Wenn man nach den schönsten Orten auf Kreta sucht, stößt man früher oder später fast zwangsläufig auf Chania. In nahezu jedem Reiseführer und auf unzähligen Reiseblogs wird die Stadt als die schönste auf der gesamten Insel beschrieben. Genau deshalb durfte Chania natürlich auch auf unserer Rundreise nicht fehlen.
Wir haben Chania im Mai 2026 während unseres zehntägigen Roadtrips besucht und einen halben Tag dort verbracht. Unser Plan war ganz einfach: durch die Altstadt schlendern, den berühmten venezianischen Hafen erkunden und die Atmosphäre der Stadt genießen.
Schon bei unserer Ankunft fiel uns allerdings auf, dass Chania deutlich touristischer wirkt als viele andere Orte auf Kreta. Während unseres Besuchs lag gerade ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen, wodurch sich besonders rund um den venezianischen Hafen zahlreiche Besucher drängten. Das dürfte im Sommer wahrscheinlich noch einmal deutlich extremer sein.
Trotzdem hat Chania natürlich seinen Reiz. Der historische Hafen, die vielen Restaurants direkt am Wasser und die kleinen Gassen der Altstadt machen die Stadt zu einem schönen Ziel für einen Tagesausflug.
So richtig überspringen wollte der Funke bei uns allerdings nicht.
Vielleicht lag es an den vielen Touristen oder daran, dass wir kurz zuvor bereits Rethymno besucht hatten. Dort hat uns die Atmosphäre deutlich besser gefallen. Während Chania auf uns eher wie ein touristischer Hotspot wirkte, empfanden wir Rethymno als wesentlich entspannter und charmanter.
Trotzdem würden wir jedem empfehlen, Chania einmal selbst zu besuchen. Die Stadt gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kretas und lässt sich hervorragend mit einem Ausflug in den Westen der Insel verbinden.
Venezianischer Hafen in Chania
Wir waren Anfang Mai 2026 in Chania und hatten während unseres Besuchs traumhaftes Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machten wir uns auf den Weg durch die Altstadt bis zum venezianischen Hafen.
Insgesamt verbrachten wir etwa zwei bis drei Stunden in der Stadt. Diese Zeit reichte völlig aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu entdecken, durch die kleinen Gassen zu bummeln, ein Eis zu essen und die Atmosphäre am Hafen zu genießen.
Besonders gut gefallen haben uns der venezianische Hafen mit seinen vielen Restaurants sowie die zahlreichen kleinen Geschäfte in der Altstadt. Wer gerne Souvenirs kauft oder einfach gemütlich durch hübsche Gassen schlendert, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Auch kulinarisch gibt es einiges zu entdecken. Wir gönnten uns unterwegs ein Eis – und können besonders das Tiramisu-Eis empfehlen. Für uns definitiv eines der leckersten der Reise.
Weniger begeistert waren wir allerdings vom allgemeinen Trubel. Während unseres Besuchs lag ein Kreuzfahrtschiff im Hafen und entsprechend voll war es in den engen Gassen. Genau diesen Unterschied haben wir im Vergleich zu Rethymno deutlich gespürt.
Unser Eindruck war deshalb etwas zwiegespalten. Ja, Chania ist schön. Aber wir hatten nach all den Lobeshymnen im Vorfeld einfach etwas mehr erwartet.
💡 Unser Tipp: Wenn du zwischen Chania und Rethymno wählen musst, würden wir persönlich Rethymno bevorzugen. Warum das so ist, erfährst du in unserem ausführlichen Artikel über Rethymno.
Hafenbecken in Chania
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Da wir auf unserer Rundreise mit dem Mietwagen unterwegs waren, erreichten wir Chania ganz entspannt von unserer Unterkunft auf der Akrotiri-Halbinsel nördlich der Stadt. Vor der Reise hatten wir etwas Sorge, einen Parkplatz zu finden. Diese war allerdings völlig unbegründet. Direkt am Hafen befinden sich mehrere große öffentliche Parkplätze, auf denen wir problemlos einen Stellplatz fanden. Die Parkgebühren lagen bei maximal fünf Euro für den gesamten Tag und der Fußweg bis zum venezianischen Hafen dauerte nur wenige Minuten. Genau diesen Parkplatz würden wir jederzeit wieder nutzen. Er liegt ideal, um die Altstadt bequem zu Fuß zu erkunden, und erspart die teilweise engen Straßen innerhalb der Altstadt.
Unser Tipp: Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, würden wir gar nicht erst versuchen, möglichst nah an den Hafen heranzufahren. Die großen Parkplätze am Wasser sind deutlich entspannter und kosten kaum mehr als ein Kaffee.
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Der venezianische Hafen ist ohne Zweifel das Herzstück Chanias. Hier reihen sich Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte entlang der Uferpromenade. Dahinter stehen die historischen venezianischen Gebäude, die der Stadt ihren ganz besonderen Charakter verleihen. Besonders schön fanden wir den Blick über das Hafenbecken zum Leuchtturm. Zu den Highlights gehören außerdem die ehemalige Janitscharen-Moschee, die alten venezianischen Lagerhäuser sowie die vielen kleinen Souvenirgeschäfte. Fotografisch lohnt sich der Hafen vor allem vom gegenüberliegenden Leuchtturm aus. Von dort blickst du auf die komplette Altstadt mit den Bergen im Hintergrund – eines der schönsten Motive der Stadt.
Blick auf die Lagerhäuser und die Berge
Der Leuchtturm gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Über die Hafenmole kannst du bis direkt zum Leuchtturm laufen. Schon der Spaziergang dorthin lohnt sich, denn unterwegs eröffnen sich immer wieder tolle Ausblicke auf den Hafen und die Altstadt. Vor allem der Blick zurück Richtung Chania mit den Bergen im Hintergrund gehört für uns zu den schönsten Fotospots der Stadt.
Leuchtturm von Chania
Hinter dem Hafen beginnt die historische Altstadt. Hier erwarten dich schmale Gassen, zahlreiche kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants. Besonders wenn du gerne durch Souvenirläden stöberst oder einfach gemütlich bummeln möchtest, wirst du dich hier wohlfühlen. Unser persönliches Highlight war tatsächlich das Eis – und ganz besonders die Sorte Tiramisu. Trotzdem wirkte die Altstadt auf uns insgesamt sehr touristisch. Gerade durch die vielen Besucher ging ein Teil des ursprünglichen Flairs für uns etwas verloren.
Fußgängerzone in der Altstadt
Etwas ruhiger geht es bei den ehemaligen venezianischen Arsenalen zu. Die alten Schiffshallen gehören zu den historischen Wahrzeichen Chanias und bieten einen interessanten Einblick in die venezianische Geschichte der Stadt. Gerade am frühen Morgen oder später am Abend lässt sich dieser Bereich deutlich entspannter erkunden als der Hafen selbst.
Venezianische Arsenale
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Aus unserer Sicht reicht ein halber Tag völlig aus. Wir selbst waren etwa zwei bis drei Stunden unterwegs und hatten danach das Gefühl, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Wenn du zusätzlich noch gemütlich essen gehen oder etwas länger in den Cafés sitzen möchtest, kannst du natürlich auch einen ganzen Tag einplanen. Mehrere Tage würden wir allerdings nur dann empfehlen, wenn Chania dein Ausgangspunkt für Ausflüge in den Westen Kretas sein soll. Die Stadt eignet sich hervorragend als Basis für Besuche der Balos Lagune, des Elafonissi Beach oder der Imbros-Schlucht. Allein wegen der Sehenswürdigkeiten würden wir dort jedoch nicht mehrere Tage verbringen.
Uns war Chania etwas zu touristisch
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Ja – definitiv.
Wenn du auf Kreta unterwegs bist, solltest du Chania auf jeden Fall einmal besuchen. Der venezianische Hafen ist wunderschön, die Altstadt lädt zum Bummeln ein und auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten. Trotzdem würden wir unsere Erwartungen etwas anpassen.
Für uns war Chania zwar schön, aber längst nicht so außergewöhnlich, wie wir es nach den vielen Empfehlungen erwartet hatten.
Vielleicht lag es am Kreuzfahrtschiff, vielleicht an den vielen Touristen. Vielleicht aber auch daran, dass uns Rethymno einfach deutlich besser gefallen hat. Wenn wir noch einmal nach Kreta reisen würden, würden wir Chania wieder besuchen – allerdings erneut nur für einen halben Tag.
Übernachten würden wir weiterhin außerhalb der Stadt. So konnten wir unseren Mietwagen entspannt parken, morgens ohne Verkehr starten und hatten trotzdem jederzeit die Möglichkeit, Chania in wenigen Minuten zu erreichen.
Unser persönliches Fazit lautet deshalb: Chania ist absolut sehenswert und gehört auf jede Kreta-Reise. Die schönste Stadt der Insel ist sie für uns allerdings nicht. Diesen Titel würden wir ganz klar Rethymno geben.
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