Simbabwe - Klima, Reisezeit und andere Reisetipps

Regenbogen, Wasserfall, Victoriafälle, Victoria Falls, Simbabwe

Blick zu den Viktoria Fällen


Inhaltsverzeichnis:

1. Lage

2. Sprache

3. Währung

4. Visum

5. Wie Hinkommen

6. Unterkünfte

7. Fortbewegung

8. Klima

9. Geologie

10. Warum nach Simbabwe


Lage:

Karte, Welt, Simbabwe

Simbabwe, was übersetzt „Steinhäuser“ in der Sprache der Shona bedeutet, ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Es hat keinen Zugang zum Meer und grenzt an die Staaten Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik. Der Name des Landes leitet sich von der Groß-Simbabwe genannten Ruinenstätte ab, wo die größten vorkolonialen Steinbauten im südlichen Afrika gefunden wurden.

Der Sambesi bildet in diesem Land die nördliche Grenze zu Sambia und der Limpopo die südliche zu Südafrika. Die höchste Erhebung in Simbabwe ist der Inyangani, 2592 Meter im östlichen Hochland gelegen. Hauptstadt Simbabwes ist Harare. Insgesamt leben circa 16 Millionen Menschen (Stand 2017) in diesem Land. Es ist eine Republik und seit 1980 unabhängig.


Sprache:

Die Amtssprache in Simbabwe ist Englisch. Neben den Sprachen Shona, Ndebele und Fanalago gelten auch die Bantu-Sprachen Cishona und Isindebele als Umgangssprachen.


Währung:

Die ehemalige Währung, der Simbabwe Dollar wurde 2009 komplett vom Markt genommen und durch den US-Dollar und den Südafrikanischen Rand ersetzt.

Beträge wurden in der Regel ab- oder aufgerundet, da man kaum Münzen in diesen Währungen zur Verfügung hat. Nach einer Hyperinflation, wo es dann auch Geldscheine bis zu 100 Billionen! Dollar gab, wurde der Simbabwe Dollar zunehmend von ausländischen Währungen verdrängt und schließlich 2015 gänzlich abgesetzt. Die Versorgung mit Bargeld im Land durch das Abheben an Bankautomaten gestaltete sich sehr schwierig. Kreditkarten wurden nur selten akzeptiert und daher sollte man schon vor Einreise genügend Bargeld dabeihaben. Es ist aber auch nicht ratsam mit allzu großen Beträgen durch die Gegend zu laufen, da aufgrund der Armut im Land auch die Diebstahlrate recht hoch ist. Der Mangel an Banknoten im Land führte zur Einführung einer Parallelwährung in Form von Schuldscheinen. Die Zentralbank führte die sogenannten „Bond Notes“ ein, die den US-Dollar ergänzen aber nicht ersetzten sollten. Sie sind nur in Simbabwe ein gültiges Zahlungsmittel. Gleiches gilt für die Bond Coins, welche schon länger im Umlauf sind. Der Umtausch von Bond Notes zu US-Dollar mit 1:1 war nicht garantiert.

Im Juni 2019 wurde der Simbabwe Dollar erneut als einzig gültiges Zahlungsmittel eingeführt und Fremdwährungen zur Zahlung verboten. Wie es aber vor Ort aussieht bleibt abzuwarten.

Wer also nach Simbabwe reist, sollte sich vorher über die derzeit gültige Währung informieren und auch darüber wie man auf der Reise an Bargeld kommt.

 

Warzenschwein, Pumba, Afrika

Warzenschwein am Grenzübergang zu Viktoria Falls


Visum:

Für Simbabwe benötigen deutsche Staatsbürger ein Visum. An Grenzübergängen wie Harare, Victoria Falls oder Bulawayo kann dieses gegen eine in Bar zu entrichtende Gebühr von 30 US-Dollar gekauft werden. Es ist ein Single-Entry Visum.


Wie Hinkommen:

Die Anreise nach Simbabwe ist auf mehrere Wege möglich. Der Harare Flughafen wird von vielen internationalen Flughäfen aller Länder der Welt angeflogen. So kann man von London direkt mit Air Zimbabwe nach Harare fliegen. Ganz vorn dabei Johannesburg. Auch die zweitgrößte Stadt Bulawayo kann mit dem Flugzeug erreicht werden.

Von den Flughäfen aus gibt es auch nationale Flüge, wie zum Beispiel die zu den Viktoria Fällen, nach Viktoria Falls oder zum Hwange Nationalpark. Einige Lodges haben auch eigene Landebahnen und werden per Charterflüge angeflogen.

Neben dem Flugzeug ist es möglich über den Landweg einzureisen. Das geht von Südafrika, Botswana und Sambia aus. Alles in Simbabwe lässt sich auch mit dem Auto über den Landweg erreichen, aber nicht immer sind die Straßen in gutem Zustand und ein Geländewagen ist schon empfehlenswert. Mit dem Auto kann man Simbabwe von allen Ländern erreichen, die es umgeben. Längere Wartezeiten an den Grenzen sollten aber eingeplant werden. Von Simbabwe führen Straßen nach Tansania, Malawi, Mosambik, Botswana, Südafrika und Sambia.

Es gibt Deluxe Busse, die in regelmäßigen Abständen zwischen Harare und Johannesburg verkehren. Auch Johannesburg und Bulawayo sind durch eine Busverbindung abgedeckt. Auch Sambia (Lusaka) und Lilongwe (Malawi) lassen sich so erreichen.

Fernzüge fahren von Harare und Bulawayo nach Botswana und bis nach Südafrika. Darüber hinaus existiert eine Zugverbindung nach Sambia über die Viktoria-Fälle.

 

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Viktoria Fälle von Simbabwes Seite aus


Unterkünfte:

In Simbabwe gibt es eine ausreichende Auswahl an Hotels und Lodges.

Die Hotels liegen überwiegend in den Städten und sind teils nicht so teuer. Für 40-60€ die Nacht kann man hier ein Schönes finden. Besonders viele Hotels gibt es natürlich in den Städten Harare und Bulawayo. Auch in Viktoria Falls ist die Hoteldichte ziemlich hoch, da die Viktoria Fälle eines der wichtigsten touristischen Anlaufziele sind.

Will man raus in die Natur und zu den Nationalparks, dann findet man vor allem die Lodges. Diese sind wieder traumhaft in den Naturlandschaften gelegen und versprechen Tierbeobachtungen. Die schlagen dann aber auch durch ihre besondere Lage ordentlich mit dem Preis zu. Man sollte für eine Nacht mindestens 100 Euro einplanen. Nach oben ist das natürlich komplett offen.

Camping geht in Simbabwe natürlich auch. Die Anzahl der Campingplätze ist überschaubar aber absolut ausreichend. Alle wichtigen Ziele, die man sehen sollte lassen sich auch mit dem Camper ansteuern. Die Gebühren wurden aber in den letzten Jahren deutlich angehoben und so kann es sein, dass man selbst für einen Campingplatz bis zu 100 US-Dollar zahlt.


Fortbewegung:

Im Land kann man sich mit Innerländische Flügen über Solenta Aviation fortbewegen. Diese verbindet alle wichtigen touristischen Ziele und Großstädte miteinander sowie die Safari Lodges entlang des Sambesi-Flusses, des Lake Kariba, der Victoria Falls und des Hwange-Nationalparks. Mit dem Bus kann man ebenfalls zwischen den simbabwischen Städten fahren, aber diese sind in einem beklagenswerten Zustand. Am besten dann eher mit den landesüblichen Minibus-Taxis reisen. Diese gewährleisten den Intra-City-Transport. Für den europäische Standard sind sie sehr preiswert. Sie sind aber als Verkehrsmittel auch sehr unsicher und verlangen ein gewisses Maß an Abenteuerlust und Todesmut. Wer noch Abenteurerlustiger ist kann auch mit dem Zug fahren. Die Strecke verbindet Bulawayo und Victoria Falls. Dabei fährt die Bahn auch durch den Hwange National Park, einem der größten Nationalparks von ganz Afrika. Das Fahren per Anhalter ist im Land sehr verbreitet aber als Tourist sollte man aufpassen wo man mitfährt. Simbabwe ist ein armes Land mit vielen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Da ist es nicht verwunderlich das es zu Diebstählen und Straftaten kommt.

Wer mag fährt einfach selbst mit dem Auto. Das Land verfügt über ein Straßennetz von etwa 97.500 km, wobei gerade einmal 18.500 km davon asphaltiert sind. Die Straßen sind oft in einem bedauernswerten Zustand, sodass man immer aufpassen sollte, wenn man mit dem (eigenen) Auto unterwegs ist, denn Schlaglöcher sind sehr verbreitet. Vor allem nachts und während der Regenzeit sind viele Straßen unpassierbar. In Simbabwe kommt man nur schwer an ein 4x4 Auto mit Dachzelt, daher starten viele ihre Selbstfahrertour in Windhoek (Namibia) oder Johannesburg (Südafrika).

 

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Elefanten am Straßenrand auf dem Weg von Viktoria Falls in Richtung Chobe Nationalpark in Botswana


Klima:

Simbabwe hat ein subtropisches bis tropisches Klima mit feuchtem, teilweise schwülheißen Sommern (bis über 35 °C) und winterlicher Trockenzeit mit angenehmen Wetter um die 25 °C. In höheren Lagen, die den größten Teil des Landes ausmachen, sind die Temperaturen im Sommer eher gemäßigt (25 bis 30 °C) und im Winter gibt es ab und zu sogar Nachtfröste (bis −5 °C). Die Regenzeit dauert von November bis März. Dann fallen etwa 90% der jährlichen Niederschläge. Der Klimawandel ist in Simbabwe bereits spürbar und äußert sich überwiegend über den Rückgang der Niederschläge. Ebenfalls wird der Regen in seinen Zeiten unbeständiger und es kommt öfter zu Dürren und Hitzeperioden.

Die beste Reisezeit liegt in der Trockenzeit, also von April bis Oktober. Dann kann man die Tiere hier auf Safari am besten beobachten. Während der Regenzeit ist es beschwerlicher zu reisen, da die Temperaturen sehr hoch sind und Straßen durch den Regen unpassierbar werden. Jedoch sind die Viktoria Fälle in der Regenzeit besonders beeindruckend, da sie sehr viel Wasser führen.

 

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Geologie:

Die Geologie Simbabwes wird hydrologisch durch die Ovambo-Kalahari-Simbabwe-Verwerfung (Südwest nach Nordost) in zwei Hälften geteilt. Das Einzugsgebiet des Sambesi liegt im Norden und das des Limpopo im Süden. Im Osten gibt es noch kleinere Gebiete, die in den Buzi und den Oungwe entwässern und ein kleiner Teil im Westen fließt in die Magadikgadi Salzpfannen ab. Die zahlreichen Flüsse entspringen im Hochland von Simbabwe. Die Hauptgebirge befinden sich an der Ostgrenze zu Mosambik. Die Bergkette ist etwa 350 Kilometer lang und hat mit dem Inyangani (2500 Meter) seine höchste Erhebung.

Neben den Bergen ist das Land eine Trockensavanne und wird von Mopane und Miombo Wäldern geprägt. In der Trockenzeit ist das Gras der Savanne verdorrt und in der Regenzeit kann es fast 2 Meter hoch werden. Dies bietet eine wichtige Lebensgrundlage für viele Tiere. Auch Schirmakazien, Affenbrot- und Leberwurstbäume trifft man in der Savanne an.


Warum nach Simbabwe:

Hwange Nationalpark: Größter Nationalpark Simbabwes im Nordwesten des Landes. Die Population der frei lebenden Elefanten im Park gehört zu einer des größten der Welt..

 

Mana Pools Nationalpark: Gehört zum UNSECO Weltnaturerbe. Der Sambesi und seine vielen Inseln sind Heimat vieler Tiere wie zum Beispiel Büffel, Nilpferde, Krokodile, aber auch Leoparden, Geparde, Löwen, Elefanten, Zebras und vielerlei Bock- und Wildarten.

 

Matobo Nationalpark: Teil des UNESCO Weltnaturerbes, traumhafte Gebirgslandschaft mit Stein- und Felsenformationen aus Granit . Heimat für schwarze und weiße Nashörner, Leoparden und Geparden.

 

Matusadona Nationalpark/Lake Kariba: Am Rande des Kariba Stausees. Wildreiche und wasserreiche Gebiete. Hier finden sich Löwen, Nilpferde, Krokodile, Elefanten, Büffel und Wildarten.

 

Nyanga Nationalpark: In 1800 m Höhe gelegen. Es bieten sich traumhafte Ausblicke, zahlreiche Wasserfälle und eine Vielzahl an Wildarten wie Gnus, Kudus, Zebras, Impalas und Bockarten.

 

Gonarezhou Nationalpark: Im Südosten gelegen, Teil des Great Limpopo Transfrontier Parks, zweitgrößter Park Simbabwes. Vielfältige Landschaft mit Lowveld Vegetation, Flüssen und einer Vielzahl an Tierarten. Hier sehen Sie: Löwen, Leoparden, Geparden, Giraffen, Zebras, Büffel, zahlreiche Antilopen- und Vogelarten.

 

Die Victoria Fälle: Die Wassermassen des Sambesi ergießen sich auf einer Breite von 1708 m in eine quer zum Flusslauf verlaufende, 110 m tiefe und 50 m breite Schlucht mit steilen Felswänden aus Basalt. Damit sind sie die breitesten durchgehenden Wasserfälle der Erde. Bis zu 300 m steigt der Sprühnebel auf, wenn bis zu 10.000 m³/s Wasser in die Schlucht donnern

 

Harare:  Die Hauptstadt Simbabwes. Sie liegt im Hochland bei etwa 1500 m. Die Stadt bietet gute Einkaufsmöglichkeiten, ein vielseitiges Nachtleben und mit dem Queen Victoria Museum und der National Gallery Of Zimbabwe zwei sehenswerte Institutionen.

 

Greater Zimbabwe: Es ist ein einzigartiger Ruinenkomplex, der auch unter dem Namen „Groß-Simbabwe“ bekannt ist und nach dem Simbabwe letztlich auch benannt wurde. Er liegt im Im Südosten, in einer einst kargen und schwer zugänglichen Gegend.Durch Seefahrer wurde diese Königsstätte einst entdeckt. Der ganze Komplex besteht aus mehreren Ruinen: Dem Gebäude, welches dem König als Palast diente und das auf dem Berg thront, aber auch Bauwerke für seine Gemahlin, das Gefolge und die einfachen Bauern am Fuße der Erhebung.

 

Östliches Bergland: Die grüne Seite Simbabwes beherbergt saftig grüne Teeplantagen, Wasserfälle und Waldgebiete an der Grenze zu Mosambik.

 

Worlds View: World’s View liegt auf dem Troutbeck-Massiv  auf rund 2.000 Höhennmetern und bietet einen weiten Blick auf den Norden Simbabwes.

 

Sky Walk & Zipline über den Mutarazi Wasserfall: In den Eastern Highlands wurde dieses privates Projekt 2017 eröffnet und bietet einem die Möglichkeit die Wasserfälle als Fußgänger zu bestaunen. Dabei geht’s über Ziplines und Hängebrücken.

 

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Blick in die Schlucht der Viktoria Fälle am Eingang des Rundweges in Simbabwe


ENDE

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