Unterkunft zurück und ließen unsere Reise ganz entspannt ausklingen.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Blick von der Zeus Höhle hinunter in die Lasithi Ebene

Tag 10 – Rückfahrt nach Heraklion und Heimflug

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zurück nach Heraklion, wo wir unseren Mietwagen wieder abgaben.

Der Rückflug nach Deutschland startete bereits am Vormittag, weshalb wir an diesem Tag keine weiteren Besichtigungen mehr eingeplant hatten. Während der Fahrt zum Flughafen ließen wir die vergangenen zehn Tage noch einmal Revue passieren.

Über 1.160 Kilometer, vier Unterkünfte, unzählige Serpentinen, beeindruckende Schluchten, traumhafte Strände, jahrtausendealte Geschichte und viele kleine Überraschungen lagen hinter uns. Vor unserer Reise hatten wir ehrlich gesagt keine genaue Vorstellung davon, was uns auf Kreta erwarten würde. Heute würden wir sagen, dass die Insel unsere Erwartungen sogar übertroffen hat. Vor allem die unglaubliche Vielfalt hat uns begeistert. Kaum ein Tag glich dem anderen. Genau deshalb würden wir eine Rundreise jederzeit einem klassischen Hotelurlaub vorziehen.


4. Die schönsten Highlights unserer Kreta Rundreise

In zehn Tagen haben wir über 1.160 Kilometer auf Kreta zurückgelegt und dabei einen großen Teil der Insel kennengelernt. Natürlich konnten wir längst nicht alles sehen – dafür bräuchte man mindestens drei oder mehr Wochen. Trotzdem haben wir viele Orte besucht, die unterschiedlicher kaum sein könnten: historische Klöster, antike Ausgrabungen, spektakuläre Schluchten, traumhafte Strände, kleine Hafenstädte und beeindruckende Berglandschaften. Wenn uns heute jemand fragen würde, welche Orte wir auf einer Kreta-Rundreise auf keinen Fall auslassen würden, dann wären es diese.

 

Die schönste Stadt: Rethymno

Vor unserer Reise hätten wir vermutlich gesagt, dass Chania unser Favorit werden würde. Schließlich wird die Stadt in nahezu jedem Reiseführer als schönste Stadt Kretas bezeichnet. Nach unserem Besuch sahen wir das allerdings etwas anders.

Für uns war Rethymno ganz klar die schönste Stadt der Insel. Die venezianische Altstadt besitzt unglaublich viel Charme. Kleine Gassen, liebevoll restaurierte Häuser, gemütliche Cafés, zahlreiche Restaurants und kleine Geschäfte laden zum Bummeln ein. Gleichzeitig wirkt Rethymno deutlich entspannter und authentischer als Chania. Besonders gefallen hat uns die Mischung aus historischer Altstadt, venezianischer Festung und der Strandpromenade. Während Chania auf uns teilweise sehr touristisch wirkte, hatte Rethymno genau die Atmosphäre, die wir auf Kreta gesucht hatten. Wenn wir uns zwischen beiden Städten entscheiden müssten, würden wir jederzeit wieder Rethymno wählen.

 

Der schönste Strand: Balos Lagune

Kreta besitzt unzählige wunderschöne Strände. Doch die Balos Lagune spielt für uns noch einmal in einer ganz eigenen Liga.

Bereits der Blick vom Aussichtspunkt hinunter auf die Lagune gehört zu den schönsten Landschaften, die wir auf unserer gesamten Reise gesehen haben. Das türkisfarbene Wasser, die hellen Sandbänke und die kleine vorgelagerte Insel ergeben ein Panorama, das fast schon unwirklich aussieht. Der eigentliche Strand ist wunderschön, das eigentliche Highlight bleibt für uns allerdings der Blick von oben. Auch Elafonissi und Preveli haben uns sehr gut gefallen. Elafonissi überzeugt mit seinem flachen Wasser und dem hellen Sandstrand. Besonders Familien fühlen sich hier wohl. Preveli dagegen ist komplett anders. Hier trifft ein kleiner Fluss auf das Meer, umgeben von einem Palmenwald. Gerade diese besondere Landschaft macht den Strand einzigartig.

 

Die schönste Wanderung: Katholiko-Schlucht

Die größte Überraschung unserer gesamten Reise war ohne Zweifel die Katholiko-Schlucht. Vor unserer Reise hatten wir von dieser Wanderung praktisch nichts gehört. In Reiseführern taucht sie kaum auf und auch viele Reiseblogs erwähnen sie nicht.

Dabei gehört sie für uns zu den schönsten Wanderungen auf ganz Kreta. Der Weg führt vorbei am Gouverneto-Kloster tief hinein in eine wilde Schlucht mit alten Klosterruinen, steilen Felswänden und einer traumhaften Bucht am Ende der Wanderung.

Genau diese Kombination aus Geschichte, Natur und Ruhe macht die Katholiko-Schlucht für uns so besonders. Natürlich hätten wir auch gerne die berühmte Samaria-Schlucht besucht. Da sie Anfang Mai wegen eines schneereichen Winters noch geschlossen war, konnten wir sie leider nicht besuchen.

 

Die schönste Aussicht: Balos Lagune

Auch in dieser Kategorie führt für uns kein Weg an der Balos Lagune vorbei. Schon der kurze Fußweg vom Parkplatz lohnt sich allein wegen des Ausblicks. Sobald man die letzte Kurve erreicht, öffnet sich plötzlich der Blick auf die Lagune und das leuchtend türkise Meer. Dieses Panorama gehört für uns zu den schönsten, die wir bisher überhaupt gesehen haben. Eine echte Überraschung war allerdings auch die Lasithi-Hochebene. Die weiten Felder, die historischen Windmühlen und die umliegenden Berge schaffen eine völlig andere Landschaft als an der Küste. Ebenfalls beeindruckend fanden wir den Blick von der venezianischen Festung in Rethymno über die Dächer der Altstadt bis hinaus aufs Meer.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Die Balos Lagune ist etwas besonderes auf Kreta


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5. Unsere größten Überraschungen

Kreta hat uns in vielerlei Hinsicht überrascht. An erster Stelle steht ganz klar Rethymno. Vor der Reise hatten wir die Stadt ehrlich gesagt gar nicht so auf dem Schirm. Nach unserem Besuch würden wir sie jedoch jederzeit Chania vorziehen.

Die zweite große Überraschung war die Katholiko-Schlucht. Dass eine so beeindruckende Wanderung kaum bekannt ist, können wir bis heute nicht verstehen. Außerdem hätten wir nicht erwartet, wie abwechslungsreich Kreta tatsächlich ist. An einem Tag wanderst du durch eine enge Schlucht, am nächsten stehst du an einem Traumstrand, anschließend erkundest du einen über 3.000 Jahre alten Palast und am Tag darauf fährst du durch eine grüne Hochebene mit traditionellen Windmühlen. Genau diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Insel aus.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Alte Windmühlen auf der Lasithi Hochebene


6. Unser persönliches Highlight

Wenn wir nur ein einziges Highlight nennen dürften, wäre das überraschenderweise gar keine einzelne Sehenswürdigkeit. Es wäre die unglaubliche Vielfalt Kretas. Kaum eine andere Mittelmeerinsel verbindet so viele unterschiedliche Landschaften und Sehenswürdigkeiten miteinander. Innerhalb weniger Tage besuchst du historische Klöster, wanderst durch spektakuläre Schluchten, entspannst an traumhaften Stränden, erkundest antike Ausgrabungen, steigst in beeindruckende Tropfsteinhöhlen hinab und fährst durch einsame Berglandschaften. Genau dadurch wurde unsere Rundreise nie eintönig. Jeder Tag fühlte sich komplett anders an als der vorherige. Und genau deshalb würden wir Kreta jederzeit wieder mit dem Mietwagen erkunden.

 

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Preveli Palmenstrand


7. Wie viele Kilometer fährt man in 10 Tagen auf Kreta?

Eine Frage, die wir uns vor unserer Reise selbst gestellt haben, war: Wie viel sitzt man bei einer Rundreise eigentlich im Auto?

Schließlich ist Kreta die größte griechische Insel und auf der Karte wirken viele Strecken zunächst gar nicht so weit. Erst vor Ort merkt man, dass sich viele Straßen durch Gebirge und Serpentinen schlängeln und man dadurch deutlich länger unterwegs ist, als die Kilometer vermuten lassen. Insgesamt sind wir während unserer Rundreise 1.164 Kilometer in zehn Tagen gefahren.

 

Das klingt zunächst nach einer ganzen Menge. Tatsächlich empfanden wir die Route aber nie als stressig. Der Grund dafür war unsere Planung mit vier verschiedenen Unterkünften, die strategisch über die Insel verteilt lagen. Dadurch mussten wir morgens selten länger als ein bis zwei Stunden bis zur ersten Sehenswürdigkeit fahren. Gerade das würden wir jederzeit wieder genauso machen. Die längste Strecke unserer Reise führte uns zur Balos Lagune und anschließend weiter zum Elafonissi Beach. Allein bis zur Balos Lagune musst du zunächst über mehrere Kilometer Schotterpiste fahren und anschließend noch zu Fuß zur Lagune hinunterlaufen. Danach geht es über kurvenreiche Bergstraßen weiter Richtung Elafonissi. Trotz der längeren Fahrzeit war genau dieser Tag landschaftlich einer der schönsten der gesamten Reise.

 

Im Durchschnitt saßen wir pro Tag etwa zwei bis drei Stunden im Auto. Das klingt zunächst viel, fühlte sich aber überhaupt nicht so an. Die Straßen führen ständig durch kleine Bergdörfer, vorbei an Olivenhainen, Schluchten und wunderschönen Aussichtspunkten. Oft haben wir spontan angehalten, um Fotos zu machen oder einfach den Ausblick zu genießen.

Gerade diese Freiheit macht für uns den Reiz einer Rundreise aus. Hätten wir stattdessen nur ein einziges Hotel gebucht, wären viele Tagesausflüge deutlich länger geworden und wir hätten jeden Abend wieder dieselbe Strecke zurückfahren müssen.

 

Unser Fazit ist deshalb eindeutig: Die 1.164 Kilometer waren perfekt verteilt und machten die Rundreise angenehm entspannt.


8. Unsere Unterkünfte auf Kreta

Schon bei der Reiseplanung war für uns klar, dass wir nicht die gesamten zehn Tage in einem einzigen Hotel verbringen wollten.

Viele Urlauber entscheiden sich für eine Unterkunft in Chania, Rethymno oder Heraklion und unternehmen von dort aus Tagesausflüge. Für einen klassischen Badeurlaub funktioniert das sicher gut. Wenn du Kreta aber wirklich erkunden möchtest, würden wir dir unbedingt mehrere Standorte empfehlen. Die Insel ist einfach zu groß. Durch die vielen Berge und Serpentinen dauern selbst kürzere Strecken oft deutlich länger als erwartet. Mit mehreren Unterkünften sparst du jeden Tag wertvolle Fahrzeit und kannst die Sehenswürdigkeiten viel entspannter erleben. Wir haben uns deshalb bewusst für vier Hotels entschieden.

 

1. Kalimera Apartments – Adelianos Kampos bei Rethymno*

Unsere erste Unterkunft lag nur wenige Kilometer außerhalb von Rethymno.

Genau diese Lage war ideal. Wir konnten kostenlos parken und waren trotzdem innerhalb weniger Minuten in der Altstadt von Rethymno oder auf dem Weg Richtung Arkadi-Kloster und Preveli. Die Apartments waren ruhig gelegen, gut ausgestattet und boten genau den entspannten Start, den wir uns für unsere Reise gewünscht hatten.

 

2. Sea Breeze Apartments – Gerani bei Chania*

Für den Westen Kretas entschieden wir uns bewusst gegen ein Hotel direkt in Chania.

Stattdessen übernachteten wir nahe Gerani, einem kleinen Ort westlich der Stadt. Unsere Unterkunft stand fast allein direkt am Strand. Dadurch konnten wir problemlos parken und waren trotzdem innerhalb kurzer Zeit sowohl in Chania als auch auf dem Weg zur Balos Lagune, nach Elafonissi oder zur Imbros-Schlucht. Gerade für einen Roadtrip fanden wir diese Lage nahezu perfekt.

 

3. Anemos Inn by Estia – Kokkini Chani bei Heraklion*

Auch rund um Heraklion wollten wir nicht mitten in der Stadt wohnen. Unsere Wahl fiel deshalb auf das Anemos Inn by Estia in Kokkini Chani. Von hier aus erreichten wir sowohl den Palast von Knossos als auch die Sfentoni-Höhle problemlos.

 

4. Beach Walk Luxury Suites – Ammoudara bei Agios Nikolaos*

Unsere letzte Unterkunft befand sich an der Ostküste nahe Agios Nikolaos. Von hier aus konnten wir Spinalonga, Agios Nikolaos und die Lasithi-Hochebene entspannt erkunden. Gerade für die letzten beiden Tage war das der perfekte Ausgangspunkt.

Die Unterkunft selbst war modern, ruhig gelegen und nur wenige Schritte vom Meer entfernt – ein schöner Abschluss unserer Rundreise.

 

Würden wir wieder mehrere Unterkünfte buchen?

Ganz klar: Ja. Rückblickend würden wir unsere Route fast genauso wieder planen. Durch die vier Standorte waren die täglichen Fahrzeiten angenehm kurz und wir mussten nie mehrere Stunden hin- und zurückfahren.

 

Unsere Empfehlung wäre deshalb:

  • Region Rethymno für die Inselmitte
  • Region Chania für den Westen mit Balos, Elafonissi und den Schluchten
  • Region Heraklion für Knossos und die Höhlen
  • Region Agios Nikolaos für Spinalonga und die Lasithi-Hochebene

Wenn du zwei Wochen oder länger Zeit hast, würden wir zusätzlich noch eine Unterkunft ganz im Osten Kretas einplanen. Diesen Teil der Insel haben wir leider nicht mehr geschafft, obwohl es dort ebenfalls noch einige spannende Sehenswürdigkeiten gibt.


9. Was kostet eine 10-tägige Kreta Rundreise?

Über die Kosten einer Kreta-Rundreise findet man im Internet viele sehr unterschiedliche Angaben.

Deshalb möchten wir dir zeigen, was wir im Mai 2026 tatsächlich für unsere zehn Tage auf Kreta bezahlt haben.

Dabei haben wir weder extrem gespart noch besonders luxuriös gelebt. Wir würden unseren Urlaub eher als komfortabel, aber preisbewusst bezeichnen.

Ausgaben

  • Flüge ab Frankfurt: 650 €, davon durch Meilen gespart, –200 €. Tatsächlich bezahlt 450 €
  • Mietwagen inklusive Benzin: 327 €
  • Unterkünfte: 528 €
  • Einkäufe für Frühstück & Abendessen: 144 €
  • Restaurants & Cafés: 332 €
  • Eintritte: 129 €
  • Shopping & Souvenirs: 95 €
  • Gesamtkosten: 2.004 € für zwei Personen

Für einen zehntägigen Urlaub auf einer europäischen Mittelmeerinsel fanden wir diesen Preis absolut fair. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir einen Mietwagen für die komplette Reise hatten, vier verschiedene Unterkünfte gebucht haben und nahezu alle Sehenswürdigkeiten besucht haben, die wir sehen wollten.

 

Wo konnten wir Geld sparen?

Der größte Sparfaktor war unsere Unterkunftswahl. Wir haben bewusst Apartments mit Küche gebucht und fast jeden Morgen selbst gefrühstückt. Auch viele Abendessen haben wir selbst gekocht. Mittags, wenn wir unterwegs waren, haben wir dagegen fast immer in kleinen Tavernen oder Cafés gegessen. Dadurch konnten wir die griechische Küche genießen, ohne jeden Tag drei Restaurantbesuche bezahlen zu müssen.

 

Wo würden wir nicht sparen?

Beim Mietwagen. Er war für uns der Schlüssel zu dieser Reise. Ebenso würden wir nicht an den Eintrittsgeldern sparen. Gerade Orte wie Knossos, Spinalonga oder das Arkadi-Kloster gehören einfach zu einer Kreta-Rundreise dazu.

 

-> Und noch ein Tipp: Wenn du Kreta individuell bereist, kannst du häufig deutlich günstiger reisen als mit einer klassischen Pauschalreise. Flug, Mietwagen und Unterkünfte selbst zu buchen, hat sich für uns definitiv gelohnt.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Elafonissi Strand


10. Die beste Reisezeit für eine Kreta Rundreise

Wann die beste Reisezeit für Kreta ist, hängt stark davon ab, was du auf der Insel erleben möchtest. Wir selbst waren Anfang Mai auf Kreta unterwegs und würden uns jederzeit wieder für diesen Zeitraum entscheiden. Gerade wenn du einen Roadtrip planst und möglichst viele Sehenswürdigkeiten erkunden möchtest, ist der Frühling unserer Meinung nach die schönste Jahreszeit.

 

Frühling (April bis Mai) – unsere Empfehlung

Wir haben Kreta Anfang Mai besucht und waren von dieser Jahreszeit begeistert. Die Insel präsentierte sich unglaublich grün. Überall blühten Blumen, die Wiesen standen voller Wildkräuter und selbst die Berghänge wirkten noch saftig und lebendig. Gleichzeitig lagen die Temperaturen tagsüber meist angenehm zwischen 22 und 28 Grad – perfekt zum Wandern, für Stadtbesichtigungen oder längere Autofahrten. Ein weiterer großer Vorteil waren die vergleichsweise wenigen Touristen. An vielen Sehenswürdigkeiten konnten wir die Landschaft noch in Ruhe genießen, ohne uns durch große Menschenmengen kämpfen zu müssen.

 

Einziger Nachteil:

Das Meer war Anfang Mai für unseren Geschmack noch ziemlich frisch. Zum Baden war es uns ehrlich gesagt etwas zu kalt. Wer hauptsächlich einen klassischen Strandurlaub plant, sollte deshalb eher etwas später im Jahr reisen. Für eine Rundreise würden wir den Mai aber jederzeit wieder wählen.

 

Sommer (Juni bis August)

Im Sommer zeigt sich Kreta von einer ganz anderen Seite. Jetzt steigen die Temperaturen häufig auf über 35 Grad, teilweise sogar bis an die 40 Grad. Für einen klassischen Badeurlaub ist das natürlich ideal. Wer hauptsächlich am Pool oder Strand entspannen möchte, findet jetzt perfekte Bedingungen vor. Für eine Rundreise sehen wir den Sommer allerdings etwas kritischer.

Längere Wanderungen durch Schluchten oder ausgedehnte Stadtbesichtigungen werden bei diesen Temperaturen schnell anstrengend. Außerdem wird es deutlich voller – vor allem an der Nordküste rund um Chania, Rethymno und Heraklion. Auch landschaftlich verändert sich die Insel. Viele Wiesen und Felder trocknen aus und Kreta wirkt deutlich karger als noch im Frühling.

 

Herbst (September bis Oktober)

Auch der Herbst eignet sich hervorragend für eine Rundreise. Die Temperaturen sind wieder angenehmer, das Meer ist vom Sommer noch wunderbar warm und gleichzeitig nehmen die Besucherzahlen langsam wieder ab. Wer Strandurlaub und Roadtrip miteinander verbinden möchte, findet im September und Oktober wahrscheinlich die beste Kombination.

 

Winter (November bis März)

Im Winter zeigt sich Kreta überraschend ruhig. Viele Hotels und Restaurants schließen in dieser Zeit, dafür gehört die Insel fast wieder den Einheimischen. In den Bergen kann sogar Schnee liegen und einige Schluchten – darunter auch die berühmte Samaria-Schlucht – bleiben wetterbedingt geschlossen. Wenn du hauptsächlich wandern möchtest oder möglichst viele Sehenswürdigkeiten besuchen willst, würden wir eher den Frühling oder Herbst empfehlen.


11. Unsere Tipps für deine Kreta Rundreise mit dem Mietwagen

Nach zehn Tagen auf Kreta, über 1.160 gefahrenen Kilometern und vier verschiedenen Unterkünften gibt es einige Dinge, die wir beim nächsten Mal wieder genauso machen würden – und andere, die wir gerne schon vor unserer Reise gewusst hätten.

 

Plane mehrere Unterkünfte statt nur einer Basis

Das war wahrscheinlich die beste Entscheidung unserer gesamten Reise. Kreta ist deutlich größer, als viele Urlauber vermuten. Zwar sehen die Entfernungen auf der Karte oft überschaubar aus, durch die vielen Serpentinen und Bergstraßen dauern Fahrten aber häufig deutlich länger als erwartet. Mit vier verschiedenen Unterkünften mussten wir morgens meist nur ein bis zwei Stunden bis zur ersten Sehenswürdigkeit fahren und konnten die Insel viel entspannter erkunden.

 

Ein Kleinwagen reicht vollkommen aus

Viele Straßen auf Kreta sind hervorragend ausgebaut. Lediglich in kleinen Bergdörfern oder engen Altstadtgassen wird es manchmal etwas schmal. Gerade deshalb würden wir jederzeit wieder einen Kleinwagen buchen. Er ist günstiger, wendiger und macht das Parken deutlich einfacher. Selbst die Schotterpiste zur Balos Lagune konnten wir problemlos mit unserem Kleinwagen fahren.

 

Buche deinen Mietwagen immer mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung

Auch wenn wir unseren Mietwagen völlig unbeschädigt zurückgegeben haben, würden wir niemals auf eine Vollkaskoversicherung verzichten. Gerade auf engen Straßen oder Parkplätzen fährt man deutlich entspannter, wenn man sich keine Gedanken über jeden kleinen Kratzer machen muss.

 

Lass dich von den Serpentinen nicht abschrecken

Vor unserer Reise hatten wir etwas Respekt vor den vielen Bergstraßen. Im Nachhinein völlig unbegründet. Ja, auf Kreta gibt es viele Kurven. Die Straßen sind aber fast überall gut ausgebaut und angenehm zu fahren. Gleichzeitig gehören gerade diese Strecken zu den schönsten der gesamten Insel. Hinter fast jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Blick aufs Meer, auf Berge oder kleine Bergdörfer.

 

Gewöhne dich an die griechische Fahrweise

Eine Besonderheit hat uns anfangs etwas überrascht. Auf den größeren Straßen fahren langsamere Fahrzeuge häufig weit rechts auf dem Seitenstreifen, damit schnellere Autos problemlos überholen können, ohne komplett auf die Gegenfahrbahn wechseln zu müssen. Nach kurzer Zeit wird das ganz normal. Trotzdem waren einige Überholmanöver für unser deutsches Empfinden schon ziemlich knapp.

 

Parke lieber etwas außerhalb

Wir haben unsere Unterkünfte bewusst nicht direkt in den Innenstädten gebucht. Das würden wir jederzeit wieder so machen.

Kostenlose Parkplätze direkt an der Unterkunft und eine entspannte Anreise waren für uns deutlich angenehmer, als lange nach einem Parkplatz suchen zu müssen. Auch an den meisten Sehenswürdigkeiten und Stadtzentren fanden wir problemlos große Parkplätze. Mehr als fünf Euro Parkgebühren haben wir während der gesamten Reise kaum bezahlt.

 

Nutze Google Maps – das reicht völlig aus

Während der gesamten Rundreise haben wir ausschließlich mit Google Maps navigiert.

Egal ob kleine Bergstraßen, abgelegene Klöster oder versteckte Strände – die Navigation funktionierte bei uns zuverlässig und problemlos.

 

Plane genügend Zeit ein

Unser wichtigster Tipp zum Schluss: Versuche nicht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten an einem einzigen Tag abzuhaken.

Kreta lebt von den kleinen Momenten unterwegs. Immer wieder entdeckten wir spontane Aussichtspunkte, kleine Bergdörfer oder gemütliche Tavernen, an denen wir ungeplant anhielten. Wir haben immer pro Tag 2 Sehenswürdigkeiten geplant und sind damit sehr entspannt gereist. Genau diese Freiheit macht einen Roadtrip über die Insel für uns so besonders. Wenn du genügend Zeit zwischen den einzelnen Programmpunkten lässt, wirst du Kreta wahrscheinlich genauso lieben wie wir.


12. Häufige Fragen zur 10-Tage-Kreta-Rundreise

Reichen zehn Tage für Kreta?

Jein. Zehn Tage reichen aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel kennenzulernen und einen sehr guten Eindruck von Kreta zu bekommen. Wenn du allerdings wirklich alle Regionen erkunden möchtest, würden wir eher 14 Tage oder sogar drei Wochen empfehlen. Den äußersten Osten der Insel haben wir beispielsweise gar nicht mehr geschafft.

 

Wo sollte man auf Kreta übernachten?

Wir würden definitiv mehrere Standorte wählen.

Unsere Empfehlung wäre:

  • Region Rethymno
  • Region Chania
  • Region Heraklion
  • Region Agios Nikolaos

Mit zwei Wochen Zeit würden wir zusätzlich noch eine Unterkunft ganz im Osten der Insel ergänzen.

 

Braucht man auf Kreta einen Mietwagen?

Aus unserer Sicht: Unbedingt. Natürlich kannst du viele Ausflüge auch über Reiseveranstalter buchen.

Mit einem Mietwagen bist du aber völlig flexibel. Du entscheidest selbst, wann du losfährst, wie lange du an einem Ort bleibst und wo du unterwegs spontan anhältst. Genau diese Freiheit hat unsere Rundreise so besonders gemacht.

 

Ist Kreta teuer?

Wir fanden das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut. Für 2.004 Euro zu zweit haben wir zehn abwechslungsreiche Urlaubstage inklusive Mietwagen, vier Unterkünften und vielen Sehenswürdigkeiten erlebt. Gerade wenn du Frühstück oder Abendessen gelegentlich selbst zubereitest, lässt sich auf Kreta sehr angenehm reisen.

 

Sollte man nach Heraklion oder Chania fliegen?

Das würden wir ganz von den Flugpreisen abhängig machen. Wir sind über Heraklion geflogen, weil die Flüge ab Frankfurt zum Reisezeitpunkt deutlich günstiger waren. Mit einem Roadtrip lässt sich die Route problemlos an beide Flughäfen anpassen.

 

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Venezianischer Hafen in Chania


13. Lohnt sich eine Kreta Rundreise mit dem Mietwagen?

Für uns lautet die Antwort ganz klar: Ja – und zwar ohne jede Einschränkung. Eigentlich hatten wir uns erst relativ kurzfristig entschieden, nach Kreta zu fliegen. Viel wussten wir vorher ehrlich gesagt nicht über die Insel. Die Bilder sahen schön aus, wir hatten Lust auf gutes Wetter und wollten vor allem wieder viel wandern. Dass Kreta uns am Ende so begeistern würde, hätten wir vorher nicht erwartet.

 

Gerade die unglaubliche Vielfalt macht die Insel für uns zu einem der spannendsten Reiseziele Europas. An einem Tag wanderst du durch eine spektakuläre Schlucht, am nächsten erkundest du jahrtausendealte Klöster oder antike Paläste, anschließend entspannst du an traumhaften Stränden oder fährst durch beeindruckende Berglandschaften. Kein Tag gleicht dem anderen.

 

Natürlich gab es auch Dinge, die wir beim nächsten Mal noch nachholen möchten. Die Samaria-Schlucht und die Zeus-Höhle standen eigentlich ganz oben auf unserer Liste, waren Anfang Mai 2026 aufgrund eines langen Winters jedoch noch geschlossen.

Im Nachhinein war das aber gar nicht schlimm. Gerade dadurch entdeckten wir mit der Katholiko-Schlucht und der Sfentoni-Höhle zwei Orte, die heute sogar zu unseren persönlichen Highlights zählen. Außerdem würden wir beim nächsten Besuch gerne den äußersten Osten Kretas erkunden und insgesamt etwas mehr Zeit auf der ruhigeren Südküste verbringen.

 

Unsere Route würden wir dagegen fast genauso wieder fahren. Sie war abwechslungsreich, entspannt und bot genau die Mischung aus Natur, Geschichte, Stränden, Wanderungen und Kultur, die wir uns von Kreta erhofft hatten.

 

Wenn du Kreta nicht nur vom Hotelpool aus erleben möchtest, sondern die Insel in all ihren Facetten kennenlernen willst, können wir dir diese Rundreise uneingeschränkt empfehlen. Sie war für uns der perfekte Einstieg in Griechenland – und ganz sicher nicht unsere letzte Reise dorthin.

10 Tage Kreta Rundreise Mietwagen Route

Das Arkadi Kloster bei Rethymno


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