Teneriffa - Klima, Reisezeit und andere Reisetipps

Drago Milenario, Icod de los Vinos, Teneriffa, Spanien

Drago Milenario in Icod de los Vinos


Inhaltsverzeichnis:

1. Lage

2. Sprache

3. Währung

4. Visum

5. Wie Hinkommen

6. Unterkünfte

7. Fortbewegung

8. Klima

9. Geologie

10. Warum nach Teneriffa


Lage:

Karte, Welt, Teneriffa

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und liegt im Atlantischen Ozean. Sie gehört topographisch zu Afrika und liegt 288 Kilometer vor der Küste Marokkos. Von ihrem politisch zugehörigen Mutterland Spanien ist sie immerhin 1274 Kilometer entfernt.

Sie ist mit 888000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Ihre Hauptstadt ist Santa Cruz de Teneriffe.


Sprache:

Auf den Kanaren spricht man Spanisch. Aber der Akzent und Dialekt der Einwohner unterscheidet sich vom Spanisch auf dem Festland. Es ähnelt eher dem Spanisch, das man auch in der Karibik spricht.

Für Urlauber ist es am besten, man hält sich an das Spanisch des Festlandes, denn außerhalb der großen Städte und Touristengegenden wird kaum Englisch verstanden.


Währung:

Die Kanaren gehören zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Hier bezahlt man mit dem Euro.


Visum:

Wie gerade geschrieben gehört Teneriffa und die Kanaren zur Europäischen Union. Ein Visum ist nicht erforderlich. Ein Ausweis oder Reisepass zur Einreise reicht aus.

 

Costa Adeje, Teneriffa, Spanien, Ufer

Costa Adeje Strandpromenade


Wie Hinkommen:

Es gibt zwei Flughäfen – den älteren Flughafen Teneriffa Nord (Los Rodeos) bei La Laguna sowie den 1978 eröffneten Airport Reina Sofía (Teneriffa Süd). Täglich gibt es Direktflüge von Deutschland nach Reina Sofia. Man fliegt etwa 4 Stunden.

Fähren verbinden Teneriffa mit den Kanarischen Inseln La Gomera, El Hierro, La Palma, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. 

Die Fährgesellschaft Naviera Armas betreibt eine Fährverbindung von Teneriffa nach Huelva und die Gesellschaft Trasmediterránea fährt von Teneriffa nach Cádiz.


Unterkünfte:

Auf Teneriffa gibt es Hotels, Hostels, Ferienwohnungen oder die Fincas. Für jedes Preisbudget ist hier etwas dabei.

Man sollte sich also überlegen wie viel man ausgeben will und welche Art beziehungsweise Lage der Unterkunft man will. Hotels und Hostels sind eher in den Städten anzutreffen, wohingegen Fincas auch an etwas einsameren Orten stehen.

Es gibt schöne kleine Fincas bis hin zum großen Ferienhaus, wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist. Ich würde immer jedem zur Finca oder zum Ferienhaus raten. Man ist einfach freier und unabhängiger in seiner Tagesgestaltung. Auf Teneriffa gibt es überall Märkte, wo frisches Obst und Gemüse verkauft werden oder es wächst direkt im Garten der Finca. Das hatten wir auch schon. So kocht man lieber selbst und genießt die Natur dieser Insel etwas abseits der Touristenhochburgen.

 

Solltet ihr eine Unterkunft suchen, empfehle ich auch immer den Norden der Insel. Es ist einfach soviel grüner als der Süden. Hier wohnen die Einheimischen, während im Süden an der Costa Adeje die Hotelkomplexe hochgezogen werden und ein Spaziergang dort sich eher anfühlt als wäre ich wieder in Deutschland und gar nicht weg geflogen. Der Norden ist zwar meist etwas frischer und auch die Strände sind etwas rauer aber der Charme der Insel lässt sich nur dort wirklich erleben.


Fortbewegung:

Auf Teneriffa gibt es zwei große Autobahnen, die einmal rund um die Insel führen. Damit kommt man eigentlich ganz gut einmal herum. Vorsicht nur im morgendlichen Pendlerverkehr. Da sollte man etwas Zeit einplanen, wenn man zum Beispiel für eine Tour nach La Gomera pünktlich am anderen Ende der Insel am Hafen stehen soll. Gibt halt nur diese eine Autobahn. Die Nordautobahn TF-5 führt von der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife in das Ferienzentrum Puerto de la Cruz. Sie endet in Los Realejos und führt als Landstraße weiter bis Icod de los Vinos. Die Südautobahn TF-1 führt von Santa Cruz über Los Cristianos, Costa Adeje und Playa de las Américas nach Santiago del Teide. Daneben gibt es überall kleinere Landstraßen, die alle Ortschaften und wichtigen Ziele verbinden. Auch hier dauert es aber immer etwas länger da man die Serpentinen rauf und runter muss.

Als weiteres Verkehrsmittel gibt es die grünen Linienbusse der TITSA (örtliche Bezeichnung: Guagua), die fast jede Ortschaft auf der Insel bedienen. Die Hauptrouten über die Südautobahn von Las Américas beziehungsweise Los Cristianos im Süden der Insel nach Santa Cruz und die Nordautobahn nach Puerto de la Cruz im Norden werden von modernen klimatisierten Bussen befahren. Zu den beiden Flughäfen Teneriffa Nord (Los Rodeos) und Süd (Reina Sofía) verkehren auch mindestens stündlich Busse.

Straßenbahnlinien verbinden in Santa Cruz einzelne Stadtabschnitte. Sie sind aber eher kurz und auch die einzige Stadt der Insel, die eine Straßenbahn hat.

Am besten man mietet sich ein Auto und erkundet die Insel auf eigene Faust. Viele Mietwagenverleihe stehen direkt am Flughafen, wo man das Auto bequem abholen und wieder abgeben kann. Tankstellen finden sich ausreichend auf der ganzen Insel, außer im Hochland.

 

Teide Nationalpark, Teneriffa, über den Wolken, Wanderung

Wanderung im Teide Nationalpark


Klima:

Teneriffa besitzt, wie alle Kanarischen Inseln ganzjährig milde Temperaturen. Tagsüber steigt die vom Meer gesättigte feuchte Luft langsam auf und bildet am Teide, dem höchsten Berg Teneriffas in 1000 bis 1500 Metern Wolken. Diese regnen sich vor allem auf der Nordseite der Insel ab, weshalb dort alles üppig grün ist während der Süden sehr trocken ist.

 

Auch Besonders ist der auf Teneriffa vorkommende Lorbeer- und Kiefernwald, der durch die aufsteigenden Wolken und den damit verbundenen feinen Nieselregen über den Wäldern entstehen konnte.

 

Tabelle, Klima, Santa Cruz, Tenerife

Geologie:

Die Insel Teneriffa ist geologisch sehr jung und entstand erst vor 12 Millionen Jahren. Sie liegt über einem Hotspot im Erdmantel und wurde durch vulkanische Aktivität geformt. Hier driftet die Afrikanische Platte langsam über diesen Hot Spot nach Nordosten und bildet so die Inselkette der Kanaren.

Die geologisch ältesten Bereiche sind das Anaga Gebirge im Nordosten und das Teno Gebirge im Nordwesten, sowie ein paar kleinere Gebiete (Bandas del Sur) im Süden. Das Vulkanmassiv im Zentrum der Insel ist deutlich jünger und wird durch eine große Caldera gebildet. Die 12x17 Kilometer große Caldera Las Canadas entstand durch Vulkanausbrüche. Ihr höchster Punkt ist der im Zentrum stehende Pico del Teide. Er ist 3718 Meter hoch und damit auch der höchste Berg Spaniens. Von oben betrachtet sieht man überall in der Caldera die erstarrten Lavaflüsse, die der Teide eruptiert hat. Auch heute ist der Teide noch aktiv. Die letzten Ausbrüche gab es 1798 und 1909.

 

Teide, Teneriffa, Weg, Wolken

Auf dem Teide


Warum nach Teneriffa?

Altstadt von La Laguna (UNESCO) – kleine süße Stadt, die zum Spazieren einlädt.

 

Altstadt von La Orotava und das Orotava-Tal – Gelegen am Berghang des Teidemassivs und mit alten Häusern einfach einen Besuch wert.

 

Die Kraterlandschaft des Nationalparks Teide – der Vulkan Teneriffas und seine Caldera sind ein Must See. Hier oben gibt es viele Wanderwege.

 

Les Roques de García – Eindrückliche Felsformation in der Caldera, die mit einer Wanderung umrundet werden kann.

 

Anaga-Gebirge – Lorbeer- und Kieferwälder machen diesen Ort zu einem Märchenwald.

 

Schlucht Masca – die berühmteste Schlucht der Kanaren und eine schweißtreibende Wanderherausforderung wenn man runter und wieder hoch läuft.

 

Felsen von Los Gigantes – Die berühmten Steilklippen Teneriffas.

 

Drago Milenario in Icod de los Vinos – der 300 – 800 Jahre alte kanarische Drachenbaum und Symbol der Insel.

 

Loro Park – Tierpark und Tierschutz gehen hier Hand in Hand. Unter anderem die größte Papageiensammlung der Welt und schon viel Erfolg bei der Rettung von Papageienarten.

 

Siam Park - Wasserpark in Costa Adeje – Manchmal will man einfach nur Spaß haben. Mit den unzähligen Rutschen wird das hier möglich.

Teide Nationalpark, Teneriffa, Caldera

Blick in die Caldera des Teide Nationalparks

Teneriffa, aus Flugzeug

Anflug auf Teneriffa

Katja Siegel, Reiseblog

Anaga Gebirge


ENDE


Kommentare: 0