Botswana - Klima, Reisezeit und andere Reisetipps

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Faule Löwen im Chobe Nationalpark


Inhaltsverzeichnis:

1. Lage

2. Sprache

3. Währung

4. Visum

5. Wie Hinkommen

6. Unterkünfte

7. Fortbewegung

8. Klima

9. Geologie

10. Warum nach Botswana


Lage:

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Botswana liegt im südlichen Afrika und wird von den Ländern Namibia im Westen und Norden, Sambia im Norden, Simbabwe im Osten und Südafrika im Süden begrenzt. Der Name Botswana leitet sich von der Bezeichnung des Volkes das Tswana ab.

In diesem Land leben etwa 2,29 Millionen Einwohner (Stand 2017). Mit 4 Einwohner pro km2 gehört es also eher zu den dünn besiedelten Ländern unserer Erde. Große Teile von Botswana nimmt das Okavango Delta ein. Dieses riesige Innlanddelta beherbergt zahlreiche Tiere und kaum Menschen. Es gibt dort keine Städte und die meisten Einwohner des Landes leben eher im südlichen Teil Botswana in den größeren Städten. Botswana erlangte 1966 seine Unabhängigkeit.


Sprache:

In Botswana wird Setswana gesprochen. Als Tourist kommt man aber auch mit Englisch gut durch das Land. Zumindest in allen Städten und Touristengebieten.


Währung:

In Botswana bezahlt man mit dem Botswanischen Pula (BWP).

1 Euro = 13,14 Botswanische Pula (Stand 5/2020)


Visa:

Bei der Einreise nach Botswana erhält man ein Visa on Arrival für maximal 90 Tage. Laut Auswärtigem Amt funktioniert das mit dem Reisepass an der Grenzstation gebührenfrei. Man füllt ein Zettelchen aus und bekommt dann seinen Stempel in den Reisepass.

 

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Fahrt in das Okavango Delta von Maun aus


Wie Hinkommen:

Es gibt von Deutschland aus keine Direktflüge nach Botswana. Die meisten Flüge ab Deutschland beinhalten ein einmaliges Umsteigen. Das geschieht meist in Windhoek oder Johannesburg und dann geht’s zum Zielflughafen nach Gaborone in Botswana. Mehr als einmal umsteigen gibt es natürlich auch.

Über den Landweg kann man mit dem Auto einfach von Namibia, Südafrika oder Simbabwe einreisen. Es ist allerdings möglich das an der Grenze eine Gebühr für das Auto erhoben wird. Bitte also vorher informieren. Gebühren an Grenzen werden oftmals in USDollar bezahlt.


Unterkünfte:

Botswana ist ein teures Reiseland. Der Tourismus ist hier vor allem in der Luxusklasse angesiedelt. Das Land will eher weniger Touristen anlocken aber dafür eben auf Klasse setzen. Auch hier gibt es wieder Lodges ab 100 Dollar aufwärts und nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Manche Lodges sind sogar nur mit einem Privatflugzeug erreichbar. Da verwundert es auch nicht, dass die Lodges traumhaft gelegen sind und schönste Ausblicke in die Natur liefern.

Wer es etwas preiswerter mag kann wieder auf das Camping zurückgreifen. Wer ins Okavango Delta will findet im Bereich von Maun im Süden des Delta eine Auswahl an billigeren Lodges und Campingplätzen. Von da aus gibt es allerhand Touren ins Delta.

In der Kalahari im Südwesten und um Nata im Osten des Landes gibt es auch wieder Campingmöglichkeiten und Lodges. Eine, die ich absolut empfehlen muss, ist die Elephant Sands Lodge über die ich auch einen eigenen Artikel verfasst habe. Also wenn ihr Lust habt den Elefanten in Botswana mal ganz nah zu kommen, dann lest dort mal rein.

Ganz im Süden liegt die Hauptstadt Gaborone und im Südosten die zweitgrößte Stadt Francistown. Hier finden sich ebenfalls genügend Unterkünfte, die preislich unter 100 Dollar liegen. Allerdings ist man dort dann auch weit weg von den Nationalparks und der unglaublichen Natur Botswanas.

Einfach mal im Internet bei den typischen Anbietern rum suchen und das Passende finden.

 

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Camping im Chobe Nationalpark


Fortbewegung:

Zwischen den großen Städten wie Maun, Gaborone oder Francistown verkehren täglich Busse. Sonst fährt der öffentliche Nahverkehr eher sehr unregelmäßig und man muss sehr lange Wartezeiten einplanen. Die Überland Straßen sind zwar meist asphaltiert, aber trotzdem sind es sehr lange Fahrten, die man zwischen den Städten zurücklegt.

Von den Flughäfen in den bereits genannten drei Städten gibt es kleinere Charterflüge in abgelegenen Regionen.

Dann gibt es noch die Botswana Railway. Eine 700 Kilometer lange Zugstrecke von der südafrikanischen Grenze nach Gaborone über Francistown nach Simbabwe.

Und dann gibt es natürlich noch den guten alten Mietwagen. Am besten mit Zelt oder gleich als Allradfahrzeug mit Zelt hinten drauf. Ich denke es ist in Botswana die beste Art das Land zu entdecken. Es gibt genug Campingplätze, die alle wunderbar in der Natur gelegen sind. Man wacht mitten in der Natur auf und köchelt sein Essen draußen über dem kleinen Feuer. Was gibt es Besseres. Man ist frei und kann fahren wo hin man will.

Viele verbinden den Roadtrip auch mit einem Besuch in Simbabwe zu den Viktoriafällen oder nach Namibia. Der Grenzübergang mit dem Mietwagen ist hier meist kein Problem. Mann muss halt eine Gebühr für das Auto zahlen. 


Klima:

In Botswana hat man ein Savannen- und Wüstenklima. Das heißt es wird im Sommer schön warm bis zu 35° Celsius und im Winter bleibt's angenehm warm mit 20°Celsius. Im Winter kann es nachts dann aber auch etwas frischer werden.

Es herrschen etwa sechs bis neun Monate Trockenzeit. Es kommt dann kaum Niederschlag runter. Einzig das Okavango Delta bietet den Tieren dann noch Wasser, denn der Okavango Fluss, der das Wasser aus Angola bringt, braucht circa 6 Monate bis er in Botswana ist. Er bringt also das Wasser ins Delta, wenn im Rest von Afrika Trockenzeit herrscht. Daher wandern auch riesige Tierherden zu dieser Zeit zum Okavango Delta.

Das gesamte südliche Afrika ist besonders stark von der Klimaerwärmung betroffen. Die Folgen durch die Klimakrise sind eine zunehmende Hitze, längere Dürreperioden und geringere Niederschläge. So ist die Temperatur in Botswana in 100 Jahren etwa um drei Grad angestiegen. Das ist einer der stärksten Anstiege auf unserem Planeten.

 

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Geologie:

Einen großenTeil Botswana macht die Halbwüste der Kalahari aus. Diese Wüste besteht vor allem aus Dornstrauch- und Grassavannne. Auch gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit mit Wasser gefüllt werden können. Ein Beispiel ist die Makgadikgadi Pfanne. Sie liegt unter 1000 Meter über dem Meeresspiegel.

Die größten Teile Botswana liegen aber auf 1.000 Meter Höhe. Es gibt allerdings keine ausgeprägten Bergformationen, sondern eine eher hügelige Landschaft, Die einzigen nennenswerten Bergmassive sind die Otse Mountains und die Tsodilo Hills die über 1.000 Meter Höhe erreichen. Der höchste Berg ist der Monalanong Hill bei Gaborone mit 1494 Metern.

Im Nordwesten liegt das Okavango Delta, das größte Binnendelta der Welt das sein Wasser aus dem Okavango Fluss bezieht. Es ist ein riesiges Feuchtgebiet mitten in Botswana. Es gibt auch noch andere große Flüsse wie den Limpopo an der Südostgrenze oder den Chobe Fluss und den Sambesi im Norden. Auch hier gibt es Nationalparks mit einem riesigen Artenvorkommen.

Die beschriebenen Landschaftsformen Botswanas wurden überwiegend durch das Zerbrechen des Großkontinentes Gondwanas vor 150 Miilionen Jahre geprägt. Dabei stiegen die Ränder des afrikanischen Kontinentes an und sind deswegen fast alle über 1000 Meter gelegen. Wind und Wasser erodierten diese Randregionen und trugen Sedimente ins Landesinnere, wo dann das Kalahari Becken entstand. Botswana liegt hier zentral in diesem Becken und etwa 85% des Landes sind auch der Kalahari zugehörig. Die Landschaft wurde weiterhin von den großen Salzpfannen geprägt, die früher einmal Binnenseen waren. Ebenfalls die Flüsse, wie der Okavango prägen das Land und erschaffen einzigartige Ökosysteme.

 

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Rotschulter Glanzstar (Cape Starling) in Nata


Warum nach Botswana?

 

Okavango Delta – Das größte Binnendelta der Welt. Einzigartiges Ökosystem und Lebensraum vieler Arten in Botswana.

 

Makgadikgadi Pfanne – die Salzpfannen im Nordosten Botswana gelegen. Sie reichen bis zum Horizont und gehören zu den größten der Welt. Hier erreicht die Salzkruste eine Dicke bis zu 5 Metern.

 

Chobe National Park – Der Artenreichste Nationalpark im Süden Afrikas und mit 66000 Elefanten auch die Heimat der größten Elefantenpopulation. Hier kann man zu Fluss oder Land die Tiere Afrikas bestaunen.

 

Kalahari – Eine Halbwüste, die zur Regenzeit auch kleine Seen ausbilden kann. Heimat der kleinen Erdmännchen, die nur hier in freier Wildbahn zu sehen sind.

 

Mashatu Game Reserve – Das Land der Riesen. Heimat der nur im südlichen Afrika vorkommenden Mashatu Bäume. Bis zu 30 Meter können diese hoch werden.

 

Tsodilo Hills – Die kleinen Berge im Nordwesten Botswanas zeigen dir bis zu 20000 Jahre alte Felsmalereien.

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Chobe Nationalpark

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Elephant Sands Lodge 


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Im Okavango Delta

ENDE


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