Das Wahrzeichen von Japan

Der zweite Tag in Tokyo fand nicht in Tokyo statt. Wir wollten unbedingt zum Mount Fuji. Da wir aber nicht so viel Zeit hatten und eine Übernachtung dort vor Ort daher nicht in Frage kam, entschieden wir uns für eine Tagestour. So konnten wir entspannt mehrere Orte, rund um den Fuji besuchen und mussten uns nicht auf eigene Faust mit dem Nahverkehr herumschlagen. 

 

Der Mount Fuji ist mit 3776 Metern nicht nur der höchste Berg in Japan, sondern auch ein nahezu perfekter Schichtvulkan mit einer oft weißen Schnee Haube.

 

Das Fotomotiv schlechthin, wenn man ihn denn sieht. Denn das ist oftmals schwierig und er versteckt sich hinter Wolken. Und da wir nicht so viel Zeit in Japan hatten und oft Attraktionen mit Tag und Zeit vorgebucht werden müssen, hatten wir genau diesen einen Tag noch frei, um die Tour zu machen.

 

Also hieß es Daumen drücken und das Beste hoffen. So viel sei gesagt, das hat leider nicht ganz gereicht. Wir hatten schönes Wetter und eine tolle Tour aber der Fuji versteckte sich hartnäckig den ganzen Tag in den Wolken. Wir haben einen schönen Park am See besucht, die berühmte Chureito Pagode gesehen, die wohl das häufigste Fotomotiv in Japan ist und wir waren auf dem Mount Fuji.

 

Ja genau auf dem Mount Fuji. 

 

Es gibt 10 Etappen bis zum Gipfel des Berges. Bis zur Etappe 5 kann man mit dem Auto fahren und ab da heißt es dann, die Wanderschuhe schnüren. Wobei das aber auch nicht das ganze Jahr über möglich ist. 

 

Am Parkplatz der 5 Station steht ein großer Souvenirshop und man kann dort übernachten, Postkarten verschicken und essen. Da standen wir also, auf knapp 2300 Meter. Es war wirklich eiskalt und die Sicht gleich null. Eigentlich kann man hier nicht nur zum Gipfel hoch schauen sondern hat auch tolle Fernsichten auf die Seen darunter.

 

Aber heute nicht oder doch… immer mal ganz kurz zog ein Loch in den Wolken vor den Gipfel und gab den Blick frei. Die Wolken waren hier oben aber wirklich schnell unterwegs und so erhaschten wir nur kurze Blicke auf den schüchternen Vulkan.

 

Spätestens hier, aber eigentlich schon lange vorher stand für uns fest, wir müssen nochmal wiederkommen. Japan ist so schön und außerhalb der Stadt ist da noch so wundervolle Natur, die wir unbedingt entdecken wollen.

 

Da das Wetter eigentlich super war, wenn man die Wolken um den Fuji mal außer Acht lässt, und unsere Tour in Shinjuku endete, entschieden wir kurzerhand nochmal zum Aussichtdeck im Government Gebäude zu gehen und dort den Sonnenuntergang über Tokyo zu schauen. Zum einen konnten wir die Stadt bei Tageslicht und gutem Wetter richtig sehen, den Sonnenuntergang schauen und dann auch noch auf die Metropole bei Nacht hinunterschauen. 

 

Perfekter Abschluss dieses Tages. Auf dem Rückweg fanden wir dann auch noch zufällig ein Kamakura Restaurant. Na, wer weiß noch was das ist? 

 

In Osaka haben wir uns in dieses Lokal verliebt, weil es hier einfach so gute Ramen und Dumplings gibt. Natürlich mussten wir hier in Tokyo auch nochmal rein und haben ein letztes Mal Ramen genossen.

 

An unserem letzten Tag in Tokyo stand noch einmal ein Highlight an: das TeamLaps Planet Tokyo. Eine Kunstaustellung.

 

Aber zuerst besuchten wir auf dem Weg dahin noch den Senso-Ji Tempel, futterten uns durch ein paar Street Food Stände und machten einen Abstecher nach Odaiba, wo sich Tokyo nochmal von einer ganz anderen Stadt Ansicht zeigt. Auf den vorgelagerten Inseln, neben Odaiba findet sich dann auch das Teamlabs Planet Tokyo. Aber was ist das eigentlich?

 

Auf der Webseite heißt es, es ist ein Museum, wo man durch Wasser und einen Garten spaziert und Teil der Pflanzen wird, alles mit den eigenen Sinnen erlebt und eintaucht. 

 

Im Endeffekt ist es eine Kunstaustellung, die sich aus 4 Kunstinstallationen und 2 Gärten zusammensetzt. Man wird durch das gesamte Museum auf einer Route geführt und erlebt pure Magie.

 

Man geht barfuß, erlebt die Böden, watet durch Wasser, sieht sich in unzähligen Spiegeln und interagiert mit Licht, Blumen und Wasser. 

 

Es ist schwer zu beschreiben aber eine einmalige Erfahrung. Wir haben oft gehört, dass nach dem teamLabs Botanical Garden in Osaka viele das hier in Tokyo auch besuchen wollten aber keine Karten mehr bekamen. Denn wie üblich, Online Buchung mit Tag und Zeit vorausgesetzt. Da uns die Kunstinstallation in Osaka so gut gefallen hat, entschieden wir auch diese hier noch zu besuchen. Und was sollen wir sagen, es war der Wahnsinn. Absolut wunderschön und einmalig.

 

Danach hieß es dann für uns, noch einmal in die Stadt und zu unserem letzten Ziel in Tokyo: Akihabara. 

 

Ein Stadtviertel voller bunter Reklame, unzähligen Anime und Manga Shops und viel zu vielen Arcadeläden. Also genau das richtige für uns. 

 

Wir sind noch einmal eine Runde Mario Kart gefahren, haben die Köpfe ungläubig geschüttelt, wie viel Anime- und Manga Zeugs hier verkauft wird, was wir vorher noch nie gesehen hatten und haben nochmal leckere Dumplings verdrückt. Und wir haben einen Yufka gegessen. Nicht das, woran man bei japanischen Essen denkt aber wir hatten Bock drauf und er war auch wirklich verdammt lecker.

 

Und dann irgendwann war der Abend rum und wir zurück im Hotel. 

 

Ein letztes Mal im Hotelbett schlafen. Ein letztes Mal am Morgen die Koffer packen. Eine letzte Fahrt zum Flughafen und da saßen wir: Ready zum Boarding nach Hanoi, und dann weiter nach Frankfurt am Main.

 

So einfach war es natürlich nicht aber dazu mehr im nächsten Reisetagebuch.

 

Grüße Katja 


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Kommentare: 1
  • #1

    Chris (Mittwoch, 26 Juli 2023 18:41)

    Japan, Kindheitstraum ��� melde dich auf dem Handy wenn wir uns mal wieder live und in Farbe sehen können! Passt weiterhin gut auf euch auf, ob auf Reisen oder so! Liebe Grüße vom Ammersee �� übrigens auch ein schöner Ort zum Urlaub machen �