Der Vinicunca, besser bekannt als der Regenbogenberg von Peru oder Rainbow Mountain, ist nach Machu Picchu die zweitmeistbesuchte Attraktion des Landes. Kaum ein anderes Naturwunder hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen wie dieser farbenfrohe Berg in den peruanischen Anden. Täglich machen sich tausende Besucher auf den Weg, um dieses einzigartige Schauspiel auf über 5.000 Metern Höhe mit eigenen Augen zu sehen.
In diesem Artikel erfährst du alles, was du für deinen Besuch am Vinicunca wissen musst: von der Entstehung der bunten Farben über die beste Reisezeit, Anreise, Wanderwege, Eintrittspreise, Touren ab Cusco bis hin zu unseren ganz persönlichen Tipps.
Der Rainbow Mountain Vinicunca mit halbem Schneekleid
1. Was ist der Vinicunca Regenbogenberg?
2. Warum ist der Vinicunca so bunt? – Die Entstehung der Farben
3. Seit wann kann man den Regenbogenberg besuchen?
4. Höhe, Schwierigkeit & Dauer der Wanderung am Vinicunca
5. Eintrittspreise am Vinicunca
6. Ein Blick hinter die Kulissen: Tourismus & Einheimische
7. Das Red Valley – ein oft unterschätztes Highlight
8. Beste Reisezeit für den Vinicunca
9. Wie kommt man zum Vinicunca?
10. Die zwei Wanderwege zum Vinicunca
Der Vinicunca ist der bekannteste von mehreren sogenannten Regenbogenbergen in Peru. Er liegt etwa vier Autostunden von Cusco entfernt, mitten in den Hochanden, auf einer Höhe von über 5.000 Metern über dem Meeresspiegel. Genau genommen handelt es sich beim Vinicunca um einen einzigen, perfekt geformten Regenbogenberg, der durch seine klar abgegrenzten Farbschichten weltberühmt wurde.
Heute besuchen ihn zur Hochsaison täglich zwischen 2.000 und 3.000 Menschen, was ihn zu einem der meistbesuchten Orte in ganz Südamerika macht. Trotz der Menschenmassen bleibt der erste Blick auf den Berg für viele ein absoluter Gänsehautmoment.
Rainbow Mountain Vinicunca
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Die spektakulären Farben des Vinicunca sind kein Zufall, sondern das Ergebnis verschiedener Mineralien im Gestein:
Über Millionen von Jahren lagerten sich diese Mineralien in unterschiedlichen Sedimentschichten ab. Erst durch die Abschmelzung der Gletscher in den Anden wurden die bunten Berge überhaupt sichtbar. Noch vor wenigen Jahren war der Vinicunca komplett von Schnee und Eis bedeckt.
Blick auf die farbigen Bänder am Vinicunca
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Die Regenbogenberge Perus sind tatsächlich ein relativ junges Reiseziel und erst durch die Abschmelzung der Gletscher in den Anden zugänglich. Sie sind damit quasi eine Folge der Klimaerwärmung:
Neben dem Vinicunca gelten Palccoyo und Pallay Punchu heute als spannende Alternativen mit deutlich weniger Besuchern. Auch dorthin werden Touren ab Cusco angeboten. Mehr dazu findest du in unseren separaten Artikeln zum Palccoyo Regenbogenberg und zum Pallay Punchu.
Links Palccoyo und Rechts Pallay Punchu
Höhe
Der Gipfel des Vinicunca liegt auf etwa 5.020 Metern über dem Meeresspiegel. Wer möchte, kann noch ein kleines Stück weiter hinaufsteigen, allerdings gibt es dort keinen offiziellen Weg. Trittsicherheit ist hier besonders wichtig – vor allem, wenn Schnee liegt.
Schwierigkeit
Technisch ist die Wanderung nicht schwierig, allerdings macht die extreme Höhe sie sehr anstrengend. Eine Akklimatisierung von mindestens 2–3 Tagen in Cusco ist dringend zu empfehlen, um Höhenkrankheit zu vermeiden.
Dauer
Die reine Gehzeit beträgt etwa 2 bis 3 Stunden, bei einer Gesamtstrecke von rund 7,4 bis 8 Kilometern – je nach Startpunkt.
Wanderung zum Vinicunca
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Das Red Valley erreichst du über einen etwa 20-minütigen zusätzlichen Wanderweg. Dafür geht es nochmals rund 200 Höhenmeter hinauf zu einem Aussichtspunkt mit spektakulärem Blick über das rötlich gefärbte Tal. Bei organisierten Touren ist dieser Abstecher optional – wir sagen ganz klar: Unbedingt machen!
Blick ins Red Valley
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Der Vinicunca liegt auf Privatland, das einer Familie gehört, die hier auch Alpakas züchtet. Die Eintrittsgelder werden mit neun weiteren Familien aus der Region geteilt. Trotz täglicher Einnahmen von schätzungsweise bis zu 20.000 Euro in der Hochsaison wirkt die Region weiterhin sehr arm. Versuche der Regierung das Land zu kaufen bleiben bisher erfolglos.
Zwar werden die Zufahrtsstraßen instand gehalten, dennoch hatten wir nicht den Eindruck, dass das Geld nachhaltig in der Region ankommt. Ein spannendes, aber auch nachdenklich stimmendes Thema, das sich vor Ort kaum vollständig klären lässt.
Am Vinicunca ist viel los - wir gehören hier zu den ersten wenigen Wanderern am frühen Morgen
Direkt neben dem Vinicunca liegt das Red Valley, ein Tal aus intensiv rot gefärbtem Gestein. Im Vergleich zum Regenbogenberg selbst ist hier deutlich weniger los, obwohl die Landschaft mindestens genauso beeindruckend ist. Der Blick von oben über das weite Tal gehört für uns zu den schönsten Momenten des Tages.
Die beste Zeit für einen Besuch ist die Trockenzeit von Mai bis September. In diesen Monaten ist das Wetter stabiler und die Sicht meist klar. Wir selbst waren im Oktober dort – zu unserer Überraschung lag Schnee, was dem Berg eine ganz besondere Atmosphäre verliehen hat.
Im Oktober kann auf der Wanderung Schnee liegen
Anreiseoptionen ab Cusco:
Tagestouren ab Cusco:
Die meisten Reisenden entscheiden sich für eine geführte Tagestour:
Parkplatz am Startpunkt Monte Arco
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Auf welcher Route ihr landet, hängt ganz von der Touragency ab und war für uns aus den Beschreibungen der Touren nicht immer ersichtlich.
Phullawasipata
Monte Arco
Vinicunca im Ausangate Trek
Wanderweg vom Ausangate Trek kommend
An den Parkplätzen findest du:
Direkt am Gipfel verkaufen Einheimische:
Alles, was hier verkauft wird, tragen die Frauen jeden Tag selbst den Berg hinauf – eine beeindruckende Leistung auf dieser Höhe.
Startpunkt der Wanderung mit kleinen Geschäften
Mit der richtigen Vorbereitung ist der Vinicunca für fast jeden machbar – und ein Erlebnis, das du garantiert nie vergessen wirst. Für uns ein Must Do in Cusco.
Die Bergwelt rund um den Vinicunca ist gigantisch
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