Der Cerro Tronador gehört zu den spektakulärsten Naturzielen rund um Bariloche und ist für viele Besucher einer der schönsten Ausflüge im gesamten Nahuel-Huapi-Nationalpark. Mit seinen 3.478 Metern Höhe ist er der höchste Berg der Region und bildet gleichzeitig die natürliche Grenze zwischen Argentinien und Chile.
Seinen Namen verdankt der Berg einem besonderen Naturschauspiel. Immer wieder brechen große Eisstücke von den Gletschern ab und stürzen ins Tal. Das dabei entstehende Donnern ist oft kilometerweit zu hören und erinnert an entferntes Gewitter. Genau deshalb nannten die Einheimischen den Berg „Tronador“, was übersetzt so viel wie „der Donnernde“ bedeutet.
Während die meisten Besucher rund um Bariloche die berühmten Seen, Aussichtspunkte oder die Circuito-Chico-Runde erkunden, führt die Straße zum Cerro Tronador tief hinein in die Anden. Dort erwarten dich gewaltige Gletscher, türkisfarbene Flüsse, Wasserfälle und einige der schönsten Berglandschaften Nordpatagoniens.
Egal ob als Tagesausflug, für eine Wanderung oder mehrere Tage mit Camping und Hüttenübernachtung – der Cerro Tronador gehört zu den Orten, die man rund um Bariloche nicht verpassen sollte und der noch immer ein echter Geheimtipp ist.
Der Ventisquero Negro am Cerro Tronador
1. Wo liegt der Cerro Tronador?
2. Tagesausflug und Eintritt zum Cerro Tronador ab Bariloche
5. Die Cascada Los Alerces und der Garganta del Diablo
6. Wanderungen am Cerro Tronador
8. Beste Reisezeit für den Cerro Tronador
Der Cerro Tronador liegt etwa 90 Kilometer südwestlich von Bariloche im Nahuel-Huapi-Nationalpark. Je nach Straßenzustand und Verkehr solltest du für die Anfahrt etwa zwei bis drei Stunden einplanen.
Die Besonderheit dabei: Die letzten rund 20 Kilometer bestehen aus einer Schotterstraße (Gravel Road), die teilweise nur einspurig befahrbar ist. Deshalb gelten hier besondere Verkehrsregeln. Die Einbahnstraßen-Regelung Da sich große Teile der Straße nicht für Gegenverkehr eignen, wird die Zufahrt zeitlich geregelt:
Das bedeutet:
Wer morgens zum Tronador fahren möchte, muss bis 10 Uhr warten. Und wer einmal hineingefahren ist, kann erst wieder ab 16 Uhr zurückfahren. Diese Regelung solltest du unbedingt bei deiner Planung berücksichtigen.
Gerade für längere Wanderungen wird dadurch schnell klar, warum viele Wanderer eine Übernachtung in Pampa Linda einplanen. Wer erst gegen 11 Uhr am Startpunkt einer Wanderung ankommt, hat für größere Touren oft schlicht nicht genügend Zeit.
Ein Blick zurück zum Cerro Tronador
Du willst mehr von Argentinien sehen? Dann haben wir hier ein paar Ideen
Auch ohne große Wanderungen lohnt sich der Ausflug absolut. Allein die Fahrt durch den Nationalpark gehört bereits zu den Highlights des Tages.
Der Cerro Tronador liegt innerhalb des Nahuel-Huapi-Nationalpark. Für den Besuch benötigst du daher ein gültiges Nationalpark-Ticket. Stand 2026 gelten für internationale Besucher folgende Preise:
Die Preise werden in Argentinien regelmäßig angepasst. Deshalb empfehlen wir, vor deiner Reise die aktuellen Tarife auf der offiziellen Website der Nationalparkverwaltung zu prüfen.
Lohnt sich der Nationalpark-Pass?
Wenn du während deiner Reise mehrere Nationalparks besuchst, kann sich einer der Flexipässe oder sogar der Jahrespass schnell rechnen. Besonders bei einer Patagonien-Rundreise mit Orten wie:
kann sich der Pass bereits nach wenigen Besuchen lohnen.
Cerro Tronador und die Lagune am schwarzen Gletscher
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Die Strecke führt durch einige der schönsten Landschaften rund um Bariloche.
Unterwegs begleiten dich:
Je näher du dem Tronador kommst, desto beeindruckender wird die Landschaft. Immer wieder öffnet sich der Blick auf den gewaltigen Berg und seine Gletscher. Wir fanden bereits die Anfahrt so schön, dass sie fast als eigener Ausflug durchgehen könnte.
Der Cerro Tronador wenn sich die Wolken kurz verzogen haben
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Pampa Linda ist das touristische Zentrum am Cerro Tronador. Hier befinden sich:
Wenn du Wanderungen rund um den Tronador unternehmen möchtest, würden wir dir eine Übernachtung hier ausdrücklich empfehlen. Durch die Ein- und Ausfahrtsregelung der Straße bleibt für größere Wanderungen als Tagesgast oft zu wenig Zeit. Außerdem sammeln sich hier nachmittags gegen 16 Uhr viele Besucher, die auf die Freigabe der Rückfahrt Richtung Bariloche warten.
Pampa Linda
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Für viele Tagesgäste ist der Ventisquero Negro das eigentliche Highlight des Ausflugs. Der Cerro Tronador wird von mehreren Gletschern gespeist. Einer davon ist der sogenannte Schwarze Gletscher, dessen Schmelzwasser in den Ventisquero Negro fließt.
Das Ergebnis ist ein spektakulärer Gletschersee. Je nach Licht leuchtet das Wasser in intensiven Türkis- und Grüntönen. Im Hintergrund ragen die Gletscher des Tronador empor und sorgen für eine der beeindruckendsten Landschaften der Region.
Vom Aussichtspunkt aus kannst du ein Stück am Rand entlanglaufen und erhältst immer wieder neue Perspektiven auf den See und den Berg.
Ventisquero Negro
Am Ende der Straße wartet mit der Cascada Los Alerces ein weiterer Höhepunkt. Die vielen kleinen Wasserfälle werden von den Gletschern des Cerro Tronador gespeist und stürzen als Kaskaden überall mit gewaltiger Kraft ins Tal. Noch beeindruckender wird die Szenerie, wenn du später auf einer Wanderung höher in Richtung Refugio Otto Meiling unterwegs bist. Dort eröffnen sich noch spektakulärere Ausblicke auf die Gletscher und die zahlreichen Wasserfälle.
Und ein Wasserfall ist größer und sticht heraus: der Garganta del Diablo. Ein kleiner Wanderweg führt dich noch näher an ihn heran.
Direkt am Parkplatz befindet sich ein Restaurant mit Café und Terrasse. Hier solltest du unbedingt die berühmte Tronador-Torte probieren. Sie besteht aus Dulce de Leche, Baiser und weiteren süßen Schichten. Ehrlich gesagt: Alleine schafft man dieses Zucker-Monster kaum. Aber probieren solltest du sie trotzdem einmal.
Die Wasserfälle am Tronador und die gleichnamige Süßspeise
Es gibt allerdings einen kleinen Nachteil rund um Bariloche: Bremsen. Während unserer Reise durch Argentinien und Chile hatten wir praktisch keine Probleme mit Insekten. Rund um Bariloche war das allerdings anders. Besonders im Dezember wurden wir auf einigen Wanderungen regelrecht von Bremsen verfolgt. Die Tiere waren unglaublich hartnäckig und machten längere Pausen teilweise ziemlich anstrengend. Auch am Cerro Tronador waren sie stellenweise präsent. Deshalb würden wir Mückenspray oder Insektenschutz auf jeden Fall empfehlen. Und niemals stehen bleiben…
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Für viele Outdoor-Fans beginnt das eigentliche Abenteuer erst in Pampa Linda. Direkt an der Rangerstation findest du eine große Übersichtstafel mit allen offiziellen Wanderwegen rund um den Cerro Tronador. Hier solltest du unbedingt vorbeischauen, bevor du losgehst.
Nicht nur die Entfernungen und Gehzeiten sind dort angegeben – auch aktuelle Sperrungen werden hier veröffentlicht. Gerade im Hochgebirge kommt es regelmäßig vor, dass Wege aufgrund von Schnee, Steinschlag oder schlechten Wetterbedingungen vorübergehend geschlossen werden. Auf der Übersichtstafel vor Ort wird außerdem schnell deutlich, wie weitläufig das Gebiet rund um den Tronador eigentlich ist.
Wanderwege rund um den Cerro Tronador
Viele Wanderungen starten zwar in Pampa Linda, führen aber tief in die Berge hinein und sind deutlich länger, als man zunächst vermuten würde. Genau deshalb würden wir jedem empfehlen, für größere Touren mindestens eine Nacht in Pampa Linda einzuplanen. Durch die Einbahnstraßen-Regelung der Zufahrt kannst du den Nationalpark erst ab 10 Uhr befahren. Selbst bei pünktlicher Ankunft erreichst du viele Wanderungen daher erst gegen 11 Uhr. Für längere Touren wird das Zeitfenster bis zur Rückfahrt um 16 Uhr schnell zu knapp. Wer wirklich in die Bergwelt des Cerro Tronador eintauchen möchte, sollte daher eine Übernachtung auf dem Campingplatz in Pampa Linda oder in einer der Berghütten einplanen.
Zu den beliebtesten Wanderungen gehören:
Refugio Otto Meiling
Die bekannteste und spektakulärste Wanderung am Cerro Tronador führt zum Refugio Otto Meiling.
Die Hütte liegt mitten im Hochgebirge direkt unterhalb der Gletscher des Cerro Tronador. Bereits der Aufstieg bietet fantastische Ausblicke auf Eisfelder, Wasserfälle und die umliegenden Gipfel. Viele Wanderer übernachten hier und steigen erst am nächsten Tag wieder ab. Das würden wir auch empfehlen, denn die Landschaft rund um die Hütte zählt zu den spektakulärsten im gesamten Nahuel-Huapi-Nationalpark.
Laguna Ilón
Die Laguna Ilón gehört zu den schönsten Bergseen Nordpatagoniens.
Die türkisfarbene Lagune liegt eingebettet zwischen Bergen und Wäldern und eignet sich sowohl als Tageswanderung als auch für eine Übernachtung im Refugio Laguna Ilón. Gerade bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang soll die Stimmung hier außergewöhnlich schön sein.
Laguna Castaño Overa
Wenn du nur wenig Zeit hast, ist die Wanderung zur Laguna Castaño Overa eine hervorragende Alternative.
Am Ende erwartet dich ein wunderschöner Blick auf die Lagune und mehrere Wasserfälle, die direkt vom Tronador-Gletscher gespeist werden.
Garganta del Diablo
Eine eher kurze Wanderung führt zum Aussichtspunkt Garganta del Diablo.
Perfekt für alle, die ohne große Anstrengung noch einen zusätzlichen Aussichtspunkt mitnehmen möchten.
Unser Fazit zu den Wanderungen:
Wenn du den Cerro Tronador nur als Tagesausflug besuchst, reichen Ventisquero Negro, Cascada Los Alerces und die Aussichtspunkte entlang der Straße völlig aus. Möchtest du allerdings die wirklich spektakulären Gletscherlandschaften erleben, lohnt sich eine Übernachtung in Pampa Linda. Erst dann kannst du die schönsten Wanderungen rund um den höchsten Berg des Nahuel-Huapi-Nationalparks entspannt genießen.
Die Landschaft im Nationalpark ist traumhaft
Wer den Cerro Tronador nicht nur als Tagesausflug erleben möchte, sollte eine Übernachtung vor Ort in Betracht ziehen. Gerade für Wanderer lohnt sich das enorm, denn durch die besonderen Zufahrtsregeln der Straße bleibt Tagesgästen oft nur ein relativ kleines Zeitfenster für längere Touren.
Camping in Pampa Linda
Der bekannteste Campingplatz der Region befindet sich direkt in Pampa Linda.
Hier findest du:
Für alle, die zum Refugio Otto Meiling, zur Laguna Ilón oder auf andere längere Touren möchten, ist Pampa Linda die ideale Basis. Während viele Besucher nur für einige Stunden vorbeikommen, kannst du hier die besondere Atmosphäre der Anden auch am Abend genießen, wenn die Tagesgäste längst wieder Richtung Bariloche unterwegs sind.
Muss man reservieren?
Vor allem in der Hauptsaison zwischen Dezember und Februar empfiehlt sich eine Reservierung.
Informationen zu Camping und Unterkünften findest du direkt hier über die Unterkunft von Pampa Linda.
Gerade rund um Weihnachten, Neujahr und die Sommerferien Argentiniens können die Plätze schnell ausgebucht sein.
Refugio Otto Meiling
Noch spektakulärer wird eine Übernachtung im Refugio Otto Meiling. Die Berghütte liegt deutlich höher am Berg und bietet einige der beeindruckendsten Ausblicke auf die Gletscher des Cerro Tronador. Viele Wanderer steigen am ersten Tag zur Hütte auf, verbringen dort die Nacht und genießen am nächsten Morgen die Aussicht auf das Hochgebirge, bevor sie wieder ins Tal zurückkehren. Wer gerne in den Bergen unterwegs ist, sollte diese Möglichkeit unbedingt in Betracht ziehen.
Ist Wildcampen erlaubt?
Nein. Freies Campen ist im Bereich des Cerro Tronador nicht erlaubt. Übernachtungen sind ausschließlich auf ausgewiesenen Campingplätzen oder in offiziellen Refugios gestattet. Das dient sowohl dem Naturschutz als auch der Sicherheit der Besucher.
Parkplatz in Pampa Linda
Grundsätzlich ist der Cerro Tronador das ganze Jahr über zugänglich. Die Bedingungen unterscheiden sich jedoch je nach Jahreszeit deutlich.
Dezember bis März
Die Sommermonate gelten als beste Reisezeit. Dann erwarten dich:
Wir selbst waren im Dezember vor Ort und hatten überwiegend gutes Wetter mit fantastischen Ausblicken auf die Gletscher und Berglandschaften.
November und April
Die Übergangsmonate können ebenfalls sehr reizvoll sein. Vorteile:
Allerdings musst du jederzeit mit Wetterumschwüngen rechnen.
Winter (Mai bis Oktober)
Im Winter zeigt sich der Tronador von seiner rauesten Seite. Viele Wanderwege sind dann nur eingeschränkt nutzbar oder komplett geschlossen. Schnee, Eis und schwierige Straßenverhältnisse können die Anreise erschweren. Wer vor allem wandern möchte, sollte seine Reise daher zwischen Dezember und März planen.
Bestes Wetter im Dezember
Die Straße in Pampa Linda ist sehr gut aber nicht geteert
Ganz klar: Ja.
Wenn wir dir rund um Bariloche einen Tagesausflug empfehlen dürften, wäre es wahrscheinlich der Cerro Tronador.
Die Kombination aus gewaltigen Gletschern, türkisfarbenen Bergseen, Wasserfällen und den wilden Landschaften des Nahuel-Huapi-Nationalparks macht diesen Ort zu einem der schönsten Naturerlebnisse in ganz Nordpatagonien.
Innerhalb eines einzigen Tages siehst du:
Selbst wenn du keine große Wanderung unternehmen möchtest, lohnt sich die Fahrt bereits wegen der Landschaft und der Aussicht auf den Ventisquero Negro und den Cerro Tronador. Wer hingegen mehrere Tage Zeit hat, findet hier einige der schönsten Wanderungen Patagoniens mit Hüttenübernachtungen, Campingplätzen und beeindruckenden Hochgebirgslandschaften. Und ja dieAnfahrt über die Gravel Road zum Tronador ist anstrengend aber machbar und für uns gehört der Cerro Tronador ganz klar zu den Highlights rund um Bariloche und zu den Orten, die man bei einer Reise durch Nordpatagonien nicht verpassen sollte.
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