Bevor wir unsere Reise nach Kreta geplant haben, wollten wir natürlich wissen, mit welchen Kosten wir ungefähr rechnen müssen. Doch je länger wir recherchierten, desto verwirrter wurden wir. Auf manchen Webseiten war von einem günstigen Reiseziel die Rede, andere beschrieben Kreta inzwischen als teure Mittelmeerinsel. Hinzu kamen Preisangaben, die teilweise schon mehrere Jahre alt waren und mit der aktuellen Situation kaum noch etwas gemeinsam hatten.
Deshalb möchten wir dir in diesem Artikel ganz transparent zeigen, was unsere 10-tägige Kreta Rundreise im Mai 2026 tatsächlich gekostet hat.
Wir waren zu zweit unterwegs und haben die Insel mit dem Mietwagen erkundet. Statt zehn Tage an einem einzigen Ort zu verbringen, haben wir uns für einen Roadtrip mit vier verschiedenen Unterkünften entschieden. So konnten wir den Westen und die Mitte Kretas ganz entspannt entdecken, ohne jeden Tag stundenlang im Auto sitzen zu müssen.
Dabei haben wir keineswegs auf jeden Euro geachtet, uns aber auch keinen Luxusurlaub gegönnt. Wir würden unsere Reise als komfortabel und bewusst geplant beschreiben. Bei Dingen, die uns wichtig waren, haben wir nicht gespart – etwa beim Mietwagen, bei den Eintrittsgeldern oder bei gutem Essen in traditionellen Tavernen. Gleichzeitig haben wir durch unsere Unterkunftswahl einiges an Geld eingespart. Fast alle Apartments verfügten über eine eigene Küche. Deshalb haben wir morgens selbst gefrühstückt und auch viele Abendessen selbst gekocht. Mittags, wenn wir unterwegs waren, kehrten wir fast immer in kleinen Tavernen oder Cafés ein und konnten so die griechische Küche genießen, ohne dreimal täglich im Restaurant essen zu gehen. Gerade diese Mischung hat für uns perfekt funktioniert. Wir konnten lokale Spezialitäten probieren, gleichzeitig aber unser Reisebudget im Blick behalten.
Worauf wir dagegen niemals verzichten würden, ist ein Mietwagen. Für uns war er der Schlüssel zu dieser Reise. Erst durch die Freiheit, jederzeit spontan an Aussichtspunkten anzuhalten, kleine Bergdörfer zu erkunden oder abgelegene Strände und Schluchten zu besuchen, wurde Kreta zu dem Roadtrip, den wir uns vorgestellt hatten. Auch bei den Eintrittsgeldern würden wir nicht sparen. Sehenswürdigkeiten wie der Palast von Knossos, die Insel Spinalonga oder das Arkadi-Kloster gehören für uns einfach zu einer Rundreise über Kreta dazu und haben die Reise enorm bereichert.
Ein weiterer Tipp gleich vorweg: Wenn du Flug, Mietwagen und Unterkünfte selbst buchst, kannst du auf Kreta oft deutlich günstiger reisen als mit einer klassischen Pauschalreise. Genau dafür haben wir uns entschieden – und würden es jederzeit wieder genauso machen.
In den folgenden Abschnitten zeigen wir dir unsere tatsächlichen Ausgaben – von den Flugkosten über Mietwagen und Unterkünfte bis hin zu Restaurantpreisen, Eintrittsgeldern und unserem täglichen Reisebudget. So kannst du deine eigene Kreta-Reise deutlich realistischer planen als mit allgemeinen Schätzungen aus dem Internet.
Leuchtturm in Rethymno
Bevor wir die einzelnen Kostenpunkte im Detail durchgehen, findest du hier zunächst unsere komplette Kostenübersicht für zehn Tage Kreta im Mai 2026. Wie bereits erwähnt, waren wir zu zweit unterwegs und haben die Insel auf eigene Faust mit dem Mietwagen erkundet. Wir haben weder extrem gespart noch besonders luxuriös gelebt. Stattdessen haben wir versucht, möglichst komfortabel zu reisen und unser Geld dort auszugeben, wo es sich für uns wirklich gelohnt hat. Dazu gehörten ein Mietwagen für die gesamte Reise, vier verschiedene Unterkünfte, zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowie regelmäßige Besuche in kleinen griechischen Tavernen. Gleichzeitig haben wir durch Apartments mit Küche bei Frühstück und Abendessen einiges eingespart.
Unsere tatsächlichen Ausgaben für 10 Tage Kreta
Insgesamt haben wir für unsere zehntägige Rundreise 2.004 Euro zu zweit ausgegeben. Darin enthalten sind bereits sämtliche Kosten vor Ort – von den Flügen über den Mietwagen bis hin zu Unterkünften, Restaurantbesuchen, Eintrittsgeldern, Benzin und kleinen Souvenirs.
Umgerechnet entspricht das:
Für einen individuell geplanten Roadtrip durch Europa finden wir diesen Preis absolut fair. Immerhin waren wir mit einem Mietwagen während der gesamten Reise flexibel unterwegs, haben in vier verschiedenen Unterkünften übernachtet und nahezu alle Sehenswürdigkeiten besucht, die auf unserer Wunschliste standen.
Besonders positiv überrascht hat uns, dass Kreta insgesamt günstiger war, als wir vor der Reise erwartet hatten. Gerade Hotels, Mietwagen und viele Restaurants waren preiswerter als in vielen anderen beliebten Urlaubszielen im Mittelmeerraum.
Natürlich lässt sich auf Kreta auch deutlich günstiger reisen. Wer überwiegend selbst kocht, auf einige kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten verzichtet oder außerhalb der Hauptreisezeit unterwegs ist, kann das Reisebudget noch einmal spürbar reduzieren.
Umgekehrt sind nach oben natürlich kaum Grenzen gesetzt – insbesondere, wenn du direkt am Strand wohnen, täglich in gehobenen Restaurants essen oder Ausflüge über Reiseveranstalter buchen möchtest.
Für unsere Art zu reisen – aktiv, abwechslungsreich und mit viel individueller Freiheit – würden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis auf Kreta als ausgesprochen gut bezeichnen.
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Die Flugkosten machen bei jeder Reise einen großen Teil des Budgets aus. Gleichzeitig unterscheiden sich die Preise je nach Reisezeit, Abflughafen und Buchungszeitpunkt enorm. Deshalb möchten wir dir zeigen, was wir tatsächlich bezahlt haben und welche Erfahrungen wir bei der Buchung gemacht haben.
Wir sind im Mai 2026 direkt ab Frankfurt am Main nach Kreta geflogen. Da wir unsere Rundreise im Osten der Insel begonnen haben, entschieden wir uns für einen Flug nach Heraklion. Je nachdem, von welchem Flughafen du in Deutschland startest, kann aber auch Chania die günstigere Wahl sein. Deshalb würden wir dir empfehlen, vor der Buchung immer beide Flughäfen miteinander zu vergleichen.
Geflogen sind wir mit Discover Airlines. Besonders angenehm fanden wir den Direktflug, denn so waren wir bereits nach wenigen Stunden auf Kreta und konnten unseren Mietwagen direkt am Flughafen übernehmen.
Gebucht haben wir unsere Flüge erst etwa einen Monat vor der Reise, also relativ kurzfristig. Trotzdem lagen die regulären Flugkosten bei 650 Euro für zwei Personen beziehungsweise 325 Euro pro Person für Hin- und Rückflug.
Da wir jedoch noch gesammelte Flugmeilen einlösen konnten, reduzierte sich der Preis um 200 Euro. Tatsächlich bezahlt haben wir am Ende also 450 Euro für zwei Personen.
Rückblickend waren wir mit diesem Preis sehr zufrieden. Für Direktflüge auf eine beliebte Mittelmeerinsel im Mai empfanden wir das als absolut fair.
Was kosten Flüge nach Kreta?
Natürlich schwanken die Preise je nach Saison erheblich. Während der Nebensaison – also ungefähr zwischen September und Mai – findest du häufig Direktflüge für 300 bis 400 Euro pro Person inklusive Rückflug. Mit etwas Flexibilität oder einem günstigen Abflughafen sind teilweise sogar noch niedrigere Preise möglich. Deutlich teurer wird es dagegen in den Sommermonaten zwischen Juni und August. Dann beginnen in vielen Ländern die Ferien und die Nachfrage steigt spürbar. Entsprechend ziehen auch die Flugpreise deutlich an.
Heraklion oder Chania – welcher Flughafen ist günstiger?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Wir würden die Entscheidung tatsächlich vom Flugpreis abhängig machen.
Von Frankfurt waren Flüge nach Heraklion zum Zeitpunkt unserer Buchung günstiger, weshalb wir unseren Roadtrip dort begonnen haben. Hätte Chania deutlich weniger gekostet, hätten wir unsere Route einfach in umgekehrter Richtung geplant.
Unser Tipp lautet deshalb: Vergleiche immer beide Flughäfen, bevor du buchst. Da Kreta hervorragend mit dem Mietwagen zu bereisen ist, kannst du deine Route problemlos an den günstigeren Zielflughafen anpassen.
Unsere Empfehlung zur Reisezeit
Ein weiterer Grund, warum wir den Mai jederzeit wieder wählen würden, sind nicht nur die angenehmen Temperaturen, sondern auch die niedrigeren Flugpreise. In den Sommerferien wird Kreta von Millionen Urlaubern besucht. Schon heute reisen jedes Jahr weit über zehn Millionen Touristen auf die Insel, und mit dem neuen Flughafen bei Heraklion sollen es künftig sogar noch mehr werden. Genau deshalb würden wir persönlich die Monate Juni bis August eher meiden. Es ist nicht nur deutlich voller und heißer, sondern meist auch wesentlich teurer. Für uns war der Mai die perfekte Mischung aus angenehmen Flugpreisen, gutem Wetter und noch vergleichsweise wenigen Besuchern.
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Wenn es einen Punkt gibt, bei dem wir dir auf keinen Fall zum Sparen raten würden, dann ist es der Mietwagen.
Für uns war er der Schlüssel zu dieser Reise und der Hauptgrund, warum wir in nur zehn Tagen so viele unterschiedliche Seiten Kretas kennenlernen konnten. Ohne Auto hätten wir längst nicht so viele Schluchten, Strände, Klöster und Berglandschaften gesehen.
Natürlich kannst du Kreta auch mit öffentlichen Bussen oder organisierten Ausflügen bereisen. Zwischen den größeren Städten verkehren regelmäßig Busse und von Chania, Rethymno oder Heraklion werden zahlreiche Tagestouren angeboten. Wenn du die Insel aber wirklich individuell erkunden möchtest, führt aus unserer Sicht kaum ein Weg am Mietwagen vorbei. Gerade diese Freiheit hat unseren Roadtrip so besonders gemacht. Wir konnten spontan an Aussichtspunkten anhalten, kleine Bergdörfer erkunden, in einer gemütlichen Taverne einkehren oder einfach dort länger bleiben, wo es uns besonders gut gefallen hat.
Viele unserer persönlichen Highlights – etwa die Katholiko-Schlucht, die Lasithi-Hochebene, die Fahrt zur Balos Lagune oder abgelegene Aussichtspunkte entlang der Küste – wären ohne eigenes Auto nur schwer oder gar nicht erreichbar gewesen.
Unsere Mietwagenkosten
Gebucht haben wir unseren Mietwagen über Check24. Mit dem Portal haben wir bereits auf anderen Reisen gute Erfahrungen gemacht. Besonders praktisch fanden wir den 24-Stunden-Kundenservice und die Möglichkeit, die Buchung bis kurz vor Reisebeginn kostenlos zu stornieren. Gerade wenn sich Flugzeiten oder Reisepläne ändern, ist das ein großer Vorteil.
Für unsere Reise entschieden wir uns bewusst für einen Kleinwagen. Mehr braucht man auf Kreta unserer Meinung nach nicht. Im Gegenteil: In vielen kleinen Dörfern sind die Straßen recht schmal und auch manche Parkplätze fallen eher klein aus. Mit einem kompakten Auto fährt und parkt es sich deutlich entspannter als mit einem großen SUV.
Ein weiterer Punkt war uns besonders wichtig: Immer Vollkasko ohne Selbstbeteiligung buchen.
Gerade auf einer Insel mit vielen engen Straßen, Serpentinen oder Schotterpisten möchten wir uns im Urlaub keine Gedanken darüber machen müssen, ob ein kleiner Kratzer teuer werden könnte. Die paar Euro Aufpreis sind es unserer Meinung nach absolut wert. Die Straße nach Balos ist die einzige Gravelroad auf unserer Reise und wir haben gehört, das manche Mietwagenfirmen genau diese versicherungstechnisch ausschließen - Informiere dich vorher darüber!
Für unseren Mietwagen haben wir im Mai 2026 insgesamt 129 Euro für zehn Tage bezahlt.
Das entspricht gerade einmal 12,90 Euro pro Tag – inklusive Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung.
Einen so günstigen Preis hätten wir ehrlich gesagt selbst nicht erwartet.
Bei der Rückgabe kamen noch 25 Euro für die Reinigung des Fahrzeugs hinzu. Diese Gebühr kannst du dir allerdings sparen, wenn du das Auto vorher selbst wäschst. Für uns war es den kleinen Aufpreis wert, da wir das Fahrzeug direkt vor dem Rückflug unkompliziert abgeben konnten.
Sind Mietwagen im Sommer deutlich teurer?
Vor dem Schreiben dieses Artikels haben wir die Preise noch einmal recherchiert. Selbst für einen beispielhaften Reisezeitraum Anfang Juli lagen vergleichbare Kleinwagen bereits ab etwa 178 Euro für zehn Tage. Natürlich ist das etwas mehr als im Mai, der Unterschied fiel aber deutlich geringer aus, als wir erwartet hätten. Trotzdem würden wir persönlich jederzeit wieder den Mai wählen. Nicht wegen des Mietwagenpreises, sondern wegen des Wetters. Im Hochsommer steigen die Temperaturen auf Kreta häufig auf 35 bis 40 Grad oder sogar darüber. Dann macht es deutlich weniger Spaß, längere Wanderungen zu unternehmen oder den ganzen Tag Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Für einen klassischen Badeurlaub mag das perfekt sein. Wenn du Kreta jedoch so erleben möchtest wie wir – mit Roadtrip, Schluchtenwanderungen, Klöstern, Stränden und vielen verschiedenen Ausflügen – ist der Frühling aus unserer Sicht die deutlich angenehmere Reisezeit.
Unser Fazit zum Mietwagen
Rückblickend würden wir unseren Mietwagen sofort wieder genauso buchen. Er war nicht nur überraschend günstig, sondern hat unsere Reise überhaupt erst möglich gemacht. Die Freiheit, jeden Tag spontan entscheiden zu können, wohin wir fahren, wie lange wir bleiben und welche kleinen Orte wir unterwegs entdecken, möchten wir auf Kreta nicht mehr missen. Unser Rat lautet deshalb ganz klar: Wenn du Kreta individuell erleben möchtest, buche einen Mietwagen – am besten einen Kleinwagen mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Die zusätzlichen Kosten sind im Verhältnis zum gewonnenen Reiseerlebnis aus unserer Sicht jeden Euro wert.
Mit dem Mietwagen konnten wir bequem selbst zur Balos Lagune fahren
Neben den Mietwagenkosten solltest du bei deiner Reiseplanung natürlich auch die Spritkosten einplanen. Viele unterschätzen diesen Punkt oder vergessen ihn sogar komplett. Da wir in zehn Tagen insgesamt 1.164 Kilometer mit dem Mietwagen zurückgelegt haben, können wir dir hier ziemlich genau zeigen, womit du rechnen musst.
Unsere Benzinkosten
Während unserer Rundreise mussten wir den Wagen insgesamt zweimal komplett volltanken. Kurz vor der Rückgabe haben wir zusätzlich noch einmal etwa fünf Liter nachgetankt, da der Mietwagen mit vollem Tank zurückgegeben werden musste.
Insgesamt haben wir während der zehn Tage rund 120 Euro für Benzin ausgegeben. Der durchschnittliche Benzinpreis lag während unseres Aufenthalts im Mai 2026 bei etwa 1,74 Euro pro Liter. Gemessen an der Strecke, die wir gefahren sind, fanden wir das absolut in Ordnung. Immerhin haben wir nahezu die komplette Mitte und den Westen Kretas erkundet, sind über die Lasithi-Hochebene gefahren, bis zur Balos Lagune unterwegs gewesen und haben zahlreiche kleinere Straßen und Bergregionen entdeckt.
Ist Tanken auf Kreta teuer?
Überraschenderweise würden wir sagen: Nein. Während unseres Urlaubs war Benzin auf Kreta sogar günstiger als in Deutschland. Das lag allerdings auch an der damaligen Situation auf dem Weltmarkt. Durch die Spannungen rund um den Persischen Golf und die Blockaden in der Straße von Hormus waren die Spritpreise in Deutschland zeitweise auf bis zu 2,60 Euro pro Liter gestiegen. Mit durchschnittlich 1,74 Euro pro Liter war Tanken auf Kreta deshalb deutlich günstiger als zuhause.
Natürlich können sich Kraftstoffpreise jederzeit ändern. Unser Eindruck war aber, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Tankstellen auf der Insel insgesamt eher gering ausfielen.
Gibt es genügend Tankstellen?
Darüber musst du dir auf Kreta eigentlich keine Sorgen machen. Entlang der Nordküste findest du regelmäßig größere Tankstellen. Aber auch in kleineren Orten und entlang vieler Landstraßen sind wir immer wieder auf Tankmöglichkeiten gestoßen. Selbst während unserer Fahrten durch die Berge hatten wir nie das Gefühl, dass die nächste Tankstelle unerreichbar weit entfernt wäre. Trotzdem würden wir dir empfehlen, den Tank vor längeren Ausflügen nicht bis zur letzten Reserve leerzufahren. Gerade wenn du Ziele wie die Balos Lagune, die Lasithi-Hochebene oder abgelegenere Bergregionen ansteuerst, fährt es sich einfach entspannter, wenn der Tank noch gut gefüllt ist.
Unser Fazit zu den Spritkosten
Mit 120 Euro Benzinkosten für 1.164 gefahrene Kilometer waren wir positiv überrascht. Natürlich hängt der tatsächliche Verbrauch von deinem Fahrzeug und deiner Route ab. Für einen Roadtrip über Kreta solltest du unserer Erfahrung nach aber ungefähr mit 100 bis 150 Euro Spritkosten für zehn Tage rechnen. Verglichen mit den Gesamtkosten unserer Reise war dieser Posten absolut überschaubar – und angesichts der vielen Eindrücke und der gewonnenen Flexibilität jeden Euro wert.
Die Unterkünfte waren nach den Flügen der zweitgrößte Kostenpunkt unserer Reise. Trotzdem würden wir rückblickend keinen einzigen Euro anders investieren. Schon bei der Planung war für uns klar, dass wir Kreta nicht von einem einzigen Hotel aus erkunden wollten. Viele Urlauber verbringen ihren gesamten Aufenthalt in Chania, Rethymno oder Heraklion und unternehmen von dort aus Tagesausflüge. Für einen klassischen Strandurlaub funktioniert das sicher gut. Für eine Rundreise würden wir das allerdings nicht empfehlen.
Kreta ist deutlich größer, als viele vor der ersten Reise vermuten. Hinzu kommen die vielen Bergstraßen und Serpentinen, wodurch selbst vermeintlich kurze Strecken oft länger dauern als gedacht. Würden wir jeden Abend zum selben Hotel zurückfahren müssen, hätten wir täglich mehrere Stunden im Auto verbracht. Genau deshalb haben wir uns bewusst für vier verschiedene Unterkünfte entschieden. Dadurch lagen die Sehenswürdigkeiten immer in angenehmer Fahrdistanz und wir konnten unsere Tage deutlich entspannter gestalten.
Insgesamt haben wir für unsere Unterkünfte 528 Euro für zehn Nächte bezahlt. Das entspricht durchschnittlich 52,80 Euro pro Nacht für zwei Personen – ein Preis, den wir für Europa wirklich fair fanden.
1. Kalimera Apartments – Adelianos Kampos* bei Rethymno
2. Sea Breeze Apartments* – Gerani bei Chania
3. Anemos Inn by Estia* – Kokkini Chani bei Heraklion
4. Beach Walk Luxury Suites* – Ammoudara bei Agios Nikolaos
Würden wir wieder mehrere Unterkünfte buchen?
Ganz klar: Ja. Rückblickend würden wir unsere Route nahezu genauso wieder planen. Gerade die vier verschiedenen Standorte haben dafür gesorgt, dass wir nie mehrere Stunden am Stück zu einer Sehenswürdigkeit fahren mussten. Stattdessen lagen unsere täglichen Fahrzeiten meist zwischen einer und maximal zwei Stunden. Das machte den gesamten Roadtrip deutlich entspannter.
Unsere Empfehlung wäre deshalb auch heute wieder:
Wenn du zwei Wochen oder länger Zeit hast, würden wir sogar noch eine fünfte Unterkunft ganz im Osten der Insel ergänzen. Diesen Teil Kretas haben wir bei unserer Reise leider nicht mehr geschafft, obwohl es dort ebenfalls noch einige spannende Sehenswürdigkeiten geben soll.
Unser Fazit zu den Unterkunftskosten
Mit durchschnittlich 53 Euro pro Nacht für zwei Personen waren wir wirklich positiv überrascht. Gerade wenn man bedenkt, dass wir in Europa unterwegs waren, fanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend. Alle Unterkünfte waren sauber, gut gelegen und boten genau das, was wir für unseren Roadtrip brauchten. Vor allem die Entscheidung, mehrere kleinere Unterkünfte statt eines einzigen Hotels zu buchen, würden wir jederzeit wieder treffen. Sie hat unsere Rundreise deutlich entspannter gemacht und uns jeden Tag lange Fahrzeiten erspart.
Beach Walk Luxury Suites - Notiko Ammoudara / nahe Agios Nikolaos
Die griechische Küche war einer der Gründe, warum wir uns so auf unsere Reise nach Kreta gefreut haben. Frisches Gemüse, gutes Olivenöl, gegrilltes Fleisch, Fisch, Mezzes und natürlich Tzatziki – genau darauf hatten wir Lust. Trotzdem wollten wir nicht jeden Tag dreimal im Restaurant essen. Zum einen hätten sich die Kosten dadurch schnell summiert, zum anderen genießen wir es auf Reisen auch, morgens ganz entspannt in unserer Unterkunft zu frühstücken oder den Abend mit einem selbstgekochten Essen auf dem Balkon ausklingen zu lassen. Genau deshalb haben wir uns bewusst für Apartments mit eigener Küche entschieden.
Frühstück
Fast jeden Morgen haben wir in unserer Unterkunft gefrühstückt. Dafür kauften wir in kleinen Supermärkten oder bei Lidl ein. Das Angebot auf Kreta ist sehr ähnlich wie in Deutschland. Frisches Brot, Obst, Joghurt, Käse, Aufschnitt oder Eier bekommt man überall problemlos. Preislich lagen die Lebensmittel ungefähr auf deutschem Niveau, manches sogar etwas darunter. Insgesamt haben wir für alle Einkäufe – also Frühstück und viele Abendessen – während der zehn Tage 144 Euro ausgegeben. Rückblickend war das eine der einfachsten Möglichkeiten, Geld zu sparen, ohne auf etwas verzichten zu müssen.
Mittagessen
Mittags waren wir fast immer unterwegs. Gerade nach einer Wanderung oder einem Ausflug gehörte für uns deshalb der Besuch einer kleinen griechischen Taverne einfach dazu. Besonders gerne haben wir verschiedene Mezzes bestellt und uns diese zu zweit geteilt. Zu unseren Favoriten gehörten:
Genau diese Art zu essen fanden wir perfekt. Anstatt jeder ein großes Hauptgericht zu bestellen, konnten wir viele verschiedene Spezialitäten probieren und die typisch griechische Esskultur erleben. Je nachdem, wie viel wir bestellt haben, lagen unsere Restaurantrechnungen mittags meistens zwischen 25 und 40 Euro für zwei Personen.
Abendessen
Auch abends haben wir meistens selbst gekocht. Gerade nach langen Tagen unterwegs hatten wir oft gar keine Lust mehr, noch einmal ein Restaurant zu suchen. Stattdessen kauften wir unterwegs im Supermarkt ein und bereiteten in unserer Unterkunft einfache Gerichte zu. Lediglich an zwei Abenden gingen wir noch einmal bewusst essen. Einmal in der Nähe unseres dritten Hotels, das keine Küche besaß, und am letzten Abend unserer Reise in einer wunderschönen Taverne direkt am Meer. Für ein gemütliches Abendessen mit Getränken haben wir dort ungefähr 45 Euro für zwei Personen bezahlt.
Unser Fazit zu den Essenskosten
Insgesamt haben wir für Restaurants und Cafés während unserer Reise 332 Euro ausgegeben. Hinzu kamen 144 Euro für Einkäufe im Supermarkt. Damit lagen unsere gesamten Ausgaben für Essen und Trinken bei 476 Euro für zehn Tage beziehungsweise knapp 48 Euro pro Tag für zwei Personen.
Für uns war das die perfekte Mischung. Wir konnten fast täglich die griechische Küche genießen, ohne ständig im Restaurant essen zu müssen. Gleichzeitig hat uns das Frühstück in der Unterkunft morgens viel Zeit gespart und den Start in den Tag deutlich entspannter gemacht. Rückblickend würden wir es jederzeit wieder genauso machen.
Gerade für einen Roadtrip über Kreta würden wir deshalb immer wieder Unterkünfte mit eigener Küche buchen. So genießt du die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann du essen möchtest, sparst gleichzeitig Geld und kannst dein Reisebudget an den Stellen einsetzen, an denen es sich wirklich lohnt – etwa für schöne Tavernen mit regionaler Küche oder besondere Sehenswürdigkeiten.
Eine der häufigsten Fragen vor einer Reise lautet: Wie teuer ist Essen auf Kreta eigentlich? Nach unseren Erfahrungen ist die Antwort ganz klar: Es kommt darauf an, wo du essen gehst. In kleinen Tavernen abseits der touristischen Zentren haben wir oft deutlich günstiger und gleichzeitig besser gegessen als in Restaurants direkt an den Promenaden von Chania oder Rethymno.
Unser persönlicher Tipp lautet deshalb: Halte Ausschau nach Restaurants, in denen viele Einheimische sitzen. Wenn draußen niemand versucht, dich aktiv ins Lokal zu locken und stattdessen griechische Familien oder Arbeiter dort essen, ist das meist ein sehr gutes Zeichen.
Das haben wir im Mai 2026 ungefähr bezahlt:
Besonders gut gefallen hat uns, dass die Preise selbst in vielen Tavernen direkt am Meer noch fair waren. Natürlich zahlst du an den touristischen Hotspots etwas mehr, aber insgesamt empfanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis auf Kreta als sehr gut.
Unser Tipp: Lieber eine kleine familiengeführte Taverne wählen als ein Restaurant mit großem Werber vor der Tür. Dort schmeckt das Essen oft authentischer, die Portionen sind großzügiger und häufig ist es sogar günstiger. Die besten Mahlzeiten unserer Reise hatten wir genau in solchen kleinen Lokalen, in denen die Oma noch selbst in der Küche stand.
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Ein Punkt, der uns auf Kreta positiv überrascht hat, waren die Eintrittspreise. Während viele Sehenswürdigkeiten in anderen europäischen Urlaubsländern inzwischen 20 Euro oder mehr kosten, waren die meisten Attraktionen auf Kreta erfreulich günstig. Lediglich die beiden bekanntesten Highlights der Insel – der Palast von Knossos und die Insel Spinalonga – schlagen mit jeweils 20 Euro pro Person etwas stärker zu Buche. Trotzdem würden wir an keinem einzigen Eintritt sparen. Gerade diese historischen Orte gehören für uns zu den absoluten Höhepunkten einer Kreta-Rundreise und machen die Insel so abwechslungsreich. Neben traumhaften Stränden und beeindruckenden Schluchten erlebst du hier schließlich auch über 4.000 Jahre Geschichte.
Insgesamt haben wir während unserer Reise 129 Euro für Eintrittsgelder ausgegeben. Rückblickend war das jeder Euro wert.
Diese Eintrittspreise haben wir im Mai 2026 bezahlt (Preise pro Person):
Natürlich können sich Eintrittspreise jederzeit ändern. Die hier genannten Preise entsprechen unserem Besuch im Mai 2026 und geben dir eine gute Orientierung für deine eigene Reiseplanung.
Wo lohnt sich der Eintritt besonders?
Wenn wir uns für unsere persönlichen Favoriten entscheiden müssten, wären das ganz klar diese vier Sehenswürdigkeiten:
Palast von Knossos
Mit 20 Euro pro Person gehört Knossos zwar zu den teuersten Sehenswürdigkeiten der Insel, für uns hat sich der Besuch aber absolut gelohnt. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den bedeutendsten antiken Orten Europas. Selbst wenn du dich nicht intensiv für Geschichte interessierst, bekommst du hier einen spannenden Eindruck von der minoischen Kultur und ihrer beeindruckenden Architektur.
Spinalonga
Auch der Eintritt nach Spinalonga kostet 20 Euro pro Person. Hinzu kommt noch die Bootsfahrt auf die Insel.
Trotzdem würden wir den Ausflug jederzeit wieder machen. Die bewegende Geschichte der ehemaligen Leprakolonie, die gut erhaltenen Festungsanlagen und die besondere Atmosphäre machen Spinalonga zu einem der eindrucksvollsten Orte auf Kreta.
Arkadi-Kloster
Für gerade einmal 4 Euro Eintritt bekommst du hier nicht nur eines der schönsten Klöster Kretas zu sehen, sondern auch einen Ort mit enormer historischer Bedeutung. Das Arkadi-Kloster spielte eine wichtige Rolle im kretischen Unabhängigkeitskampf und gehört deshalb für uns zu den Sehenswürdigkeiten, die man auf einer Rundreise unbedingt einplanen sollte.
Sfentoni-Höhle
Mit 7 Euro Eintritt war die Sfentoni-Höhle für uns eine der größten Überraschungen der Reise.
Eigentlich wollten wir ursprünglich die Zeus-Höhle besuchen, die Anfang Mai wegen des langen Winters jedoch noch geschlossen war. Im Nachhinein waren wir darüber fast gar nicht mehr traurig. Die Sfentoni-Höhle ist deutlich größer, hervorragend ausgebaut und beeindruckte uns mit riesigen Tropfsteinhallen und stimmungsvoller Beleuchtung. Für uns eine klare Empfehlung.
Unser Fazit zu den Eintrittspreisen
Verglichen mit vielen anderen Reisezielen in Europa empfanden wir die Eintrittspreise auf Kreta insgesamt als fair.
Natürlich summieren sich mehrere Sehenswürdigkeiten im Laufe einer Rundreise. Trotzdem würden wir gerade bei den historischen Highlights und den außergewöhnlichen Naturattraktionen niemals versuchen zu sparen. Lieber würden wir an anderer Stelle – beispielsweise beim Frühstück oder durch Apartments mit eigener Küche – etwas Geld einsparen.
Palast von Knossos
Neben Flügen, Unterkünften oder Mietwagen fallen auf einer Rundreise natürlich noch einige kleinere Ausgaben an. Diese machen am Ende zwar keinen riesigen Unterschied beim Reisebudget, trotzdem solltest du sie bei deiner Planung nicht ganz vergessen. Die gute Nachricht vorweg: Gerade beim Parken fanden wir Kreta deutlich entspannter und günstiger als erwartet.
Parken in den Städten
Vor unserer Reise hatten wir etwas Sorge, in den größeren Städten ständig nach Parkplätzen suchen zu müssen.
Im Nachhinein war diese Sorge völlig unbegründet. Sowohl in Rethymno als auch in Chania und Agios Nikolaos gibt es große öffentliche Parkplätze in Hafennähe. Von dort läufst du meist nur wenige Minuten bis in die Altstadt und sparst dir den Stress, mit dem Auto durch enge Gassen fahren zu müssen. Für einen ganzen Tag Parken haben wir nie mehr als etwa fünf Euro bezahlt.
Gerade diese Parkplätze würden wir jederzeit wieder nutzen.
Parken an den Sehenswürdigkeiten
Noch entspannter war das Parken außerhalb der Städte. An fast allen Sehenswürdigkeiten standen ausreichend Parkplätze zur Verfügung – häufig sogar kostenlos. Ob am Arkadi-Kloster, an der Sfentoni-Höhle, an der Imbros-Schlucht, der Kourtaliotiko-Schlucht oder am Palast von Knossos – einen Parkplatz zu finden war während unserer gesamten Reise nie ein Problem. Lediglich an der Balos Lagune fällt eine kleine Gebühr an. Dort zahlst du aktuell 1 Euro pro Person für den Zugang zum Naturschutzgebiet. Im Vergleich zu der spektakulären Landschaft fanden wir diesen Betrag mehr als fair.
Kostenlose Parkplätze an den Unterkünften
Ein weiterer Vorteil unserer Route war die Wahl der Unterkünfte. Wir haben bewusst nicht direkt in den großen Städten, sondern in kleineren Orten in der Umgebung übernachtet. Dadurch konnten wir an allen vier Unterkünften kostenlos parken und mussten uns weder über enge Straßen noch über teure Hotelparkplätze Gedanken machen. Rückblickend würden wir genau deshalb wieder Unterkünfte außerhalb der Innenstädte buchen.
Mautgebühren
Ein Punkt, der viele Urlauber ebenfalls interessiert: Auf Kreta gibt es keine mautpflichtigen Straßen. Du kannst die gesamte Insel problemlos bereisen, ohne zusätzliche Gebühren für Autobahnen oder Tunnel einplanen zu müssen.
Unser Fazit zu den Nebenkosten
Die sonstigen Ausgaben hielten sich während unserer Rundreise insgesamt in Grenzen. Parkgebühren waren günstig, Maut gibt es auf Kreta nicht und selbst an den meisten Sehenswürdigkeiten konnten wir kostenlos parken. Gerade dieser Punkt hat uns positiv überrascht und ist ein weiterer Grund, warum wir Kreta als sehr unkompliziertes Reiseziel für einen Roadtrip empfunden haben.
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Nachdem wir nun alle einzelnen Kostenpunkte betrachtet haben, stellt sich natürlich die entscheidende Frage:
Mit welchem Tagesbudget solltest du für einen Urlaub auf Kreta rechnen? Ausgehend von unseren tatsächlichen Ausgaben haben wir für unsere zehntägige Rundreise insgesamt 2.004 Euro bezahlt.
Das entspricht:
In diesem Tagesbudget waren bereits sämtliche Kosten enthalten:
Für einen individuell geplanten Roadtrip auf einer europäischen Mittelmeerinsel finden wir dieses Budget ausgesprochen fair.
Natürlich kannst du günstiger reisen, wenn du beispielsweise häufiger selbst kochst, weniger kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besuchst oder eine einzige Unterkunft für den gesamten Urlaub buchst. Genauso kannst du aber auch deutlich mehr ausgeben – etwa für Strandhotels, luxuriöse Resorts oder tägliche Restaurantbesuche.
Unser empfohlenes Tagesbudget
Wenn uns heute jemand fragen würde, mit welchem Budget er seine erste Kreta-Reise planen sollte, würden wir ungefähr Folgendes empfehlen:
Mit rund 100 Euro pro Person und Tag kannst du unserer Erfahrung nach eine sehr abwechslungsreiche Rundreise unternehmen, musst auf kaum etwas verzichten und kannst die schönsten Seiten Kretas ganz entspannt erleben. Rückblickend würden wir dieses Budget deshalb jederzeit wieder genauso einplanen. Es hat uns genau die Mischung aus Komfort, Flexibilität und unvergesslichen Erlebnissen ermöglicht, die wir uns von unserer ersten Reise nach Griechenland erhofft hatten.
Unterwegs im Hochland von Kreta
Ob Kreta teuer ist, lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Nach unseren zehn Tagen auf der Insel würden wir aber ganz klar sagen: Nein – zumindest nicht, wenn du deine Reise individuell planst.
Vor unserer Reise hatten wir ehrlich gesagt mit höheren Kosten gerechnet. Europa ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden und gerade beliebte Urlaubsziele am Mittelmeer gelten inzwischen oft als kostspielig. Umso positiver waren wir überrascht. Vor allem im Mai empfanden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis auf Kreta als hervorragend.
Im Vergleich zu Deutschland
Gerade beim Essen konnten wir häufig günstiger essen als zuhause. Eine große Auswahl an Mezzes, Gyros oder Moussaka bekommst du in vielen familiengeführten Tavernen bereits für deutlich weniger Geld, als du in Deutschland für ein vergleichbares Restaurant bezahlen würdest. Auch Getränke oder ein griechischer Kaffee waren meist etwas günstiger als bei uns. Hinzu kommt die entspannte Atmosphäre. Statt schnell zu essen und wieder aufzubrechen, sitzt man auf Kreta oft noch lange zusammen, genießt den Abend und bekommt zum Abschluss nicht selten noch einen kleinen Raki oder ein Dessert aufs Haus.
Im Vergleich zu Mallorca
Auch gegenüber Mallorca fanden wir Kreta insgesamt günstiger. Vor allem Unterkünfte außerhalb der Hauptsaison kosten auf Kreta deutlich weniger. Gleiches gilt für Mietwagen, die wir überraschend günstig buchen konnten. Besonders angenehm fanden wir außerdem, dass viele Sehenswürdigkeiten kostenlos oder nur gegen einen kleinen Eintritt besucht werden können.
Im Vergleich zu Italien
Auch im Vergleich zu Italien empfanden wir Kreta als etwas preiswerter. Gerade Restaurants und Unterkünfte boten für unser Gefühl ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Natürlich gibt es auch auf Kreta exklusive Hotels und gehobene Restaurants, insgesamt lässt sich hier aber auch mit einem normalen Reisebudget sehr komfortabel Urlaub machen.
Im Vergleich zu Kroatien
Mit Kroatien würden wir Kreta preislich ungefähr auf einem ähnlichen Niveau einordnen. Je nach Region und Reisezeit können die Unterschiede natürlich etwas größer ausfallen. Insgesamt hatten wir aber das Gefühl, dass beide Reiseziele inzwischen vergleichbare Preise bieten.
Was war günstiger als erwartet?
Einige Dinge haben uns wirklich überrascht. Vor allem die Unterkünfte waren günstiger, als wir für eine europäische Insel erwartet hätten. Auch unser Mietwagen war mit 129 Euro für zehn Tage inklusive Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ausgesprochen preiswert. Beim Essen konnten wir ebenfalls Geld sparen, ohne auf Genuss verzichten zu müssen. Kleine Tavernen abseits der touristischen Zentren boten nicht nur authentischeres Essen, sondern häufig auch deutlich günstigere Preise.
Was war teurer?
Natürlich gab es auch Ausnahmen. Die beiden bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel – Knossos und Spinalonga – gehören mit jeweils 20 Euro Eintritt pro Person zu den teuersten Attraktionen Kretas. Auch Restaurants direkt an den Promenaden von Chania oder Rethymno waren teilweise deutlich teurer als kleine Tavernen in den Dörfern.
-> Unser Tipp: Sobald draußen jemand versucht, dich aktiv ins Restaurant zu locken, lohnt sich oft ein Blick in die nächste Seitenstraße. Dort haben wir meistens günstiger und gleichzeitig besser gegessen.
Wo haben wir bewusst gespart?
Gespart haben wir eigentlich nur an zwei Stellen. Zum einen durch unsere Apartments mit eigener Küche. Fast jeden Morgen frühstückten wir in unserer Unterkunft und auch viele Abendessen haben wir selbst gekocht. Zum anderen haben wir unsere Reise bewusst im Mai gemacht. Dadurch waren sowohl die Unterkünfte als auch die Flüge günstiger als in der Hauptsaison. Gleichzeitig konnten wir die Insel bei angenehmen Temperaturen erkunden, ohne unter der Sommerhitze zu leiden.
Unser Fazit
Für uns gehört Kreta inzwischen zu den Reisezielen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in Europa. Du bekommst traumhafte Strände, beeindruckende Schluchten, antike Geschichte, wunderschöne Berglandschaften und hervorragendes Essen – ohne dafür ein riesiges Reisebudget einplanen zu müssen. Gerade wenn du deine Reise individuell organisierst, Flug, Mietwagen und Unterkünfte selbst buchst und außerhalb der Sommerferien reist, kannst du auf Kreta überraschend günstig Urlaub machen.
Arkadi Kloster bei Rethymno
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Obwohl wir uns auf unserer Rundreise einiges gegönnt haben, gab es ein paar Entscheidungen, mit denen wir unser Reisebudget deutlich entlasten konnten – ohne auf schöne Erlebnisse verzichten zu müssen.
Reise lieber im Mai als im Hochsommer
Wenn wir nur einen einzigen Spartipp geben dürften, wäre es dieser. Der Mai war für uns der perfekte Reisemonat.
Nicht nur die Temperaturen waren ideal zum Wandern und für einen Roadtrip, sondern auch die Preise. Flüge, Unterkünfte und teilweise sogar Mietwagen waren günstiger als in den Sommerferien. Gleichzeitig war die Insel deutlich leerer und wir konnten viele Sehenswürdigkeiten ganz entspannt genießen.
Buche Flug, Mietwagen und Unterkunft selbst
Wir haben unsere komplette Reise individuell geplant. Rückblickend würden wir das jederzeit wieder so machen.
Vergleicht man die Preise mit vielen Pauschalreisen, lässt sich dadurch oft einiges sparen. Gleichzeitig bist du viel flexibler und kannst deine Route genau so gestalten, wie sie für dich am besten passt.
Übernachte in Apartments mit Küche
Unsere Entscheidung für Ferienwohnungen war einer der größten Sparfaktoren der gesamten Reise. Fast jeden Morgen frühstückten wir selbst und viele Abendessen bereiteten wir ebenfalls in der Unterkunft zu. Dadurch konnten wir tagsüber ganz bewusst in Tavernen essen und mussten nicht dreimal täglich Restaurants bezahlen.
Iss dort, wo die Einheimischen essen
Die besten Restaurants unserer Reise lagen nicht an den großen Promenaden. Am leckersten gegessen haben wir in kleinen Tavernen, in denen hauptsächlich Einheimische saßen und oft noch die Oma selbst in der Küche stand. Dort war das Essen nicht nur authentischer, sondern meist auch günstiger.
Mehrere Unterkünfte statt jeden Tag lange Autofahrten
Das klingt zunächst nach höheren Kosten. Tatsächlich würden wir trotzdem wieder mehrere Unterkünfte buchen.
Durch die kürzeren Fahrstrecken spart man täglich Zeit, Benzin und vor allem Nerven. Außerdem kannst du deutlich mehr von der Insel sehen, ohne jeden Abend stundenlang zum gleichen Hotel zurückfahren zu müssen. Für einen klassischen Badeurlaub reicht natürlich auch ein Hotel an einem Ort. Möchtest du Kreta aber wirklich entdecken, würden wir einen Roadtrip jederzeit vorziehen.
Unsere tatsächlichen Kosten für 10 Tage Kreta
Zum Abschluss findest du hier noch einmal unsere komplette Kostenübersicht.
Elafonissi Strand auf Kreta
Vor unserer Reise hätten wir ehrlich gesagt mit höheren Kosten gerechnet. Gerade weil Europa in den letzten Jahren deutlich teurer geworden ist, waren wir gespannt, wie teuer eine individuelle Rundreise über Kreta tatsächlich werden würde.
Nach zehn Tagen können wir sagen:
Kreta hat uns in dieser Hinsicht positiv überrascht.
Mit 2.004 Euro für zwei Personen konnten wir zehn abwechslungsreiche Tage verbringen, hatten einen Mietwagen für die komplette Reise, übernachteten in vier verschiedenen Unterkünften, besuchten nahezu alle Sehenswürdigkeiten auf unserer Wunschliste und genossen regelmäßig die griechische Küche.
Rückblickend würden wir fast alles genauso wieder machen. Besonders die Entscheidung für den Mai als Reisezeit würden wir jederzeit wieder treffen. Angenehme Temperaturen, vergleichsweise wenige Touristen und faire Preise machten diesen Monat für uns zur perfekten Reisezeit.
Wenn uns heute jemand fragen würde, welches Budget wir für einen ersten Kreta-Urlaub empfehlen, würden wir ungefähr 100 Euro pro Person und Tag einplanen. Damit kannst du unserer Erfahrung nach eine wunderschöne Rundreise unternehmen, musst auf kaum etwas verzichten und lernst die Insel in all ihren Facetten kennen. Für uns war Kreta nicht nur landschaftlich eine Überraschung – sondern auch preislich deutlich fairer, als wir es vor der Reise erwartet hätten.
Rethymno
Ist Kreta teuer?
Unserer Erfahrung nach gehört Kreta zu den Reisezielen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in Europa. Gerade im Mai waren Unterkünfte, Mietwagen und viele Restaurants überraschend günstig. Teurer wurden eigentlich nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie der Palast von Knossos oder Spinalonga. Insgesamt haben wir für zehn Tage inklusive Flügen, Mietwagen, Unterkünften, Essen und Eintritten rund 2.004 Euro für zwei Personen ausgegeben und fanden das absolut fair.
Wie viel Geld sollte man für 10 Tage Kreta einplanen?
Wenn du ähnlich reist wie wir – also mit Mietwagen, mehreren Unterkünften und vielen Ausflügen – würden wir etwa 100 Euro pro Person und Tag einplanen. Damit kannst du komfortabel reisen, regelmäßig in Tavernen essen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen, ohne ständig auf dein Budget achten zu müssen.
Braucht man auf Kreta einen Mietwagen?
Aus unserer Sicht ganz klar: Ja. Erst durch den Mietwagen konnten wir die enorme Vielfalt der Insel richtig erleben. Viele unserer Highlights wie die Balos Lagune, die Katholiko-Schlucht, die Lasithi-Hochebene oder der Preveli Beach wären mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich erreichbar gewesen. Außerdem konnten wir unterwegs jederzeit spontan an Aussichtspunkten oder kleinen Dörfern anhalten – genau diese Freiheit machte unseren Roadtrip so besonders.
Ist Essen auf Kreta teuer?
Nein, eher im Gegenteil. Besonders in kleinen familiengeführten Tavernen fanden wir die Preise sehr fair. Ein Hauptgericht kostet meist zwischen 8 und 14 Euro, Vorspeisen liegen häufig bei 4 bis 6 Euro. Noch günstiger wird es, wenn du – wie wir – Apartments mit Küche buchst und Frühstück sowie einige Abendessen selbst zubereitest. So kannst du dein Budget gut im Blick behalten und trotzdem regelmäßig die griechische Küche genießen.
Wann ist Kreta am günstigsten?
Wir würden jederzeit wieder im Mai reisen. Zu dieser Zeit sind Flüge und Unterkünfte meist günstiger als in den Sommerferien, gleichzeitig ist die Insel deutlich leerer. Auch das Wetter fanden wir perfekt für einen Roadtrip: angenehm warm zum Wandern und Sightseeing, aber noch nicht so heiß wie im Juli oder August. Der einzige Nachteil ist, dass das Meer Anfang Mai noch recht frisch sein kann.
Kann man auf Kreta günstig Urlaub machen?
Ja. Gerade wenn du Flug, Mietwagen und Unterkünfte selbst buchst, kannst du oft deutlich günstiger reisen als mit einer klassischen Pauschalreise. Sparen lässt sich außerdem durch Ferienwohnungen mit Küche, kleine Tavernen statt touristischer Restaurants und eine Reise außerhalb der Hauptsaison. Gleichzeitig würden wir beim Mietwagen und bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht sparen – genau diese Erlebnisse haben unsere Reise besonders gemacht.
Sind 10 Tage für Kreta ausreichend?
Für einen ersten Eindruck auf jeden Fall. In zehn Tagen konnten wir den Westen und die Mitte der Insel intensiv erkunden und haben dabei über 1.160 Kilometer zurückgelegt. Wenn du zusätzlich den äußersten Osten Kretas entdecken oder mehr Zeit an den Stränden verbringen möchtest, würden wir allerdings eher 14 Tage empfehlen. So kannst du die Insel noch entspannter erleben.
Würden wir unsere Reise heute wieder genauso planen?
Ja, fast genauso. Besonders unsere Entscheidung, in vier verschiedenen Unterkünften zu übernachten, würden wir jederzeit wieder treffen. Dadurch waren die täglichen Fahrstrecken angenehm kurz und wir konnten deutlich mehr von der Insel sehen. Beim nächsten Mal würden wir lediglich etwas mehr Zeit einplanen, um auch den äußersten Osten Kretas zu erkunden. Außerdem möchten wir die Samaria-Schlucht und die Zeus-Höhle nachholen, die während unseres Besuchs Anfang Mai aufgrund des langen Winters noch geschlossen waren.
Imbros Schlucht
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