Unser Ausflug zu den Highlights von La Gomera

Die kleine Insel La Gomera liegt etwa 38 Kilometer von Teneriffa entfernt. Täglich verkehren Fähren von Los Christianos im Südwesten Teneriffas nach San Sebastian de la Gomera im Osten der kleinen Insel.

Die Überfahrt dauert etwa 1,5 Stunden. 

Ich war bisher zwei Mal auf La Gomera und habe in beiden Fällen vorher eine Tour auf der Insel gebucht. Natürlich kann man auch selbst fahren, aber man muss dann die Überfahrtskosten für das Auto bezahlen.

Bei einer Tour wird man mit dem Bus rund um die Insel gefahren und bekommt einen schönen Überblick über La Gomera. Natürlich hat man hier immer das Problem, dass man nicht selbst entscheidet wie lange man einem Ort bleibt.

Da ich immer nur einen Tag auf La Gomera verbracht habe, wollte ich so viel wie möglich sehen und daher waren die Touren ganz gut und vor allem was das Fahren angeht, stressfreier.

Denn in La Gomera fährt man oft auf engen Serpentinen, nah am Abgrund und ohne Leitplanke. Da muss man sich auch erstmal dran gewöhnen und man muss deutlich konzentrierter Fahren als man das vielleicht aus Deutschland gewöhnt ist.

Nun möchte ich dir aber ein paar schöne Orte auf La Gomera vorstellen.

 


Parque Nacional de Garajonay

Nebelwald, Lorbeerwald, La Gomera

Blick in den Lorbeerwald

 

Der Nationalpark Garajonay liegt inmitten von La Gomera und umfasst fast 10% der gesamten Insel. Er ist seit 1986 UNESCO Weltkulturerbe und seit 1988 Europäisches Vogelschutzgebiet.

Vor allem bekannt ist er für seinen immergrünen Nebelwald. Hier findet man bis zu 2 Meter hohe Farne und Lorbeerwälder, welche im Rest Europas durch die letzten Eiszeiten ausgestorben sind. Er ist der größte noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde.

Auch 150 endemische Tierarten sind hier Zuhause. Endemisch bedeutet, dass es sie nur hier auf dieser Insel und sonst nirgends im Rest der Welt gibt.

Auch der höchste Berg der Insel, der Garajonay mit 1487 Metern liegt hier im Nationalpark.

Am Eingang des Nationalparks stehen mehrere Vulkanschlote. Darunter auch der Roque de Agando. Er ist einer von mehren Schloten und gehört zu den Roques. Mit seiner Zuckerhut - ähnlichen Form ist er der auffälligste Schlot und somit ein beliebtes Fotomotiv. 

 

Roque de Agando, Vulkanschlot, La Gomera

Roque de Agando


El Silbo

Die El Silbo ist kein Ort sondern eine Pfeiffsprache die auf La Gomera noch verwendet wir.

Silbo bedeutet auf Spanisch Pfiff. Es ist eine Art der Kommunikation aus vergangenen Zeiten, wo es noch keine Straßen gab und sich die Bauern von Berghang zu Berghang verständigen mussten.

Also Pfiffen sie und konnten so über große Entfernungen kommunizieren. Die El Silbo basiert heute auf der spanischen Sprache und wird hauptsächlich auf La Gomera verwendet.

Die Älteren Bewohner versuchen diese Art der Sprache an die Jüngeren weiter zugeben und sie so vor dem verschwinden zu bewahren, doch wird das zunehmend schwieriger, da sich die junge Generation vom alten Landleben abwendet und lieber in die Städte oder anderen Inseln geht. Um dem entgegen zu wirken ist El Silbo inzwischen Pflichtfach in der Schule auf la Gomera.

Die UNESCO geht davon aus, dass es noch etwa 20000 Silbadores gibt, die diese Sprache benutzen können.


Mirador de Abrante

 

Über dem Städtchen Agulo im Nordosten der Insel liegt der Mirador de Abrante oben auf dem Felsmassiv. Man schaut hinunter auf das Städtchen und hinüber nach Teneriffa mit seinem mächtigen Teide.

Das coole an diesem Mirador ist aber das dort gebaute Restaurant. Während man leckeres traditionelles Essen genießt, schaut man durch vollverglaste Wände hinaus über den Atlantik auf den Teide. 

Mit Kanarischer Roter Mojo, Almogrote Streichkäse und spanischen Kartöffelchen kann man sich in Ruhe den Bauch vollschlagen und dabei die sagenhafte Aussicht genießen. 

 

Mirador de Abrante, La Gomera, Teide, Meer, Teneriffa

Mirador de Abrante


Aber auch abseits der hier genannten Plätze, genießt man den Blick auf wunderschöne Landschaften und kleine Dörfchen. Einfach wenn man herum fährt oder gefahren wird. Schon das ziellose um die Insel fahren ist somit ein echter Genuss.

 

Blick in die Nebelwälder / Kleine Dörfer entlang der Straße

ENDE


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